Essen auf den Boden werfen -Ursache-Wirkung- 13 Monate

Mein Sohn isst seit ein paar Wochen ENDLICH vom Familientisch mit. Ich habe ihn bis vor kurzen noch voll gestillt, und war nervlich total am Ende, weil er nie wirklich essen wollte, und hat sich auch nie füttern lassen.
Unsere Mahlzeiten sehen nun wie folgt aus: Jeder bekommt einen Teller mit einer Auswahl an reichlich Gemüse, Kohlenhydrate und Fleisch (unser Mittagessen, immer frisch gekocht). Der kleine nimmt etwas, beißt ab, isst, und wirft den Rest auf den Boden. So geht das Spielchen, bis sein Teller leer ist. Morgens isst er sehr schlecht. Meißt immer nur etwas Pfirsich am Vormittag, oder Aprikose, oder andere Früchte. Abends ist es genau wie Mittags. Er isst, beißt ab, und wirft den Rest auf den Boden.
So, nun die Frage: wie reagier ich darauf? Nein sagen? Teller weg nehmen? Ich habe das Gefühl, er sieht den Zusammenhang nicht. Kann ich es ignorieren? Oder nicht? Immer was neues zum Essen hin legen? Ich bin total verzweifelt 🙄

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Dein Baby ist 13 (in Worten: DREIZEHN) Monate alt. Natürlich spielt er mit dem Essen, so wie kleine Babys und Kinder eben ALLES durch Spiel erfahren und lernen.
Bitte nimm den Druck raus. Er findet es toll, dass etwas auf den Boden fällt. Dass man das besser nicht macht wird er mit der Zeit lernen.
Du kannst ihm zB immer nur eine Nudel, ein Stück Karotte usw.. auf den Teller legen. Und wenn er das gegessen hat, kommt das nächste.
Und natürlich kannst du ruhig sagen, dass du das nicht möchtest, dass er die Sachen auf den Boden wirft. Den Zusammenhang sieht er nicht, da hast du recht. Aber er wird euch nachahmen und mit der Zeit lernen, dass er das Zeug nicht runterschmeissen soll. (So nach gefühlten 10000 Mal).
Nimm den Druck raus. Er wird es schon lernen, wie alles andere.

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Unser hat das auch extrem gemacht. Ich dachte auch das kann ja nicht richtig sein, aber die Kita meinte das gehört beim Essen lernen dazu. Jetzt ist er 17 Monate und stellt den Teller weg oder schiebt die Sachen weg, wenn er nicht mehr möchte. Wobei auch noch einiges aus Versehen runter fällt.

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Bei meiner habe ich dann den Teller weggestellt.

Anfangs mit 3 Chancen und Ansage.
Danach mit EINER Ansage und keiner zweiten Chance.

- Ansage
- Teller wegstellen. Dann gab es erst mal nichts mehr. (Allerdings gab es Zwischenmahlzeiten mit Obst; bis dahin aber nichts)
- Teller blieb dann auch weg.

Zum Werfen habe ich ihr dann andere Dinge gegeben.
Tücher/Geschirrtücher
weiche Bälle, die nicht zurückhüpfen (aber nicht in der Küche)
Plastiklöffel

Wollte sie essen, hatte sie noch eine Chance (anfangs).
Nach ein paar Tagen hatte sie dann raus

Essen = Teller bleibt
Essen werfen = Teller weg, nix mehr mit Essen.
Essen spielen = Teller weg, nix mehr mit Essen.


Vorgezeigt habe ich ihr auch. Wenn ich selbst satt bin, habe ich meinen Teller in die Mitte geschoben. (Wenn Besuch da ist, nur etwas von mir weg, aber nicht so weit).
"ich bin satt", Teller schieben, warten bis andere auch satt sind.
Dann habe ich aber auch nicht mehr weiter vom Teller genascht. Auch nicht die "hier noch ein Bisschen". Sondern mich dann auch zurück gehalten.

Nach ein paar Tagen war das durch.
Ich habe dann aber auch nicht zwischendrin was angeboten.
Bei ganz großem Hunger, erkennbar wirklich großen Hunger, habe ich die Zwischenmahlzeit vorverlegt. Uhr konnte sie ja nicht lesen. Dann aber vom Ablauf her so, wie die Zwischenmahlzeiten auch. Am Tisch.

essen = Teller bleibt
Essen werfen = Teller weg, nix mehr mit Essen.
Essen spielen = Teller weg, nix mehr mit Essen.

Wenn sie werfen wollte, habe ich ihr aus der Hand genommen, womit sie nicht werfen durfte und ihr statt dessen was erlaubtes gegeben.
Das habe ich dann auch mal selbst geworfen: dort wo sie es durfte.

Ging es ihr ums Werfen, war das Essen vergessen und sie hatte ihren Spaß.
Ging es um etwas anderes, zeigte sie deutlich ihren Unmut. ;-)

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Unsere Tochter ist etwa ein Jahr älter. Wir haben das so gemacht: Wenn alles runter gefallen ist einmal alles aufheben, wenn sie nichts mehr isst, sie vom Hochstuhl runter nehmen und essen beenden. Ich würde vorderhand kein Aufheben darum machen, weil es sich vermutlich in einigen Wochen von selbst legen wird. Allenfalls kannst du die Menge und die Auswahl auf dem Teller etwas reduzieren, zu viel Auswahl kann leicht überfordern.

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Unser Sohn ist zwar erst 10 Monate, wir machen aber blw, d.h. er isst seit Beikoststart bei uns mit. Auch er schmeißt das Essen häufig auf den Boden, besonders schlimm ist es aber, wenn er keinen hunger hat oder zahnt.
Wir haben von Ikea einen Fußbodenschutz (eigentlich für Bürostühle gedacht, damit sie den Boden nicht zerkratzen) unter dem Hochstuhl, dieser wird kurz vor dem Essen gereinigt. Wenn er etwas runterschmeißt, kann man es aufheben und ihm wieder geben. Wenn er es dann öfters runterwirft, kommt es weg.

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Meine Kleine hat das monatelang gemacht. Ich hab ihr nur noch so viel gegeben wie ich bereit war aufzuheben und meist wirklich nur 1-2 Nudeln, dann gabs mehr, wenn sie die gegessen hatte (auch wenn sie runter geflogen war, also keine Bestrafung oder ähnliches). Meistens hat sie immer wieder weiter gegessen und wenn das Essen nur noch geflogen ist, war sie entweder satt oder mochte das entsprechende Essen nicht.
Mit dem steigenden Sprachverständnis hab ich ihr dann beigebracht mir den Teller oder die Sachen zu geben, wenn sie satt ist oder es nicht mag. Das hat dann irgendwann mit 14 oder 15 Monaten funktioniert und seitdem fliegt nix mehr.
Sie bekommt übrigens kein Kindergeschirr mehr, weil das wohl auch schneller mal runter fliegt, weil die Kleinen wohl wissen dass die Dinger nicht kaputt gehen, aber dafür tollen Lärm machen. Nur so als Vorbeugung gegen mögliches Teller schmeißen. Echte Teller hat sie noch nie runter geschmissen. Ihr Kindergeschirr ist damals mehrfach kurz davor gewesen.

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Also der Forscherdrang von Kleinkindern ist für mich keine Entschuldigung für das Runterschmeissen von Essen. Das sollte man schleunigst unterbinden.
Ich würde dann eben auch jede Nudel, jede Scheibe Gurke, jedes Stückchen Brot ,etc. einzeln auf den Teller legen.
Wird etwas runtergeworfen - deutliches Nein! - fliegt nächstes Mal wieder was runter - Essen beendet.
Und ja - ich habe eine Tochter, die ist jetzt 10 und hat schnell gelernt, dass man mit Essen nicht wirft, matscht oder damit spielt - dafür gibt es genug anderen Möglichkeiten.

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Du, das ist normal. Mach dir mal keine Sorgen. Sag ihm immer wieder ruhig dass du das nicht möchtest. Aber es kann eine Weile dauern bis er es lernt. Ich glaube teilweise wollen sie einfach ausprobieren was passiert wenn man was runter wirft. Kein Stress, das kommt alles.

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