Kann mir hier eine mami helfen,thems Wechselmodell

Stimmt das ,dass Familiengericht das mittlerweile ganz gerne sieht das kinder im wechseln bei trennung bei Mutter und Vater leben ?

Auch wenn zum Beispiel ich als Mutter das nicht möchte ,dieses Wechselmodell?

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Das kommt auf die Umstände an. Die Wohnorte müssen nah beieinander liegen etc.
Solange nichts schwerwiegendes dagegen spricht, hat der Vater gute Chancen es zu bekommen. Ein einfaches "ich will das nicht" der Mutter reicht nicht als Gegenargument.

LG

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Ja, weil es nicht darum geht, was Du willst, sondern was das Kind braucht. Und wenn dann beide Eltern erziehen wollen und nicht nur Wochenendeltern sein wollen, dann ist es meist so, dass beiden auch eine gleichberechtigte Chance dazu gegeben wird, sprich 50:50 Sorge, Wechselmodell. Dann hat das Kind weiterhin beide auf eine Art, die nicht nur eine Art Stipvidsitite oder Besuch ist. Es ist eben euer beider Kind und nicht nur deins. Allerdings ist die Vorraussetzung eine gewisse Wohnortnähe beider Parteien, damit das Kind in die selbe Kita / Schule gehen kann. Weiter wegziehen mit dem Kind ist bei gemeinsamer Sorge eh nicht ohne Zustimmung und Vereinbarungen zur Regelung des Umgangs zulässig. Wenn der Vater des Kindes also um seine Rechte kämpft und dich nicht einfach sonstwohin ziehen lässt und für das Kind erreichbar bleibt, dann wird das Kind auch bei Trennung ein gemeinsames Projekt bleiben.

Wir leben im Wechselmodell. Es gibt sicher Aspekte, die daran schwierig sein können, allerdings sind das ausnahmslos Faktoren, die etwas mit dem Willen zur Zusammenarbeit und einer Reife miteinander vernünftig umzugehen außerhalb der Beziehung zu tun haben. Das erste Jahr ist noch sehr von den Verletzungen der Trennung geprägt und meistens schwierig, aber wenn man sich dann 50:50 abgestimmt und einhgegroovt hat, kann jeder sein Leben so leben wie er möchte und das Kind wechselt einfach zwischen den beiden Welten und beide kümmern sich. Bei uns funktioniert das sehr gut. Die Trennung war für unser Wechselkind schlimm genug, umso größer die Erleichterung sich nicht für eine Seite entscheiden zu müssen, beide zu haben, nur eben bloß abwechselnd, dadurch Kontakt zu beiden Familienseiten mit Omas, Tanten etc. alles wie gehabt, in der gewohnten Kita / Schule. Wenn ihr natürlich nur zankt wie die Spatzen dann kann euch kein Modell helfen. Am Ende sollte man an seine Kinder denken und die wollen meist beide lieben und brauchen beide.

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Achja, wenn er das Wechselmodell möchte und du es verweigert und ihm das Kind vorenthältst, Absprachen brichst oder dich sehr unkooperativ zeigst und das vor Gericht geht und die das mitbekommen, übertragen Gerichte gerne das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht an den Elternteil der eine gleichberechtigte Zusammenarbeit möchte. Es wäre also möglicherweise sehr dämlich der Part zu sein, der es rigoros verweigert.

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