Dicke Kinder

Hallo zusammen,

Wir waren gestern in K...s-Erdbeerhof und ich bin immer noch traurig/fassungslos. So viele dicke Kinder habe ich noch nie auf einmal gesehen. Vielleicht liegt es an der Art der Vergnügungsstätte, keine Ahnung.

Bestimmt ist es hier der falsche Ort, aber es muss einfach raus. Am liebsten hätte ich jede einzelne Mutter angesprochen, ob es das Teamgefühl (wir sind alle dick, kein Problem) wirklich wert ist, ihrem Kind diese Last aufzuerlegen.

Ja, Unterstellung, ich weiß. Aber ich habe mal gelesen, dass bei vielen Eltern genau dieser Film im Unterbewusstsein läuft. Man ist selber dick und findet es daher nicht schlimm bzw. hält es unterbewusst nicht so gut aus, durch die schlanken und sportlichen Kinder den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Oder warum gibt man einer Dreijährigen Fanta und süßes Mittagessen? Und das war sicher keine Ausnahme für diesen einen Tag, sonst wäre das Kind nicht so übergewichtig.

Warum gibt es dafür keine Unterstützung? Das ist so traurig. Wenn der Kinderarzt 2 x wöchentlich Sport/kochen/Gespräche verordnen könnte, dann wäre vieles zu verhindern. Aber einmal im Jahr bei der U-Untersuchung einen Hinweis zu geben, ist doch viel zu wenig. Mir tut es einfach leid für diese Kinder. Und ich rede nicht von ein bisschen mollig.

Ich war mal länger in den USA und so langsam sehe ich die Probleme hier auch. Für mich schwer zu ertragen, denn die Entwicklung ist doch vorgezeichnet. Ich habe keine Statistik parat, aber aus den heute übergewichtigen 10jährigen werden doch höchstens zu 10 Prozent normalgewichtige Erwachsene.

Jeder von uns hat doch mit eingeschliffenen Gewohnheiten zu kämpfen. Und wenn die Eltern das schon so gründlich versaut haben, wird es wohl ein lebenslanger Kampf. Vielleicht sinnlos mein Beitrag, denn solche Eltern werden es vor sich nicht zugeben. Eher würden sie wohl angreifen und die Diskriminierungskeule oder das moderne Bodyshaming rausholen. Aber es ändert nichts am gesundheitlichen Problem, wenn alle nur noch höflich schweigen damit sie ja nichts falsches sagen.

Falls euer Kind dick ist: es ist nicht im Wachstum, es ist in Gefahr! Gebt ihm etwas zu essen, was seine gesunde Entwicklung fördert. Wenn ihr selbst süchtig seid (Fastfood, zu viel Essen, was auch immer), dann lasst doch bitte das Kind da raus. Für die letzten Sätze werde ich gleich gesteinigt, aber die Kinder tun mir einfach leid.

Gruß

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Liebe Sorry45,

Ich bin selber morbid adipös (BMI>50). Mein Sohn ist 10,5 Monate und fängt jetzt langsam an, das essen zu wollen, was wir essen. Das macht einem erst richtig bewusst, wie falsch man sich selber ernährt. Weil meinem Sohn möchte ich eigentlich nicht zu essen geben, was ich esse. Warum stopfe ich es dann in mich rein? Bin ich mir selbst nicht mehr wert?

Solche Gedanken erfordern allerdings einiges an Einsicht und Reflexion, da wäre es anders sicher einfacher.

Ich kann dir nur sagen, dass so ein reißerischer Post wie deiner, kaum einen zum Undenken anregen wird, aber das soll er ja vielleicht auch gar nicht...

Im Gegenteil: Fettleibige Menschen sind eh schon immer auf Abwehrhaltung und müssen sich und ihre Ernährung ständig und vor Wildfremden verteidigen. Solche Beiträge befeuern das nur und verschlimmern das Problem, weil dann aus Traurigkeit und Unsicherheit noch mehr gegessen wird.

Ich denke keiner, der so schwer ist wie ich, ist das freiwillig und bewusst. Das ist eine jahrelange Entwicklung, die früher gestopt werden könnte, indem man die Menschen einfach mal akzeptiert und anfängt, ihnen beizubringen sich selbst zu lieben, egal welche Kleidergröße sie haben.

Ich war übrigens als Kind kräftig (!) und nicht wirklich dick. Meine Eltern waren auch nicht dick. Mein Vater sogar Sportlehrer. Ich habe jedoch einen ungesunden Umgang mit Lebensmitteln erlernt und als dann Probleme kamen, habe ich versucht so damit umzugehen. Aber das nur am Rande...

Ich werde übrigens eine Ernährungsberatung für Kinder machen, damit ich informiert und entspannt meinem Sohn einen gesunden Umgang mit Lebensmitteln beibringen kann.

Liebe Grüße
Merveilleux

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Toll, dass du eine Ernährungsberatung für Kinder machst und dich bemühst, ungesunde Gewohnheiten nicht weiterzugeben 👍

Dein Text klingt sehr reflektiert. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute 🌷

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Liebe Merveilleux,

gleich mal vorweg, die Gedanken der TE kann ich nachvollziehen, ich bin auch immer wieder sehr entsetzt, wenn ich stark übergewichtige Kinder sehe. Wenn dann die Mutter ihrer starkübergewichtigen dreijährigen noch eine Fanta zum trinken kauft, dann macht mich das auch sauer.
Ich habe kein Problem mit den Erwachsenen, sie sind eben erwachsen und selbst in der Lage sich Hilfe zu holen, wenn sie bereit dazu sind. Ich habe auch keine Modellmaße, auch wenn ich nicht stark übergewichtig bin und mein Mann hat definitiv viel zu viel auf den Rippen, er ist ganz klar stark übergewichtig. Bei den Kindern aber finde ich auch, dass da die Eltern in der Verantwortung sind. Du machst dir ja auch Gedanken darüber und überlegst, wie du es verhindern kannst, dass dein Kind später mal mit seinem Übergewicht kämpfen muss und genau darum geht es!
Wenn wir andere Eltern sehen würden, die ihre Kinder den ganzen Tag in der prallen Sonne ohne Sonnenschutz spielen lassen obwohl ihre Haut schon krebsrot ist, dann wären wir uns hier auch alle einig, dass das ein NoGo ist. Wenn wir Erwachsene sehen, die das tun, dann schütteln wir vielleicht mit dem Kopf und denken uns kurz unseren Teil und das war's. Ähnlich empfinde ich auch bei stark übergewichtige Kinder.

Jetzt mal warum ich dir schreibe. Ich finde es super von dir, dass du dir Gedanken machst, wie du das mit deinem Kind machst. Auch finde ich es super, dass du dafür einen speziellen Kurs machen möchtest! Ein paar Tipps habe ich aber noch, zumindest fahren wir bisher sehr gut damit. Im Alter von ca. 2-3 Jahren, habe ich meinem Kind immer wieder gesagt, dass sie die Einzige ist, die weiß, wann sie satt ist und wenn sie satt ist, muss sie nicht weiter essen. Das hat meine Tochter verinnerlicht, mittlerweile ist sie 13 und isst keinen Bissen mehr als sie kann. Sie hat ein sehr gutes Sättigungsgefühl und zieht es konsequent durch. Niemals habe ich darauf bestanden, dass sie etwas isst was sie gar nicht mag und niemals habe ich darauf bestanden, dass sie seinen Teller leer isst. Unglaublich oft, kam sie und kommt immer noch mit ihrer vollen Frühstücksdose wieder Heim, sie hat nie von uns gehört, sie soll ihr Frühstück essen. Weder als sie noch im Kindergarten war noch jetzt in der Schule. Sie frühstückt fast immer etwas bevor sie aus dem Haus geht, sie muss nicht zwingend vor dem Mittagessen noch was essen.

Was ich auch nie gemacht habe, ist Essen als Trost zu geben. Das kannte ich von früher so, hat ein Kind geweint oder hat es sich verletzt, wurde ihm sofort was Süßes in die Hand gedrückt, damit es nicht mehr weint. Das habe ich bei meinem Kind NIE gemacht!
Oft kam ich mir auch wie eine Rabenmutter vor, weil ich es nie eingesehen habe einen halben Picknickkorb mit zu nehmen, wenn ich mit meinem Kind auf dem Spielplatz war. Ich war immer wieder baff, was andere Mütter mit auf den Spielplatz geschleppt haben, Kekse, Schokolade, Brezeln, belegte Brote, Obst... alles Mögliche und oft in einer Menge und einer Auswahl, damit hätte man meist eine 4-köpfige Familie verköstigen können. Dazu fast immer Apfelschorle oder andere Säfte, selten Wasser.
Ich konnte es nie nachvollziehen, warum alle Mütter grundsätzlich mit einer vollen Tasche Essen das Haus verlassen und warum sie die Panik bekommen, dass ihr Kind verhungern könnte wenn es 2 Stunden auf dem Spielplatz ohne Essen ist.

Mach nicht den Fehler deinem Kind ständig und überall was zum Essen in die Hand zu geben. Es wird nicht verhungern, wenn es mal eine halbe Stunde länger dauert, bis es essen kann! Das bezieht sich jetzt darauf, wenn es kein Baby mehr ist. Jetzt wird er natürlich nach Möglichkeit sofort gefüttert, wenn es hunger hat.

Das wichtigste ist deinem Kind seinen natürliches Hungergefühl zu lassen. Kein Kind muss sich ständig etwas zu essen in den Mund stopfen, auch nicht wenn es sich um gesunde Sachen handelt. Ich glaube so erzieht man sich Kinder heran, die dann aus Langeweile oder als Trost essen. Wir Eltern nehmen dadurch den Kindern das natürliche Hungergefühl weg.

Ich bin keine Nahrungsexpertin, aber damit fahre ich bei meinem Kind bisher sehr gut. Für uns Eltern ist das natürlich viel schwerer umzusetzen, weil wir das in der Regel von zu Hause anders kennen. Essen hatte eine sehr große Bedeutung, die Teller mussten leer gegessen werden. Wehe wenn man mal kaum Hunger hatte, dann wurde sich gesorgt und es wurde erstrecht darauf bestanden, dass gegessen wird. Wenn ganz schmale Kinder plötzlich mehr gegessen haben, wurden sie hoch gelobt, so wurden aus ganz schmalen Kindern, später ganz dicke Kinder und Erwachsene. Mein Mann fällt zum Beispiel auch in diese Kategorie. Er war als kleines Kind immer sehr dünn, seine Mutter hat alles dran gesetzt das Kind zum mehr Esssen zu bewegen. Je mehr, desto besser! Irgendwann hat er sein Sättigungsgefühl verloren, abgesehen davon war seine Mama zusätzlich sehr glücklich, wenn er in ihren Augen viel gegessen hat. Als er noch jung war, hat er das mit viel Sport kompensieren können, als der regelmäßige viele Sport wegfiel, kamen schlagartig unglaublich viele Kilos drauf, die sehr schwer weg zu bekommen sind. Es ist natürlich auch unglaublich schwer dieses anerzogene Essverhalten wieder abzulegen. Damit kämpft er jetzt natürlich fast sein ganzes Leben.

Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten Weg für dein Kind findest, vielleicht hilft das auch dir ein wenig! Kinder können vieles in einem verändern.
Ich zum Beispiel habe durch mein Kind angefangen, nur noch frische Lebensmittel zu Hause zu haben. Bei uns gibt es nichts fertiges im Kühlschrank/Gefrierschrank. An TK Produkten gibt es nur ein paar Sorten reines Gemüse (kein zubereitetes!) und Eis. Keine fertig Pizzen, noch nicht einmal TK Pommes. Es existieren keine Fertigtüten, noch nicht einmal Brühwürfel.
Unser Kühlschrank ist ansonsten voll von Salaten, frischem Gemüse und Obst. Egal was wir zu Hause essen, es muss erstmal zubereitet werden und kann nicht einfach mal schnell in die Mikrowelle oder dem Backofen geschoben werden.
Mir war es unglaublich wichtig, dass mein Kind den natürlichen Geschmack der Lebensmittel genelernt, das funktioniert nicht, wenn es fertig zubereitete Lebensmittel oder Würzungen, isst. Wir haben auch keine fertigen Fruchtjoghurts zu Hause und zum Trinken gibt es NUR Wasser. Andere Getränke als Wasser, werden zwar auch mal gekauft, aber nur sehr sehr selten und werden eher als was besonderes (zu Hause) getrunken.

Wir sind keine Gesundheitsfanatiker, es darf genascht werden, teilweise auch mal viel, wenn wir auswärts essen (was relativ häufig vorkommt), darf bestellt werden was gewünscht wird, inklusive Süßgetränken. Wir wollen einfach wenigstens zu Hause, so gesund und frisch wie Möglich kochen.

#winke

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Und was haben jetzt die Kinder, auf die du dich ja beziehst, jetzt genau von deinem Post? Mut und Rückgrat genug es den Müttern dort direkt zu sagen hast du ja offensichtlich nicht...

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Hallo,

das wäre sicher nicht so gut angekommen. Ich denke (merkt man hier auch), dass das wohl nur ein Arzt kann/darf. Von allen anderen wird es nur als Angriff gesehen und das bringt ja auch nichts.

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Und was bringt es dir dann hier ein Drama darum zu machen? Mit einem Aufruf hier wirst du nicht viel erreichen, wer das nicht lesen will wird es nicht lesen, und wer sich sowieso dafür interessiert ist an der Thematik schon dran.
Wie gesagt, entweder die "Eier" haben und das ganze dort direkt ansprechen, oder die Sache eben für sich behalten und gut ist.
Dein Post hier ließt sich definitiv auch nicht wie ein Aufruf zur Diskussion, sonder mehr als grobes bashing und "ich mache das ja so viel besser als ihr". Und Leute auf hohen Rössern mag bekanntlich keiner...

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Und du bist die hellste Kerze auf der Torte, oder?
Denkst du, diese Eltern füttern ihre Kinder mit Absicht fett, weil es ihrem Schönheitsideal entspricht?

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Du hast vielleicht überlesen, dass ich "unterbewusst" geschrieben habe. Außerdem war mein Wunsch (leider unerfüllbar), dass es eine Hilfe geben sollte die z.B. der Kinderarzt verschreiben könnte.

Und ja, ich habe ganz am Schluss die Eltern aufgefordert, ihr Suchtverhalten von dem Leben der Kinder zu trennen. Das sollte einfacher sein, als für sich selbst Veränderungen zu erlangen.

Aber du bist die hellste Kerze? Angriff ist super, soll doch alles so bleiben weil niemand was dafür kann? Soll der Kinderarzt nach deiner Meinung auch die Klappe halten, weil die Eltern ihre Kinder ja nicht mit Absicht fett füttern? Macht es das o.k.? Wo sind deine Vorschläge?

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"Hellste Kerze auf der Torte" Was soll denn das? Warum beleidigst Du gleich? Hat die TE nicht gemacht, sondern nur mal gefragt.
Ich frage mich auch oft, wie man(n)/frau nur so dick sein kann!
Aber sicher hängt da mehreres zusammen.
Ich finde es ebenfalls fatal, wenn die Kinder der deutlich adipösen auch schon dick sind.
Und gertenschlank muss niemand sein! Es geht mir um das extreme!

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Ja es ist ein Problem.

Aber ich glaube, die Eltern lassen ihre Kinder nicht dick werden, weil sie nicht den Spiegel vorgehalten bekommen wollen, sondern weil es Sau schwer ist, sich von seinen Mustern zu befreien, wie du ja auch richtig erkannt hast.

Ich bin auch übergewichtig und bei mir ist in Sachen Ernährung einiges schief gelaufen (ich war als Kind immer zu dünn, wurde zum Essen „gezwungen“, auch wenn das an sich gesund war, aber ich hab einfach kein richtiges Sättigungsgefühl, weil ich es immer übergangen hab; Süßigkeiten als Belohnung war dann halt auch richtig Mist).

Ich hoffe und arbeite hart daran, es bei meinem Kind anders zu machen. Sie muss nicht aufessen, wir versuchen viel frisch und selbst zu kochen (klappt auch ganz gut), Süßigkeiten gibt es trotzdem mal, aber nicht als Belohnung, weil der Teller leer ist😅

Erst seit der Geburt von Motte setze ich mich so intensiv auseinander und werde sehen, ob es reicht und klappt. Aber viele können/schaffen es sicher nicht 🤷‍♀️

Einen Rat hab ich da auch nicht, außer noch mehr Aufklärungsangebote...

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Hallo,

Ich finde es toll, dass du dich damit auseinander setzt!
Ich weiß, dass es leider wenig Hilfe von außen gibt, liegt wohl an der grundsätzlichen Art, immer nur kurzfristig/bis zur nächsten Wahl zu denken. Wobei die Krankenkassen ja inzwischen auch Sportkurse finanzieren, vielleicht ja auch Angebote in dem Bereich?
Alles Gute für euch!

Grüße

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Ich habe einen Workshop zum Thema BLW konsumiert, dann auch weitergehende Literatur gelesen. Kinder ahmen nach und werden letztlich das Verhalten und den Konsum der Eltern übernehmen. Trinken diese ausschließlich Cola, werden die Kinder das irgendwann auch tun, selbst wenn es U3 nur Wasser gab. Zumindest ist es sehr, sehr wahrscheinlich.

Wir trinken zu Hause immer nur Wasser oder selten mal (ungesüßten) Tee. Da ist es kein Problem.

Aber dieses Schnuckeln zwischendurch, Teller aufessen usw versuche ich zu vermeiden. Und Nachtisch gibt es auch mal durchaus, selbst wenn der Teller nicht leer ist. Denn sowas gibt es eh nicht täglich 😊

Sport mache ich nun auch endlich (meine Eltern haben früher nie Sport gemacht, ich irgendwie auch nicht), es gefällt mir sogar ganz gut 😊

Aber wie gesagt, das ganze reflektieren kam auch erst mit Geburt. Rational wusste ich das vorher sicher auch alles, aber man verlässt nur ungerne die eigene Komfortzone.

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Hallo,

ich gebe dir recht. Wenn Eltern nicht wissen, wie gesunde und bewusste Ernährung geht, wie sollen sie es bei ihren Kindern richtig machen? Es gehört viel dazu, sich das einzugestehen. Und auch die Einsicht da ist fehlt der Wille, etwas zu dauerhaft zu verändern.

Ich bin dieses Jahr auch erschrocken, als ich nach fünf Jahren meine Verwandtschaft im Ausland besucht habe. Von zehn Kindern zwischen 3 und 17 Jahren war eines nicht übergewichtig.

LG

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Hallo,

Also ich habe auch Übergewicht und Esse auch nicht immer super gut. Das meiste Übergewicht habe ich durch meinen Schilddrüsen krebs bekommen.
Wenn man 2-3 Monate einen Tsh wert von 95 hat, funktioniert der Stoffwechsel einfach komplett nicht mehr und man nimmt ordentlich zu. Durch meine oft schwankenden tsh Werte und meine mittlerweile eingetretene Schwangerschaft habe ich ja aktuell Probleme dies grundlegend anzugehen. Auch wenn dies nach der Entbindung definitiv ansteht.

Mein Übergewicht ist nun schon seid 3 Jahren insgesamt da. Aber meine Kinder sind Rank und schlank. Das liegt Vorallem daran daß wir sehr darauf achten das sie gesund essen und keine süßen Getränke etc. Bekommen im Alltag. Klar im Sommer gibt's Mal ein Eis mehr und bei Oma gibt's auch Mal Limo.
Aber hier Zuhause wird für einen Obst/ Gemüse Teller jede Schoki stehen gelassen.
Wir haben früh angefangen alles mögliche an Obst und Gemüse probieren zu lassen.
Wir hatten nie Probleme dadurch das die Kinder gesundes verweigern.
Außerdem sind die kids den ganzen Tag in Bewegung. Es wird viel im Garten gespielt und vorallem viel getobt.

Es handeln Wahrscheinlich einige Eltern unbewusst so wie du es geschrieben hast, aber es gibt auch viele Familien wo es komplett anders läuft und wo vielleicht bei den Eltern Krankheiten vorliegen, die der Auslöser / Grund für Elterliches Übergewicht sind.
Und oftmals achten Grade diese Eltern auf eine gesunde und gute Ernährung ihrer Kinder. Man darf nicht alle über einen Kamm Scheren.

LG Finirella
32ssw

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Das tut und möchte sicherlich niemand. Ich bin bei sowas auch immer sehr vorsichtig. Nicht selten sieht man ja aber deutlich, dass Mama, Papa und die Kinder alle mehr oder minder gleich "dick" sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sooooo viele Familien mit Gendefekten oder was auch immer geben soll, sodass alle zufällig dick sind und niemand was dafür kann...

Krankheitsbedingte Gewichtszunahme kann durchaus sein, aber dann würde es nach meinem Verständnis im Regelfall die erkrankte Person treffen und nicht die komplette Familie.

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Hallo,

Ich würde jetzt nicht alle übergewichtigen Kinder gleich verurteilen, dass die Eltern was falsch machen. Klar gibt es auch welche wo die Ernährung keine große Rolle spielt. Daher finde ich deinen Text teilweise sehr angreifend und etwas überheblich (wie es jetzt für mich persönlich ankommt beim lesen). Dennoch glaube ich zu verstehen, dass es dir eher darum geht, dass es von Ärzten oder generell mehr Angebote geben müsste, die man nicht immer selber bezahlen muss. Ich glaube, dass es daher auch nicht viele machen, da so eine Ernährungsberatung oder andere Programme halt echt Geld kosten können.

Ich habe aufgrund mehrerer nicht so schöner Erfahrungen auch sehr zugenommen und die Schwangerschaften Taten dann ihr übriges.
Ich war sonst immer recht sportlich, aber jetzt wiege ich auch zu viel.

Seit die Kinder da sind ernähren wir uns wieder bewusster und auch mehr frisch gekochtes.

Dennoch bekommt unser großer auch mal Süßigkeiten, Eis oder einen kleinen Schuß Brause in sein Wasser. Aber nur wenn er danach fragt und es mit den Essenszeiten passt. Ansonsten gibt es Wasser für ihn. Auch ich versuche stets dann hauptsächlich Wasser zu trinken oder mal mit Apfelsaft. Die Soft Getränke verdünne ich seit Jahren schon mit Wasser, weil mir das zu süß geworden ist.

Ich versuche meinem Sohn auch stets eine Alternative anzubieten, wenn er Süßigkeiten will. Banane oder Apfel klappt ganz gut. ^^
Ich glaube auch, weil mein Sohn halt Süßigkeiten essen darf isst er nicht so viele..ist jetzt nur die Beobachtung, die ich gemacht habe. Andere kinder die ich kenne verschlingen viele Süßigkeiten, wenn sie mal welche bekommen. Meiner isst dann vllt einen Kinderriegel oder 3 kleine Stücke Schokolade und ist zufrieden.

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Dein Post bringt genau gar nichts.
Wenn es dir so am Herzen liegt, dann werde aktiv und mach irgendwas in diese Richtung. Ernährungscoach? Fitnesstrainerin oder was weiß ich. Denn dann kommen genau diese Menschen zu dir, die Hilfe wollen.

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Und dann bringt es auch was.
Diese wollen Hilfe und bekommen Hilfe (eine Person mehr, die hilft) :-)

Und jeder einzelnen Person, der konkret geholfen wird, ist mehr geholfen,
als pauschal viele über einen Kamm zu scheren, die dann noch weniger bereit sind Hilfe anzunehmen (Scham, bringt sowieso nichts...)

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Hallo,

die wenigsten Eltern werden doch ihre Kinder ungesund ernähren, weil sie nicht wollen, dass ihre Kinder schlanker und gesünder als sie selbst sind.

Übergewichtige Erwachsene wissen wahrscheinlich, dass Gemüse gesünder ist als ein Burger mit Pommes. In der Regel mangelt es an der Umsetzung. Die Ernährungsgewohnheiten werden von klein auf gefestigt und wenn man im Kleinkindalter keine ausgewogene Ernährung kennen gelernt hat, wird es im Erwachsenenalter umso schwerer und wie du schon sagst ein lebenslanger Kampf.

Lg

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"Übergewichtige Erwachsene wissen wahrscheinlich, dass Gemüse gesünder ist als ein Burger mit Pommes."

Nicht immer! Aus meinem eingenen Umfeld kann ich dir garantieren, dass bei manchen tatsächlich ein sehr "schräges" Bild im Kopf entsteht! Klar, im Kopf ist: "Gemüse ist gesund", aber dass zum Beispiel in dünnen Scheiben geschnittenes, paniertes und dann fritiertes Gemüse weit weg von Gesund ist, wird nicht realisiert. Da stellt sich natürlich die Frage, ob der Burger mit Pommes am Ende nicht doch die bessere Alternative sind!

Wenn sich falsche Essgewohnheiten über Jahrzehnte hinweg eingeschlichen haben, verändert das oft auch den Blick und die Wahrnehmung! Und die Aussage "Gemüse ist gesünder als Pommes und Burger", stimmt eben nicht immer! ;-)

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😂 Okay, frittiertes Gemüse hatte ich grad nicht auf dem Schirm.

Am Ende hilft halt doch nur, sich mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen und für sich einen guten Weg zu finden.

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