Was passiert mit ihr?

Ich hab mal eine Frage, seit gut einer Woche weis ich nun das ich einen Hirntumor habe, ob gut oder bösartig kann man jetzt noch nicht sagen da noch einige Tests ausstehen.
Der vater kümmert sich immer nur sporadisch um unsere Tochter. Auch nimmt er regelmäßig Drogen und wurde mir gegenüber schon handgreiflich. Was passiert mit ihr falls es hart auf hart kommt? An wen kann ich mich wenden? Kann ich einem Vormund bestimmen wenn ich das alleinige Sorgerecht habe? Sie ist 1 1/2 Jahre alt und ich und meine Mama sind die Hauptbezugs Personen für sie.
Kann mir jemand bitte ein paar antworten geben?

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Hallo..

Melde dich am besten ans Jugendamt, dort wirst du gut beraten werden.

Ich wünsche Dir alles Gute und drücke die Daumen, dass es sich um einen gutartigen Tumor handelt..

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Auf jeden Fall mit deiner Mutter sprechen.
Traut sie es sich zu? Wenn ja, informiert euch beide beim Jugendamt, fragt einen Anwalt, was wie wo zu hinterlegen ist. Was hilfreich ist, wenn deine Mutter es machen möchte und kann.

Welche Form das alles haben sollte. Z,B. notariell beglaubigt?
Was bei deiner Mutter geprüft wird?
Worauf sie sich einstellen sollte.

Geht ihr gemeinsam zum Anwalt oder fragt gemeinsam nach, kennt er euch zusammen.

Möglichkeit wäre noch eine Pflegefamilie.
Je nachdem was dir an Krankenhaus bevorsteht, wäre die Überlegung, das schon mit dem Jugendamt zu besprechen.
So, dass dein Kind schon "eingewöhnt" werden könnte und du Zeit mit ihr verbringst.

Stehen die Prognosen gut und es ginge dann nur um die Krankenhausaufenthalte, dann auch mit dem Jugendamt regeln, dass deine Mutter das übernimmt. Vollmachten für Arztbesuche (Kind) und was deine Mutter in der Zeit entscheiden darf.

Bzw. wenn deine Mutter diese Zeiten nicht abfangen kann, fragen wegen Pflegefamilie.
Es gibt die Möglichkeit, dass Pflegefamilien Kinder bei Krankenhausaufenthalten nehmen und die Kinder dann zurück zur Familie kommen, sobald dies gesundheitlich wieder machbar ist.

Evtl. vorher mit einem Anwalt sprechen, der sich damit auskennt.

Auch caritative Beratungsstellen können Tipps geben.
Hospize evtl. auch. Auch wenn die Prognose gut ist, so haben sie vielleicht Erfahrung und kennen sich in der Region aus, wer weiter helfen kann.

Beratungsstellen kennen evtl. Adressen, Ansprechpersonen in der Region.
WER beim Jugendamt ist zuständig, sinnvoll. So, dass ihr nicht durch die Gegend geschickt werdet.

Caritas, Diakonie, evtl. Müttergenesungswerk, Vdk (dieser kann auch bei anderen Dingen sinnvoll sein), krichliche, Pflegeberatung

Hilfe hängt oft vom Menschen ab und nicht von der "Kette" (wie die Stelle heißt).


Besprich zuerst mit deiner Mutter, was sie zu tun bereit ist, was sie kann, was sie sich zutraut.
Dann lasst euch gemeinsam beraten. Auch zu Vollmachten, Patientenverfügung und und und.
Dann bringt es / lasst es so formulieren und in bürokratische Form bringen, damit es rechtlich gut abgesichert ist, soweit es machbar ist und euch entlastet, weil es vorbereitet ist. Das gibt Kraft und Platz.

Ich wünsche dir viel Kraft
tolle Menschen
Menschen, die echt Ahnung, Wissen und Erfahrung haben, was sie tun
und euch wirklich unterstützen.

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Hallo!

Erstmal möchte ich dir sagen, dass ich hoffe, dass es sich um einen gutartigen Tumor handelt und dass du sehr schnell wieder gesund wirst!

Dann würde ich an deiner Stell erstmal mit deiner Mutter sprechen. Weiß sie schon davon?

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Es tut mir sehr leid für Dich und ich wünsche Dir das BESTE!

Zu Deiner Frage: ich hatte die Frage bereits selbst einmal ans Jugendamt gestellt - man sagte mir beim gemeinsamen Sorgerecht geht das alleinige Sorgerecht automatisch auf den Vater über in so einem Fall. Man hat hier dann keinerlei Möglichkeiten etwas zu verfügen.

Da Du jedoch wenn ich das richtig lese das alleinige Sorgerecht hast, kannst Du eine Verfügung treffen. Wende Dich da wie meine Vorrednerinnen schon schrieben nach dem Gespräch mit Deiner Mutter am besten ans Jugendamt.

Es werden ja vermutlich auch KH-Aufenthalte / Reha anstehen - für den Fall solltest Du auch vorsorgen. Eventuell Vollmachten für Deine Mutter ausstellen z. B. für medizinische Themen falls da etwas sein sollte usw....oder auch wenns um Dinge wie Unterschriften bei Banken/Versicherungen usw. geht.

Es betrifft ja auch DICH selbst falls Du eine Zeit lang außer Gefecht bist. Da bringen entsprechende Vollmachten auch etwas. Und sei es nur um mal Geld vom Konto für Dich zu holen oder eine Rechnung zu bezahlen, bei der Krankenkasse etwas zu beantragen usw. Das war grade noch so ein Gedanke von mir....

Alles Gute für Dich
Martina

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Vielen lieben dank für eure ganzen Lieben antworten! Auch danke für die ganzen hilfreichen Tipps! Ich hab bereits einen Termin ausgemacht zum erst Gespräch.

Vielen dank auch für eure Genesungswünsche. Ich wünsch euch allen nur das beste❤️

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Wünsche dir das BESTE und hoffentlich ist es ein gutartiger.

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Sollte ein Elternteil mit gemeinsamer Sorge den 18. Geburtstag des Kindes nicht erleben geht die alleinige Sorge ohne Anruf des Familiengerichtes auf den überlebenden Elternteil.

In allen anderen Fällen wird bis zur Familengerichtlichen Entscheidung von Amtswegen ein Vormund bestimmt.
Natürlich wird hier überlegt wie, ob und mit welcher Hilfe und welchen Mitteln das andere leibliche Elternteil die Sorge für das Kind übernehmen wird.
Bevor, aus welchen Beweggründen des verstorbenen Elternteils auch immer, eine andere Person Vormund wird, wird geprüft in welcher Form dies durch einen leiblichen Elternteil möglich ist.
In eurem Fall würde der Großmutter aber wohl ein Umgangsrecht eingeräumt werden.
Da sich der Vater aktuell nicht kümmert, ist es fraglich ob er im Fall der Fälle von seinem Recht gebrauch machen würde.
Oft ist wie in deinem Sachverhalt regelmäßig so, dass die Großeltern Vormund des Kindes werden und mit einem Anwalt welcher sattelfest im Verfahrensrecht ist, für die Betreuung des Enkels als Pflegestelle geführt werden können und dann auch Pflegegeld beziehen können.
Trotz und alledem ich wünsche dir das Beste und ganz viel Gesundheit!

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