Osterhase, Weihnachtsmann, die Zahnfee...

Hallo zusammen.

An die Eltern, welche den eigenen Kindern nicht erzählen, dass es den Weihnachtsmann & Co gibt: Wie macht ihr das? Ich habe die Sorge, dass das Kind dann allen anderen unter die Nase reibt, was es Zuhause erfahren hat. Ich möchte nicht, dass fremde Kinder dann enttäuscht nach Hause gehen und die Eltern mich dann wütend anrufen. Das kam scheinbar bei einer Bekannten meiner Freundin vor. Immerhin ist das ja jeder Familie überlassen, wie man diese Geschichten näher bringen möchte.


Ich selbst habe von Anfang an erfahren, dass dies nur Fabelwesen sind. Trotzdem, hatte ich Spass an den Nikolaussocken, oder an den Momenten, wo wir aufs Zimmer mussten, weil ja das Christkind nun die Geschenke unter den Baum legen wird.

Ich bin mir zwar noch nicht sicher, ob ich es dann tatsächlich so machen werde. Möchte einfach gerne ein wenig Anregung bekommen :)

Vielen Dank fürs lesen und schönes Wochenende euch allen!

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Wir haben das hier so und sagen auch ehrlich, das z.b. Weihnachten die Geschenke von Oma oder sonstwem sind, auch damit Kind sich bedanken kann. Die beiden werden jetzt jeweils 3 und 2, der große kommt nun in den Kindergarten. Sollte das Thema aufkommen, sage ich, das zu anderen eben der Weihnachtsmann kommt weil sie daran glauben. Es gibt ja nicht nur christliche feste, sondern auch andere, da kräht ja auch kein Hahn nach. Wir glauben eben nicht daran 🤷‍♀️
Ich halte das ganz simpel. Mein Kind soll nicht die Frage stellen, ob es etwas gibt oder nicht oder das vor anderen behaupten. Ich möchte, das mein dann versteht, das andere eben daran glauben, andere nicht. Und das ist vollkommen okay so.

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Ja das stimmt :)

Meine Mutter hat mir vorhin auch gesagt, dass sie uns überlassen hat, ob wir glauben wollen, oder nicht. Sie hat gesagt, was Sache ist, aber auch dass andere das anders handhaben und wir daher niemandem sagen sollen, dass das nicht so wäre. Geschichten etc hat sie uns trotzdem vorgelesen.

Ich glaube, dass ist für mich tatsächlich eine gute Art und Weise, diese "Welt" dem Kind dann nahe zu bringen.

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Bei uns kommt der Weihnachtsmann, aber auch nur zu uns, nicht zu den Großeltern oder sonst wohin. Da Erwachsene nicht beschenkt werden, kaufen sie sich gegenseitig etwas und beschenken auch unseren Sohn, weil sie ihm eine Freude machen möchten.

Die Zahnfee und der Osterhase kommen auch - er möchte daran glauben und wir sehen darin kein Problem, schließlich hat ein bisschen Wunder und Vorstellungskraft noch niemanden geschadet.

In unserer Gegend haben diese Feste aber auch nichts mehr mit Religion zu tun, sondern sind einfach eine schöne Geschichte für die Kinder. In der KiTa wird auch das Zuckerfest mit allen Kindern gefeiert🤷‍♀️

Unser Kind kennt die typische Weihnachtsgeschichte, für die christliche Ostergeschichte (die ja letztlich nichts mit den Eiern zu tun hat), ist es mir aber noch zu sensibel.

Jeder glaubt an das, woran er glauben möchte, egal ob Gott, Weihnachtsmann oder die Zahnfee und so gab es noch nie Probleme.

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Danke für deine Antwort.

Ja ich möchte meiner Tochter auch die Wahl lassen, ob sie daran glauben mag, oder nicht.

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Wir haben unseren Kindern auch diese Oster-Legende erzählt:
https://derweg.org/feste/ostern/katharinaundmax/
Die hat dann auch das Osterei😊

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Unsere Kinder wissen, dass es diese Wesen nicht gibt.
Nikolaus stellen sie trotzdem ihre Schuhe raus – sie kennen die Legende und wissen, dass wir die Schuhe füllen.
Weihnachten bekommen sie Geschenke, wissen aber, dass es von uns ist, und dass es um die Geburt von Jesus geht.
Ostern suchen sie auch ihre Osternester, wissen aber, dass es um die Auferstehung geht.
An den Tagen lesen wir auch immer die entsprechenden Geschichten zusammen.

Zahnfee, Schnullerfee etc. gibt es in gar keiner Form. Den Schnuller nehmen wir am 1. Geburtstag weg. Zum ersten ausgefallenen Zahn gab es eine Zahndose. Wir finden nicht, dass es dafür Geschenke geben muss (aber das ist nur unsere Meinung).

Wir haben ihnen nicht gesagt, dass sie anderen Kindern nicht sagen dürfen, dass es Weihnachtsmann und Co. nicht gibt. Bislang gab es noch keine Probleme. Ich sehe mich da auch ehrlich gesagt nicht in der Pflicht. Dann müssen deren Eltern es ihren Kindern halt erklären. Unser Sohn kam auch schon aus der Schule nach Hause und wollte wissen, ob es Gott wirklich gibt oder nicht (streng atheistischer Klassenkamerad). Da waren wir dann halt als Eltern in der Pflicht🤷🏻‍♀️

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Wir haben von Anfang an auf liebe Weise klar gestellt, dass es das alles nicht in Echt gibt, aber es macht Spaß so zu tun als ob. Für die Kinder ist es ein Spiel und macht Spaß. Zudem erklären wir den historisch-mythologischen Kontext je nach Alter mal mehr, mal weniger und das nicht nur zu den christlichen Ursprüngen, sondern auch wo diese herkommen und wie andere feiern. Das alles geht ja auf vieles anderes zurück. Wir selbst sind aber auch daran interessiert, daher haben wir uns damit beschäftigt. Zudem helfen die kindlichen Fragen: Warum gibt es Ostereier? Hasen legen manchmal Eier? Die Zahnfee klaut Zähne (meine Tochter sammelt sie selbst)? Warum sieht der Weihnachtsmann so merkwürdig aus? ...

Nun zum Problem mit anderen: Die wenigsten Eltern fanden unsere Herangehensweise gut, die Kita auch nicht, wir machten es trotzdem und haben unseren Kindern klar gemacht, dass es anderen Erwachsenen wichtig ist ihren Kindern vorzuspielen, dass Weihnachtsmann und Co. echt sind, das sollten sie respektieren und einfach mitspielen. Die Erzieher fanden diesen Kompromiss gut, es erleichtert ihnen eben die Arbeit. Es gab Konflikte deswegen, aber eher im kleinen Maße am Anfang, für unsere Kinder war es eher spannend, weil sie so zur "Erwachsenenverschwörung" gehörten ;) Jetzt ist meine Große 6, die wenigsten ihrer Freunde glauben noch an Weihnachtsmann und Co. Für nur wenige war es ein Schock darüber aufgeklärt zu werden, weil ihre Eltern trotz Hinterfragung ihre Kinder gezielt angelogen haben und so auch die Freunde als Lügner darstellten. Freunde meiner Tochter wollten ihr schonend erklären, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, das fand sie lieb und v.a. lustig, als sie ihr "Geheimnis" endlich preisgeben konnte. Dass ihre Familie damit offen umging, hat ihr geholfen dieses zu bewahren. Sie hatte immer im Kopf, dass es ein Spiel ist und hat jedem Erwachsenen auch klar gemacht, dass sie Bescheid weiß, sobald die Kinder mal weg waren. Also es ist gut möglich, es nimmt m.E. nichts der Magie, eher im Gegenteil kurbelt es sie noch mehr an, weil die Kinder aktiv dran teilhaben können und mitgestalten können. Meine Kleine ist 4 und spielt das Spiel auch suoer mit. Meine Große sagte mir, dass sie es gut findet, dass wir sie darüber gleich aufgeklärt haben, so war vieles logischer zu verstehen, v.a. weshalb manches so gehandhabt wird bei den Feiern.

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