Tips zum erlernen des Teilens

Ihr lieben ich habe da mal eine Frage die mich ziemlich beschäftigt :-)

Meine Tochter 20 Monate, spielt gern mit den Nachbarskindern beide fast 4 Jahre alt.
Leider teilen diese zur Zeit nicht allzugern ihre Spielsachen.
Als auch unser Spielzeug nicht mehr hergegeben werden sollte habe ich eingegriffen und gesagt das unsere Tochter schon auch mit IHREM 🙄 Spielzeug spielen darf.
Bei der Mama der Kinder habe ich es auch angesprochen die findet aber das die Kinder es unter sich regeln sollen 🤷🏻‍♀️
Nun ist es an euch mir hier Tips zu verraten wie man dieses Thema angeht bzw das es sich meine Tochter gar nicht erst absieht und mit ihren 20 Monaten über den „Dingen“ steht das wäre doch cool 😂
Danke euch

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Hallo,

ich denke, es ist ein normaler Entwicklungsschritt, dass Kinder lernen, dass es "meins" und "deins" gibt.
Unsere Große hat dieses Besitz-denken mit 2,5 entdeckt, als die Kleine ein halbes Jahr alt war und anfing, nach Sachen zu greifen und damit zu spielen. Das war eine anstrengende Zeit ;-)

Ich halte nix davon, die Kinder das "unter sich" Regeln zu lassen. Dann stecken nämlich immer die jeweils kleinsten Kinder zurück. Und wenn die dann so eine "das-Recht-des-Stärkeren-Mentalität" entwickeln, ist das kein Wunder.

Aber man kann fremde Kinder ja nicht zwingen, ihr Spielzeug zu teilen.
Man kann aber 4jährigen schon erklären: wenn ihr nicht mit xx teilt, dürft ihr auch nicht mit ihren Sachen spielen. Das würde ich bei dem Altersunterschied und der Konstellation eh empfehlen. Vor allem, wenn die anderen Eltern sich jetzt schon raushalten wollen, obwohl die eigenen Kinder erst 4 sind... Es geht ja auch beim spielen immer mal was kaputt und das passiert natürlich größeren Kindern schneller, weil die schon mehr Kraft haben.

Teilen lernt man am besten mit Geschwistern und am zweitbesten mit gleichaltrigen Freunden. Aber unter Anleitung der Eltern! ("guck mal, wenn Lisa mit deiner Schippe buddelt, kannst du doch solange ihr Förmchen nehmen")

Aber ich denke, die "das-ist-meins!!!"-Phase kommt bei deiner Tochter noch und dann ist es eben mal eine Zeitlang anstrengend ;-)

LG!

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das liegt auch am Altersunterschied.

Bei gleichaltrigen dürfen die das gerne unter sich ausmachen, -- aber in diesem Fall hätte ich auch eingegriffen...
und ja: auch in solch einem Fall sage ich Freundes-Kindern oder Kindern auf dem Spielplatz meine Meinung hörbar, so wie Du in diesem Fall. -- Find ich okay, wenn die eigene Mutter da schon nicht eingreift...

als meine zwei dann 6+8 Jahre alt waren oder später, - da waren die Fähigkeiten dann ausgeglichender, - da hab ich sie schon alleine streiten lassen, ja ....

aber mit 2 Jahren noch lange nicht.

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Kinder lernen es durch Vorleben.

Ihr eigenes Spielzeug müssen sie nciht teilen wenn sie nicht wollen, aber z. B gemeinsames Spielzeug wird geteilt.

Hört jemand anderes das spielzeug darf auch diese Person darüber entscheiden

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Bei meiner (Einzelkind) habe ich es ähnlich gemacht wie Freunde mit mehreren Kindern:

- Vorbild sein
- Grenzen anerkennen
- nicht alles durchgehen lassen.

Grenzen anerkennen: es gibt Dinge/Bereiche, die gehören dem Kind und NUR diesem einen Kind.
Als Mutter frage ich, bevor ich es nehme (Ausnahme Stolperfalle)
Das Kind sorgt dafür, dass es nicht als Stolperfalle herumliegt.
Die wenigen Spielzeuge dürfen woanders parken/"schlafen", wenn Besuch da ist.
Diese Sachen müssen NICHT geteilt werden. Das Kind selbst entscheidet, ob sie zum Spielen zur Verfügung stehen oder nicht.
Mit größer werden: holen zeigen und nicht anfassen lassen, frustriert. Dann lieber gar nicht erst holen.

Gemeinschaftsbereich, Gemeinschaftsspielzeug ist für alle da.
Wer seine Sachen im Gemeinschaftsbereich liegen lässt, muss auch damit rechnen, dass es von anderen genutzt oder angefasst wird.

Vorbild sein: das gilt auch für die Erwachsenen.

Ich kann zwar sagen, dass meine Sachen tabu sind, bin aber selbst verantwortlich, wo ich es hinlege.
Nur weil es herum liegt, ist das noch kein Freibrief es zu nutzen! Aber auch keine Garantie, dass es jemand zur Seite schiebt, runterfällt, woanders hinträgt.

Als Erwachsene darf ich zwar mehr oder auch mehr entscheiden. Dennoch fahre ich gut damit, wenn ich mich an eigene Regeln (weitgehend) selbst auch halte und vorlebe.

Ich möchte nicht, dass Besuch in mein Schlafzimmer geht. Ich gehe nicht in anderer Leute Schlafzimmer.
Wenn ich Besuch habe, meinen Besuch, dann ist das Kinderzimmer meines Kindes tabu! (außer es ist für mein Kind ok und mag den Besuch auch).
Wenn meine Freunde mit Kind(ern) zu Besuch kommen, stelle ich meine Sachen zur Verfügung. Nicht, die meines Kindes, nur weil es praktisch ist.

Bekommt mein Kind Besuch, klären wir vorher, womit alle spielen dürfen und wenige Private Sachen kommen "aus den Augen aus dem Sinn".

Kurz um: ich verlange nicht, dass pauschal alles geteilt wird! Das mache ich ja auch nicht.
Ich achtete aber auch darauf, dass nicht alles an sich gerissen wurde, auch das lebe ich selbst vor.

So hat sich über die Jahre ein guter Mittelweg gefunden.
Auch bei Freunden mit mehreren Kindern. Es gibt: meins, deins, unser/für alle und "da will ich gefragt werden".

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Hallo,

die Kinder können das nicht unter sich klären.
Ein 20-monatiges Kind hat keine Chance gegen 4-jährige, weder verbal noch anders. Da musst Du eingreifen.

Ich würde es so machen, dass Deine Tochter nicht mit den Sachen der 4-jährigen spielen darf, und die dürfen nicht mit den Sachen Deiner Tochter spielen, solange sie sich nicht einigen wollen.
Gemeinschaftseigentum darf von allen genutzt werden.

Das mit dem nicht Teilen können, ist eine Phase, die eigentlich jedes Kind irgendwann hat. So kenne ich das zumindest.
Wenn Deine Tochter es sich jetzt nicht abguckt, dann im Kindergarten.

LG

Heike

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