Einschlafhilfe und Schnuller - wie schaffen wir die Abgewöhnung

Hallo ihr Lieben,

ich habe eine 3 1/2-jährige ganz wunderbare Tochter, aber zwei Dinge beschäftigen mich, von denen ich nicht weiß, wie ich es ihr jemals abgewöhnen soll:

Einschlafen:

unsere Tochter schläft nicht mehr bei sich im Bett, sondern nur noch bei uns (also tagsüber verbringt sie schon viel Zeit in ihrem Zimmer, aber zum Einschlafen, will sie in unser Bett). Und zwar will sie nur mit mir Einschlafen. Ich lese ihr dann meist 1 - 2 Geschichten vor und dann will sie so lange meine Hand halten, bis sie eingeschlafen ist. D. h. wenn ich Glück habe und sie schnell schläft, dauert es nur 10 Minuten, aber oft dauert es länger und ich lieg da auch schon mal ne Stunde neben ihr.

Es ist inzwischen echt anstregend geworden und ich weiß nicht, wie ich es ihr abgewöhnen kann.

Genau so ist es mit dem Schnuller.

Zwar haben wir den schon ganz schön reduziert, aber komplett drauf verzichten (beim Einschlafen z. B.) kommt für sie gar nicht in Frage und ich weiß einfach nicht, wie sie komplett davon wegkommen kann.

Schnullerbäume und Schnullerfeen - nichts bringt was.


Ich ahne schon, dass für Beides nur die ganz radikale Methode wohl in Frage kommt, aber es zerreisst mir das Herz, wie bitterlich sie weint. Und sie kann viel und lange und laut weinen - das kann sie wirklich lange durchziehen. Wir haben es bislang nicht geschafft...

Und in 7 Wochen kommt unsere 2. Tochter auf die Welt - ist das dann üerhaupt ein guter Zeitpunkt, um solche Veränderunge durchzuziehen? Aber was soll ich tun... vor allem die Einschlafgeschichte - wenn ich dann auh noch das Baby habe, das wird mir zu viel....

Deswegen... habt ihr noch irgend eine andere Idee?

Danke Euch!

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Hallo, also ich bin der Typ wenn der Punkt gekommen ist, Augen zu und durch. Die mittlere mit Ihrem Schnuller, das ging knapp 3 Jahre. Irgendwann habe ich es in Angriff genommen und alle Schnuller weggeschmissen. In den Müll. Keine Reserve nirgends. Am ersten Abend war knapp 2 Stunden richtig Theater. Am nächsten Morgen waren wir übertrieben Stolz das sie ohne geschlafen hat. Die nächsten 2 Abende gab es noch ein paar Tränen und dann war es gut. Man muss in erster Linie voll dahinter stehen. Wenn du selbst das nicht übers Herz bringst, dann würde ich warten bis du denkst du hältst es durch. Mit dem einschlafen dasselbe. Im eigenen Bett und du bleibst zu Beginn dabei. Vielleicht würde ich hier das Thema einschlafen vor den Schnuller setzen. Dann Abend für Abend die Anwesenheit verkürzen. Vielleicht die Tür auflassen. Ich wünsche dir starke Nerven. Ich habe 3 Kinder und sie mussten alle den Schnuller abgeben und es war immer erstaunlich wie schnell das gar kein Thema mehr war.

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Bist du alleinerziehend? Wenn nicht, könnte doch vielleicht einfach der Papa übernehmen, wenn du dich ums Baby kümmerst. Wenn es ein anderer macht, kann man Traditionen leichter ändern; ein anderer macht es halt anders und liegt z.B. nur kurz dabei.


Bzw. ist sie überhaupt schon müde, wenn sie so lang wachliegt? Oder könnte sie einfach etwas später ins Bett gehen?
Ich fand es ja gar manchmal nicht so übel, eine Weile einfach nur dazuliegen und nichts zu machen. Einmal hab ich im Halbschlaf die Worte von Sohn2 an Sohn3 vernommen "So, die Mama schläft jetzt, komm, O., wir stehen wieder auf und gehen zum Papa!" Einschlafbegleitung andersherum;-).

Mit Schnullern kenne ich mich nicht aus, meine Kinder nahmen nie welche. Aber ist das denn so schlimm, wenn es nur noch zum Einschlafen ist?

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Wir haben meistens nach dem Motto "lieber früher als später" und "Augen zu und durch" gehandelt.
Die Kinder haben nie bei uns geschlafen und wir sind auch nie bis zum Einschlafen geblieben. Wir haben eine Geschichte gelesen, ein bisschen gekuschelt, dann haben wir gebetet und ich/mein Mann sind gegangen.
Phasenweise war das von Weinen begleitet. Wir haben immer einige Minuten gewartet, bevor wir noch mal ins Kinderzimmer gegangen sind. Oft haben wir die Tür etwas aufgelassen, damit sie unsere Stimme hören.
Der Schnuller kam mit dem ersten Geburtstag weg. Und das ganz radikal.

Komplett immun gegen Kindertränen bin ich aber immer noch nicht😬🙈

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Hallo
Der Zeitpunkt ist tatsächlich etwas ungünstig, da würde ich nicht gleich beide Probleme zusammen anpacken, sondern eins nach dem anderen.
Was ist dir denn wichtiger, dass sie alleine einschlafen kann oder dass der Schnulli wegkommt?

Ich denke mal, das Einschlafproblem könnte man damit angehen, dass der Schnulli ab sofort in ihrem Bett "lebt", ob ihr den irgendwo anbindet ist euch überlassen. Wenn sie den Schnulli abends möchte, muss sie dafür in ihr eigenes Bett. Du setzt dich mit einem Stuhl neben das Bett, legst dich nicht ins Bett zu ihr (das kannst du ihr ja erklären mit "das Baby in Mamis Bauch, du und Mami in einem Bett, das geht nicht, dafür ist das Bett zu klein".
Dann würde ich den Stuhl täglich ein kleines bisschen weiter weg vom Bett stellen, bis du irgendwann im Türrahmen sitzt und vorliest. Bei unserem Grossen hat das schon einige Wochen gedauert, bis ich dann irgendwann mit Stuhl vor der Türe sass, dann war der Schritt zu "ich les vor, sag dir noch gute Nacht und verlass dann das Zimmer" nicht mehr weit.
Das Schnuller-Problem würde ich erst nach der Geburt der kleinen Schwester angehen. Wir haben da den Schnulli-Zwerg bemüht. Der Grosse konnte selber entscheiden (er hatte bis zu 5 Schnuller gleichzeitig in Gebrauch #schwitz), wann er wieder einen weggibt. Dieser wurde in den Briefkasten gelegt und am nächsten Tag war er weg (der "Zwerg" hatte ihn geholt ;-) ) unter Hinterlassung eines kleinen Geschenks (Pixi-Buch, Matchbox-Auto, neue Knete....). Irgendwann war nur noch ein Schnuller übrig, den hat er dann gleich nach der Geburt des Brüderchens abgegeben, er war ja jetzt "grosser Bruder"!

Manchmal brauchts einfach seine Zeit, bis die Zwerge liebgewonnene Rituale ändern möchten. Aber das wird schon!

Alles Gute und liebe Grüsse #winke

PS: Ach ja, falls sie doch lieber in eurem Bett einschlafen möchte, dann ohne Schnulli - der "wohnt" ja in ihrem Bett. Dann wäre zumindest bald das Schnulli-Problem gelöst und ihr könntet das Schlafproblem anpacken ;-)

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Habt ihr es ihr auch erklärt? Und wenn du schreibst, dass z.b. Die Schnullerfee nichts gebracht habt, habt ihr das also schon probiert und seid eingeknickt? Das ist natürlich ungünstig!
Wenn ihr etwas beschließt, dann solltet ihr das auch durchziehen. Sonst lernt sie ja nicht, was Konsequenz ist. Kinder in dem Alter brauchen klare Linien, an denen sie sich orientieren können. Wenn ihr als Eltern immer wieder einknickt, fangen Kinder an zu schwimmen, denn sie können sich die Grenzen ja noch nicht selber setzen.

Ich würde auch erst ein Problem angehen und dann das andere. Anfangen würde ich beim eigenen Bett. Wie schon beschrieben kannst du das ja mit dem Schnuller kombinieren. Also wenn sie ihn will, dann nur in ihrem eigenen Bett.

Das mit dem Schnuller würde ich danach angehen. Auch da würde ich ihr einen fixen Zeitpunkt geben (z.b. Ihr Geburtstag? Oder Weihnachten oder was auch immer). Zu dem Zeitpunkt kommt die Schnullerfee und tauscht nachts ALLE Schnuller gegen etwas ein (überlegt euch eine Kleinigkeit, was ihr Freude bereitet oder sie stolz macht). Danach gibts dann keine Schnuller mehr. Nirgends. Nie.

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Ich finde Schnullerfeen und Erfindungen derart auch irgendwie blöd, im Grunde führen sie das Kind hinters Licht.

Erst einmal würde ich mich wahrscheinlich aufs "Umbetten" konzentrieren und ihr den Schnuller noch lassen. Auch bitte nicht in Verbindung mit der Geburt des Babys "abnehmen". Der Satz "du bist jetzt groß" macht nichts für eine Geschwisterbindung.

Ich selbst habe lange genuckelt und würde es wahrscheinlich heute noch tun;-), ich erinnere mich wie gestern. Es ist wirklich eine emotionale Abhängigkeit und ich finde den Vorschlag der anderen Userin (Bett =Nuckel) gut. Wahrscheinlich würde ich sie aber nachts nicht abweisen., also im Bett einschlafen und wenn sie dann kommt, ok. Manche haben auch eine kleine Matratze mit im Schlafzimmer.

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Mein spontaner Gedanke war: genug körperliche Nähe und gemeinsame Zeit tagsüber (also nicht so "viel Zeit in ihrem Zimmer"), dann ist sie abends "aufgetankt" und kann vertrauensvoll einschlafen.

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Bin grade ein bisschen geschockt wie hier mit der Schnullerentwöhnung von den Kinder umgegangen wird. Warum muss man die Schnuller wegschmeissen, ganz radikal? Ich moechte doch auch nicht dass man mir meine Sachen einfach wegnimmt und entsorgt🤷‍♀️.

Unser Schnuller ging ab Kindergartenalter und Eingewöhnung fast von alleine. Weil alle Kinder im Kindergarten keinen Schnuller haben und es letztlich die Babys sind die einen brauchen. Irgendwie so hat es bei unserer Tochter “klick” gemacht..
Viel Glück dabei!! Bei unserer Tochter hilft auch immer wenn der Kinderarzt direkt was zum Kind wegen dem Schnuller sagt, waer das ne Option!? Bei uns zeigt das immer Wirkung.

Das gleiche mit dem eigenen Bett. Bis fast 3 Jahre kein einziges mal in ihrem Bett eingeschlafen. Im Urlaub ein Babybett gehabt, das fand sie so toll dass ab Tag 1 kein anderes mehr in Frage kam. Zuhause angekommen ihr eigenes Bett entsprechend angepriesen und seit dem Tag schlaeft sie dort ein. Ich sitze/liege bis heute neben ihrem Bett & warte bis sie schlaeft. Mal 10 Minuten, mal eine Stunde. Ich finds nicht schlimm.

Versucht doch mit eurer Tochter mal einen Kompromiss auszuhandeln (ist ja in nem Alter in dem sie es versteht..zumindest hab ich bei meiner gleichaltrigen das Gefuehl dass es was bringt wenn man ihr die Dinge erklaert, und nein, ich bin keine Erklärbär-Mutter😂). Oder einfach akzeptieren..habe aus dem Freundeskreis mit Familienbett gelernt, dass die Kinder es von selbst aeussern. Vielleicht sucht euer Kind auch einfach grade nur wieder extrem die Nähe weil eine Änderung bei euch bevorsteht.

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