Umgang nach Geburt?

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe es mag jemand seine Erfahrungen teilen. :)

Bin aktuell schwanger und der Vater des Kindes hat mich verlassen, will sich jedoch kümmern wenn das Kind da ist.

Wie habt ihr es nach der Geburt gemacht? Das Kind kann ja nicht sofort zum Vater über Nacht? Ist der Vater dann immer ein Paar Stunden vorbei gekommen? Mit dem Kind spazieren gegangen?

Momentan - eventuell auch weil es noch recht frisch ist kann ich in diesem Fall irgendwie keine gescheite Lösung in meinem Kopf stricken. Er soll das Kind unbedingt sehen, ich will es ihm nicht verweigern, aber wie löst man es am besten?

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Bei gestillten Kindern wird es häufig so gemacht, dass der Vater an abgesprochenen Tagen 1-2 Stunden vorbei kommt. Kürzer, dafür mehrmals pro Woche, so dass der Abstand nicht zu lange ist. Sinnvoll sind feste Tage/Uhrzeiten, so dass alle Beteiligten, die andere Zeit für sich planen können.
Dabei ist natürlich zu beachten, dass er von der Arbeitszeit her nicht immer kann und das Baby abends auch mal müde oder quengelig ist. Es sollte also nicht gerade mitten in der Stillstunde sein, wo er nur zugucken kann. Am Wochenende vielleicht nicht gerade während des Mittagschlafs.
Wenn das Baby dann mal schläft, ist es Pech. Wenn sich der Rhythmus verändert, sollte man absprechen können, dass er dann eben etwas früher oder später kommt.

Je nachdem wie es klappt, kann man das ja ausweiten, Spazieren gehen oder so.
Bei Flaschenkindern kann er auch selbst mal das Fläschchen geben oder lernen wie das zubereiten geht.
Extra nur deswegen abstillen muss aber nicht sein.

Wenn er das Kind möglichst bald zu sich nehmen möchte, dann wäre es sinnvoll, wenn er auch früh die Aufgaben gut kann. Fläschchenzubereitung, wickeln und so. Also dass er beim Umgang nicht nur der Besuchspapa ist, sondern auch direkt Aufgaben übernehmen kann, damit er eine Routine entwickelt.

Wenn ihr euch Trennung gut versteht und es ok ist, dass er bei dir zu Hause ist, prima.
Wenn nicht, kann es hilfreich sein, wenn ihr euch außerhalb trefft oder so. Dann könnt ihr aber auch beim Jugendamt um Rat fragen. Wie können sich Umgänge sinnvoll gestalten lassen. Im Sinne des Kindes.
Dort kannst du auch schon vor der Geburt fragen. Du bist schwanger, möchtest ihm den Umgang gut ermöglichen, weißt aber nicht, wie das sinnvoll sein kann. Das zeigt Verantwortung.

Auch profamilia, caritas und co. haben manchmal Ideen oder wissen, wer bei euch im Landkreis zuständig ist und wen man fragen kann.

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Lieben Dank für die Tips, das hat mir wirklich schon sehr geholfen :-)
Ich denke ich werde mich mal beim Jugendamt um einen Termin kümmern, früher oder später müssen wir uns ja sowieso um die Vaterschaftsanerkennung usw kümmern, dann kann ich mich darüber auch direkt informieren.

Vielen Dank nochmal :-)#klee

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Wie die Vorrednerin schon sagte, mehrere kurze Treffen, vorzugsweise bei Dir oder in einer sicheren Umgebung, mit Dir dabei.

Bitte beachte, daß Babys die ersten 8-9 Monate eine sehr enge Bindung zur Mutter haben und eine Übernachtung woanders nicht unbedingt dem Kindeswohl entspricht.

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Ja, das sagte mir mein Gefühl auch das es wahrscheinlich so im ersten Jahr schlecht möglich ist, das Kind über Nacht weg zu geben, aber ich war mir nicht sicher ob es nur in meinem Kopf keinen Sinn macht oder das wirklich schwer möglich ist :)

Danke!

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hey!

Mein Sohn ist nun 8 Wochen alt. Er hat keinen festen Rhythmus- daher könnte ich Besuchern gar nicht sagen, wann sie ihn wach erleben oder wann er gestillt wird.
Am besten sind Besuche tagsüber. Abends ist er oft unruhig und verarbeitet die Erfahrungen vom Tag.
Ich könnte niemandem meinen Sohn zum spazieren gehen mitgeben, weil eben nie klar ist, wann er gestillt werden will. Außerdem schreit er im Kinderwagen und will lieber in die Trage.
Bedenke auch, dass sich dein Kind an den Papa gewöhnen muss- es wird ja nichtmal die Stimme kennen.

Liebe Grüße
Schoko

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Hey,

ja. Wahrscheinlich kann man wenig vorher schon planen, aber man kann immerhin absprechen, dass der Papa vielleicht täglich vorbei schaut und dann muss er halt mal eben sich gedulden falls gestillt werden muss oder sowas.

Ja, das ist mir klar das das Kind sich an den papa gewöhnen muss - deshalb mache ich mir ja solche Gedanken, weil ich unbedingt will das das alles so funktioniert... :-)

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