Hummeliges Kind/Nicht hören/Distanzlosigkeit/Mama Problem

Hallo,

ich weiß garnicht so Recht wo ich anfangen soll, da ich viele Fragen aufeinmal habe, also entschuldige ich mich schonmal jetzt falls irgendwas zu wirr geschrieben ist.

Wie fang ich an....mmh...

Also meine Tochter Sophia ist 18 Monate alt und war schon seit ich denken kann ein sehr sehr hibbeliges Kind.

Hat Hummeln im Hintern, kann nicht still sitzen und ist auch eher so die rauhere Natur (ich sage spaßenshalber immer: "Sie sollte mal ein Junge werden")

Soweit so gut, das sind alles Attribute die sie ausmachen, ich find es nicht wirklich schlimm das sie so ist, sondern ermunternd, das sie so quitschfidel ist.

Nur bringt es ab und an doch einige Problemchen mit sich, die mit der Zeit sicher auch nicht besser werden, wenn ich nicht anfange etwas zu "tun"....

Sie war schon relativ früh sehr mobil (krabbelte mit 5 1/2 Monaten, lief mit knappen 11 Monaten)....an Ruhe war also schon früh nicht mehr zu denken und alles was in ihrer Reichweite ist, ist natürlich interessant.

Nun ist es so, dass sie in ihrer Ruhelosigkeit oft, was sage ich, sehr oft nicht hört....

Sie versteht sehr viel, habe ich den Eindruck, nur wenn es darum geht auf wichtige Dinge zu hören, tut sie es eben nicht.

Sie hat sehr viele Freiheiten bei mir. Nur wirklich gefährliche Dinge darf sie nicht tun, ansonsten darf sie forschen und enddecken wie sie mag.

Großes Thema sind bei uns derzeit:

- Auf die Straße rennen
- wegrennen allgemein
- Mit Stiften auf Schränke und Wände malen.

Es ist so das ich ihr zb früh versucht habe klar zu machen (soweit es mit anderthalb Jahren geht), das Auto gefährlich sind und sie wenn wir über eine Straße gehen die Hand geben soll. Eine Zeit lang ging das gut, nur mittleriweile eben nicht mehr.

Allgemein wenn es um solche Dinge geht sage ich ihr: Sophia die Straße kommt gleich, dann fassen wir uns an, danach darfst du wieder alleine laufen.

Wenn sie nicht hört geh ich auf Augenhöhe und sage ihr: Sophia wenn du mir nicht die Hand gibst muss ich dich hochnehmen, denn alleine darfst du nicht über die Straße gehen.

Wenn sie immernoch nicht hört nehm ich sie hoch und das Gebrüll ist groß...

Das ist halt nur ein kleines Beispiel, aber trifft halt auf oben genannte Problematiken zu...

Was kann ich machen?
Rede ich zuviel?
Was mach ich falsch?
Bzw. Ist es eine Phase das sie sich austestet? (Weil gehört hat sie ja schonmal)

...Soviel erstmal zu Kopfzerbrecher Nr. 1.

(Sorry wird wohl ein langer Post werden...

2. Problematik ist, dass sie sehr Distanzlos gegenüber fremden Leuten ist.

Ich habe auch da versucht ihr früh klarzumachen das fremde Leute nicht immer lieb sind...bzw sie nicht zu fremden Leuten rennen soll.

Ich freue mich ja das mein Kind so offen und fröhlich ist und die meisten Leute finden das ja ganz süß, aber im Endeffekt habe ich damit ein Problem, weil sie ja lernen muss/soll das eben nicht alle lieb sind und später natürlich auch die Problematik: Nicht mit Fremden mitgehen.

Sie hat bisher NIE gefremdelt.

Mittlerweile ist es aber so das wenn wir draußen laufen sie auf wildfremde Leute zurennt und die Arme hochreißt und auf deren Arm will. Es muss für euch echt komisch klingen, aber lustig finde ich das mittlerweile nicht mehr wirklich.

In solchen Situationen gehe ich auf Augenhöhe und sage ihr (jetzt mal in Kurzform): Sophia, ich möchte nicht das du zu fremden Leuten gehst.

Was kann ich DA tun? Ich weiß leider wirklich nicht mehr weiter, bzw WIE ich ihr das vermitteln soll, weil im Endeffekt jeden Tag das gleiche passiert und ich langsam schon meinen "Erziehungsstil" in Frage stelle.

Weiter:

Wir haben ein Riesen Problem was das Laufen/Kinderwagen angeht.

Sie darf sehr viel laufen, einerseits weil sie nicht mehr im Wagen sitzen will, andererseits weil ich es ja schön finde das sie so mobil ist.

Also sieht es so aus, dass wir rausgehen, der Kinderwagen dabei ist, sie aber laufen darf.

Draußen geht es einigermaßen (bis auf oben geschriebenes wegrenn und Straßenproblem), nur tun sich immer wieder Probleme beim Einkaufen und Busfahren auf.

Einkaufen: Sie darf mir helfen, hört aber auch da nicht. Sie kann fleißig mit in den Wagen räumen, ich zeige ihr was wir einkaufen wollen und sie hilft mit. Sie hört aber eben nicht wenn ich ihr sage:" Ich möchte nicht das du Regale ausräumst" (ganz besonders Sachen aus Glas, was sie schon zerdeppert hat ist der Wahnsinn)

Das Ganze geht das 4 Minuten gut und dann gehts wieder los, als wäre das ganze "Aus den Augen, aus dem Sinn"

Nach 3 Aufforderungen meinerseits mit Konsequenz"androhung" setze ich sie dann in den Kinderwagen mit der Bemerkung: "Wenn du hörst, darfst du wieder mit einkaufen"

Leider hört sie auch danach nicht. Und dazu kommt größte Problematik das sie natürlich völlig aufgelöst und schreiend (obwohl ich keineswegs böse mit ihr umgehe dann) im Kinderwagen ihre Zeit verbringt mit KEINERLEI Beruhigung.

Gleiches Problem im Bus... wenn sie nicht mehr im Wagen sitzen will, nehme ich sie raus und wir setzen und zusammen auf einen Sitz, das ist soweit ganz gut, nur zappelt sie irgendwann so rum und will durch den Bus toben das nix mehr geht.

Ich sage ihr dann das im Auto nicht rumgetobt wird, weil es gefährlich ist...ohne Reaktion ihrerseits, also ist wieder Kiwa angesagt, was mit heftigstem Protest gewürdigt wird (ihr glaubt nicht wie schlimm Leute mit Blicken "strafen" können)

Habt ihr da einen Tipp?

Wie gesagt sie versteht echt viel, hilft mir unheimlich viel bei Hausarbeiten zb, oder wenn ich ihr sage: Hol mal, mach mal ect., nur eben bei für mich essentiell wichtigen Dingen nicht.

So, nun noch ne Sache zum Schluss, die mich wirklich langsam belastet.

Ich habe, denke ich ein sehr gutes Verhältniss zu ihr, sie lacht viel, ist fröhlich, hat mich lieb, knutscht mich...alles fantastisch...

Sie war "aber" schon immer eher das Papa Kind (er hat sie jedes Wochenende und freut sich immer riesig darauf)

Sie sagte schon früh PAPA, MAMA war eher out...

Ich dachte mir: Naja irgendwann wird sie es schon sagen.

In der ganzen Zeit wo sie anfing zu "sprechen" sagte sie glaube ich 10 mal Mama, keine wirklich reife Leistung, ich weiß.

Sie spricht Wörter Sinngemäß, also weiß wenn sie etwas sagt was sie meint...hier kurz ihr Vokabular:

Tierlaute: WAU WAU, Miau, mäh, buar (Löwe), quak quak, piep piep...

Worte allgemein: Tee, Kapao (Kakao), Kati (Freundin ihres Onkels), Ma (Oma), Pa (Opa), nicken (ja), nein, Lena (ihre beste Freundin), da, daaaaada (ihr Kuscheltier) und Papa

Mir fallen sicherlich noch ein paar ein, aber das war ja nur zum Überblick.

Nun ist es so das sie nicht von sich aus MAMA sagt wenn sie bei mir ist und was möchte zb.... UND sie, wenn ich sage: Sag mal MAMA mich angrinst und PAAAAAAAPA sagt.

Ich weiß das die Knirpse nichts machen, um einen zu ärgern, aber langsam belastet mich das wirklich, das sie nicht Mama sagt mit ihren anderthalb Jahren udn ich wirklich schon traurig bin. Papa war schon immer TOLL, das ist auch nicht schlimm, aber mir fehlt irgendwie diese: MAMA ist auch toll Situation...

Ich hoffe ich habe euch jetzt nicht erschlagen und man kommt noch mit, bei den vielen Sachen die ich geschrieben habe.

Ich hoffe drauf das mir jemand irgendwie neue Lösungswege aufzeigen kann...

Danke schonmal und liebe Grüße Thea

1

Hallo ,

Du weißt gar nicht wie sehr ich Dich verstehe ;-), meiner ist 2 Jahre und 1 Monat und ist genauso wie Deine Maus #heul. Auch er war schnell beweglich im Babyalter und seither ist es aus und vorbei mit Ruhe #schmoll, alles wird ständig rausgeräumt und angemalt und Klappen aus Bücher gerupft und über Strasse rennen.........jaaaaa...das kennen wir zu gut. Er flitzt ständig auf fremden Höfen rum und klopft an jeder Tür, kommt an nichts vorbei und rennt viel weg. Ich habe vor ein paar Tagen auch hier gepostet. Elias kann auch nicht still sitzen, ein Besuch im Restaurant oder ein Arztbesuch mit warten im Wartezimmer verbunden sind unmöglich.Auch längere Autofahrte (20 min +) sind der Horror, an Urlaubsreise nicht zu denken. Er hat soooo einen Drang sich zu bewegen, das ist unglaublich. Dazu kommt bei uns das er fast nicht spricht und wir alle, er inbegriffen, frustriert sind darüber. Dafür kann er umso besser toben und brüllen #augen. Ja, er ist ist ein Wildfang aber er ist auch ein liebes Kind und hilfsbereit und kann teilen und kümmert sich liebevoll um andere. Ich kann Dir nicht großartig helfen, wir müssen damit leben denke ich, unsere Kinder habe eine super starke Persönlichkeit. Konsequenz ist total wichtig und Du machst das schon richtig so, ich ermahne auch 2x und dann kommt die Konsequenz, er muss dann an die Hand draußen oder wir fahren heim etc. Ich frage mich auch immer was ich falsch mache und habe sogar schon ADHS/ADS vermutet, aber in dem Alter ist davon noch nicht zu reden.
Naja, vielleicht bekommst Du noch hilfreiche Tips, ich schau wieder rein ;-)

LG Katrin

2

Hallo,

na da bin ich ja nicht alleine....schonmal gut zu wssen...

Irgendwie, aber so ist es ja immer, sehe ich in meinem Umfeld immer nur TOTAL ANDERE Kinder... Kinder die brav hören, Kinder die mit den Eltern mitlaufen, viel sprechen und sonst auch garkeine Attribute wie die meiner Tochter haben (und auch deines Sohnes).

Wie gesagt ich, wie du ja sicherlich auch, habe da kein Problem mit, das sie ist wie sie ist, ich kenne sie nicht anders und finde ihre Fröhlichkeit und ihren Bewegungsdrang ja klasse, aber teilweise ist das so übermäßig das man garnicht bei kommt.

Zudem, und da gebe ich dir vollkommen Recht, spricht sie auch noch nicht sehr viel, was sie frustriert, weil man oft nicht versteht was sie eigentlich will...

Deshalb ist halt sehr sehr oft Gebrüll und Geschrei angesagt....frustriert sein ohne Ende...und das zerrt, sind wir ehrlich, an den Nerven wenn man 12 Stunden am Tag nix anderes hört ;-)

LG Thea, die auch gespannt ist.

3

Nun ist es so das sie nicht von sich aus MAMA sagt wenn sie bei mir ist und was möchte zb.... UND sie, wenn ich sage: Sag mal MAMA mich angrinst und PAAAAAAAPA sagt.


Kenn ich zu gut, Collin sagt auch nicht MAMA!!!#schmoll#heul

Und zu Punkt 1 kann ich dir nur sagen: DER HÄTTE VON MIR SEIN KÖNNEN!!!!!! Genauso ist meiner auch mit 15 Monaten und ich frag mich manchmal wo das hinführen soll.

Leider kann ich dir da nicht helfen, sondern nur sagen: Du bistn icht allein damit.

4

Hallo Thea,

ich kann dich gut verstehen #liebdrueck.
Ich glaube du bist ziemlich verunsichert und vermutlich liest du (zB hier) viel wie andere Mütter es machen und damit absolut Erfolg haben. Aber jedes Kind ist anders. Vermutlich ist deine kleine sehr aufgeweckt und hat eine menge Spaß am Leben. Deine kurze ist erst 18 Monate und die ganze Welt ist ein riesengroßer Spielplatz.
Hin und wieder hilft es sich in das Kind hineinzuversetzen.
Mal ein Beispiel deine kleine geht mit dir einkaufen und holt ein Glas ... sagen wir mal Gurken aus dem Regal. Ihr rutscht das Glas, welches sie sich genommen hat weil es so eine tolle grüne Farbe hat und so schön bunt bedruckt ist, aus ihren kleinen Patschehänden. Und sie sieht wau wie toll ist das denn nun ist der ganze grüne Inhalt auf dem Boden geknallt und es hat krach gemacht und sieht toll aus und ich habe das ganz alleine geschafft!
Nun kann sie natürlich nicht wirklich verstehen warum du das garnicht gut findest aber okay dann war das wohl nicht richtig.
Deine kleine meint das nicht böse sie weiß es nur nicht besser außerdem hat sie noch lange nicht die feinmotorik wie ein Erwachsener. Außerdem woher soll sie wissen was du einkaufen musst für ihr ist es wichtig das es interessant aussieht.
Wenn du sie im Wagen setzt wenn sie zu anstrengend wird beim Einkaufen ist absolut okay. Es geht ja auch um die Sicherheit des Kindes und wenn das Glas nicht auf den Boden fällt sondern auf ihren Fuss dann ist das ganz sicher nicht mehr witzig. Das selbe gilt für den Bus. Das Problem habe ich im übrigen auch mit meinen Sohn (2 Jahre). Lass die Leute doch gucken das sollte dir so was von wo vorbei gehen man macht es für andere eh nie richtig und außerdem ist das ja auch nur eine Momentaufnahme. Kann aber auch sein das du nur meinst das die dich anklagend anschauen und in Wirklichkeit verstehen die dich aber sehr gut.
Ich hatte das vor kurzem mal im Laden da hat sich mein kurzer auf den Boden geworfen (macht er fasst jedes mal) und da war eine Omi die meinte dem Jungen gehöre mal der Hintern versohlt der wehre ja total verzogen. Mir viel in dem Moment leider keine passende Antwort ein aber ich war wirklich mächtig sauer was geht der alten mein Sohn an?
Naja wie mans macht man macht es eh verkehrt.
Wenn du mit deiner Tochter draußen spazieren gehst dann hohl dir doch einfach so eine Kinderleine hört sich doof an und sieht auch doof aus aber noch beschießener sieht es aus wenn deine Tochter vom Auto überfahren wird. Lass dich nicht von ihrem Schreien verunsichern das zeigt nur das sie sehr willensstark ist und zur Kindheit gehört schreien einfach manchmal dazu. Sicherheit ist das A und O auch wenn das mal bedeutet das die kurze einen richtigen Trotzanfall bekommt.
Zumindest sehe ich das so.
Lg Nicole

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Hallo!

Meine Große ist jetzt 3 Jahre und 3 Monate alt, und die Beschreibung da oben passt so haargenau auf sie mit 18 Monaten! Wenn's dich beruhigt - sie ist heute allgemein ruhiger und vernünftiger. Ich finde das Verhalten von Sophia altersgemäß und zwar lebhaft, aber nicht ungewöhnlich. Wie du selbst sagst, es ist ja auch positiv, dass sie so lebendig ist!

Ich könnte dir höchstens sagen, dass du zu lange redest - wenn sie es schon schafft, Sachen aus den Supermarktregalen zu zerstören, dann greifst du zu spät ein. Vielleicht muss dein Tonfall an dem Punkt schon schärfer werden. Nicht schreien, aber nicht sagen "ich möchte nicht, dass" sondern etwas zackiger "Finger weg, Sophia, bevor du was kaputtmachst!"

Wichtig bzw. nützlich ist es auch, Verneinungen zu vermeiden. Du sagst zu deinem Kind: "Renn nicht auf die Straße!" Das Problem: In dem Alter überhören sie jedes "nicht" gekonnt, und das interessanteste Wort in dem Satz ist "Straße", was meinst du also, wo sie erst recht hinläuft #;-)... Sagst du aber: "Bleib auf dem Gehweg!" oder "Komm an meine Hand!", ist die Botschaft zwar die selbe, aber kommt eben auch richtig an. Verstehst du?

Ich kenne auch noch gut die Situation, ein protestierendes Kind im Wagen rumzuschieben. Habe das dann immer in Kauf genommen, weil die Alternative bedeutet hätte, ihr schlechtes Verhalten zu belohnen. Die Leute, die dumm gucken, können mir mal wo runterrutschen #:-p. Entweder hatten die selber noch keine Kinder oder sie haben schon alles vergessen!

Durchhalten, die Kinder werden klüger und kooperativer! #:-)

LG
Steffi

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...ach, vergessen: Bis Caroline so 1 1/2 war, hieß ich auch nur "Papa", Mama wurde verweigert. #:-p Inzwischen vermisst sie uns beide gleichermaßen, wenn einer fehlt. Und meine kleine Tochter entschädigt mich, indem sie sehr viel mehr an mir hängt und Mama sagt (mit gerade 1 Jahr) #;-). Jedes Kind ist anders und das darfst du nicht als Wertung verstehen.

7

Hey,

ich spalte mal auf dann ist es einfacher :-)

<<<Wenn's dich beruhigt - sie ist heute allgemein ruhiger und vernünftiger. Ich finde das Verhalten von Sophia altersgemäß und zwar lebhaft, aber nicht ungewöhnlich. >>>

Ungewöhnlich finde ich es auch nicht, wie gesagt ich finds ja gut das sie so aufgeweckt ist, nur erschwert es viele Dinge ungemein. Und im Endeffekt kommt ja hinzu das ich eben wirklich kein Kind kenne was ansatzweise so ist wie sie.

Viel schlimmer ist es nämlich oft wenn wir auf dem Spielplatz sind und ich mit einigen Müttern "diskutieren muss"

2-3 kommen auch aus meinem Bekanntenkreis.

Sie sind MEINER MEINUNG nach übervorsichtig. Sophia darf nciht ausprobieren. Andere Kinder bzw explizit diese haben Schiss vor ihr.. weil sieh alt so lebhaft ist... schrecken auf, oder jammern weil Sophia was weggenommen hat oder stürmischer auf sie zukommt und sie knuddelt.

Dann heißt es IMMER nur: Sophia nein, sophia lass sie mal..sophia sophia sophia...

ICH find es nicht schlimm. Klar hat man einen Beschützerinstinkt, ABER der sollte doch in den meisten Fällen nur greifen wenns gefährlich wird, nicht wenn sie sich um Spielzeug zanken oder einer mal etwas zimperlicher ist. Oder sehe ICH das falsch? Ich muss teilweise echt immer im Hinterkopf haben das Sophia Sachen tut die anderen Eltern nicht passen und das stinkt mir ehrlich gesagt. (ich hoffe das ist halbwegs verständlich rübergekommen)

Zumal ich 2 Bekannten Müttern schon oft gefragt habe was sie denn tun wollen wenn sie sich im Kindergarten um Spielzeug zanken...da sind sie schliesslic auch nicht zugegen und verteidigen ihr Kind permanent.

<<< Ich könnte dir höchstens sagen, dass du zu lange redest - wenn sie es schon schafft, Sachen aus den Supermarktregalen zu zerstören, dann greifst du zu spät ein. Vielleicht muss dein Tonfall an dem Punkt schon schärfer werden. Nicht schreien, aber nicht sagen "ich möchte nicht, dass" sondern etwas zackiger "Finger weg, Sophia, bevor du was kaputtmachst!" >>>

Das dachte ich mir schon und werde es mit vorgeschlagener Variante versuchen. Ebenso die Verneinungssache.... Leuchtet ein, aber manchmal fällt einem das einfachste nicht ein ;-)

Danke nochmal :-)

LG Thea

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Hallo,

na, da hast du ja ein ziemlich aktives, willenstarkes Kind.:-)Zum Thema weglaufen bzw. auf die Straße laufen, würde ich sagen, solange sie das macht als Konsequenz ab in den Kinderwagen Und wenn sie schreit und brüllt...egal, da muss sie durch, sie muss lernen, dass ihr Handeln Konsequenzen hat.Und wenn dich andere Passanten blöd angucken, sch*** drauf!
Zum Thema Möbel bemalen...das hat meine Tochter einmal gemacht, da war sie ca. 2 Jahre alt, ich hab ihr einen Lappen und Putzmittel gegeben und dann musste sie alles sauber machen(ich war natürlich dabei und hab aufgepasst, dass sie mit dem Putzzeug nichts Gefährliches anstellt).

Ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen helfen.

LG Yvonne

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Hey,

ich denke das mit der Konsequenz werde ich sowieso erstmal beibehalten müssen, was anderes bleibt mir leider erstmal nicht übrig... nur auf die dauer schlaucht es... das es nicht einfacher wird st mir klar, aber tagein tagaus ein schreiendes Kind ist leider nunmal nicht lustig und zerrt an den Nerven.

Zum Thema bemalen kann ich nur sagen das Sophia es sogar noch lustig finden würde zu putzen und extra weitermalen würde, weil sie es so lustig findet :-/

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Klar, ich glaube dir, dass es schlaucht, aber bleib stark!Es wird sich rentieren!
Mh, wenn deine Tochter das Putzen lustig findet, ist das natürlich blöd.Meine stand damals weinend vor dem Kleiderschrank, weil der Filzer nicht abging.

LG Yvonne

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Oh, ich hab noch viel mehr vergessen, was ich schreiben wollte.

Zum Möbel/Wände bemalen: Unsere Große hat es damals manchmal angefangen, was zu bemalen, und wir haben dann immer dasselbe erklärt - "gemalt wird nur auf Papier" und ihr ein Blatt gegeben. Das funktioniert bis heute! #pro Es sind keine Wände oder Möbel von ihr verziert worden bisher. Also immer drauf achten, dass sie immer an Papier kommt und begreift, dass nur darauf gemalt werden darf.

Und gefremdelt hat Caroline auch in den ersten 2 Jahren praktisch gar nicht. Wer sie nicht einfach angefasst hat, durfte immer auf ein Lächeln rechnen oder hätte sie irgendwo hinlocken können. Mir hat das nicht gepasst, man denkt ja an später und mit wem sie mitgehen würden... #:-( Dann fing sie an, sich die Leute sehr genau zu sortieren. Das kam dann von allein.

Und jetzt hab ich erst richtig mitgekriegt, dass ihr ohne den Papa lebt. Der ist also sozusagen eine Besonderheit im Vergleich zu ihrem Alltag. Klar, dass er dann einfach viel aufregender ist als du! Ihn entbehrt sie ja die meiste Zeit. Man sieht das sogar schon oft an Kindern, deren Papa arbeitet und abends erst nach Hause kommt. Mit Mama werden Konflikte ausgetragen, kommt der Papa durch die Tür, ist Mama abgemeldet und der Papa wird angehimmelt. Gerade bei Mädchen!

Kopf hoch. Soweit ich das aus deinem Text herauslesen kann, hast du ein Kind, das sich sehr gut entwickelt, klug ist und durchsetzungsfähig wird. Die kosten die ersten Jahre eventuell mehr Nerven. Aber wenn sie ihre Grenzen schon in jungen Jahren kennenlernen, müssen die vielleicht in der Pubertät nicht mehr so oft neu gesteckt werden. Ich sag mir immer, lieber ist es jetzt für kurze Zeit anstrengend, eine Grenze unmissverständlich festzulegen (manche ändern oder lockern sich ja auch noch mit der Reife des Kindes), als grenzenlose Kinder zu haben, die einem den Rest des Lebens auf der Nase herumtanzen.

LG
Steffi

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Hey, danke für das neue Posting... wirklich schön zu lesen :-)

Und ja der Papa ist nicht "mehr" bei uns...

Wir leben seit 8 Monaten getrennt (fast 9) und sie ist jedes Wochenende bei ihm...

Aber wie gesagt, danke nochmal für dieses liebe Posting, das tat echt gut....

LG Thea

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Hallo,

ich habe 2 Kinder. Der Große ist bald 16 und der Kleine auch 1 1/2. Mein Großer war auch immer sehr hummelig, überall dran und nicht zu halten. Der Kleine wird, so wie es aussieht, genauso.

Beim Großen hab ich daß nie als großes Problem gesehen, da ich mir immer dachte, besser ein lebhaftes Kind, daß an seiner Umwelt interessiert ist und teilnimmt als einen ruhigen Stubenhocker der immer brav in der Ecke sitzt und tut was man ihm sagt.

Nun, in der Schule wurde das Ganze schon zum Problem und nach einem Gespräch mit der Lehrerin gingen wir zu einer Esotherik-Tante, die ihm eine Farbtheraphie verpasste und er wurde wirklich merklich ruhiger. Heute ist er wie gesagt bald 16 und SEHR entspannt. Kein Hinweis mehr auf Hippeligkeit und dergleichen, eher im Gegenteil. Chillen und Relaxen sind angesagt...

Mein Kleiner hat auch Hummeln im A.... und mir schwant Fürchterliches...

Was ich jedoch bei beiden Kindern gemacht habe bzw mache, ist klare Vorgehensweisen durchzusetzen. Ein Herumlaufen im Supermarkt gab und gibt es bei mir nicht. Meine Kinder kannten es auch nie anders und von daher hatte ich nie Probleme. Meine Schwester lies meinen Neffen auch immer herumlaufen und es war ein derartiger Stress, daß ich mich ständig fragte warum macht sie das? Sie konnte nicht in Ruhe einkaufen, da der Kleine ständig verschwand und vor allem musste sie immer aufpassen, daß er nichts Zerbrechliches runterwarf. Sowas würde ich mir nie einführen!

Gut, bei dir ist es jetzt so. Das Rückgängig zu machen ist sicher schwer aber ich würde es auf jeden Fall probieren.

'....gleiches Problem im Bus...': Nimm sie nicht raus! Wenn sie quengelig wird, lenk sie mit Spielen ab oder sing ihr was vor. Aber lass sie im Kinderwagen!

Ich selbst kenne die Situation als Aussenstehende: Ich pendle täglich mit dem Zug zur Arbeit und täglich und im selben Wagon (nämlich dem ersten) fährt eine Frau mit ihrem Kind und ihrem Mann mit. Der Kleine ist zuerst ganz ruhig und irgenwann wird er unruhig und will raus. Anstatt daß die Mutter mit ihm spielt und ihn beachtet, plaudert sie weiter mit ihrem Mann und lässt den Kleinen aus seinem Wagen. Der Kleine rennt dann den Wagon rauf und runter, knallt sein Saftfläschchen gegen die Wände und ich empfinde es als Terror pur. Zum einen finde ich, es ist gefährlich, wenn der Kleine so herumrennt, zum anderen ist es eine (akustische) Zumutung, den andern Fahrgästen gegenüber.

Das ganze wiederholte sich tagtäglich und mittlerweile wechsele ich den Wagon wenn diese Familie zusteigt.

Meine Meinung: die Kinder müssen bei solchen Gelegenheiten im Kinderwagen bleiben und wenn ihnen langweilig wird, mit ihnen spielen, aber man sollte sie nicht befreien um 'Ruhe' zu haben.

Was du noch ansprichst, ist daß Deine Kleine auf fremde Menschen mit offenen Armen zuläuft. Damit hab ich zwar keine Erfahrung aber ich persönlich würde sie lassen. Sie ist in einem Alter in dem sie ständig beaufsichtigt wird und ihre natürliche Herzlichkeit ist doch etwas sehr Schönes. Es kann ihr niemand was böses tun. Wenn sie ein bischen älter wird, kannst Du sie immer noch darüber aufklären, daß sie vorsichtig sein muss und daß die Welt nicht nur gut ist. Bis dahin: lass ihr diese Herzlichkeit. So ein Sonnenschein ist für die Menschen doch ein wahrer Lichtblick im Alltag! Bestimmt erfreut sie damit viele Menschen und auch sie macht die Erfahrung: die Welt ist gut und ICH bin super!

DAS schadet ihr sicher nicht!
Alle Liebe!

15

Hallo Thea,

hm, also Merle ist ganz genauso. Ein "Nein" akzeptiert sie nicht mal eben so, nur weil man es streng sagt. Sie würde IMMER auf die Straße rennen - obwohl sie weiß, daß dort die Autos fahren. Einfach um auszuprobieren, was passiert.

Gefremdelt hat Merle übrigens auch nie so wirklich - vielleicht bei Männern etwas. Aber zu jedem hinrennen macht sie mittlerweile nicht mehr.

Stifte sind bei uns grundsätzlich außer Reichweite und sie bekommt lediglich einen Bleistift und auch nur unter Aufsicht. Sie weiß, daß nicht auf dem Tisch gemalt wird, hebt aber trotzdem ganz unauffällig mit einem Grinsen das Papier hoch und malt auf dem Tisch rum. Dann kommt ein: "Merle malt auf Tisch!!" :-p - tja, kurz nicht hingeguckt. Und nein, sie ist nicht blöde - ich glaube, sie kann nicht anders, es kribbelt in den Fingern, denn Verbotenes ist ja so verlockend! Tja, Konsequenz: Stift kommt weg - Tisch muß sauber gemacht werden. Macht sie auch, interessiert sie aber trotzdem nicht wirklich. Beim nächsten Mal das selber #augen. Sie würde auch die Wand anmalen, daher verweise ich sie meist auf ihre Magnet-Maltafel ;-).

Einkaufen ist bei uns genau das Gleiche. Wenn ich nicht viel Zeit habe oder gerade sowieso keinen Nerv drauf, dann bleibt sie im Wagen (wo sie zur Zeit das herumklettern und aufstehen entdeckt hat #augen), ansonsten darf sie auch mal laufen - aber sie muss in meiner Nähe bleiben. Was ich wieder ganz süß finde: Ich habe ihr immer wieder gesagt: Nicht anfassen, nur gucken!" Immer wenn ich jetzt beim Einkaufen etwas anfasse, sagt sie: Nein Mama, nicht anfassen - nur gucken!!!! :-p:-p:-p" Recht hat sie ja, wo liegt denn auch der Unterschied?????? Ich muß gestehen, wenn Merle anfangen würde, irgend etwas fallen zu lassen, würde sie in Zukunft im Einkaufswagen sitzen, bis sie etwas vernünftiger und einsichtiger geworden ist!

Merle ist übrigens auch ein sehr hippeliger Typ!

Was das "MAMA" sagen angeht, ich denke mal, daß der Papa vielleicht einfach "interessanter" ist, eben weil er nicht immer da ist. Wenn er sie nur am Wochenende sieht, dann hat er da auch bestimmt besonders viel Zeit für sie und nicht so viel Alltag, wie es normalerweise ja bei Mama ist. Das ist vermutlich wie bei uns mit Oma und Opa. Davon erzählt Merle auch immer super viel und oft sagt sie dann auch "Oma" zu mir. Vermutlich merkt sie aber schon, daß du gerne möchtest, daß sie mal "Mama" sagt und dann sagt sie es erst Recht nicht - wie du schreibst mit einem Grinsen im Gesicht. Das kenne ich von Merle auch.

Alles in allem konnte ich dir jetzt leider auch keine Lösungswege aufzeigen. Ich denke aber, du machst es aber ganz richtig so, wie du es machst. Ich habe auch schon oft an mir gezweifelt, wenn andere Kinder auf ein strenges "Nein" hören und die Dinge beim dritten Mal akzeptieren (nicht auf die Straße, keine Wände/Tische anmalen etc.). Kinder sind nun mal verschieden und mein Mann war als Kind genauso wie unsere Tochter jetzt. Aus ihm ist ein ganz lieber, netter und ruhiger Mensch geworden ;-).

LG Britta m. Merle (2 Jahre)

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