Kinderwunsch und Jobwechsel?

Hallo alle zusammen,

der Titel sagt ja schon einiges aus. Wollte nur mal die eine oder andere Meinung von euch hören.

Und zwar bin ich zur Zeit ziemlich genervt und unzufrieden mit meiner Arbeitsstelle. Gespräche mit den Chefs bringen auch nicht wirklich was. Kurz gesagt: Am liebsten würde ich wechseln!

Das Problem ist nur, dass mein Freund und ich uns seit längerem ein Baby wünschen und seit November 2008 schon fleißig am üben sind - bisher leider ohne Erfolg.

Ich bin jetzt hin und her gerissen, und weiß nicht, was ich tun soll. Am liebsten würde ich mir schon was neues suchen, aber auf der anderen Seite verdiene ich dort nicht schlecht (wirkt sich ja alles aufs eventuelle Elterngeld aus) und außerdem hab ich Angst, dass es gerade dann klappt, wenn ich eine neue Arbeit gefunden habe und noch nicht lange dabei bin. Ist ja auch blöd dem neuen Arbeitgeber gegenüber.

Will aber den Kinderwunsch jetzt auch nicht auf Eis legen, nur der "Karriere" wegen. Hab Angst, dass es dann irgendwann zu spät ist, wenn ich zu lange auf den richtigen Zeitpunkt warte, ein Kind zu bekommen.

Auf der anderen Seite merk ich schon, dass ich mich ziemlich Druck setze, wenn ich mir sage, naja, du hälst es hier auch noch ne Weile aus, irgendwann muss es ja mal klappen mit der Schwangerschaft.

Bin irgendwie total durcheinander und weiß nicht so recht, was ich machen soll... Habt ihr ne Idee? Vielleicht war ja schon jemand von euch in der Situation, und wenn ja, wie habt ihr euch entschieden?

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Huhu!

Es kann natürlich auch sein, das du Arbeitsmäßig so unter Druck, Streß oder sonstigen stehst, das es deshalb mit dem Schwanger werden nicht klappt?
Ich würde trotzdem nach einer neuen Stelle suchen.. Wenn du dann was gefunden hast kannst du ja kündigen!
Ich mein, wenn es wirklich soooo schlimm ist dann muss ja was passieren. Man kann sich auch nicht fertig machen.
Allerdings ist es mit der Jobsuche im Moment eh schwer. Aber probieren kann man es ja. Und wenns dann klappt mit dem schwanger werden, was solls. Ob du nun da in Elternzeit gehst oder da, ist ja eigentlich egal?

LG und alles gute

kleines sternchen

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Hey Sandra,

ich war vor einem halben Jahr auch kurz davor einen neuen Job zu suchen und war in der selben Zwickmühle wie du. Ich habe mich dann dafür entschieden erstmal Mama zu werden. Jetzt nehm ich auch schon seit Dez. die Pille nicht mehr und fange diesen Zyklus an ohne Verhütung zu #sex.
Ich bin total zufrieden im Moment mit meinem Leben, sodass der Beruf in den Hintergrund gerutscht ist. Und die 9 Monate krieg ich im Job auch rum! Danach ist erstmal meine Zeit für das Baby geplant und dann werde ich mir einen Job suchen!

Ich wünsche dir nur das Beste!

Liebe Grüße Steffi

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Einen NEUEN Job meinte ich natürlich #klatsch

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Hatte vor kurzem das gleiche Problem.

Lösung: Beworben, zum 25. neue Stelle antreten, Kiwu besteht weiterhin.

ABER: Bin im öffentlichen Dienst.

Trotz allem würd ichs machen. Als Schwangere hast du einen gewissen Schutz des Arbeitgebers, d. h. er kann nicht nicht gleich wieder rausschmeißen, wenn du davor angst hast.

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Hallo,

ich würde Job und Kiwu trennen. Sprich: Im Umgang mit dem Kiwu nicht an den Job denken und bei Jobentscheidungen nicht an den Kiwu denken. Denn das Problem ist, der Kiwu lässt sich überhaupt nicht gut planen.

Ich habe 3 Jahre vergeblich versucht, schwanger zu werden. Dann kam ein Headhunter mit einem tollen Jobangebot. Ich habe es angenommen und vor der Unterzeichnung des Vertrages nur noch den Beginn meiner nächsten Regel abgewartet. Frisch schwanger wollte ich nun doch nicht unterschreiben, zumal ich erst 4 Monate später anfangen konnte.

Ich war dann erst ein halbes Jahr im neuen Job, als ich schwanger wurde. Zunächst schien es nicht so eine gute "Idee" zu sein, aber "dank" Wirtschaftskrise kam dann doch alles anders. Heute sind sie dort ganz froh, dass ich jetzt, wo ich wieder arbeite, nur noch die Hälfte koste.

Also, locker bleiben, da sind einfach zu viele Eventualitäten, als dass Du 100%ig richtig entscheiden könntest, insofern ist es eigentlich egal, wie Du es machst ;-)

LG, M.

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Hallo Sandra,

das ist ja der Hammer, als ich deinen thread gelesen hab, hab ich gedacht, das könnte auch zu 100 % von mir kommen. Mir geht es absolut genauso. Wir üben allerdings mehr oder weniger seit 07/07 aber so richtig auch seit Nov 08.
Mein Job macht mir auch überhaupt keinen Spaß mehr, ist eine richtige Qual und ich bete jeden Monat das es endlich klappt. Dazu kommt noch das ich für den Job auch noch 50 km fahren muß.
Am Samstag hab ich aber eine interessante Stellenanzeige gesehen und mir die gleichen Fragen gestellt wie du, aber ich hab mich sofort beworben, denke auch wenn es klappt, das eine oder andere, dann soll es so sein - ich lasse das Schicksal entscheiden. Du solltest natürlich möglichst einen Job sicher haben, wenn du kündigst, damit du im Falle einer Schwangerschaft dann nicht auf der Straße stehst.
Das Elterngeld berechnet sich ja aus dem Nettogehalt des letzten Jahres und wenn dann ein paar Euro fehlen, du aber viel glücklicher und zufriedener bist, dann ist es das doch wert.
Ich würde es also versuchen - wünsch dir für beides viel Glück !!!
pirelli77

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Hey,

mir geht es zur Zeit genau wie dir. Der Text hätte also auch von mir sein können. *grins*

Ich bin aber auch der Meinung, dass man bei der Suche nach einem neuen Job nicht an den Kiwu denken sollte. Finde es jetzt auch nicht so tragisch, wenn man dann wirklich etwas gefunden hat und man dann schwanger wird. Schließlich sind wir Frauen und die Arbeitgeber müssen damit rechnen, dass man schwanger wird.

Bei mir ist es zur Zeit so, dass ich Bewerbungen schreiben und wenn ich eine Stelle finde die mir zusagt die auch definitiv annehmen werde. Da es mir nichts bringt, wenn ich mich auf meiner jetztigen Arbeit seelisch fertig mache und es wahrscheinlich dadurch auch nicht mit dem Schwangerwerden klappt.

Ich drück dir die Daumen, dass du bald eine neue Stelle findest und vielleicht auch bald schwanger bist. Würde aber wegen der Karriere den Kiwu nie auf Eis legen.

Liebe Grüße,
tweety1286 ;-)

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Danke für eure Antworten. Das zeigt mir, dass ich doch nicht die einzige bin, die sich mit solchen Gedanken rumschlägt.

Also, es ist nicht so schlimm, dass es sich nicht aushalten lässt. Hab da bei meinem letzten Arbeitgeber schon schlimmeres erlebt - da war ich wirklich mit den Nerven am Ende und ständig wegen psychischen Problemen krank geschrieben.

An manchen Tagen denke ich auch, komm so schlimm ist das alles nicht, hälst du schon durch. Wenn du einmal da weg bist, kommst du auch nicht wieder (einfache Fahrtstrecke sind auch 50 km, und mit Kind dann wohl nicht mehr zu schaffen).

Aber wie gesagt, Monat für Monat sitz ich dann da und hoffe und bete, dass es doch diesmal endlich geklappt hat. Und ich weiß ganz genau, ohne den Kinderwunsch würde ich keine Sekunde zögern und sofort anfangen mit Bewerbungen schreiben.

Vor ein paar Wochen hab ich auch schon ein paar Bewerbungen geschrieben, die dann aber nie abgeschickt. Irgendwie plagt mich dann ein schlechtes Gewissen gegenüber dem potentiellen neuen Arbeitgeber. Voll blöd, oder?

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Also bei mir wars genauso, nur so schrecklich, dass jeden Tag Streit auf der Arbeit war und ich keinen Kündigungsschutz hatte. Ich habe heimlich nach einem neuen Job gesucht und war dann froh, dass es so schnell mit der SS geklappt hat, dass ich die neue Stelle absagen konnte und Kündigungsschutz hatte. Bin dann sofort ins Beschäftigungsverbot gekommen, einmal vom AG und auch von der FÄ wegen mobbing. Ich hatte zwar enormen Streß in der SS, weil der AG eine Kündigung versuchte und mein Gehalt einbehielt, habe aber alles gelöst. Ich finde es besser, die SS noch dem alten AG zuzumuten, als gleich einem neuen. Die meisten, die gezielt ss werden wollen, werden es ja doch recht schnell. Nur, wenn in deiner Branche keine jobs zu kriegen sind, könntest du jetzt wechseln und dann 3 Jahre kündigungsschutz wegen Elternzeit in Anspruch nehmen. Aber die Stimmung müsste auch dafür stimmen. Das wäre dann sicherer, als mit Kleinkind einen neuen Job zu suchen. Bei mir war das kein Problem.
Manja

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Einen wunderschönen guten Morgen,

habe momentan das gleiche Problem, hab meine Entscheidung aber schnell getroffen. Werde den Job vorerst nicht wechseln. Die Zeit schafft man auch noch. Und die Bezahlung stimmt.

Das Problem beim AG-Wechsel: zum einen die Probezeit, auch im Mutterschutz bist du während der Probezeit ohne Angaben von Gründen kündbar und zum anderen wie ist dann der Start mit dem neuen Chef und den Kollegen wenn du denen gleich ein
#ei ins Nest setzt. Denke das schafft nicht unbedingt eine bessere Arbeitsumgebung.

Ich bleibe bei meinem jetzigen AG und denke mir meinen Teil über das Arbeitsklima. Es hilft sich abends bei seinem Partner / einer Freundin darüber auszukotzen (sorry).

Wenn wenn es dann endlich klappt ... und während des Babyjahres ganz entspannt nach etwas neuem suchen...

Ich würde nur wechseln wenn es gar nicht anders geht und du morgens schon mit schlechter Laune aufstehst, weil du zur Arbeit musst (..nicht dass, ich hab keine Lust, bin Müde-Syndrom).

Du kannst ja mal schreiben wenn du dich entschieden hast.

ich wünsche eine entspannte Arbeitswoche .

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