abendliche Diskussion "ins Bett" - Vorschläge?

Hallo,

wir haben die letzten Wochen JEDEN Abend hier Stress, weil der Grosse noch spielen will und noch nicht ins Bett will. Sobald wir klare Ansagen machen "wenn der Zeiger da und da steht", fängt das Gezeterre an "gar nicht lange genug", etc.

Ich verbiete mir Diskussionen, aber es artet immer in Stress, Weinen, etc. aus.

Hat jemand das perfekte Rezept, einen gut siebenjährigen stressarm zeitig ins Bett zu kriegen?

Danke.
Gruss,
Chris

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Ich kann (noch) nicht nachvollziehen, warum ein Kind um eine bestimmte Uhrzeit alleine im Bett liegen muss. Meine 4,5jährige zeigt deutlich Müdigkeit und wird dann mit Vorlesen und Kuscheln in den Schlaf begleitet, das klappt sehr gut...

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Hi,

es geht nicht um "alleine im Bett liegen" - sondern um den Weg dahin.
Wir machen alles abends zusammen, Zähne putzen, umziehen, erzählen, vorlesen, knuddeln... sobald wir oben sind, ist auch meistens alles gut, aber davor... *sigh*

Gruss,
Chris

PS: bei unserem 4,5 jährigen ist es auch kein Thema.

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Das KInd ist 7 Jahre alt und mit Sicherheit schulpflichtig. Eine regelmäßige Bettgehzeit ist da die Regel.
Ich denke auch daß man einen 7 jährigen nicht mehr in den Schlaf begleiten muß ( einen 4, 5 jährigen finde ich dafür allerdings auch schon zu groß #schein )

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Das perfekte Rezept hab ich nicht, denn meine zwei (7 und 5) machen beim Zubett gehen keine Probleme.

Aber vielleicht könnt ihr es ja mit einer Art Belohnungssystem versuchen. Für jeden Abend, an dem es ohne Gezeter ins Bett geht, kann er sich auf einem Kalender einen Smily malen. Die gesammelten Smilies kann er dann in kleine Belohnungen eintauschen. Wichtig ist, das du die Belohnung mit ihm vorher zusammen aushandelst. Z.B. für 3 Smilies ne Extra-Geschichte oder für 5 Smilies ein Spiel mit Mama zusammen. Deinem Sohn fallen da bestimmt noch tollere Sachen ein.

LG Anni

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was macht der kleine denn gerne?

also bei uns war "bettgehen" noch nie ein drama- und ich hoffe, das bleibt auch so.
wir gestalten den abend so, daß klar, wanns nach oben geht und dann: gibt es noch eine geschichte. das finden beide kidner schön, sie dürfen sich ein buch aussuchen, wir liegen im großen bett im schlafzimmer, es wird gemeinsam gelesen.

danach gehts nur noch ins bett, jeder wird nochmal von uns verabschiedet.- es darf noch cd gehört werden, oft nehmen sie sich noch bücher mit und schauen die im bett an usw.. aber es ist klar, daß noch was angenehmes auf sie wwartet, wenn sie ds psiel abschließen müssen, wir den fernseher ausmachen oder mit dem gemeinsamen spielen aufhören.

lange zeit war es die badewanne, die auf sie gewartet hat, abe die hat ihren reiz verloren, daher machen sie sich schon ca 30 minutne vor "bettgehzeit" feritig, durfen dann aber noch was spielen, schauen, lesen..
und dann gehts eben zusammen nach oben zum lesen und ins bett bringen

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meine 4 jähre geht von selber ins bett, schon immer, sie sagt ca. 19 uhr ich bin müde und möchte ins bett.

wie alt ist dein dein kind und wann muss es ins bett?

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#rofl das macht die Tochter meiner Freundin auch....

sie bekam fast einen SChreck, als ihr kleiner Sohn ganz anders war, der macht das nämlich nicht, der diskutiert

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Ich staune auch- meine Kleine macht das auch! Das kenn ich von der Großen gar nicht, aber die Kleine mit ihren 15 Monaten nimmt abends (und auch Mittags) ihre Kuschelwindel, ihren Nuckel, geht zum Schlafzimmer und klopft an die Tür!

Mama ist schwer begeistert!#verliebt

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Also wenn das Problem der Weg ins Bett ist … ich bin da eher männlich-pragmatisch … ich würde dort dann einfach den Teil, der zum Abendritual gehört und nicht funktioniert, vom Abendritual des Großen abkoppeln. Also irgendwann wird es ja - denke ich - Abendbrot geben, und, direkt danach würde ich mit diesem Teil anfangen: Ihn baden, Zähne putzen, Schlafanzug anziehen etc. Also ihn dann schon bettfertig machen, so, dass das Abendritual dann mit »Ins Bett legen, Kuscheln, Geschichte vorlesen« anfängt. Er ist ja auch schon Groß genug, dass er dort gar kein Abendritual mehr braucht ... das ist mE eher etwas für Kleinkinder. Ansage an ihrem Sohn: So schneller dieses vor-Abendritual geht, so mehr Zeit bleibt dann für ihn zum spielen übrig.

Ich denke mal, damit ließe sich dieser stressbehaftete Teil zumindest schon mal bis dahin hinauszögern, wo Mama dann ins KiZi tritt und »Bettzeit« ankündigt. Nur, da ihr Sohn ja dann schon bettfertig ist, sollte das ja gar nicht mehr so schwer sein. Wenn auch das dann noch Probleme macht … ich würde dort dann einfach mal versuchen, eine Art »Gleitzeit« einzuführen. Es gibt eine feste Uhrzeit, wo die Mama ins KiZi kommt und die »Bettzeit« ankündigt und, dann darf ihr Sohn wählen zwischen: Ich lege mich ins Bett und Mama ließt mir eine Geschichte vor oder ich darf weiter spielen unter der Bedingung, dass ich a) der nächtlichen Ruhe angemessen ruhig bin und b) in meinem Kinderzimmer bleibe und c) mich dann selbst irgendwann ins Bett lege. Dann würde ich dort nur noch ein verkürztes Knuddeln und »gute« Nacht-Ritual machen und ihren Sohn weiterspielen lassen.

Da gäbe es - m.E. - zwei Vorgehensweisen, die man versuchen könnte. Sie setzen überhaupt keine zeitliche Schranke: Dann würde ich damit Freitags anfangen, weil er dann bestimmt noch eine ganze Zeit spielen wird und ihn dann Samstagmorgens pünktlich zur Familienzeit aus dem Bett jagen (auch, wenn er dann noch müde ist). Das wird er dann Samstagabend wahrscheinlich noch mal wiederholen und am Sonntagabend wird er dann Abends kaum noch die Augen offenhalten und freiwillig schlafen gehen .. pünktlich zum Schulbeginn am Montag. So hätte ich das heute- rückblickend - bei meinem Sohn gemacht, weil ich dort die Erfahrung gesamt haben, dass, je mehr Verantwortung ihm überlassen bleibt, so besser klappt das irgendwie. Weil er uns auch immer beweisen wollte, welch "großer Junge" er doch schon ist. Alternativ - was wir damals gemacht haben - unserem Sohn dort einfach ein wöchentliches Zeitkontingent gegeben, dass er sich selbst zum »länger aufbleiben« einteilen durfte. Kann man z.B. mit Monopolygeld als Zeitwährung machen o.ä., so, dass ihr Sohn 500 Monopolygeld wöchentlich bekommt, und, er für je 100 Geldeinheiten er 15 Minuten länger aufbleiben und spielen darf (unter der Bedingung, dass er ruhig im KiZi bleibt, danach selbstständig schlafen geht, so das Mama und Papa noch ein abendliches Leben haben können). Wann und wie er das verwendet, bleibt ihm überlassen. Lässt er sich darauf ein, hat man dort m.E. einen schönen Kompromiss gefunden … lässt er sich nicht drauf ein, ist wieder alles wie beim alten (er muss eher ins Bett). Das waren dann immer die Situation, wo ein Kurzer in dem Alter begriffen hat: Es ist besser, sich darauf einzulassen und keinen Theater mehr zu machen.

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Wir haben das Pferd andersrum aufgesattelt.

Hier auch noch nicht lang 8jährige, die einiges schon selbst bestimmen will.

Aber, sie ist extrem "zeitverloren" (auch in der Schule), und weigerte sich gleichzeitig dabei die Uhr zu lernen.

Irgendwann dachte ich mir...Kind ist nicht dumm, dröddelt gern, weigert sich Uhr lesen zu lernen, da steckt doch ein System der Bequemlichkeit dahinter.

Mit der Lehrerin gesprochen, die das auch zusammenhängend fand und gleich in der Schule Uhr lesen als Thema umsetzte.

Insofern war Thema Uhr auch Gespräch zuhause,...und somit schon mal viel interessanter für sie, die fixe Schlafensgehenzeit auch selbst im Aug zu behalten.

Das heisst sie guckt auf die Uhr, fragt mich nochmal ob sie noch eine Stunde Zeit hat bis zum Zapfenstreich (die Rückversicherung braucht sie noch), plant selbständig (mit meiner Hilfe noch) was sie tun muß bis dahin und wofür sie dann noch "freieinteilbare" Zeit hat.

Zeiträume von 10min und 5min hat sie begriffen als "nicht lange genug", so wie du es schreibst, dass macht ihr Stress und somit auch mir.

Das Gefühl zu haben, sie hat noch eine Stunde Zeit zu spielen (egal ob man hier noch Zähneputzen und waschen muß), ist ihr angenehm, damit hat sie das Gefühl genug Zeit zum Spielen zu haben, bevor sie ins Bett muß.

Und prompt, wird sie mit ihren Erledigungen viel zügiger fertig und geht selbstständig ins Bett, jammert noch ein wenig das sie immer so lange zum einschlafen braucht und schläft. ;)

Ich denke das ist wirklich die Phase wo die Kinder einfach ein wenig selbst bestimmen wollen, kurze Zeiträume als zu kurz empfinden aber die längeren noch nicht wirklich abschätzen können.

Da hat meiner Tochter geholfen das sie Uhr lesen lernen "mußte" (viel leichter wenn die Aufgabe von der Schule kommt, als wenn schon wieder die Mama was will).

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Hallo,

was BRAUCHT er denn wirklich?

Ich selbst habe so lange Theater gemacht, weil ich schlicht Nähe brauchte und mich in meinem Zimmer einsam gefühlt habe. Hinzu kam, dass ich die anderen noch gehört und mich dadurch abgeschoben gefühlt habe.

Da wäre die Idee: mehr Kuscheln, gemeinsames Abendritual

Ist er noch nicht müde?
Wie kommt er morgens aus dem Bett?
- meine braucht wenig Schlaf. Da hilft nur, auflassen, bis sie müde wird und von selbst zu mir kommt. Morgens steht sie vor meinem Wecker auf.

falls er durch späteres ins Bett gehen, morgens nicht rauskommt
- Tag so gestalten, dass das müde werden leichter fällt
- abends nicht zu viele Reize sind

warum will er vor dem Schlafen gehen spielen?
- hat er tagsüber zu wenig Zeit zum Freispiel in seinem Zimmer?
- wie gestaltet ihr die Zeit zwischen essen und schlafen?

bei uns gilt folgendes: wir essen, machen uns beide bettfertig (mein Kind und ich) - Zähne putzen, Schlafanzug anziehen usw.
Dann darf sie noch spielen, aber ohne mich, weil ich ab 20 Uhr Pause brauche. Sie darf Bücher anschauen, spielen, malen...

wenn sie müde wird, begleite ich sie ins Bett.

nicht mehr erlaubt ist
- mich vollquatschen
- durch die Wohnung rennen
- schreien
- Hörspiel hören (das macht meine unruhig bzw. fängt mitten in der Nacht an die Geschichte erzählender weise zu verarbeiten)
- toben

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huhu,

wir haben die kinderzimmer in der 1. etage und ich bringe die kinder gegen halb 8 ins bett. ob sie danach noch lesen, cd hören oder einen kopfstand machen ist mir schnuppe, solange sie leise sind und nicht wieder rauskommen. je weniger man die kinder zum schlafen zwingt, umso weniger gibt es da einen aufstand.
meine kids blättern abends meist noch ein bißchen im buch und schlafen dann--morgens geht es früh raus und das wissen sie.

lg schnabel

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Hallo Chris,

wie bekommt man ein Kind stressfrei ins Bett? Wenn es müde ist.

Meine Tochter geht gegen 21h ins Bett und ist binnen Minuten eingeschlafen.

Würde ich sie nach der Uhr, sagen wir mal um 20h, hinlegen, weil eine 8-jährige um diese Zeit im Bett liegen soll, dann würde sie auch Gezeter machen, weil sie einfach noch nicht müde ist.

GLG

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