Vaterschaftsanerk. / Namenserteilung

Hallo
nachdem unsere süße kleine Tochter vor 2 wochen geboren wurde habe ich das Gefühl das unsere FB nun endgültig vor dem Ende steht.
Mein jetziger Partner lebt 500 km weg, als die kleine geboren wurde hat sie den Familiennamen von meinem Ex erhalten da mein jetziger noch keine Vaterschaftsanerkennung gemacht hat; damit ich alles erledigen kann Erz.Geld, usw. habe ich mir nun die Geburtsurk. geholt wo er natürlich nicht drin steht.
Ein normales Gespräch war am WE nicht möglich. Jetzt rief er an u. sagte am Do. kommt er u. dann will er die Anerkennung machen und die Namenserteilung !!! Er will auf jeden Fall nicht den Namen von meinem Ex für sein Kind (was ich auch verstehe) und wenn ich nicht zustimme geht er zum Anwalt. Ich habe der Dame schon erklärt das er mir jetzt dauernd droht mit Anwalt usw. und sie meinte wenn die Beziehung kriselt sollte ich den Namen nicht erteilen, da ich dann immer Probleme haben werde da mein erstes Kin d auch anders heißt.
Ich weiss das er ohne meine Zustimmung nichts machen kann, aber ich will auch keinen Streit. Aber ich weiss auch keine vernünftige Lösung mehr wie ich es nun am besten machen soll ? Ich hab das Gefühl das es ihm nur noch um den Namen geht / Ehre !!! und alles andere ist ihm egal.
Wer kann mir weiterhelfen ?

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Hallo!

Zuerst mal: Herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter!

Ich kann dir auch nur raten, gib der Kleinen nicht seinen Namen! So wie ich dich verstanden habe, gibt es für euch eh keine gemeinsame Zukunft mehr und möchtest du wirklich, daß dein Kind anders heißt als Du? Denk mal drüber nach, du und deine Tochter ihr werdet sonst immer wieder mit Fragen bombadiert, warum ihr verschiedene Namen habt. Gerade für Allein erziehende finde ich es schon wichtig, daß sie den gleichen Namen wie das Kind haben, um dem Kind noch ein bißchen ein Zusammengehörigkeitsgefühl/Familiengefühl zu vermitteln, und umsomehr wenn dann noch ein Kind da ist, daß deinen Namen hat.

Es ist schön, daß du eigentlich keinen Streit zwischen dir und deinem (Ex-)Freund willst, aber ich finde er geht zu weit und versucht dich ja schon zu erpressen. Laß dir das nicht gefallen. Laß ihn zum Anwalt rennen, davon hat er gar nichts, nur Kosten.

Denk an deine Kinder und an das was für sie das Beste ist (und das ist meiner Meinung nach ein gemeinsamer Nachname) und nicht daran, wie du es Deinem (Ex-)Freund am angenehmsten machst.

Den gleichen Rat kann ich dir auch wegen dem gemeinsamen Sorgerecht geben! Behalt das alleinige Sorgerecht, damit kannst du dir viele Probleme ersparen!

LG Claudia

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Wenn ihr nicht vorhabt demnächst zu heiraten (klingt ja nicht gerade danach) würde ich dem Kind auf gar keinen Fall seinen Namen geben, warum denn auch?

Selbst mein Neffe heißt momentan noch so wie meine Schwägerin, obwohl sie und mein Bruder vor der Geburt des (geplanten) Kindes schon jahrelang zusammenlebten. So weit ich weiß, hat mein Bruder deshalb nie Streß gemacht, dazu war er sowieso viel zu sehr mit wickeln beschäftigt ;-) Wenn sie nächstes Jahr heiraten und sie seinen Namen annimmt, kriegt der Kleine natürlich auch den Familiennamen.

Aber was soll Dein Kind mit dem Namen von einem 500 km entfernt lebenden Vater?

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Hallo!
Das Problem mit den unterschiedlichen Namen Deiner Kinder sehe ich grundsätzlich nicht. So etwas ist heute normal. Und wer damit ein Problem hat oder blöd fragt, der wäre der Depp, nicht Du!!! Da würde grundsätzlich einfach reichen, etwas über der sach zu stehen.
In Deinem konkreten Fall würde ich aber auch absolut abraten, dem Kind den Name des Vaters zu geben. Der ist weit weg, wer weiß, wann es mal für das Kind da ist. Dann muß es ganz bestimmt nicht seinen Namen tragen!!!
Und das Sorgerecht gib ihm bloß nicht!!!! Du kannst dann ja gar nichts alleine entscheiden und unterschreiben. So etwas ist immer - egal wie die Eltern noch zueinander stehen- total unpraktikabel im Alltag! Und er kann Dir ohne Sorgerecht auch weniger Streß machen, man weiß ja nie, wie sich die Herren nach einer Trennung dann so entwickeln....
LG
Anne

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Hi Anne!

>> Das Problem mit den unterschiedlichen Namen Deiner Kinder sehe ich grundsätzlich nicht. So etwas ist heute normal. Und wer damit ein Problem hat oder blöd fragt, der wäre der Depp, nicht Du!!! <<

Der "Depp" (so wie du es nennst) ist das Kind! Erwachsene können da ja drüber stehen, aber die meisten Kinder nicht!

LG Claudia

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Meine Kinder können damit leben, dass sie bis auf meine Älteste einen anderen Namen tragen.

Mein Jüngster war immer der Meinung, dass die anderen nur neidisch sind. (Auf unserem Klingelschild stehen zum Leidwesen der Postboten vier verschiedene Namen.)

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Hi danke für eure Antworten.
Ich denke mal es ist für Ihn nur eine Ehrenfrage bezügl. des Namens, da das Kind den Namen meines Ex-Mannes hat !!

Ich hab ihn gestern nochmals darauf angesprochen was sich ändern würde wenn das Kind seinen Namen trägt. Er meinte nur nichts !

Auch auf dem Amt haben sie mir gesagt das es einfacher wäre wenn das Kind so heißt wie ich; aber was macht man mit einem Mann der dann richtig wütend wird und man nicht mehr mit ihm reden kann ?? Erpressen lass ich mich nicht.
Und das alleinige SR werde ich auf jeden Fall behalten.

Ich kenn zwar auch einige die 2 Kinder haben von 2 Männern und jedes Kind den Namen des KV hat und es keinen Ärger gibt aber es ist schon blöd. Mal sehen was die Tage noch passiert er will ja kommen. Und mir graut schon sehr davor...

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Hallo,
natürlich ist es für euch viel einfacher, wenn das Kind deinen Namen trägt.
Ich habe nach der Geburt meines Sohnes den Fehler gemacht, weil wir heiraten wollten und uns dann doch nach 2 Jahren getrennt haben.
Der Kleine kommt nicht damit zurecht, wird furchtbar sauer wenn ihn jemand mit seinem Namen anredet, andere Kinder ärgern Ihn, weil nicht der Name der Familie auf der Busfahrkarte steht.
Ich muss mich ständig rechtfertigen, warum den mein Kind anders heißt wie wir anderen, beim Kinderarzt, im Kindergarten. Letzte Woche hab ich ein Sparbuch für ihn angelegt und sollte der Bank einen Nachweis bringen, dass ich auch das alleinige Sorgerecht habe. Ein riesen Teater, die Dame hat mir nicht geglaubt, dass es da nichts schriftliches gibt.
Aber es ist deine Entscheidung, mit der du noch eine Weile leben musst, die kann dir niemand abnehmen und ohne die Einwilligung des Vaters geht es auch nicht mehr rückgängig zu machen.
Also viel Erfolg
LG Bettina

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~Letzte Woche hab ich ein Sparbuch für ihn angelegt und sollte der Bank einen Nachweis bringen, dass ich auch das alleinige Sorgerecht habe. Ein riesen Teater, die Dame hat mir nicht geglaubt, dass es da nichts schriftliches gibt.~

Das hat rein gar nichts mit den unterschiedlichen Namen zu tun, sondern hat etwas mit der gesetzlichen Lage in Deutschland zu tun, denn ich musste auch durch das Jugendamt eine Erklärung vorlegen, dass kein gemeinsames Sorgerecht für meine Tochter (die meinen Namen trägt) besteht.

Meine Familie besteht aus vier verschiedenen Namen und wir leben alle wunderbar damit, das ist alles eine reine Einstellungssache.

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