Wie handhabt ihr das?

Mich würde mal interessieren wie ihr folgende dinge handhabt. Ich war neulich mit meinem 4 Jährigen Kind draußen unterwegs sie ist mit Roller gefahren. Sie fuhr also Roller und fuhr immer schneller ich sagte dann stopp nicht so schnell warte, sie fuhr einfach weiter richtung Straße ich dann wieder stopp warte, da ist eine Straße bleib da stehen! Sie blieb dann auch stehen war eine Straße mit so Zebra streifen. Ich war trotzdem sauer sie sollte ja schon viel früher warten. Ich nahm ihr dann den Roller weg, sagte ihr das die Mama doch gesagt hat sie solle warten. Wie würdet ihr reagieren?
Zweitens mein Kind möchte immer selber entscheiden was es anzieht. Das führt dann oft dazu das sie aussieht wie Pipi Langstrumpf. Lasst ihr die Kinder mit entscheiden was die anziehen oder muss das angezogen werden was ihr raussucht?

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Hallo

Bei der Sache mit dem Roller hast du meiner Meinung nach gut reagiert. Bei einer Gefahrensituation muss absolut auf die Erwachsenen gehört werden, da gibt es keine Kompromisse. Du hast ihr den Roller abgenommen und sie musste das letzte Stück nehme ich an zu Fuß mit gehen. Das ist eine logische Konsequenz und steht für das Kind in direkter Verbindung mit dem "Vergehen".

Bei der Sache mit den Klamotten gibt es schon mehr Kompromiss Spielraum.
Du kannst sie natürlich gewähren lassen und im Kindergarten mit einem Augenzwinkern erwähnen dass sie sich heute selbst gestylt hat. Da ist sie sicherlich nicht das erste Kind das etwas extravagant gekleidet dort erscheint. 😉
Wenn es für dich persönlich gar nicht geht dass sie das Karokleid über der Blümchen Leggins, trägt könntest du ihr ja Kompromisse vorschlagen.
Z. B. Du legst die Hose heraus und sie dsrf dss Shirt dazu aussuchen. Oder du legst zwei Kombinationen zur Auswahl heraus und sie darf sich zwischen diesen briden entscheiden.

Es ist doch toll wenn die Kleinen selbständig werden, und wo keine Gefahr droht kann man die darin doch unterstützen.


Viel Spaß weiterhin mit dieser kleinen selbstbewussten Maus😃

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Wir haben damals in einer Sackgasse mit kaum Verkehr gewohnt, woanders durften sie nicht Roller fahren. Auf Stopp haben sie nicht zuverlässig reagiert und aus Konsequenzen nichts gelernt. Also durften sie nur in dieser Straße oder auf Privatgelände.

Anziehen war einfach. Meine Jungs hatten nur Sachen, die einigermaßen kombinierbar waren;-).
Ich würde versuchen, zwei Teile zur Auswahl hinzuhalten, wenn das nicht klappt, wäre mir das keinen Machtkampf wert, dann lieber Pippi Langstrumpf.

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Roller
So habe ich das auch gemacht, was Roller und Laufrad anging.
Ich habe vorher schon gesagt, dass er/sie anhalten und warten muss, wenn ich es sage. Passiert das nicht, Roller/Laufrad weg, weil zu gefährlich, fertig.

Anziehen
Meinem Sohn war es lange relativ egal, er war froh, wenn ich es rausgesucht habe.
Tochter hat sich immer selbst etwas rausgesucht, am Abend, da es morgens sonst zu knapp wurde mit der Zeit.
Mir war nur wichtig, dass es zum Wetter passte, ganz egal, wie es aussah.
Im Kiga sahen zeitweise alle Mädchen so kunterbunt aus und fanden es alle total schön.

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Mit dem Roller finde ich es genau richtig gemacht. Es ist eine Gefahrensituation und die Strafe passt zum Problem.

Zur Kleidung, ab und zu darf das für mich auch sein, vor allem wenn ausgerechnet die zwei Lieblingstücke für Erwachsenenaugen unkombinierbar sind 😅 Vor kurzem hatte ich in einem schönen Artikel bzgl. Erziehung gelesen, der zwar nicht 100% passt, aber eine Lösung bieten könnte. Es ging darum, dass es eigentlich schön und richtig ist, wenn Kinder selber eine Wahl treffen und somit mitbestimmen dürfen. Zu viel Auswahl kann aber auch überfordert (Beispiel Kind vorm Spielwarenregal). Am besten gibt man 2-3 Optionen und das Kind darf wählen. Ist sicher auch bei Kleidung gut anzuwenden

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ich hätte ab diesem PUnkt auch schieben lassen. (SCHIEBEN, -- das ist anstrengender.).

Ich hab in dem Alter oft alleine entscheiden lassen, auch wenn die Farben nciht gepasst haben. -- Es gab lange eine Zeit, da MUSSTEN es unterschiedliche paar Socken sein.

Einzige Bedingungen war immer: es muss zum Wetter passen.

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Im Straßenverkehr reagiere ich exakt so, wie du es beschreibst. Wenn meine Tochter nicht hört, darf sie nicht weiterfahren und muss laufen.

Was die Kleidung betrifft, bin ich etwas "allergisch" gegen all zu bunte Outfits. Zum Glück akzeptiert meine Tochter oft das, was ich ihr gebe. Ansonsten biete ich ihr 2 - 3 Wahlmöglichkeiten. Ich denke nicht, dass ich ihr dadurch etwas verbaue, weil sie dabei nicht uneingeschränkt mitentscheiden darf. 😉

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Stopp heißt hier auch Stopp! Der Roller wäre nicht nur einkassiert worden, es hätte auch ein mächtiges Donnerwetter gegeben. Mir ist dabei völlig egal, ob sie dann nur anhält weil sie kein Donnerwetter will oder ob sie es versteht.....Hauptsache sie hält an.

Ich liebe es ja, wenn Kinder sich selber ihre Kleidung aussuchen, leider ist da mein Kind anders. Ihr ist das völlig egal, was ich rauslege zieht sie an, aber selber raussuchen...nee. Von daher, ja sie dürfte wie Pipi Lanstrumpf aussehen. Bedingung: Es wird nicht der ganze Schrank ausgeräumt.

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Roller:

sie durfte nur in Griffweite fahren.
Bei nicht hören : zuschnappen / Handeln.
Bei Gefahr : war mein Handeln schneller als mein Schreien

Wenn sie doch zu schnell war oder außerhalb der Reichweite, dann musste sie an die Hand.

Außerhalb meiner Handlungsreichweite durfte sie dort, wo keine Autos fahren oder man sie soooo weit im voraussieht (sogar ich), dass ich noch hinrennen konnte.

Fahrzeug gab es nur, wenn sie auch zu Fuß gut reagiert und ich so fit bin, dass ich hinterherrennen oder hinrennen kann.
Nur weil ein Kind motorisch das Fahrzeug bedienen kann, ist es noch nicht automatisch soweit dass es sicher im Verkehr klappt. Auch wenn es sonst gut klappt. Im Kindergartenalter habe ich IMMER ein Restrisiko eingeplant.


Die meisten Unfälle (egal bei was) waren bei den Kindern, wo die Eltern sagten: "das klappt sicher" "das macht mein Kind sonst niiiiiiiiiiiiiie"

In den Situationen, wo die Eltern wussten/wissen, dass ihr Kind da Mist baut, nicht hört oder wo es eben nur 80% klappt, hatten sie zwei Augen mehr und drei Hände mehr griffbereit.

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Zur Kleidung:

es musste zum Wetter passen. Der Rest war mir (fast) egal.
Zu Festen oder offiziellen Anlässen, habe ich ihr 2 Möglichkeiten gegeben, von denen sie sich selbst eines aussuchen durfte.

Für den Kindergarten war mir die Farbkombi egal.

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