Wie macht ihr das? Umgang mit Nachbarskindern / Besuch und TV

Hallo,
ich bin im Moment verunsichert, wie ich mit einigen Situationen umgehen soll da unser Kind erst 4 ist und ich noch nicht so die Erfahrung mit (Nachbarschafts-)Spielkontakten habe. Die Nachbarschaftskontakte entstehen ja auch eher lose und nicht durch die Eltern organisiert mit geplanten Treffen mit Kindern, die man aus Kiga oder Spielgruppe vorher besser kennt. Daher möchte ich mal fragen, wie ihr so etwas handhabt.
1.
Wie geht ihr mit älteren Nachbarschafts-Spielfreundschaften eurer Kinder um, wenn diese sich eurem jüngeren Kind gegenüber nicht freundschaftlich verhalten sobald sie in der Gruppe sind? (Einzelkontakte sind problemlos)
Beispiele: Euer Kind wird von mehreren Älteren beim Spielen ausgeschlossen ("Du hast Garagenverbot") / Eurem Kind werden Lügen erzählt, die ihm Angst machen dass es sogar weint (über abwesendes Kind wird folgendes gesagt:"Dem Max ist was schlimmes passiert, der ist jetzt tot")
-> Ich möchte gerne wissen, ob ihr das mit den Nachbarskindern oder deren Eltern klärt. Oder wie ihr danach mit den anderen Kindern umgeht (wird der Spielkontakt weiter fortgesetzt wenn euer Kind dies wünscht?). Es geht mir darum, wie ich adäquat auf so etwas gegenüber den Nachbarskindern/Eltern reagieren kann bzw. lohnt es überhaupt auf so etwas einzugehen oder ist das vergebene Liebesmüh?
2.
Wie geht ihr damit um, wenn euer Kind einen Freund zum spielen besucht und ihr im Nachhinein durch euer Kind erfahrt, dass die Kinder dort ferngesehen haben?
Beispiele: Kinderparty mit 5 Kindern. Gefeiert wird im Spielkeller, in den die Kinder schnell verschwinden. Beim Abholen stellt sich heraus, dass dort ein TV steht mit Zugriff auf Amazon Prime. Die Kinder haben diesen unbeaufsichtigt genutzt und Kinderserien geguckt. / Besuch bei einem älteren Nachbarskind. Beim Abholen kommt heraus, es wurde nicht gespielt, nur ferngesehen.
-> Lasst ihr euer Kind noch dahin, wenn ihr wisst, dass es dort unkontrolliert fernsehen kann? Thematisiert ihr das mit den Eltern des Freundes? Macht ihr selbst den TV an wenn (jüngere) Besuchskinder da sind? (Ich selbst würde nie auf die Idee kommen, den TV bei Besuch anzumachen, und ich finde es befremdlich, dass das scheinbar bei einigen normal zuhause ist...)

Vielen Dank für eure Meinungen und Ratschläge!

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Ich habe mit den Eltern der jeweiligen Kinder gesprochen, als die Besuche immer mehr wurden. Die anderen Eltern wissen, dass ich nicht möchte, dass mein Sohn woanders fernsieht oder Spielkonsole spielt. Auch möchte ich nicht, dass er Cola trinkt und Unmengen an Süßigkeiten isst. Wir haben versucht eine gemeinsame Basis zu finden. Ich akzeptiere ebenfalls die Regeln der anderen.

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<<<Wir haben versucht eine gemeinsame Basis zu finden. Ich akzeptiere ebenfalls die Regeln der anderen. >>>

Darf ich fragen, ob es klappt? Ich lese es nicht so heraus.

Also ich kenne mein Kind und ich weiß, dass er keine Cola trinkt. Daher wäre mir es egal, ob dort Cola angeboten wird oder nicht, er würde es ja nicht trinken. Genauso mit den Süßigkeiten. Genauso anders heraum würde ich keine Cola kaufen, weil andere Kinder Cola trinken oder mit den Süßigkeiten genauso. Was das Fernsehen oder Spielen an Konsolen angeht, bin ich lockerer. Wir haben Konsolen und auch Fernseher und diese sind auch im Betrieb, wenn es gewünscht wird. Ich beobachte es und meistens spielen sie Aktionsspiele oder beim Fernsehen genauso. Aber ich denke, mein Sohn würde sich nur Freunde aussuchen, mit denen er so ungefähr auf einer Wellenlinie ist. Anderes funktioniert einfach nicht. Und ich denke, da ist auch das Alter noch wichtig. Aber sie bewegen sich genauso gut draußen.

LG

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Ja das klappt.

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Bei uns ist es so, kein TV kein Tablett etc. Wenn Besuch kommt dann sollte man sich zusammen anders beschäftigen, solange sie noch kleiner sind, im Teenie alter wird das auch wieder anders

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Hallo,
wir stehen hier vor ähnlichen Herausforderungen #schwitz.
Bzgl. Fernsehen gebe ich Rückmeldung an die anderen Eltern, daß unsere Tochter zuhause eine feste Fernsehzeit hat und diese dort nutzt.
Wobei ich auch noch nix sage, wenn die Kinder den ganzen Nachmittag draußen gespielt haben und dann mal 30 Minuten gemeinsam Anna und die wilden Tiere schauen o.ä.
Aber hier in der Nachbarschaft gibt es leider Leute, die ihre 6jährigen "Berlin Tag und Nacht" schauen lassen #kratz, das geht gar nicht.
Bei Ausgrenzungen / Gemeinheiten (unsere Tochter wurde z.b. vom älteren Nachbarskind in einem Stall eingeschlossen) gibt es auch ein sachliches feedback an die Eltern - aber erst bei passender Gelegenheit, ich steh da nicht nach 30 Minuten vor der Tür und mache Alarm.
Ich sage dann zum Beispiel "xy mag im Moment nicht mehr mit z spielen, sie hat mir erzählt, daß folgendes geschehen ist.......". Ohne Angriff, das finde ich wichtig.
Insgesamt versuche ich unser Kind zu stärken, ohne mich ständig in die Beziehungen zwischen den Kindern reinzuhängen. Auch wenn es uns manchmal wehtut, müssen sie bestimmte Erfahrungen einfach machen und auch lernen, mit Zurückweisung umzugehen.
#winke

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1. weiß ich auch nicht, habe ich noch nicht gehabt. Allerdings ermahne ich auch fremde Kinder, wenn ich etwas aktiv mitbekomme.

2. Ich muss sagen, es wäre okay. Wenn es angemessene Sendungen sind. uU würde ich an diesem Tag Medienzeit kürzen oder streichen, denn ich achte da schon was drauf. Aber ich mische mich nicht in das Leben anderer ein und mein Kind verkommt nicht, wenn er mal nen Nachmittag nur vor der Glotze hängt.

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Hallo,
ich glaube, dass du dir zu viele Gedanken machst#liebdrueck
Das mit dem unbeaufsichtigt Fernsehen- naja, nicht so toll, aber wenn es Kinderfilme waren, was solls.
Was das Spielen mit den anderen Kindern betrifft- lass es die Kinder selber regeln. Kinder sind nicht immer nett zueinander, aber solange keine Gewalt und kein Mobbing auftritt, sieh es nicht zu kritisch. Natürlich kannst du auch zu den Kindern hingehen und sagen, was dir nicht so gefällt. Ob du deinem Sohn aber damit einen Gefallen tust? Er ist dann schnell das Kind, das immer zu seiner Mama petzen läuft und für Ärger sorgt. Und hat dann eben keine Spielpartner mehr. Daher mache das nur, wenn es wirklich notwendig ist. Ansonsten wäre es besser, du redest mit deinem Sohn und stärkst sein Selbsrvertrauen. Wenn er sich selber mit den anderen Kindern arrangieren kann, hat er sehr viel für die Zukunft gelernt#pro

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Zu 1: Solche Erfahrungen zu machen, gehört zum Großwerden dazu. Es schmerzt als Mutter ungemein aber du musst dein Kind stark machen. Die anderen kannst du nicht ändern. Tröste ihn, wenn er weint. Erkläre ihm, dass manche Menschen sich gruselige Geschichten ausdenken und sage ihm, wie er sich beim nächsten Mal verhalten soll, wenn ihm etwas Angst macht oder er ausgeschlossen wird. Das ist die beste Prävention.

Zu 2: Da finde ich, wer dort wohnt macht die Regeln. Wenn dort der Fernseher läuft, dann besteht natürlich die Gefahr, dass dein Sohn guckt. Dann würde ich ihn dosiert zum Freund gehen lassen und nicht täglich. Ich selbst würde den Fernseher immer auslassen.

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Guten Morgen

Als mein großer noch kleiner war, gab es bei besuchen, egal ob beim Freund oder daheim keinen Fernseher oder Spielekonsolen. Also, habe ich verneint.
Das habe ich klar kommuniziert.

Die Kinder sind zum Spielen verabredet, fernsehen oder an der Konsole spielen können sie daheim, jedoch besaßen wir bis vor 3 einhalb Jahren noch nicht mal eine.
Nun wird mein großer allerdings 12 Jahre alt und da darf er bei Freunden oder mit Freunden hier auch fernsehen (bei Übernachtung) oder an der Konsole spielen (meist aber nur bei schlecht Wetter, überwiegend hängen sie nur in den Bäumen rum oder spielen mit deren Kram).
(Angefangen mit "Lockerungen" haben wir mit 10 Jahren).

Unsere anderen Kinder sind alle noch U4 , da gibt es noch keine Verabredungen.
Wir wohnen sehr sehr ländlich auf einem Hof, da haben wir sehr wenig Kontakt zu anderen. Das kommt wahrscheinlich ab Sommer mit Kigaeintritt.
Aber auch da gilt: Verabredungen daheim oder bei anderen Kindern - gemeinsames medienfreies Spielen.

An Süßigkeiten etc. bei anderen Kindern wird bei meinem kleineren Sohn generell untersagt, da er schwerer Allergiker ist (Nüsse aller Art).
Sein Notfall-Set hat er zwar immer dabei, aber das Risiko ist mir zu hoch, dass die anderen Eltern nicht nachlesen, was sie anbieten.
Mein Sohn reagiert leider schon bei "kann Spuren enthalten..."
Trinken mag er nichts anderes außer Milch und Wasser.
Aber das wird dementsprechend kommuniziert.

Alles Liebe 🤗

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Zum anderen Punkt:

Ich würde mit den Eltern die Punkte besprechen.
Ändert sich nichts, vor allem im Punkto Angst machen durch Schauergeschichten/Lügen und Eintrittsverbot, dann würde ich zusätzlich, vorläufig, den Kontakt unterbinden.

Bei so einem kleinen Kind solche Schauerlügen zu erzählen, kann böse Alpträume verursachen.
Das sollte zusätzlich dem älteren Kind genauestens und an Beispielen erläutert werden.
Zudem sollte dem älteren Kind freundlich klar gemacht werden "wenn du keine Lust hast mit xy zuspielen, ist das vollkommen in Ordnung. Du bist älter, deine Interessen sind anders und das ist voll in Ordnung. Du darfst ruhig sagen, wenn du mit xy nicht spielen magst".

So sehe ich das.

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