Umfrage, wie hättet ihr dieses Problem gelöst?

Hallo,
ich hatte ein Streitgespräch mit meiner Freundin und zwar ist folgendes passiert: der Sohn meiner Freundin (4 Jahre alt) hat zu seinem Freund ein Schimpfwort gesagt und meine Freundin hat ihn zu Seite genommen und ordentlich mit ihm geschimpft. Danach mußte ihr Sohn zu seinem Vater gehen (er war nicht dabei) und ihm erzählen was er "Schlimmes" getan hat. Er war so eingeschüchtert und hat nix gesagt. Dann hat meine Freundin ihrem Mann alles erzählt und der Kleine hat noch mal ordentlich Schimpfe und Sandmannverbot erhalten.
Ich fand das übertrieben, denn bei uns wird es so gehandhabt, dass nur der schimpft bei dem etwas passiert ist. Ich fand es als Kind immer schlimm, wenn etwas war und meine Mutter zu meinem Vater gerannt ist und "gepetzt" hat. Ich hab mich dann immer ganz schlimm, unverstanden und irgendwie hintergangen gefühlt.
Wenn mein Sohn nur in meinem Beisein etwas ausfrist, dann klär ich es mit ihm und "wärm" es nicht Abends noch mal auf, wenn der Papa von der Arbeit kommt. Dann erzähl ich meinem Mann, was passiert ist und wie ich gehandelt habe oder worauf wir achten müssen, aber erst wenn mein Kind schon im Bett ist.
Meine Freundin meinte es ist total inkonsequent und beide Eltern sollten mit den Kindern schimpfen. Ich finde beide sollten nur schimpfen, wenn auch beide in dieser Situation anwesend sind.
Was ist eure Meinung, bin ich wirklich zu inkonsequent?

LG

1

genau wie du finde ich, dass es reicht wenn der anwesende elternteil was sagt. zudem finde ich, dass hier wegen eines schimpfwortes massiv übertrieben wurde. was stellt man dann erst an, wenn das kind wirklich mal was ausfrisst?

aber jeder, wie er meint!

2

Seh ich genauso....einmal schimpfen/zurechtweisen ist okay, reicht völlig aus.
Die Sache mit den Schimpfworten kommt ja noch erst richtig, und man sollte sie auch nicht überbewerten, je mehr Drama man darum macht, umso mehr nutzen es die Kinder später heimlich.
Natürlich sollte man ihnen schon klarmachen, auf welche Art und Weise zu Hause geredet wird, und wie halt eben nicht.Aber an ungeliebten Wörtern komt kein Kind und kein Elternteil vorbei.Und es gibt Zeiten, da finden es selbst die besterzogendsten liebsten Kinder total cool, diese zu benutzen.
Dem Kind klar machen, dass man andere damit verletzt, vernünftig und ruhig. Mit gutem Beispiel vorangehen----und gut ist aber auch.Der kleine ist mit 4 doch völlig überfordert.

LG maja

3

Hallo!

Wir handhaben das wie du! Wenn es einmal besprochen wurde, muss auch gut sein, unnötig das Kind dann später nochmal zu strafen....zudem ist der Mittag für einen 4-jährigen am Abend sooo lange her....


lg

melanie mit Max(4), leonie(3) und Überraschung(10.SSW)

4

Hallihallo,

nein, Du bist nicht inkonsequent - ganz sicher nicht!!!

Klar muss einem Kind erklärt werden, dass und warum man bestimmte Worte (und schon gar nicht zu (s)einem Freund) sagen darf - und ggf. - wenn das Kind weiß, was das Wort bedeutet und es gerade mit Absicht sagt - ordentlich geschimpft werden, wie Du es hier nennst. Aber dann bitte auch nur 1(!!!) Elternteil und NICHT 2, wie bei Deiner Freundin. Es hätte doch gereicht, wenn nur die Mutter geschimpft und ermahnt hätte und diese "Na-warte-nur-bis-der-Papa-nach-Hause-kommt-Methode" finde ich sowieso schräg und daneben und ich kenne sowas überhaupt nicht von früher. Meine Mutter hat, während mein Vater außer Haus und zur Arbeit war, alles mit mir geregelt, wenn ich was ausgefressen hatte und gut war. Ferner finde ich, dass da der Respekt der Mutter auch irgendwie so langsam, aber sicher untergraben wird, wenn andauernd diesbezüglich der Vater als "Buhmann" herhalten muss.

Und das mit dem Sandmannverbot finde ich auch sehr übertrieben und das hätte dann nun wirklich nicht mehr sein müssen.

Wie gesagt, ich finde die "Petzerei", wenn abends der Vater nach Hause kommt, total daneben und das alles dann noch einmal aufkochen, finde ich auch dem Kind gegenüber demütigend.
Und außerdem, uns Großen würde es schließlich auch überhaupt nicht gefallen, wenn wir an der Arbeit vom Chef für einen gewissen gravierenden Fehler - und das wohl auch zu recht - "ordentlich" gerügt würden - und bekämen dann auch von gewissen Kollegen noch zusätzlich eine auf den Deckel.

LG

5

Ja stimmt.
Was hat Papa damit zu tun?!
Bei wirklich üblen Dingen versteh ich das, aber nicht in dieser Situation.
Sandmannverbot und Mecker von Mama okey.

Wir haben uns auch vorgenommen uns nicht gegen Richi zu verschwören.
Einer für alle und alle für einen :-D

6

Hallo,

Kinder schnappen irgendwo Schimpfworte auf und testen dann, wie es so ankommt, wissen oft selbst nicht, was gemeint ist.

In dem Fall reicht beiseite nehmen und erklären, das das unhöflich und frech ist, finde ich. Wenn Deine Freundin meint, ihn dafür schon richtig ausschimpfen zu müssen (hätte ich im Wiederholungsfall erst gemacht), was will sie dann machen, wenn er wirklich mal was verbockt? Und dann noch zur Beichte zum Vater zu müssen mit nochmal meckern und Sandmannverbot, das finde ich nun völlig daneben.

Ich hätte es dann so gemacht wie Du, abends erzählen und bereden, ob noch Handlungsbedarf besteht.

Grüße
Arya

7

hallo,

wir handhaben das auch so wie ihr das macht..ansonsten weiss das kind doch gar nicht, was sache ist und warum das andere elternteil auf einmal abends noch mal mit ihm schimpft..

ich finde nicht das du inkonsiquent bist..

lg tanja

10

"ansonsten weiss das kind doch gar nicht, was sache ist und warum das andere elternteil auf einmal abends noch mal mit ihm schimpft.."

Vierjährige sind nicht mehr sooo klein, dass sie das nicht checken...von daher ist das kein Argument.

Generell halte ich mich in solchen Situationen aber sowieso mit Kommentaren zurück...ob's jetzt ne gute Freundin oder wer auch immer ist. Soll jeder so machen, wie er es für richtig hält.

Und im Gegenzug erwarte ich natürlich, dass sich auch niemand in MEINE Erziehungsmethoden einmischt.

8

>>>Ich fand es als Kind immer schlimm, wenn etwas war und meine Mutter zu meinem Vater gerannt ist und "gepetzt" hat<<<


ich finde das nicht schlimm!!!!!! würde das vielleicht auch so machen.. allerdings ist das noch lang hin

9

>>Danach mußte ihr Sohn zu seinem Vater gehen (er war nicht dabei) und ihm erzählen was er "Schlimmes" getan hat. Er war so eingeschüchtert und hat nix gesagt. Dann hat meine Freundin ihrem Mann alles erzählt und der Kleine hat noch mal ordentlich Schimpfe und Sandmannverbot erhalten.<<

Ich denke, daß Deine Freundin auf diese Art und Weise am Besten dafür sorgen kann, daß ihr Sohn Angst vor dem eigenen Vater bekommt. Irgendwann ist es dann so, daß der Kleine sich nicht mehr freut, wenn sein Papa von der Arbeit kommt, sondern lieber flüchtet.
Nur wundern sollen sich diese Eltern dann aber nicht darüber....
Viele Grüße
Trollmama

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Wieso sollte ein Kind Angst vor dem Papa bekommen, weil er AUCH mal schimpft? So erarbeitet man sich höchstens Respekt...und das kann ja wohl nicht verkehrt sein. Ein Vater ist genauso zum ERZIEHEN da wie die Mutter...ich halte es eher für ein gefährliches Ungleichgewicht, wenn der Vater NIE schimpft und alles der Mutter überlässt. So könnte nämlich beim Kind leicht der Eindruck entstehen, dass die Mutter "die Böse" und der Vater "der Liebe" ist. Das kann es ja wohl auch nicht sein, oder?

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Jedem das Seine. Natürlich schimpft der Vater auch, wenn er mit der Situation zu tun hat. Aber Abends alte "Kamellen" vom Vormittag aufzuwärmen und das Kind nochmals zu bestrafen, hat nichts mit Erziehen zu tun. Dann weiß ein Kind nie woran es ist, wenn es ständig zwei,- oder mehrmals für die gleiche Sache bestraft wird. Irgenwann muß auch mal gut sein. Mein Kind hat gleichen Respekt vor uns beiden!
Eins muß ich noch erwähnen RESPEKT erschafft man sich nicht mit Bestrafungen, wenn du es so handhabst, dann tut es mir leid!

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