keine Freunde an der Uni

Kurz zu meiner Situation: nachdem mir mein Beruf zu langweilig geworden ist, habe ich vor knapp zwei Jahren beschlossen studieren zu gehen (bin derzeit auch Studentin). Ich hatte nie Probleme damit, neue Freundschaften zu finden, aber irgendwie klappt es an der Uni nicht. Gut, da waren mal ein, zwei, drei Bekanntschaften dabei, die aber nicht lange gehalten haben (hat menschlich nicht gepasst, hat sich im Sand verlaufen, etc). Mich macht es schon ein bisschen traurig und nachdenklich, da ich bis jetzt immer schnell Anschluss gefunden habe, egal ob es an einer neuen Schule war, während meiner Ausbildung oder später im Beruf, als ich die Firma gewechselt habe. Bis heute habe ich zu meinen Freunden, die ich dort kennen gelernt habe noch ein inniges und herzliches Verhältnis. Warum tue ich mich jetzt auf einmal so schwer damit? Ich habe zwar einen großen privaten Freundeskreis, auf den ich mich verlassen kann, aber es deprimiert einen doch schon, sich allein durch die Studienzeit durchboxen zu müssen und keinen zu haben, mit dem man während einer Freistunde oder einer Vorlesung auch mal kichern, lachen oder einfach mal über Gott und die Welt reden kann... :-(

Hey! Das ist natürlich schon blöd. Wie wäre es, wenn du einfach mal ein paar Leute nach einer Vorlesung oder so anquatscht zu einem Thema? Oder ob sie dir helfen können/dir mal die Stadt zeigen. Irgendwie kommt man doch sicherlich ins Gespräch und kann das ausbauen, oder klappt das gar nicht? Gibt es einen großen Altersunterschied?

Danke für deine liebe Antwort. Ist aber alles nicht so eimfach. Nach den Veranstaltungen gibt es natürlich den ein oder anderen Smalltalk, aber dabei bleibt es auch. Der Altersunterschied liegt bei knapp 3 bis 4 Jahren, also nicht die Welt. ;-) von andern die Stadt zeigen lassen kann ich mir auch nicht, da ich von dort komme, wohne quasi um die Ecke. Das große Problem ist einfach, dass die anderen direkt nach dem Abi auf die Uni gegangen sind und ihren halben Freundeskreis direkt haben. Da reinzukommen ist mehr als schwer... :-(

aber, es gibt doch bestimmt auch welche, denen es genauso geht wie dir... mach doch mal einen aushang am schwarzen brett... zum bowlen, stricken, englisch sprechen...

lg

Hallo minniemaus,

also ich kenne das aus meiner Studienzeit (die noch gar nicht lange her ist) auch.
Ich bin mit einer Freundin zufällig in die gleiche Stadt an die gleiche Uni gegangen. Wir haben aber unterschiedliche Studiengänge besucht. Jedenfalls war es wirklich schwer in meiner Seminargruppe Anschluss zu finden. Zumal die Mädels eben alle ein bisschen komisch und distanziert waren. Auf jedenfall habe ich sehr guten Anschluss bei der männlichen Fraktion gefunden (sowohl in meiner Seminargruppe, als auch bei den STudenten aus der Seminargruppe von meiner Freundin). Und mit denen kann man auch sehr gut lachen und die Freistunde gut verbringen. Darüber hinaus habe ich über die Zeit auch paar Leute aus der Parallelseminargruppe kennengelernt. Auf jedenfall nicht den Kopf einziehen. Sich einfach mal in der Vorlesung neben ein neues Gesicht setzen oder in der Mensa bei anderen an den Tisch hilft oft sehr viel. Klar ist das eine große Überwindung, aber oft zahlt es sich dann doch aus :)

Kleiner Tipp am Rande: Sollten irgendwelche WG-Partys oder andere Veranstaltungen anstehen, versuch ab und an hinzugehen. Denn dort knüpft man am besten, am schnellsten und am leichtesten Kontakte!!!

Gib bescheid, wenn du neue Kontakte geknüpft hast :)

Viele Grüße und ganz viel Erfolg (und Mut) !!!

Hallo butterblume,

danke für deine aufmunternden Worte. Ich glaube, ich bin auch eine von der Sorte, die eher den Kontakt zur Männer- als zur Frauenwelt sucht, zumindest hab ich gemerkt, dass ich mit meinen männlichen "Leidensgenossen" besser zurecht komme (kann mit den ganzen Püppchen, die am Campus rumrennnen und jedes Mal vor Freude fast ausrasten, wenn sie sich nach zwei Stunden wieder sehen nix anfangen). ;-) Ich kann dir wirklich nicht sagen, woran es liegt, dass ich mich sooo unendlich schwer tue neue Kontakte dort zu knüpfen, da ich eigentlich ein recht fröhlicher und aufgeschlossener Mensch bin. Irgendwie hab ich das Gefühl mich glotzt jeder an, wenn ich mal allein durch die Mensa stiefel, der blanke Horror für mich. #zitter

Ich würde ja schon liebend gern auf WG-Partys gehen, nur leider kenn ich keinen, der in einer WG wohnt und/oder dort Partys ausrichtet. :-( Auch abends in die Stadt zum feiern zu fahren ist nicht, da wir in unserer Stadt eine dermaßen grottige Busverbindung haben, dass ab 23.00 Uhr oder so nichts mehr geht und jedes Mal 15€ für ein Taxi springen lassen kann ich mir nicht leisten.

Ich glaube, ich bin ein hoffnungsloser Fall, was das Studentenleben angeht und bin heilfroh, dass ich daheim so liebe Freunde hab, auf die ich mich immer verlassen kann. :-)

Hallo,

ach da musst du echt drüber stehen. Wenn man keine Highheels, lange blond gefärbte Haare und Schweißfängertäschchen unter dem Arm, ist man doch neuerdings überall "out"!

Irgendwie ist es in der heutigen Zeit auch schwer, bei solchen Leuten Anschluss zu finden. Da bin ich immer heilfroh, dass ich aus diesem Kindergartenalter raus bin. Und dann sage ich mir immer: Freunde sind wie Bücher. Es reichen wenige, aber dafür GUTE !!!
Und man muss sich auch nicht selber verbiegen, damit man ne Zeit lang irgendwo dazugehört. Klar ist es schon besser, irgendeinen Anschluss zu haben (so bekommt man eben immer mal paar Prüfungen aus den letzten Jahren oder Mitschriften oder ähnliches)... Aber es wird und muss auch so gehen!

Wohnst du in der Unistadt oder kommst du jeden von auswärts ?

LG

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