Kindsvater

Hallo!
Muss meinen Ärger Luft machen:
Der Kontakt zum Kindsvater ist nicht besonders. Er zahlt widerwillig Unterhalt. Bei meiner Tochter entsteht jetzt leider Mehrbedarf. Sie braucht eine besondere Behandlung. Normalerweise werden die Kosten entsprechend dem Einkommen aufgeteilt. Ich hatte dem Kindsvater aber zu meinem Nachteil angeboten, dass wir Halbe Halbe machen könnten.
Darauf hin schrieb er zurück, was mir einfallen würde und überhaupt die Frechheit besitzen würde auf die Idee zu kommen danach zu fragen. Er würde keinen Cent Mehrbedarf bezahlen. Wenn ich mit dem Unterhalt, den er bisher bezahlt, nicht zurecht kommen würde, dann wäre das meine Schuld. Weiter beschimpfte er mich über etwaige Vefehlungen in der Erziehung, die ich angeblich falsch gemacht hätte usw.
Was soll ich nun machen? Anwalt beauftragen? Muss ich mich beschimpfen lassen?
Wer hat Erfahrung mit solchen Exmännern?
LG

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Wie regelt ihr den Unterhalt bisher?
Beistandschaft Jugendamt? Dann dorthin wenden.

Es gibt einen Titel und den zahlt er hin und wieder und du regelst den Papierkram?
Dann würde ich mir einen Anwalt suchen oder beim Jugendamt nachfragen, wie das mit Beistandschaft ist.

Wenn es bisher über Anwalt lief/Gericht lief, würde ich mich wieder an den Anwalt wenden. Ggf. an einen anderen, wenn du mt dem bisherigen nicht zufrieden warst.

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Meinst eine medizinische Behandlung? Ist sie GKV oder PKV?

So einfach ist das nicht. Zwar hat der Vater nicht das Recht dich anzuschnauzen und fertig zu machen. Aber die gesetzliche Krankenkasse zahlt JEDE medizinisch notwendige Behandlung. Mehr ist nicht medizinisch notwendig. Damit muss das nicht vom Vater gezahlt werden. Er kann das natürlich FREIWILLIG tun.
Anders bei der PKV. Aber da müsste er ohnehin ALLES zahlen.

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Kind ist gesetzlich bei mir versichert. Es handelt sich um eine kieferorth. Behandlung.
Der Arzt meint das was von der Kasse bezahlt wird, ist nicht zu empfehlen und reicht nicht aus. Ich muss, was die Kasse nicht zahlt, drauf zahlen.

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Dann ist es einfach. Der Vater ist im Recht und muss nicht zahlen.
Die medizinisch notwendige Behandlung beim Kieferorthopäden wäre normalerweise Sonderbedarf. Aber die GKV garantiert ja, dass sie die medizinisch notwendigen Kosten zahlt. Damit ist der Vater aus dem Schneider.

Ich empfehle dir zu einen anderen Kieferorthopäden zu gehen und dort einen Kostenvoranschlag einzuholen. Wenn dein Kind mindestens KIG3 hat (davon gehe ich aus, denn du sprichst ja davon, dass die Kasse etwas zahlt), wird auch die medizinisch notwendige Behandlung gezahlt. Der Rest wird als Luxus betrachtet. Luxus ist kein Sonderbedarf.
Mein Jüngster quält sich auch gerade durch eine kieferorthopädische Behandlung. Ich kenne das. Er hat derzeit die erste von insgesamt 3 verschiedenen Spangensystemen. Aber die Kasse zahlt alles (abgesehen von dem Teil, den man am Ende wiederbekommt).

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Beschimpfungen: auf keinen Fall! Aber hier wird auch ein Anwalt nicht unbedingt viel bringen :/
Betreffend der Behandlung haben die Damen Ober mir ja schon geantwortet: die Behandlung wird von der Kasse gezahlt, was darüber hinausgeht wird prinzipiell als „nicht notwendig und Luxus“ angesehen und muss nicht vom kindsvater mit übernommen werden :/

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Würdet ihr dann das machen lassen, was die Kasse bezahlt oder wie der Kieferothopäde nahe gelegt hat, die bessere Behandlung mit Mehrkosten und alleine bezahlen?

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Naja richtiger wäre doch gewesen, dem Vater die Ergebnisse und Empfehlungen des Arztes mitzuteilen und ihn zu fragen, ob er bereit ist sich an den Mehrkosten zu beteiligen, weil diese Behandlung für deine Tochter besser / erträglicher wäre, als die Kassenleistung.

Du hast entschieden und nun soll er zahlen? Ich wäre auch nicht amused.

Wenn du das allein tragen kannst und ein besseres Gefühl hast, dann würde ich die Mehrkosten nehmen, wenn du das nicht zahlen kannst, dann muss es wohl die Kassenleistung sein, wenn dein Ex nicht einlenkt.

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Ich hatte in gleicher Sachlage vor einem Jahr ein Gerichtsverfahren: Ganz wichtig: Hat der Vater die Sondervereinbarung mit unterzeichnet? Wenn nicht, zahlst Du alleine.

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Hallo,

Ich hatte diese Konstellation bei der Brille, meine Tochter hat mit 3 ihre erste bekommen. Da gibt es ja auch die Kassengestelle und die tollen leichten unkaputtbaren Kinderbrillen, die kosten natürlich. Er war bei der ersten mit dabei beim Optiker und hat mit entschieden dass sie die teure bekommt, bei den weiteren habe ich ihn informiert und gefragt ob er sich beteiligen möchte, und zwar bevor ich zum Optiker bin.

Ich hätte niemals selbst entschieden dass er gefälligst die Kosten zu tragen hat, das würde ich mir nie erlauben. Ich frage ihn ja auch ob er sich an den Ferienbetreuungen beteiligt, das müsste er auch nicht zahlen, wir machen aber immer halbe halbe bei so grösseren Sachen.

Spreche doch mal grundsätzlich mit ihm über solche Sachen die ausser der Reihe sind.

LG
Sunny

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