wie kann ich meinen beiden mädels etwas geschwisterliebe näher bringen ????

Hallo,

meine beiden Mädels, 3 und 1, mögen überhaupt nicht zusammensein. Sobald meine Kleine der Großen nur ansatzweise zu nahe kommt, fängt diese schon an zu schreien. Meine Kleine ist natrürlich recht fix mit allem, weil sie sich alles von ihrer Schwester abschaut und will natürlich auch bei allem mitmachen. Egal was ich versuche, meine Große kann ihre kleine Schwester nicht ein kleines bisschen leiden. Ich versuche immer gerecht zu sein, aber wie das manchmal so ist, kann man machen was man will, man macht es eh nicht richtig. Ich versuche meiner Großen immer zu erklären, dass die Kleine noch nicht alles so versteht, was aber kein Freifahrtschein für die Kleine ist. Das funktioniert aber auch nicht.

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, wie ich die beiden ein bisschen näher bringen kann ???

Lg#winke

1

Hi,

bei uns funktioniert die "Beschützer"-Nummer super.

Also dem Großen erklären, dass er auf den Kleinen aufpassen kann (nicht muss) und dass sie ein Team sind. Er schaut immer sehr fürsorglich, dass der Kleine keine kleinen Sachen in den Mund steckt, gibt von seinem Zwieback ab usw.

Dann bringe ich den Großen dazu, wahrzunehmen, dass der Kleine ihn gern hat.
"Guck mal, Erik lacht immer, wenn du da bist und freut sich, wenn du aus dem Kiga Kommst"
"Schau mal, Erik möchte dir Guten Morgen sagen"... #bla

Das freut ihn auch!

LG

4

Das mit dem Anny freut sich, wenn du da bist...... Das sag ich ja auch immer, aber meine Große interessiert das überhaupt nicht.:-(

Lg

2

Hallo,

viele Tipps habe ich nicht, aber ich kann mich erinnern, dass die Zeit, als die Kleine um ein Jahr herum alt war, die schlimmste war (meine Mädchen sind 15 Monate auseinander). Da wurde sie so richtig mobil und der Großen wurde, glaube ich, zum ersten Mal klar, dass die Kleine ein "richtiges" Kind ist und damit auch eine Konkurrenz. Wir hatten da eine ziemlich schlimme Zeit, die Große hat dauernd versucht, der Kleinen die Türen vor der Nase zuzuknallen und solche Sachen. Nach ein paar Monaten war das allerdings ausgestanden, dann haben sie angefangen gemeinsam zu spielen und seitdem sind sie, von den üblichen Streitereien abgesehen, ein Herz und eine Seele.

Ich würde versuchen:
- zeitweise der Großen Raum für sich zu schaffen, indem du für begrenzte Zeit die Kleine von ihr fernhältst, damit sie in Ruhe spielen kann
- zeitweise gemeinsame Spiele mit beiden Kindern zusammen machen, bei denen sie sich beide altersgemäß einbringen können (leider fällt mir da nichts mehr ein - ist schon so lange her)
- öfter mal allein was mit der Großen unternehmen (du oder der Papa)

LG Meggie

3

Hallo

ich denke in dem Altern funktioniert das wohl selten.
Mein Großer konnte mit seiner kleinen Schwester auch erst wirklich etwas anfangen, als er sich richtig mit ihr verständigen konnte.

Inzwischen sind sie 10 und 7 - klar zoffen sie sich dann und wann, aber sie können auch richtig schön miteinander.

Den Kindern predige ich dann und wann "ihr seid Geschwister, ihr müsst zusammenn halten". Beim Großen erkläre ich auf seine kleine Schwester aufzupassen, und appelliere sozusagen an seine Beschützerinstinkte. Der Kleinen auf ihren großen Bruder zu hören.

Klappt eigentlich ganz gut ;-)

lg bambolina

5

Meine beiden Mädels können etwas besser miteinander, seit die Kleine 2,5 ist und besser reden und mitspielen kann. Ein einjähriges Kind ist eben eher ein Störfaktor für das ältere Kind.

6

Ein kleines Kind ist ein Störfaktor......#rofl

Wie lange gilt in diesem Fall "kleines Kind"?????

Meine Kinder sind 8 Jahre und 4 1/2 Jahre alt.
Ist mein jüngeres Kind in diesem Fall AUCH noch ein kleines Kind?????#schein
Das erste Kind hält mein zweites Kind HEUTE noch "als Störfaktor" #schwitz aber meistens nur wen gleichaltrige Freunde anwesend sind.

Lg.

7

Ich meinte jetzt das "Baby/Kleinkind krabbelt rum, will alles in den Mund stecken, zerlegt die Legobauten und fegt die Memorykarten vom Tisch" Alter. ;-)

weiteren Kommentar laden
9

Wir haben einen aehnlichen Altersabstand (Die Grosse ist 29 Monate aelter) und wir haben ihr die kleine Schwester von Anfang an als "ihr Baby" verkauft. Mittlerweile, seit die Kleine etwas aktiver ist, eifersuechteln die beiden schon, aber im Normalfall spielen sie miteinander und lieben sich heiss und innig.

Versuch sie positiv zu verstaerken, bezieh sie ein, lass sie beim Wickeln helfen, beim Fuettern, bitte sie mal eben aufzupassen wenn du aufs Klo gehst (also nur ganz kurz) und ganz wichtig, goenne der Grossen auch Zeit mit dir alleine ohne die Kleine.

10

Hi.
Meine eigenen Kinder (und früher auch meine Tageskinder) waren/sind zwischen wenige Minuten und knapp 9 Jahre auseinander... Viel Platz für Zoff **gg**.
Was bei unseren geholfen hat, war eine strikte Trennung gewisser Bereiche - meine "Großen" wollten verständlicherweise nicht immer, dass die Kleineren ihre mühsam aufgebauten Spielsachen auseinandernahmen und so trennten wir gewisse Bereiche (gemeinsames Spielzeug in einem gemeinsamen Spielzimmer und "eigenes" im eigenen Zimmer).
War zT etwas mühsam (die Kleinen verstanden es ja noch nicht, WARUM sie nicht ins Zimmer der Großen dürfen), aber letzten Endes führte diese Maßnahme dazu, dass die Großen die Kleinen immer mehr freiwillig einbezogen (auch schon deswegen, da die Kleinen manchmal Sachen hatten, an die die Großen auch nur dann durften, wenn die Kleinen es "erlaubten" - Teilen geht in beide Richtungen...).
Und wir haben immer wieder Zeit mit ihnen alleine verbracht; mein Mann war da immer schon eine große Hilfe, um zb abends die Kleineren zu hüten, während ich mit den Großen nochmal spazieren ging oder umgekehrt usw.
Oder wir haben sie getrennt mal woanders "untergebracht", die Kleinen bei den Großeltern und mit den Großen etwas unternommen, die Großen sind dafür mal ein Wo.-Ende zur Tante usw...
Wir haben einfach versucht, uns vorzustellen, wie es für die jeweils älteren Kinder ist - da kommt so ein kleiner Krabbler, der sowieso schon viel Aufmerksamkeit der Eltern fordert und dann geht der auch noch an ihre geliebten Sachen....
Ist nicht leicht, sich darüber zu freuen;-)
Und ich glaube, wir haben es ganz gut hinbekommen; sie sind jetzt zwischen 12 und 4 Jahre alt, zoffen sich auch gerne mal, aber sind ansonsten gerne zusammen - vielleicht, weil sie wissen, dass ihre Grenzen respektiert werden (m e i n Zimmer, m e i n e Sachen, m e i n e Ruhe) und jedes Zusammensein freiwillig ist.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Geduld und Ausdauer - diese ersten Jahre sind oft genug hart, aber sie gehen vorbei!#liebdrueck
GlG, Locke

11

Hi,

bei meinen war es ähnlich.
Nur Streit, Zoff und kein Zusammenhalt.

Je älter sie wurden, umso näher rückten sie zusammen.

Ich habe ihnen (da waren sie aber schon älter als Deine jetzt; ging los mit 5 - 6 Jahren) immer erzählt, wie wichtig Liebe und Zusammenhalt ist, da es so viel schlechtes auf der Welt gibt und wir dafür sorgen müssen, dass es mindestens ebenso viel Liebe gibt, damit das Böse nicht überhand nimmt (sie kennen ja schlimmes aus den Nachrichten, Zeitungen, Schule....)

Das hat im Laufe der Zeit, Wurzeln geschlagen.

Natürlich zoffen sie sich auch.
Aber sie haben eine Basis erschaffen und halten zusammen.
Sie unternehmen viel miteinander, mein Großer schließt seine kleine Schwester nicht aus, wenn seine Freunde da sind, die Kleine darf beim Großen schlafen, spielen zusammen im Garten Federball...

Das haben sie echt gut hinbekommen.
Aber es hat gedauert.

12

Hallo,

"Ich versuche meiner Großen immer zu erklären, dass die Kleine noch nicht alles so versteht"

Dafür haben dreijährige NULL Verständnis.

Achte darauf, dass beide Kinder ausreichen Freiraum haben, dann klappt das - oder auch nicht. Liebe kann man nicht erzwingen.

Gruß

Top Diskussionen anzeigen