KV will zumutbaren Umzug verhindern!? Was tun?

Hallo,
ich bin vom KV meiner 2 Kinder geschieden.
Damals 12/16 musste ich schnell ausziehen und habe die
nächstbeste Wohnung, aber in Richtung meiner Heimat,
angemietet.
Mit dem neuen Partner wurde 11/2017 ein Hausbau begonnen, leider ohne vorher das tägliche Zusammenleben zu testen (Montagearbeit). Seit 06/18 wohnten wir dann täglich zusammen. Leider sind Probleme entstanden zw.
meinen Kindern und meinem neuen Partner, sodass ich mich nach vielen fruchtlosen Gesprächen dazu entschlossen habe, wieder allein zu wohnen. Ist seit 2 Monaten so...
Durch Corona muss ich leider seit ein paar Monaten Spätschicht arbeiten (vorher nur Frühschicht) und mein Vater
muss nun 33 km anreisen um nach den Kindern zu sehen.
Er muss bis ca. 24 Uhr warten bis ich heimkomme, was auf Dauer unzumutbar ist.

Nun ist dieses Jahr eine für mich mietfreie Etage/Wohnung im Haus meines Vater frei geworden und ich möchte nun mit den Kindern dorthin ziehen. Aber mein Exmann macht den totalen Affenaufstand und will dies mit allen Mitteln verhindern.
Laut Jugendamt hat er keine Chance, da ich ja die Situation
verbessern möchte damit.
Die Kinder bekommen dort größere Zimmer, ein größeres Bad, ein Garten hinterm Haus, eine funktionierende Heizung und einen Babysitter mit im Haus. Außerdem wohnt fast meine ganze Familie mit im Ort (Cousins und Cousine der Kinder).
Die Kinder möchten auch gern umziehen, da sie den Opa sehr mögen, haben nur verständliche Bedenken wegen Schulwechsel und neue Freunde finden...

Ein Gespräch beim JA mit dem KV ist geplant.
Aber ich will doch nicht deswegen vor Gericht!?
Ich verstehe meinen Ex nicht!? Was soll das!?

In der Ehe hat er immer die Beziehung zu meiner Famile/Freunden boykottiert und wollte nicht nach Dunkeldeutschland (Osten) fahren...

Reden kann man gar nicht mit ihm,
er rastet immer gleich aus und wird beleidigend.

Ich bin echt am Ende mit den Nerven...😢

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Und wer entscheidet, dass es zumutbar ist? Über 60 Kilometer ist ein ganz schönes Stück.

Im Normalfall, wenn du die Entfernung schaffst, wirst du die Kinder auch bringen bzw holen müssen. Da du schreibst, dass es zumutbar ist, dürfte das kein Problem sein!

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Sorry, aber es geht hier auch darum,
dass ich weiter arbeiten gehen kann.
Und nein, ich kann sie nicht bringen, weil ich arbeiten muss am Freitag!

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Dann erkläre das mal dem Kadi...
Der entscheidet das dann

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Wie weit willst du denn wegziehen? Und was würde sich für den KV bzgl. des Umgangs ändern?
Nimmt er momentan den Umgang wahr? Jedes 2. WE und eine Übernachtung dazwischen?

Wenn er so dagegen ist, dann kann er ja nur das Argument ziehen, daß sein Umgang dadurch boykottiert wird. Ist das so?

Es kann passieren, daß Du die Kinder dann zum Umgang bringen und holen mußt, wenn Du die Entfernung schaffst.

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Ja, er nimmt den Umgang war, was ich auch nie boykottiert
habe.

Er müsste, wie im Text steht, 33 km weiter fahren um sie abzuholen...

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Ok, mir war nicht klar, daß er jetzt gar keine Anreisekilometer hat.

Im schlimmsten Fall könnte er wegen der 33 km meckern, daß er die nicht fahren will. 33 km sind für mich gefühlt aber nicht die Welt, ich weiß ja nicht, wie lange man da fährt. Könnte aber passieren, daß Du dann fahren muß, als worst case, falls er wirklich vor Gericht geht.

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Naja, jeder definiert "zumutbar" anders.

Nur muss er einen Plan haben. Ein Schulwechsel spielt eher ihm in die Karten, aber könnte er denn die Kinder betreuen?

Wie sind die 33km denn fahrbar? So dass die Kinder das irgendwann auch allein könnten? Ist sicher nicht die Welt, aber ich finde das auch nicht wenig und im Zweifel müsstest du die Kinder bringen, kannst du das?

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Dass die Kinder zu ihm gehen, kommt nicht in Frage.
Das wollen sie auch gar nicht.

Er hat eine neue Partnerin und die Kinder bekommen die 2 Kinder von ihn immer mit in ihre alten Zimmer gelegt, obwohl die Neue ein eigenes Haus hat. Also 0 Privatsphäre...

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Die Kinder von ihr...

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ich würde versuchen möglichst freundlich und ruhig die lage mit ihm beim JA zu besprechen, sodass er sich weniger vor den kopf gestoßen fühlt. betone die vorteile für die kinder mit platz, zimmer, betreuung usw.
das JA wird da nichts dagegen haben, wenn die betreuungssituation dadurch besser wird. und 30km sind wirklich okay. ich denke nicht, dass du was zu befürchten hast. wenn er sich mega aufregt und laut wird, steht er schlecht da und du eben nicht. lass dich bloß nicht auf streit & provokationen ein.

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Ich habe mich ja vorher beim JA erkundigt
und laut der Bearbeiterin spricht nichts dagegen...

Verstehe nicht, warum er immer gegen alles ist,
aber das war ja in unserer Ehe schon so...🙁

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Nun ja, es geht um 30km mehr. Heißt Freitag hin und zurück = 60km mehr und das ganze am Sonntag gleich nochmal. Macht unterm Strich 120km an einem Wochenende mehr für den Vater = ordentlich Zeit und Geld würde ich sagen.

Was die nette Dame vom Jugendamt dazu meint, ist im Übrigen völlig nebensächlich. Deren Meinung ist nicht bindend und hat keinen Bestand.

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Kannst du ihm die Kinder dann immer bringen und sie wieder holen ? Oder dein Vater ?
Du kannst ja nicht verlangen, dass der Kindsvater das immer machen soll.

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moin,

das JA sieht keine Probleme, du hast dort ne komfortable Betreuungssituation, für deinen Job ist es besser, Familienanschluss, es gibt nen Garten...mach es!!

Vereinbare ein Gespräch beim JA zusammen mit dem Ex, biete ihm zur Not an, dass du die Kinder ab und an bringst (aber nur zur Not), sei kooperativ, biete lange Wochenenden für den Umgang an (da hat er mehr Umgang fürs Fahren). Wenn er den Termin nicht wahrnimmt gehe direkt zum Familiengericht.

Und auch wenn er auftaucht und deine Angebote ins Leere laufen ist dein Kooperationswille dokumentiert und du gehst vor Gericht.

Dass du automatisch verpflichtet bis, die Fahrerei zu übernehmen ist vollkommener Blödsinn. Es mag im Einzelfall so sein, dass Gerichte entscheiden, dass du dem Vater entgegenkommst oder die Kinder zum nächtgelegenen Bahnhof fährst aber das wars auch schon.
Und dafür müsste es auch erstmal vor Gericht gehen, denn niemand anders kann das bestimmen.

Dein Ex nicht, das JA nicht und die user hier schonmal gar nicht.

Viel Erfolg

WW

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Huhu,
Das ist ein Thema, welches meine Familie auch hart trifft.
Die Kindsmutter ist mit dem ok meines Partners zum studieren verzogen. 150km entfernt. Mit dem Angebot , das Kind alle 2 Wochen in der Mitte zu übergeben/ übernehmen.
Das ist genau einmal geklappt, nun ist sie höchstens bereit alle 4 Wochen dies zu leisten. Die hat angeblich kein Geld dafür ( bekommt aber ohne Murren Unterhalt ). Es wird nur am Kontakt zum Vater gespart, andere Reisen/ Aktivitäten nimmt sie wahr.
Letztens hat sie es sogar geschafft, dass der Vater komplett fährt zum treffen, also 2x300km, was für ihn echt eine Zumutung war.

Alles in allem hätten wir kein Problem gehabt, das Studieren unter den angesagten Bedingungen zu unterstützen. Dass es sich nun für uns so negativ darstellt, ist sehr belastend. Wir vermissen den regelmäßigen Kontakt sehr.

30 km finde ich echt nicht viel, und es hat so enorme Vorteile für dich. Vielleicht könnt ihr euch auf bring/abholszenarien einigen. Wie z.b. der Vater macht es Freitags, du bzw der Opa Sonntags.
Auch wenn du Entfernung schaffst, bin ich der Meinung, nur der Vater muss sich eigentlich im die Treffen kümmern. So wurde es jedenfalls bei uns mittlerweile angedeutet, dass sie ja gar nicht muss.

Lg

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"Auch wenn du Entfernung schaffst, bin ich der Meinung, nur der Vater muss sich eigentlich im die Treffen kümmern. So wurde es jedenfalls bei uns mittlerweile angedeutet, dass sie ja gar nicht muss."

Muss sie auch nicht, da bei euch der Vater dem Umzug zugestimmt hat. Bei der TE möchte der Vater aus nachvollziehbaren Gründen (4 mal 33 km pro Wochenende) nicht zustimmen. Wenn man das dann einfach trotzdem macht, dann entscheiden Gerichte schon des öfteren so, dass man dann selbst die 4 mal 33 km zurücklegt (oder zumindest eine Strecke) oder die Kosten tragen muss. Wie die Dame da vom Jugendamt meinen kann, dass das alles kein Problem wäre weiß ich nicht.

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Huhu!
Wer Umgang hat, der muss die Kinder holen und bringen. 33 km sind absolut zumutbar und mit einem Auto schnell gefahren. Er könnte die Fahrtkosten anrechnen aber ich seh es mal so

Es sind eure Kinder und kein Kundentermin!

Wenn man mal überlegt, für welch unnötiges Zeug man so Geld zum Fenster hinaus wirft....finde ich die Spritkosten absolut richtig investiert.

Du verbesserst nicht für dich allein die Situation, sondern für deine Kinder! Mach dir keinen Kopf. Die Kinder haben vermutlich ihren Lebensmittelpunkt bei dir. Also, schau wie es für euch am schönsten ist.

Und alle anderen hauen hier mal wieder gerne einfach nur drauf, was?!

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