Wie soll ich es ihr sagen?

Ich befinde mich in einer etwas schwierigen Situation und wüsste gerne, wie ihr darüber denkt und hoffe auch auf Tipps:
Ich habe eine sehr gute Freundin, die ich total schätze, sie hat 2 Kinder (Junge 7 Jahre und Mädchen 8 Jahre) im Alter meiner Tochter (7).
Wir kennen uns schon sehr lange, die Kinder kennen sich quasi auch von Geburt an.

Das Problem: Die Mädels verstehen sich total gut und spielen sehr gerne und harmonisch zusammen.
Ihr Sohn ist leider das totale A...kind. Ich kann es wirklich nicht anders sagen.
Er drischt permanent mit allem auf alles und jeden ein, wirklich ALLES wird als Waffe zum Kämpfen missbraucht. Er ist wahnsinnig grob, ungestüm und laut, grabscht alles an und überdreht permanent. Er achtet nicht darauf, ob er anderen weh tut und/oder tut es mit Absicht. Er hört nicht, provoziert dauernd Streit, ärgert, haut, schubst, rennt/fährt andere um, macht Dinge kaputt usw. Wirklich ohne Pause, er ist durchgehend so! Es gibt keine Treffen, bei denen sich die Mädels nicht über ihn beschweren, weil er sie beim Spielen stört und ihnen weh tut.
Mich nervt das mittlerweile so an!

Besonders problematisch finde ich, dass meine Freundin ihm keine klaren Grenzen setzt. Dauernd fordert sie die Mädels auf, ihn doch mitspielen zu lassen. Die beiden sind wirklich sehr sozial und er darf IMMER mitspielen- nur ist sein "Spiel" dann, dass er Aufgebautes kaputt macht oder in Rollenspielen, beim Spielen mit Fahrzeugen oder auch im Garten/auf dem Spielplatz etc. einfach nur ärgert, nervt und den Mädchen weh tut. Wenn sie sich dann beschweren kommt von meiner Freundin nur "Das meint er doch nicht so..."/ "Dann spielt doch etwas anderes, was er auch gut findet..."/ "Ihr müsst ihn doch nicht gleich ausschließen..."

Dauernd nimmt sie ihn in Schutz und die Mädchen müssen seine Attacken und sein Generve aushalten. Ich habe ihn auch schon oft wirklich scharf zurechtgewiesen, als er meiner Tochter weh getan hat. Das beeindruckt ihn maximal 1 Minute lang, dann macht er weiter.

Ich möchte meine Freundin am liebsten nicht mehr treffen, wenn ihr Sohn dabei ist. Sie geht irgendwie davon aus, dass alle 3 Kinder befreundet sind, wobei sich nur die Mädels verstehen. Daher bringt sie auch immer beide Kinder mit, bzw. ihr Sohn ist logischerweise auch da, wenn wir sie besuchen.

Ich weiß einfach nicht, wie ich das ansprechen soll. Oder was ich weiterhin tun soll. Es ist selbstverständlich, dass sich immer alle 3 Kinder gegenseitig zum Geburtstag einladen etc. Ich möchte dieses Kind aber weder beim Geburtstag noch bei irgendwelchen Spielverabredungen treffen.

Habt ihr Tipps?

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Guten Abend,
länger habe ich überlegt überhaupt zu antworten und ich weiß auch gar nicht, ob ich das richtig beschreiben kann...

Ich erkenne mich selbst an vielen Stellen in deiner Freundin wieder. Und ich sage dir- das ist verdammt hart.
Ich habe 3 Kinder und unser ältestes Kind kommt dem nahe, was du vom Sohn deiner Freundin berichtest.
Er ist nicht aggressiv und benimmt sich auch nicht komplert permanent daneben, jedoch ist bzw war es besonders in dem Alter, in dem eure Kinder sind, auch mehr als schwierig und es war für mich immer ein immenser Kraftakt irgendwohin zu gehen/ jmd zu treffen mit den Kindern.
Besonders Freundinnen, die mir ganz wichtig und nahe waren, konnte und wollte ich nicht immer absagen- mit 8 kann man ein Kind aber auch nicht einige Stunden allein lassen. Das wiederum hatte zur Folge, dass ich vorher schon immer versucht habe, alle " einzustielen" und vor Ort immer total permanent angespannt war, dass auch ja nix passiert.

Das ist wohl der Hauptpunkt, der mich von deiner Freundin unterscheidet. Eine Konsequenz ist bei mir immer erfolgt- hat nur oft leider nicht den gewünschten Effekt gehabt.
Und ehrlich- manchmal ist man einfach am Ende und versucht eben zu deeskalieren, indem man die "Vernünftigeren" quasi "bittet" besagtes Kind einzubeziehen- ist natürlich nicht so doll.

Mei Sohn war und ist in Therapie- hat aber immer noch Probleme, sich in Gruppen zu arrangieren und seine Impulse zu kontrollieren.
Schlussendlich sind meine kids nun aber wesentlich älter und die Lage entspannter- und es müssen auch nicht immer mehr alle mit.

Mein Tipp:
Bitte deine Freundin um ein Gespräch ganz alleine und sprich an, was du zu sagen hast und auch vorschlägst (Kindergeburtstag, Treffen nur der Mädchen...)
Und ganz wichtig: schildere sachlich deine Beobachtungen und biete deine Hilfe an!!! Vielleicht weiß sie sich nicht zu helfen und es geht ihr wie mir.
Dafür sollten Freunde da sein - und eine tiefe Freundschaft sollte so etwas auch konstruktiv vertragen!!

LG und viel Glück - nicht immer ist Erziehung Schuld und nicht immer ist alles so, wie es scheint.

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Wow, danke für deinen Beitrag.

Beim Lesen des Ursprungsbeitrages habe ich ehrlicherweise gedacht, dass da die Erziehung wohl schief gelaufen ist. Ich sehe das auch nicht so wie deine Vorschreiberin, die das ganze etwas abtut mit "er ist halt kein liebes Mädchen sondern ein Junge" - was absolut keine Begründung oder gar Entschuldigung sein kann für ein solches permanentes Verhalten eines Kindes, wie es von der TE beschrieben wird.

Aber du hast absolut Recht, sowas ist nicht immer Schuld der Erziehung. Danke, dass du mir da die Augen geöffnet hast.

Letztlich hätte ich auch zum offenen Gespräch geraten und denke, dass eine gute Freundschaft das aushalten wird. Die Wahrheit ist nicht immer am bequemsten, aber es gibt nur wenig Fälle wo sie nicht das Richtige ist. Aber ich denke, wenn man es nicht von Anfang an der Erziehung in die Schuhe schiebt hat man gute Karten, ein gutes Gespräch zu führen.

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Hallo, ich gebe dir völlig recht, es ist nicht immer die Erziehung schuld.
In solchen Fällen ist es auch meistens das Verhalten der Eltern, die andere Erwachsene triggert und nicht unbedingt das Verhalten des Kindes. Wenn man merkt, dass die Mutter ehrlich bemüht ist, das Verhalten des Kindes zu mäßigen, dann zeigen meistens auch andere Verständnis bis auf ein paar verbohrte.
In dem Beispiel was ich brachte mit dem kleinen Mädchen ist es so, dass die Mutter zu keiner Zeit versucht, ihr Kind in Griff zu bekommen, sie schimpft zwar die anderen Kinder, wenn die die Kleine nicht mehr dabei haben wollen oder fährt auch Erwachsene über den Mund, wenn diese eingreifen wollen, aber nie auch nur ansatzweise wird dem Kind eine Grenze gesetzt. Und genau das bringt die anderen - mich eingeschlossen - so auf. Würde sie in so ehrlichen Worten kommunizieren, wie du es in deinem Beitrag getan hast, sähe alles anders aus. Keiner verlangt, dass sie gegen ihr eigenes Kind massiv vorgeht und dieses vor den anderen niedermacht, bitte jetzt nicht falsch verstehen. Aber man kann ein Kind mal wegziehen von den anderen und Sachen aus der Hand nehmen, wenn sie versucht, diese kaputt zu machen (Sachen von anderen Kindern) oder den anderen auf den Kopf zu dreschen. Sie schaut aber einfach zu, lässt alles geschehen, und zwar immer. Und damit bringt sie alle auf gegen sich und schadet im Endeffekt auch der Tochter, die gemieden wird.

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Ja, Lad das nächste Mal ne weitere Freundin ein, die mit dir, aber nicht mit ihr befreundet ist, die soll sie dann darauf hinweisen und fragen ob ihr Sohn eventuell Medien konsumiert die nicht für sein Alter bestimmt sind weil er so aggressiv und aufgedreht ist. Dann musst du das nicht machen.

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Oder im besten Fall deine Oma. Senioren verzeiht man einiges.

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#rofl

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Hallo, lade doch nur die Tochter ein und verkaufe es deiner Freundin so, dass sich deine Tochter zum Geburtstag eine reine Mädchenrunde wünscht. Es kann sein, dass sie trotzdem merkt, was Sache ist, aber wäre das so schlimm?
Ich verstehe schon, dass du sie nicht kränken willst, aber durch die Blume sollte sie schon merken, dass das Verhalten ihres Sohnes inakzeptabel ist.
Ich kenne auch so eine Mutter, bei ihr ist es die kleine Tochter, die sich unmöglich verhält, macht alles kaputt, reißt alles runter, grabscht in jedes Essen rein, schmiert die Wände voll mit dem Essen (auch wenn sie wo eingeladen ist), nimmt anderen Kindern alles weg, schlägt sie, wirft auch mal Steine auf andere, ein absolutes Horror Kind, aber mittlerweile schon über fünf Jahre. Die Mutter griff auch nie ein, aber mittlerweile ist es so, dass die Höflichkeit der anderen Eltern zu bröckeln beginnt. Die anderen Kinder haben sowieso die Nase voll und reden sie jedesmal an, sie soll die Kleine daheim lassen, keiner will sie. Die Mutter beginnt schön langsam zu verstehen, dass ihr Kind keiner aushält, und jetzt beginnt sie auch endlich, etwas strenger zu werden.
Auch deine Freundin wird sich erst ändern, wenn sie merkt, dass keiner ihren Sohn aushält.

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Ich denke dem Buben ist einfach furchtbar langweilig, deswegen dreht er so auf. Er will halt "jungssachen" spielen und die Mädels machen halt ihr Ding. Mir tut der kleine leid, dass er immer dabei sein muss und er aber keinen Spielkameraden hat. Vielleicht könnt ihr euch noch mit einer anderen Mama treffen, die auch einen jungen hat, damit sie spielen können. Oder ihr trefft euch auf einem gut besuchten Spielplatz wo er mit anderen "wilden" Kindern toben kann. An dem Jungen ist nichts falsch und er ist auch kein A***Kind. Er ist einfach kein liebes Mädchen, so wie du es gewohnt bist. Er ist ein wilder ungestümer Bub dem langweilig ist weil auf seine Bedürfnisse nicht eingegangen wird sondern nur auf die der Mädchen.

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Meine Tochter spielt gerne wild und gerne auch mit Jungs. Sie lässt sich NICHT gerne mit Stöckern ins Gesicht/auf den Kopf/den Rücken schlagen, von hinten irgendwo runterschubsen, mit dem Fahrrad umfahren. Selbst beim "normalen" Fangenspielen fängt er an, andere umzureissen, zu würgen etc. Sie lässt sich auch nicht gerne die Klamotten zerreissen oder ins Gesicht spucken.
Und das soll sie dann 3 Stunden lang mitmachen, weil das im Spiel die "Bedürfnisse" des Jungen sind und das "Jungsspiele" sind? Und ihm "langweilig" wird, wenn er sich so nicht ausleben darf?

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Ach so, auch, wenn sie in einer größeren Gruppe spielen, eskaliert es permanent. Dann kommen eben auch die anderen Kinder heulend an, weil er ihnen weh tut und zu wild ist. Übrigens auch seine Jungsfreunde.

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Ich finde es ziemlich unfair, wie du über das Kind deiner Freundin sprichst. Ehrlich gesagt, kann ich den Jungen verstehen: Die zwei Mütter und die beiden Mädels hocken fröhlich zusammen, quatschen und er soll "mitspielen" und brav sein. Ich kann durchaus verstehen, dass er da rebelliert. Ob und wie die Mutter reagieren könnte / sollte, kann ich hier nicht beurteilen. Sicher würde ich so ein Verhalten bei meinem Kind nicht zulassen aber ich würde eher an der Vermeidung solcher Situationen ansetzen... Welche Möglichkeiten hättet ihr denn? Wie oft trefft ihr euch? Kann er beim Papa / Großeltern bleiben? Kannst du beide Mädels zum Spielen zu dir nehmen? Könnt ihr einen Spielpartner für ihn organisieren oder eine Aktivität finden, die allen drei Kindern gefällt?
Ich finde, du solltest deiner Freundin da auf jeden Fall auch etwas entgegen kommen und nicht nur das Kind weg wünschen.

Für Geburtstagsfeiern könnte man übrigens sagen: Meine X würde gern noch Y einladen und "Mädchenkram" (o.ä. was dem Sohn nicht gefällt) machen... Habt ihr nicht eine Alternative für ihn? Das sollte deine Freundin verstehen, denn die Kinder sind ja nicht mehr ganz klein.

Wenn ihr Mütter euch aber treffen wollt, fände ich es nicht fair, wenn sie ein Kind immer wegorganisieren muss, nur weil es dir nicht passt. (Bei mir wäre das z.B. schlicht nicht möglich.) Dann trefft euch lieber ganz allein.

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Vielen Dank für deine Antwort. Meine Tochter lädt auch andere Jungs zu ihrem Geburtstag ein. Von daher kann ich eine "Ausladung" so nicht begründen. Wir treffen uns 1-2 mal im Monat und die Mädchen spielen auch Sachen, die er gut findet (wobei das überwiegend "kämpfen" ist und das eskaliert sofort, weil er ohne Verstand auch mit spitzen/harten/scharfen Gegenständen auf andere einschlägt, die Kinder umreisst etc.) Es ist auch draußen so, wo es viel Platz und verschiedene Spielgeräte gibt.
Ich weiß einfach gar nicht, wie ichbdas kommunizieren soll, ohne sie zu kränken.

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Hey...8ch bin auch so, dass ich mir immer einen Kopf mache qie der andere es sehen wird, dass ich niemanden kränken will und bin ganz schlecht in Konfrontation...

AUßER: Wenn meine Kinder gefährdet sind!!!

Sei mir nicht böse, ich versteh dich wirklich und sicher würde ich auch kein Gutes Gefühl dabei haben, aber ihr Sohn verletzt deine Tochter! Das wäre der Punkt, wo ich zwar natürlich versuchen würde es sachlich zu klären, aber eben auch nicht mehr zusehen würde.

Wie reagierst du denn, wenn sie ihren Sohn in so einer Situation in deinem Beisein in Schutz nimmt und die Mädels auffordert ihn einzubinden? Sagst du dann was dazu?

Wir haben hier eine ähnliche Konstelation. Meine 8jährige und ihre 9jährige Beste Freundin, die aber auch mit einem Jubgen befreundet ist (sein muss, weil die Eltern so dicke sind) und es eskaliert im Moment regelmäßig im Hort. Ich hab es mir eine Zeitlang mit angesehen und als es gar nicht besser wurde die Erzieher angesprochen, da ixh mit den Eltern leider schon zerstritten bin.

LG und alles Gute dir und deiner Tochter

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Mein Patenkind rüpelt auch ziemlich rum. Er ist in solchen Situationen nicht ansprechbar, er hat einen regelrechten Durchzugsmechanismus entwickelt.
Die Mama ist sehr inkonsequent und leider auch nicht kalkulierbar. Sie lässt es sehr lang laufen bis ich dann längst eingeschritten bin weil mein kleinerer das dritte mal rückwärts an die wand geflogen ist so grob war er, oder weil er auf die dritte Ansage vorsätzlich Spielzeug kaputt macht.
Dann kippt sie ohne Vorwarnung und ohne Auslöser ins andere Extrem. Es kann sein er ist total vergnügt und sie fängt aus heiterem Himmel das poltern an was alles an drakonischen Strafen droht wenn er jetzt beim Ausflug nicht….
Fatalerweise erkenne ich in ihrem Verhalten sehr ihre eigenen Eltern wieder. Fatal weil sie als Kind sehr darunter gelitten hat. Aber sie kriegt es nicht hin den Kreisel zu durchbrechen.

Ich habe es angesprochen. dem Kind und der Freundschaft zuliebe.
Ansonsten kannst du die Siebenjährige allein zu euch einladen.
Aber wenn ihr gute Freundinnen seid würde ich es ansprechen.

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Danke für deine Antwort. So läuft es hier auch. Darf ich fragen, wie du es genau angesprochen hast? Ich möchte sie nicht kränken. Ich habe auch mal vorsichtig angedeutet, dass vielleicht Ergotherapie sinnvoll wäre. Sie ist ja auch dabei, wenn ich mich mal einschalte und ihrem Kind sage, dass es meinem nicht weh tun soll. Das ist ihr auch unangenehm, denke ich.
Trotzdem nimmt sie ihn nie aus der Situation. Sie redet mit ihm, was ihn 0 interessiert, er hört ihr gar nicht zu und macht währenddessen weiter, bis einer von den anderen heult. Und dann versucht sie, zwischen den Kindern zu vermitteln und erwartet, dass sie weiterspielen und die anderen ihn aushalten. So geht das dann die ganze Verabredung lang in einem ewigen Kreislauf.

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Ich hab ihr gesagt dass es nach aussen sehr lieblos und aggressiv wirkt was sie macht und was ich als Reaktion des Kindes sehe (er rebelliert sehr) und dass ich mir sehr Sorgen mache wie das mit 12 dann ist weil das unkontrollierbar werden kann.
Und dass ich weiss dass sie das Kind abgöttisch liebt. (Sie hat viel auf sich genommen um ihn zu bekommen).

Ich hatte Angst dass sie mir die Freundschaft kündigt aber wir waren an einem Punkt wo ich gesagt habe „Besuch ist nicht mehr erträglich“ und selbst mein Mann ein deutliches Veto gegeben hatte.
Sie hat es konstruktiv aufgenommen. Ob es besser wurde…? Dann kam Corona. Ich hab sie lange nicht mehr gesehen. Wir wohnen weit auseinander.

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Hallo,

ich würde ganz offen sagen, dass ich ein Problem mit dem Verhalten des Jungen habe. Meine zwei Jungen wären auch unglücklich und sie meiden Kinder, die sich so verhalten.

Wenn dir deine Freundin wirklich am Herzen liegt, solltest du ihr außerdem Hilfe anbieten. Überlegt gemeinsam, woran das Verhalten des Jungen liegen könnte und was man dagegen tun kann. Schildere ihr sachlich deine Beobachtungen und sag ihr, dass deine Tochter sehr wohl entscheiden kann, wer mitspielt und dass jemand, der alles kaputt macht und anderen wehtut eben nicht am Spiel teilhaben kann. Das ist ja kein vorsätzliches Ausschließen, sondern einfach nur eine logische Konsequenz.

Ich vermute, dass das Problem kein reines Erziehungsproblem ist, aber dass deine Freundin die Mädchen für das Verhalten ihres Sohnes bestraft, ist natürlich nicht gerade hilfreich, denn er merkt so gar nicht, dass es an seinem Verhalten liegt, wenn er ausgeschlossen wird. Deine Freundin sucht die Schuld ja immer bei ihrer und deiner Tochter.

LG

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Er meint es nicht so? Frag sie mal wie er es dann meint, wenn er ein Kind drangsaliert?

Jungs sind nicht automatisch wild.
Lasse ich ihm aber alles durchgehen, ist es logisch, dass er keine Grenzen kennt, weil ihm keine Gesetzt werden. Dieser Junge erfordert eben etwas mehr Erziehung, als z. B. seine Schwester, die vielleicht von Haus aus ruhiger und umgänglicher ist.
Es ist doch für den Jungen auch nicht schön, wenn er überall negativ auffällt. Wie verhält er sich in der Schule?
Deine Freundin weiß bestimmt auch, dass sein Verhalten nicht ok ist, hat aber wahrscheinlich schon resigniert und geht den "bequemen Weg". Zielführend ist es allerdings nicht.
Wäre sie meine Freundin würde ich offen mit ihr darüber sprechen und sie fragen wo sie ihren Sohn in 10 Jahren sieht, wenn er weiterhin keine Grenzen erfährt.
Wahrscheinlich triffst du damit einen wunden Punkt. Aber eine gute Freundschaft sollte das aushalten.

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Ich habe eine Freundin, deren Sohn ist 2,5 Jahre jünger als meiner.
An und für sich verstehen sich unsere Jungs super, der Kleiner schaut auf, der Große findets klasse.

ABER: meine Freundin und ich haben den Deal, das wir ehrlich sind, wenn es nicht mehr passen sollte. Wir hatten vor kurzem die Situation, dass mein Kind genervt vom kleinen war und ihn nicht mehr treffen wollte. Das habe ich meiner Freundin dann so mitgeteilt und gut war. Jetzt läuft es auch wieder zwischen den Kindern.

Was ich sagen will: sprich mit ihr. Zeitnah. Wenn dir die Freundschaft wichtig ist. Denn wenn etwas brodelt explodiert es irgendwann und der Schaden ist irreparabel.
Und miteinander reden heißt nicht ihr mit Therapievorschlägen zu kommen, das ist übergriffig. Miteinander reden heißt: Sag ihr, dass sich die Mädels allein verabreden können oder ihr euch beide ohne Kinder. Sag ihr, dass dich das so gerade stresst. Das sie ein tolles Kind hat, du aber das Gefühl hast, dass die 3er Kombo eine Pause braucht. Es kann sich ja auch alles beruhigen und dann klappt es wieder.

Alles Gute

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