Patchwork-Familien

Ich gehe auf die FoS. In Soziologie müssen wir demnächst ein Referat halt. Daher suche ich jetzt Infos über Patchwork-Familien.
Fragen, die mich ganz besonders interessieren, wärem zum Beispiel, wie die Kinder mit dem "neuen Papa" oder der "neuen Mama" klarkommen und umgekehrt.
Welche Probleme haben vor allem die Kinder mit dem neuen Elternteil? Wie sieht die emotionale Verbindung zum biologischen Elternteil aus, welches "ersetzt" wurde? Wirkt der neue Elternteil aktiv an der erziehung der Stiefkinder mit?

Über einige Antworten würde ich mich sehr freuen.

LG
Susa

1

hi du
ich bin alleinerziehnde mutter. ich halte nichts von patchwork familien. in der regel höre ich aus dem bekanntenkreis, dass er mehr schatten als sonnenseiten gibt. ich möchte nicht, dass ein fremder mann in unser leben tritt und dann auch noch in der erziehung meines sohnes rumfuscht.
es gibt aber sicher auch familien, in denen das modell gut funktioniert.
lg

2

Deine Haltung kann ich absolut nicht verstehen!
Wenn du diesen "fremden Mann" liebst und für gut genug hälst, dein Partner zu sein, ist er nicht gut genug, zur Erziehung deines Kindes beizutragen?
Dann lass Deinen Sohn aber um Himmels willen nicht in den Kindergarten, denn dort könnte er auch von "Fremden" erzogen werden.

Du bist sehr egoistisch mit dieser Einstellung!

gruß,

Ariane

3

mhm
das ist aber meine einstellung. ich halte nichts davon. leider geraten solche modelle zu oft aus den fugen. zudem bin ich in erster linie für das wohl meines kindes verantwortlich. und daher halte ich es für falsch, dass eine fremde person (sprich mann) sich einmischt. das mag zwar egoistisch sein, aber für meine person vernünftig. mein sohn hat einen vater, auch wenn sich dieser nicht um ihn kümmert und da muss kein ersatz her. im grunde geht es doch nur um die libido der mutter. die kinder bleiben doch eh nur auf der strecke. so sehe ich das ganze. das will ich meinem sohn ersparen.

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17

Sorry, wenn das jetzt ein bisschen hart klingt. Aber ich wollte Erfahrungsberichte haben, die mir bei meinem Referat weiterhelfen und keine Diskusion wer einen Fremden in die Familie lässt und wer nicht. Das hilft mir ehrlichgesagt nicht weiter......

Greetz Susa

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Mach deine Arbeit doch lieber selber! Wenn andere schon so nett sind zu antworten, kannste wenigstens danke schreiben, ob dus nun gut findest oder nicht.


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moin
susann,

zu einer patchworkfamilie gehören am anfang fermde personen dazu.;-)

so ist es halt in urbia.;-)

meine meinung zu patchworkfamilie ist auch negativ angehaucht da ich pers. erfahrungen gemacht habe, die eher schockierend waren als positiv sind.

es gibt alleinerziehnde frauen, die auf sicherheit (versorgung) bestrebt sind, was mit liebe, geborgenheit usw. nichts zu tun hat.
anno toboac habe ich mütter kennen gelernt, sorry, das nicht unbedingt das gelbe vom ei war.

dann gab es situationen, daß sich zwar die kinder vertragen haben, wir eltern jedoch feststellten, daß wir selbst keine richtige beziehung aufbauen konnten.

dann gab es situationen wo wir als partner auf der gleichen wellenlänge waren, die kids sich absolut nicht vetragen haben.

dann wiederum die situation bei streit unter den kinder, daß die eigenen kinder immer unschuldig sind.

es können erziehungsprobleme auftauchen, da die elternteile veschieden ansichten haben, es ist mein/e kind/er du hast dich nicht einzumischen usw.

antworten von kindern wie:
"du hast mir nichts zu sagen, du bist nicht meine mutter/vater!" können zur standartaussage werden.

kurz um, eine patchworkfamilie kann nur gut funktionieren, wenn alle beteiligten an einem stang ziehen.
ist meine meinung.

grüßle
wolf





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Hallo Susa,

Fragen, die mich ganz besonders interessieren, wärem zum Beispiel, wie die Kinder mit dem "neuen Papa" oder der "neuen Mama" klarkommen und umgekehrt.

Mein Sohn ist jetzt knapp 11 Monate alt und ich habe meinen Partner kennengelernt, als er 6 Monate alt war.
Der Kleine hat eine super Bindung aufgebaut und freut sich sehr, wenn mein Freund von der Arbeit kommt.
Mein Freund ist ebenfalls ganz vernarrt ins Baby und hat überhaupt kein Problem damit, dass es nicht seine Genetik ist.

Welche Probleme haben vor allem die Kinder mit dem neuen Elternteil?
Das fällt natürlich bei uns aufgrund des Alters weg.

Wie sieht die emotionale Verbindung zum biologischen Elternteil aus, welches "ersetzt" wurde?

Der biologische Vater kommt regelmäßig zu uns und spielt mit dem Kleinen. Er erkennt ihn schon als bekannte Person, wie es sich weiterentwickelt muss man abwarten.

Mein Sohn soll schon wissen, wer sein leiblicher Vater ist.
Mein Freund ist der soziale Vater.

Wirkt der neue Elternteil aktiv an der erziehung der Stiefkinder mit?
ja
Wenn es auch zur Zeit noch nicht so viel zu erziehen gibt.

Viele Grüße
awk

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Hallo Susa,

wir sind ein ziemlich bunt gemischter Haufen.
Dazu gehören:
Ich(36)
meine beiden Töchter (5+9)
mein Lebensgefährte (41)
mein zukünftiger Ex-Mann (39)
die zukünftige Ex-Frau meines Lebensgefährten (38)
die Tochter der Beiden (8)
der Lebensgefährte von Ihr (43)

Meine beiden Töchter leben bei mir und meinem LG. seine Tochter lebet bei seiner zuk. EX und ihrem LG. Mein zukünftiger Ex lebet in unserer Nähe.
Wir sind alle gut miteinander befreundet und unterstützen uns in Sachen Betreuung und Erziehung alle untereinander. bei irgendwelchen Feierlichkeiten oder Familienfesten sind wir immer alle zusammen und machen auch gemeinsame Unternehmungen.
Die Kids haben jeweils zu ihren biol. Vätern wie auch zu den vorgesetzten Vätern eine innige Beziehung. Auch die Kinder untereinander könnten sich nicht besser verstehen, wenn es wirklich Geschwister wären.#freu

Das hört sich jetzt alles so rosarot an, war aber in wirklichkeit ein ganz schön steiniger Weg, bis wir uns alle dem Wohl der Kinder zugute so zusammengerauft hatten.#schwitz

LG
mupsel

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