Kinder fördern im Alltag - Was ist ein Muss?

Hallo, ich bin Mutter von drei Kindern 3,5 ; 1,5 und 4 Monate und betreue alle Kinder zu Hause (kein Kita Platz bekommen), mein Mann ist nur am Wochenende da und ich habe kein Auto, zudem haben wir keinen TV und schauen gelegentlich gezielte Sachen im Net, die nicht nur bloßer Zeitvertreib sind. So nun fallen viele Sachen wie Sportvereine und Spielgruppen aus und brauche bitte ein gutes Brainstorming, was in einen guten Tagesablauf gehört. Also, knetet oder malt ihr täglich? Was macht ihr so zur spielerischen Förderung von Kindergarten-und Kleinkind sowie Baby?

Ich würde mich über Anregungen freuen, was ihr so macht, was man für die Motorik und Sportmäßig machen kann und natürlich auch für das Köpfchen. lg

Wer betreut seine Kinder 3+ zu Hause?

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Hi,

viel rausgehen, die Kinder toben lassen und ihnen die Natur erklären. Lass den Großen z. B. einen Löwenzahn genau untersuchen und auseinandernehmen, erkläre die Bestandteile. Danach soll er einen malen. Wenn ihr Treppen habt, lass beim Raufgehen normal zählen und beim Runtergehen rückwärts.

Dann würde ich drauf achten, dass der Große mit Schere und Kleber umgehen kann. Also viel basteln lassen. Beim Ausmalen gucken, dass die Linien nicht ständig überkritzelt werden.

Memory spielen und generell viele Brettspiele zusammen spielen. Viel vorlesen, da kannst Du ja alle einbinden. Lass dir Fantasiegeschichten erzählen.

Hüpfspiele machen - Kästchen mit Kreide auf den Boden malen und dann springen, mal mit einem Bein, mal mit beiden oder Purzelbäume machen lassen, vorwärts und rückwärts. Ball spielen, Fangen und Werfen, Seilspringen...

Das sind bei uns so die Basics in der 1ten Klasse, die sehr viele nicht mehr können. Dafür ist daddeln am Handy kein Problem...

Ansonsten können auch Schätzspiele gemacht werden. Z. B. ein Blatt Papier und ein Blatt Papier - aber zerknüllt als Kugel. Beides gleichzeitig und aus gleicher Höhe fallen lassen. Was fällt zuerst auf den Boden? Warum?

Da gibts noch zig Sachen, die Fördern und Fordern.

Wichtig ist, dass Du sie ins Tägliche mit einbezieht, viel mit ihnen sprichst und auch zuhörst. Zuhören ist für die Kinder in der Schule sehr wichtig.

LG
Caro

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Da kann man schon langsam ranführen, aber das ist das Ziel fürs vorschuljahr und nicht mit 3,5 Jahren. Klar kann man sich die Natur anschauen und dann malen. Aber die wenigsten 3,5 jährigen werden einen erkennbaren Löwenzahn malen.

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Hi,

natürlich erkennt man darauf nichts. Aber es geht darum, dass sich der Kopf des Kindes Gedanken gemacht hat. Und wenn es nur ein grüner Stängel ist, ist es doch voll ok. Dann ist hängengeblieben, dass ein Stängel oder Blätter nicht irgendeine Fantasiefarbe haben, sondern meistens grün oder braun sind.

Erkennst Du alles, was Deine Kinder malen oder gemalt haben? Also ich nicht, trotzdem war es für die Kinder erkennbar, sie haben immer erzählt, was sie da "gemalt" haben.

Genauso ist es mit Männchen. Unerkennbar, aber 5 überdimensional lange Finger haben sie bei fast allen Kindern... das ist einfach das, was im Kopf bleibt - Mensch - Kopf, Körper, Arme, Beine und Finger. Kleidung, Schuhe und Haarfarbe ist erst mal wurscht.

Klar kann man das von klein auf mit einfließen lassen und dann steigern.

LG
Caro

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Hallo,

wieso fallen denn Spielgruppen und Sportvereine etc aus?

Ich würde auf jeden Fall zusehen, dass die beiden älteren Kinder Kontakte mit anderen Kindern etwa gleichen Alters haben.

Jeden Tag frische Luft, am besten mit der Möglichkeit, dass sich die Kinder frei bewegen können.

Ansonsten wird Dein Kind mit 3,5 bestimmt schon bestimmte Interessen haben (gerne malen, puzzlen, Bücher anschauen, Spiele spielen etc). Kinder mit 1,5 sind m.M.n. am besten gefördert, wenn man sie in alltägliche Tätigkeitem einbindet. Das hat zumindest meiner Tochter gereicht, gepaart mit 2 Spielgruppen und Zeit an der frischen Luft war sie damit zufrieden. Da musste ich sonst gar nicht viele Angebote machen...

LG und Respekt vor Deiner täglichen Leistug mit 3 so kleinen Kindern :)

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Hallo, raus gehen wir täglich, nur bei diese Temperaturen bevorzugen wir das Planschen auf Balkonien, schaffe ich mit meinem Kreislauf nicht. Und mit den öffentlichen traue ich mich bisher nicht großartig weg mit allen, daher fällt Sport und Spielgruppe erstmal aus... lg

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Ehrlich gesagt finde ich es sehr wichtig, dass zumindest die älteren Kinder Kontakt zu gleichaltrigen haben. Wenn schon nicht durch den Kindergarten, dann wenigstens durch Spielgruppen, Turnvereine, etc.

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Hi,

Meine 2 Kinder sind so alt wie deine Großen. Respekt, dass du das mit Baby dabei schaffst. Coronabedingt war mein Sohn auch lange nicht im Kindergarten, jetzt sind schon wieder Sommerferien.

Bei uns finden die Krabbelgruppen wieder statt, wenn auch draußen - bei dem Wetter eh am Besten. Hier gibt's zum Glück auch eine Gruppe für Kinder, die so alt sind wie mein Großer, da gehe ich 1x die Woche mit beiden hin. Guck doch nochmal, ob echt gar nix stattfindet.

Ansonsten sind tatsächlich die Treffen mit Freunden im gleichen Alter echt wichtig, zumal mein Sohn sich da auch etwas schwer tut. Das ist für mich auch entspannt, weil ich nicht immer mitspielen muss.

Wir gehen gerne Fahrradfahren, die kleine sitzt im Fahrradanhänger und freut sich genauso. Das wäre vielleicht auch etwas für euch. Und sonst: Wildpark, Spielplatz.

Ich glaube auch nicht, dass Kinder gefördert werden müssen, spielen ist das wichtigste und alles andere kommt von allein.

Schwierig ist bei euch natürlich die Kombi aus 3 Kids mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Wir haben letztens Salzteig gemacht, das fanden beide Kids cool.

Wir sandeln im Garten oder planschen. Wir haben ein Gemüsebeet angelegt und giesse und ernten täglich. Wir spielen drinnen viel Magformers und Dinosaurier. Neuerdings haben wir eine Verkleidungskiste, die ist schwer beliebt. Rollenspiele sind in, leider:) Malen und basteln tun wir ab und zu, aber nicht täglich. Puzzeln mag meiner gar nicht, Gesellschaftsspiele mag er gerne, das ist aber für die kleine doof. Wir backen ab und an oder belegen Pizza oder so, das mögen sie auch.

Macht das, was euch spass macht. Nicht, um zu fördern oder weil ihr denkt, das muss sein. Kinder lernen dich bei allem was sie tun. Hauptsache, sie haben Spaß!

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Meine Kinder gehen in den Kindergarten bzw. Der Große inzwischen in die Schule. Aber generell laufen bei uns viele Sachen in Wellen ab. Da wird tagelang nachmittags viel gemalt und dann ist es plötzlich uninteressant. Dafür werden Höhlen gebaut oder Lego gespielt oder gepuzzelt. Wenn ich das Gefühl habe sie brauchen Input dann schlag ich schon mal was vor das sie schon länger nicht mehr gemacht haben. Ich überlege mir immer mal was zum basteln und sie dürfen überall mitmachen. Dürfen selber Gemüse schneiden, hatten so bald sie wollten Stifte und Schere in der Hand und inzwischen auch jederzeit im Zugriff. Wir lesen viel zusammen. Aber auch ein kleines Maß an kontrolliertem Medienkonsum gehört dazu. Und wir sind viel im Wald. Sammeln wenn der Herbst kommt Blätter, Kastanien und co. Die Kinder lernen dadurch schon früh was was ist. Aber auch Spielplatz und Verabredungen gehören dazu. Das einzige was ich stark reglementiere sind feste Termine. Jedes Kind darf max. 2 pro Woche.
Gibt es Nachbarskinder mit denen ihr euch verabreden könnt?

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Hey

Meine waren schon früh in der kita, aber zu hause mit helfen war in dem alter für meine beiden mega inn. Was hier jetzt evt für gesprächsstoff sorgen könnte ist, meine durften schon früh mit messer schneiden oder schere. Mit messer, gemüse klein schneiden oder mit schere kreuter klein schneiden oder scherenschnitte haben sie geliebt. Malen, puzzle machen memorie spiele. Viel draussen sein, zusammen backen, kochen, tischen. Aufräumen ist auch so ein ding was wir schon immer gemeinsam gemacht haben, putzen abstauben. Klingt alles nach kinderarbeit, hahaha....
Geschichten erzählen. Ich hab geschichten erfunden. Sie durften und dürfen sich jeweils ein tier aussuchen und ich hab mit diesen tieren eine geschichte erzählt. Irgendwann musste ich dann ein tier sagen und jeweils das eine geschwister und das andere erzählt eine geschichte.

Alles gute euch

Glg alyal

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Wir lassen die Kinder spielen.

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Sehr anregende Antwort ;)
Also falls du es gelesen hast, schrieb och spielerisch fördern und ich weiß nicht, ob du es weißt, aber es gibt tatsächlich Kinder, die können nichts mit sich anfangen, bis man denen was vorsetzt, so wie unser großes Kind... Langeweile haben bringt da gar nichts, dann wird lieber gefährlicher Blödsinn gemacht oder was kaputt oder das Geschwister geärgert...

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Hartnäckig auf einen Kindergartenplatz bestehen.

Deine Auswahlmöglichkeiten der Fragen, lesen sich so, als sollten Deine Kids NIE in einen Kindergarten.

Du weißt gar nicht, was Du Ihnen vorenthälst. Vor allen Dingen, da Du ja kein Plan hast, was Du machen kannst. Ihr wohnt in einer Wohnung...........nicht mal Haus mit rießen Garten und Gelände. Wo dann eigene Beete angelegt werden können, oder Stundenlang mit dem Roller gefahren. Bei dem Wetter, unter dem Rasensprenger durchlaufen.

Kinder brauchen Kinder. Gleichaltrige Kinder, oder ältere, wo sie sich Sachen abschauen können. Sie müssen lernen sich zu fügen, zu bestimmen, mal den Ton angeben, sich durchsetzen.

Nur weil Du meinst, keinen Führerschein und Auto zu haben, müssen die Kinder doch mal raus.

Mit spätestens 2 Jahren ist ein gesundes Kind soweit, und will unter Kinder. Und nicht 1 Stunde die Woche. Sondern jeden Tag.

Du kannst sie nicht auslasten. Kindergarten ist so wichtig.

Kümmer Dich um die Plätze, geh arbeiten und mach den Führerschein. Oder zieht in eine Gegend, wo man auch keinen brauch, alles andere sind Ausreden. Man kann nicht am Arsch der Welt wohnen ohne Führerschein..............

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Huhu

Ich empfehle dir Pinterest als Anregungshilfe.

Salzteig ist super, oder Knete selber machen.
Wen ihr einen Garten habt, dann einfach ein Picknick dort machen.
Kreide malen auf der Straße.

Vielleicht wäre auf Tiptoi etwas??
Das ist super und gibt es auch als Wimmelbuch für die kleinen.

Ansonsten habe ich auch echt Respekt vor deiner täglichen Leistung👍😊

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Beobachte deine Kinder doch mal ganz genau. Was spielen sie gerne? Was lernen sie dabei? Wie kannst du sie darin unterstützen? Bei uns ist das sehr verschieden. Der Große baut gern, die Mittlere malt und die Kleine spielt mit Puppen. Ich weiß, dass viele Eltern davon überzeugt sind, dass man Kinder fördern muss damit was auch ihnen wird. Da gibt es aber auch unter den Erziehungswissenschaftlern unterschiedliche Ansichten. Wir machen einfach was uns Spaß macht. Lesen viel, spielen Spiele, gehen raus, kochen zusammen und versuchen den Fernsehen weites gehend aus zu lassen.

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Hallo, das meinte ich auch eher weniger mit fördern. Unsere Große braucht IMMER einen Anstupser, was sie tun könnte. Ich lasse sie im Haushalt vieles machen, lasse auch mal sauerein dulden und bin eigentlich relativ frei, aber das einzige was bei uns raus kommt, ist, dass die Mittlere sich gut alleine beschäftigen kann, dann wird sie aber zu 98% von der Großen gestört, also wirklich gestört, die Sachen werden (vor-)weggenommen und für sie ist das Spiel nicht mehr möglich und dann gibt es Streit. Die Große will dann selten doch Mal was bauen und dann will die Kleine es kaputt machen, wie es in dem Alter halt ist und dann ist Streit. Alleine Spielen ist auch doof, keiner will alleine sein und Tür zu machen, vielleicht Mal selten, passiert eigentlich nur bei Freunden oder Familie, aber leider ist auch das aktuell sehr rar... Das was wirklich beliebt ist, sind Vorratsschränke ausräumen, was ich gar nicht mag, da dann geplatzte Katzenfutter Tütchen etc rumliegen, Gewürze verstreut etc... das muss nun wirklich nicht sein... Das Kinderzimmer wirs kaum betreten, meist nur, wenn ich mit gehe und bis ich wieder raus gehe... Ich bin echt schon sehr frei, was mit Wasserbecher und Finger rein etc angeht, aber diese Rieeeesensauereien und alles verteilen und kaputtmachen, das geht mir zu weit...
Momentan planschen wir mit wechselnden Zubehör wie Boote, Tee Service, Pistolen, Ikea Clips zum Angeln mit verschiedenen Küchenlöffeln, Malen ist nicht so beliebt, Kneten nur wenn ich dabei bin und selber Knete, also mein Kind lässt gerne für sich machen, worauf ich aber keine Lust mehr habe und es soll die Sachen auch Mal selbermachen... Gleiches beim Malen, Schneiden, Kleben.... lg

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Im Internet kann man Hefte zum Ausmalen-Ausschneiden-Aufkleben bestellen. Die gibt es zu verschiedenen Themen. "Elfen", "Pferde" und Co. Die sind bei uns sehr beliebt.

Wenn ich mal meine Ruhe haben will, dann lasse ich meine Kinder unser Sofa verwüsten. Sie bauen sich aus den Kissen Sprungtürme. ;-) Aber meine drei Kinder sind auch schon zwei Jahre weiter. Ich vermute da müsst ihr durch. Meine spielen mittlerweile immer mal wieder miteinander. Aber sie zanken auch viel. Deshalb kann ich nur sagen, dass es besser wird, aber nur sehr bedingt.

Wir bekommen nun das 4. Kind in der Hoffnung, dass dies unsere Mittlere aus der Sandwich-Kind-Rolle holt und es sich alles besser verteilt. Ich sag dir dann in ein paar Jahren ob es geklappt hat. #rofl

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Hallo,

ganz grundsätzlich bin ich auch der Ansicht, dass man nicht viel fördern muss. Das meiste ergibt sich aus dem Haushalt. Wäsche falten und Eier aufschlagen fördert die Motorik. Zahlen lernt man durch Hüpfekästchen und Buchstaben durch die Kennzeichnung von Spielzeug, das mehrfach vorhanden ist.

Was mir bei unserer Großen leider zu spät klar wurde ist, dass z.B. Mengenvorstellung viel wichtiger ist als Zahlenkenntnis. Unsere Große konnte sehr früh zählen, daher haben wir das quasi abgehakt. Aber ABzählen wäre viel wichtiger gewesen , weil sie dabei auch die Menge sieht, die sie zählt. Verstehst du?

Für's Lesen ist es wichtig, sehr viel und deutlich zu sprechen. Also Vorlesen, vorlesen, vorlesen.

Übrigens haben wir im Lockdown gemerkt, dass unsere Kinder sehr gut klarkommen mit: Vormittags fremd bestimmt (=Mama macht Programm), nachmittags selbst bestimmt (=alleine spielen). Je mehr Input es vormittags gab, je mehr Nähe zu mir, desto besser "klappte" es nachmittags. Auch ohne, dass wir das ankündigen oder festlegen mussten, ganz von selbst.

LG!

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