"Ich fühle mich wie eine Alleinerziehende"

Liebe alleinerziehenden Mamas,

Wie findet ihr das, wenn sich Frauen mit Mann als "quasi alleinerziehend" oder "unter der Woche alleinerziehend" bezeichnen, da ihr Partner viel arbeitet?

Ich muss ehrlich sagen, dass mir das auch etwas aufstößt. Ich habe zwei Kinder im Alter von 4 und fast 7 und bin wirklich 100% ALLEINerziehend, es gibt weder Oma&Opa, noch irgendwelche Onkel oder Tanten, keinen Vater, der sich in irgendeiner Weise kümmert, interessiert oder Umgang hat.
Da bin ich sicher auch ein wenig ein Extremfall, aber wenn dann eine der "quasi alleinerziehenden" ernsthaft sagt: "Ja, am Wochenende ist klar mein Mann da und hilft auch, aber das wiegt auch nicht immer den Stress von der Woche auf." Ähm ja, also ich habe meine Kinder an 365 Tagen im Jahr. Ich finde es logisch, dass der Hauptverdiener in der Familie sich irgendwie weniger einbringt. Eine Freundin von mir meinte mal, sie wäre ja tagsüber auch immer wie eine alleinerziehende Mama 😦

Also ich finde ehrlich, alleinerziehend sein bedeutet schon noch einiges mehr, als die meiste Zeit mit den Kindern alleine zu sein. Ein großer Punkt sind ja auch die Finanzen: Ich bekomme leider "nur" UHV für beide Kinder, habe aber das Glück, einen recht gut bezahlten Job zu haben, der aber auch so anstrengend ist, dass ich es nervlich im Moment und den nächsten Jahren nicht schaffen werde mehr als 60% zu arbeiten. Mir geht es finanziell dennoch gut, ich kann mir bei Weitem nicht alles kaufen, nage aber auch nicht am Hungertuch. Große Rücklagen habe ich aber auch nicht, mein Auto ist ne Schrottkarre und ich habe eine große Liste an Wünschen, die ich mir aus finanziellen Gründen nicht erfüllen kann. Wenn ich mir vorstelle, gemeinsam mit einem Partner zwei Gehälter zur Verfügung zu haben...ich denke das nimmt einem schon einige Sorgen, die "quasi alleinerziehende" nicht haben, zumal recht viele alleinerziehende auch nochmal deutlich weniger Geld haben als ich (ich war selbst auch einige Zeit im AlG2).

Als Dritter Punkt noch die alleinige Verantwortung für alle kleinen und großen Entscheidungen.

Ich bin gespannt wie ihr das findet, wenn ihr hier von "quasi alleinerziehenden" lest oder auch Bekannte habt, die "tagsüber alleinerziehend" oder ähnliches sind. Schreibt doch gerne auch dazu, wie alt eure Kinder sind und wieviel Hilfe ihr vom Vater bekommt.
👋🏼

Ich bin nicht alleinerziehend, sehe es aber wie du. Zum einen ist es ein Unterschied, ob man allein für das Finanzielle aufkommen muss und dazu alle Termine, alle Sorgen und den kompletten Haushalt stemmen muss, oder ob man sich gemütlich, finanziell durch den Mann abgesichert, um Kinder und Haushalt kümmert. Ich kenne alleinerziehende Männer und Frauen, teilweise im Schichtdienst und sage, dass die hier herumjammernden Mütter keine Ahnung haben.

Bestens zusammengefasst 👍

Ich bin auch nicht alleinerziehend...aber habe da vor ein paar Tagen auch wieder einen Beitrag zu gelesen, wo ich über diese Formulierung auch geschimpft habe.
Ich kann mir tatsächlich gut vorstellen, dass eine nicht funktionierende Beziehung mit einem Nichtsnutz anstrengender ist als Alleinerziehend zu sein, weil man sich um alles kümmern muss UND einen faulen Sack zuhause sitzen hat der einem durch zusätzliche Forderungen das Leben schwer macht. Dann ist man aber dennoch nicht "quasi alleinerziehend", sondern in einer unglücklichen Beziehung gefangen ohne den Mut diese zu beenden.
Aber man ist ganz sicher nicht alleinerziehend wenn man in einer glücklichen Beziehung mit tollem Ehemann und Papa ist, der "nur" viel arbeitet und keinen Bock hat, daran was zu ändern.
Alleinerziehend ist nicht das schlimmste der Welt und ich finde es schade, dass es häufig als das dargestellt wird. Eine unglückliche Partnerschaft mit einem Arschloch als Mann kann viel schlimmer sein. Aber das schließt eben "quasi alleinerziehend" und glückliche Partnerschaft aus 🤷‍♀️.

Ich sehe es genauso wie du. Mein Sohn ist inzwischen lange erwachsen, auch habe ich seit vielen Jahren einen Mann an meiner Seite, der mit in die Erziehung und alles andere eingestiegen ist, als mein Sohn 11 war. Davor war ich aber allein. Ok, einen 14-Tages-Wochenendpapa gab es und irgendwann auch Unterhalt. Ich kenne auch Zeiten im damals Sozialhilfebezug, wo man spätestens ab dem 20. zitterte, wann denn endlich wieder der Erste ist. Trotz aller Planung und Einschränkung.

Aber ich kann und konnte dieses Gesabbel auch nie ab. Vor allem, als es vor vielen Jahren hier bei urbia immer mal Mütter gab, die hier im Alleinerziehendbereich ach so salbungsvolle "Jetzt verstehe ich, was Ihr leistet"-Beiträge absetzten. Greinten, weil der Mann auf Montage war, sie in Teilzeit und huijuijui, was sei das doch schlimm und anstrengend. Ist es sicher, unbestritten. Nur: Dass der Montage-Mann mit seiner Arbeit auch gutes Geld heimbrachte, diese Frauen mit ihren "gemütlichen" 20-Stunden-Jobs dann doch mehr als nur ihr eigenes kümmerliches Gehalt, Kindergeld, Unterhalt(svorschuss) pluss meist ALG II hatten - das fiel unter den Tisch.

Ganz schlimm auch, wenn reine Hausfrauen so herumjammerten. Saßen im Luxus, nicht arbeiten zu müssen - ob das nun Luxus oder schlicht schiere Dummheit ist, jahrelang nicht zu arbeiten als Frau... ähem... - und jammerten, weil der Ottokar 12-Stunden und mehr an der Arbeit schrubbte. Dass der Ottokar das aber tun musste, weil die Holde nur daheim hockte und das schicke Eigenheim nebst Garten sich nun mal nicht von allein finanzierte, tja.

Kamen sich aber ach so zurück gestellt und "als Alleinerziehende fühlend" vor. Eine Bekannte, deren Kind mit meinem in den Kindergarten ging, sagte mir sowas auch mal ins Gesicht. Hach, der der Klaus-Bärbel sein nun eine Woche auf Geschäftsreise, das wäre ja echt antrengend, also sie wüsste nun, wie sich allein Erziehende fühlen. Während ich nur noch zwanzig Mark im Geldbeutel hatte und in Eile war, weil ich zu meinem Ausbildungsplatz eilen musste. Und sie nur zurück zur vollen Spülmaschine daheim. Die ich damals übrigens auch nicht besaß.

Fazit: Gräm dich nicht, lasse reden. Die werden es eh nie kapieren.

Achso: Ich bin 50 und mein Kind 29. Allein erziehend war ich 11 Jahre lang.

Hallo,
Ich finde es nicht schlimm wenn jemand sagt, das er sich unter der Woche alleinerziehend findet. Sind ja manche Mütter auch. Väter auf Montage oder im Einzelhandel die 22 Uhr nach Hause kommen. Dann ist man auch quasi unter der Woche alleinerziehend.
Würde mich nicht daran stören.
Es geht bei dieser Aussage doch darum das man sich ganz alleine um die Kinder kümmert und keine finanziellen Aspekte.
Das Battle wer hats am schlechtesten getroffen finde ich eh doof.
Jeder ist für sich selber und sein Leben verantwortlich.
Lg

"Jeder ist für sich selber und sein Leben verantwortlich."

Woraus man lesen könnte: Allein erziehend = selbst Schuld?!

Ich glaube du hast nicht verstanden, was ich geschrieben habe. Alleinerziehend zu sein bedeutet doch viel mehr als "an 5 Tagen die Woche die Kinder allein erziehen". Siehst du das nicht so? Wie viel Hilfe hast du denn vom Vater, bringt er sich in Entscheidungen ein? Oder bedeutet dein "Würde mich nicht daran stören.", dass du dich nicht daran stören würdest, wenn du alleinerziehend wärst?

Es geht mir sicher um keinen "Battle wer hats am schlechtesten getroffen", sondern darum, wie viel die Realität eines Alleinerziehenden mit der Realität von "Mein Mann arbeitet bis spät abends, ich bin quasi alleinerziehend" zu tun hat. Und darum, wie andere alleinerziehende sich damit fühlen, wenn die durch den arbeitenden Mann finanziell abgesicherte Hausfrau sowas sagt, während man selbst den ganzen Tag unter Strom steht, weil man Beruf und Kinder mit x Terminen, alle Problemchen und Entscheidungen plus Haushalt auch am Wochenende und eigentlich immer alleine wuppen muss und dazu noch ständig das Geld knapp ist.

Meine oben bereits zitierte Freundin sagte auch schonmal zu mir: "Wenn mein Mann Urlaub hat, dann ist er zwar da und macht auch viel, aber er macht es halt anders als ich und das stört mich dann, da hast du es schon besser, weil es bei dir ja nur dein System gibt." Bei sowas weiß ehrlich nicht, was ich darauf freundlich antworten soll. 🤷🏼‍♀️

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Hi,

ich fühle meine Situation dadurch auch bagatellisiert. Ich bin seit 9 Jahren alles gleichzeitig: Ernährerin, Versorgerin, Hausfrau, Mutter, Verantwortliche, Erziehende...

Ich habe finanziell immer eine entspannte Situation gehabt, weil ich gut verdiene. Der Vater zahlt nur knapp über UHV. Gleichzeitig bin ich immer zerrissen, weil ich mehr für die Kinder da sein möchte. Mehr Zeit für sie haben will. Mein Sohn hat einen Pflegegrad von 3. Er ist Autist und geistig behindert. Wir leben alle damit gut, aber ich bin besorgt, ob ich für beide Kinder genug da war und bin, um diese Zusatzbelastungen gut zu verpacken. Mein Ex nimmt die Kinder regelmäßig jedes zweite Wochenende, bringt sich aber ansonsten null ein. Jede Entscheidung große wie kleine liegt auf meinen Schulter. Und es gibt kein Backup, niemand, der sich auch in der Verantwortung sieht, niemand, der sich auch Gedanken machen würde, niemand, der sich einbringt. Diese Situation ist so seit mein Sohn 3 Jahre und 3 Wochen und meine Tochter beinahe 5 Jahre alt war. Nur ich! Für alles!

Ich würde mir darüber auch mehr Klarheit bei anderen Menschen und mehr Respekt für diese Situation wünschen. Dann würde sich diese schiefe Behauptung, sich wie eine allein erziehende zu fühlen, wohl von alleine verbieten.

Liebe Grüße
die Landmaus

P.S.: Wie es grade ist, brauche ich wohl nicht erklären, oder? Allein erziehende, systemrelevante im Home Office mit zwei von der Situation verunsicherten Teenagern, wovon der eine sonst mit Schulassistenz auf die Förderschule geht und nun beide nebenbei bekocht und beschult und beruhigt werden sollen...

Ich finde es nicht schlimm. Viele Frauen fühlen sich allein mit der Versorgung und Verantwortung für Kinder u. Haushalt. Aber dennoch ist alleinerziehend was anderes. Im Regelfall hat man 24 std. , 7 Tage die Woche Verantwortung. Und das finde ich persönlich noch am schwersten. Geld oder wenig Geld, genügsames Leben kann man lernen. Hatten auch die Generationen früher ... weniger Konsum schadet nie. Aber dennoch Verantwortung. Bedeutet arbeiten, Kinder versorgen, erziehen, Haushalt. Da bleibt je nach Alter der kleinen kaum Zeit für eigene Bedürfnisse. Man ist im Hamsterrad. Und dann eben oft Herausforderungen. Diese muss man allein meistern. Also soziale Isolation quasi. Man muss zur organisiert sein. Achtsam auch für sich. Und dennoch 24 std. Funktionieren. Wenn ich jetzt krank würde, bin ich allein mit Kind. Kein Papa, der Kind versorgen würde. Also im worst case kann der Partner immer aktiviert werden. Bei alleinerziehenden geht es nicht. Und Hilfe von dritten in Zeiten von Corona..geht kaum. Also das empfinde ich eben schon als was anderes. Kein Mann, dem man abends erzählen kann, was los war. Wo Probleme bestehen. Aber ich fühle keinen Ärger bei Frauen, die sich alleinerziehend fühlen. Nachvollziehbar.

Ich habe zwar nur 1 Kind. Aber keinen Papa, der gewissenhaft planbar seinen Umgang wahrnimmt. Eher wenn es in den Zeitplan passt. Aber es ist eben so. Finde es traurig für das Kind. So hat es nur einen Felsen, auf das es zählen kann.

Weißt du, man hört doch so viel Quatsch. Da kommt es darauf auch nicht mehr an. Ich lebe meist gut im Einklang mit meinem Dasein als AE. Nur abends wünsche ich mir regelmäßig jemanden, der den Kleinen ins Bett bringt, weil ich vom Tag schon mehr als platt bin. Die großen zwei brauchen keinen mehr, der sie ins Bett bringt, aber oft noch klare Regeln, was allein auch doppelt anstrengend ist.
Dennoch arbeite ich gerne Vollzeit in meinem Beruf (wir haben den gleichen, wenn ich mich richtig erinnere)

Ich verstehe dich total und unterschreibe jedes einzelne Wort.
Bin auch komplett alleinerziehend. Ohne familiäre Unterstützung. Vom Erzeuger kommt gar nichts.

Sowas kann meiner Meinung nach aber nur jemand nachvollziehen, der sowas selber erlebt (hat).
Da hilft auch reden und erklären nichts - die Erfahrung habe ich auch bei eigentlich nahestehenden Personen gemacht.

Tatsächlich empfinde ich es aber auch manchmal als einfacher, wenn ich bei manchen Paaren sehe über was da diskutiert wird..... wenn man dann mich am selben Strang zieht... Puhhh....
Andererseits ist aber natürlich auch das nur relativ - denn immer entscheiden müssen, ist auch anstrengend. Und ich Frage mich dann auch tatsächlich manchmal, ob ich überhaupt noch eine Beziehung führen könnte.....


Ich persönlich finde dass ich den Alltag sehr gut bewältigt bekomme.
Aber alles was ausser der Reihe dazu kommt.... Hölle.
Jeder Brief der beantwortet werden muss, Formulare usw.... ich hasse es. Und kann förmlich fühlen wie sie mir Energie entziehen.


Die Beiträge hier zeigen ja auch schon, dass eben nicht von allen verstanden wird, WAS der kräftezehrende Unterschied ist.

Frustrierend finde ich auch, wie wenig gesellschaftliche Anerkennung man bekommt.
Steuerlich wird nach wie vor ein kinderloses Ehepaar bevorzugt.
Warum sollte ein Ehepaar mehr Familie sein, als ein Elternteil mit Kind????
Oder so zynische Tatsachen, dass Alleinerziehende mit UHV z.B. rein gar nichts von der Kindergeld-Erhöhung hatten. Der Differenzbetrag wurde 1 zu 1 vom UHV abgezogen.
Warum kann ich rein rechtlich verstehen - aber es zeigt ja nur den nächsten ungerechten Punkt auf der Tagesordnung.
Die Düsseldorfer Tabelle soll den Unterhalt regeln. Es gibt einen Mindestsatz. Dieser bezieht sich auf Nettoeinkommen von Null bis Summe x....
Wieso ist der UHV dann aber nochmal niedriger? Mit welchen (gerechten) Recht, wird beim UHV nicht das Halbe, sondern das gesamte Kindergeld in Abzug gebracht?

All das sind Sachen die so unglaublich wütend machen, wenn man sarüber nachdenkt....

Sorry... etwas am Thema vorbei....
Aber ich habe auch immer das Gefühl, dass die Leute die grundlegenden Probleme nicht verstehen.
Z.B. könnte ich auch gar nicht Vollzeit arbeiten, selbst wenn ich meine Tochter mit der Kita Öffnung abgeben und der Schließung erst abholen würde...
Mit Weg zur Arbeit und gesetzlichen vorgeschriebenen Pausen: unmöglich.

So. Jetzt hab ich aber genug über die Ungerechtigkeit im Allgemeinen und der Engstirnigkeit einzelner im Besonderen gemeckert....

Das kommt für mich auf den Kontext an.

Allein erziehend heißt für mich, alleine verantwortlich sein.

Der einfachste zu beschreibende "Fall"
- kein Parnter
- kein Kindsvater, der Umgang wahrnimmt
- mit oder ohne Unterhalt

Der einfachste zu bschreibende "Fall" wo mir quasi alleinerziehend sauer aufstößt
- Vater arbeitet regulär 40 Stunden oder etwas weniger
- Wochenende = Familienzeit
- Wochenende/Abend: er packt mit an
- "nur" eine Oma, die sich kümmert


Dazwischen gibt es viele Grauzonen.

Ich bin offiziell alleinerziehend. Bei jedem Antrag.
- lebe nicht mit einem Partner zusammen
- Kindsvater hat kein Interesse.

- in der Erziehung bin ich alleine verantwortlich
erziehe mein Kind aber nicht alleine.
Freunde, Verwandte, Bonusgroßeltern sind Bezugspersonen und erziehen mein Kind mit :-)


Volles Verständnis habe ich für Familienkonstellationen, wenn der Partner z.B. im Kriegsgebiet arbeitet oder schwer erkrankt ist.

Das ist dann zwar nicht offiziell alleinerziehend,
in der Auswirkung aber doch.

Finanziell mag er zwar gut verdienen. Die Angst, ob er wieder kommt. Die Zeiten in denen er nicht erreichbar ist, usw. das könnte ich z.B. nicht mittragen.

Bei schwer erkrankten Partnern kommen auch andere Belastungen dazu. Mag sein, dass dieser/diese dann zwar zu Hause ist, je nach Krankheit ist ein Austausch über Erziehung kaum/gar nicht möglich.
Das ist dann durchaus ähnlich zu alleinerziehend (alleine die volle Verantwortung tragen) mit zu pflegenden Angehörigen.


Und dann gibt es noch viele Möglichkeiten dazwischen.
Bei Anträgen wird mir das immer wieder klar. Auch im Austausch mit Freunden.

Mal wird der neue Partner als Gemeinschaft dazu gerechnet: finanzielle Unterstützung, da gemeinsamer Haushalt.

Mal muss geprüft werden, ob der neue Partner den Status aufhebt oder ob der Antrag als alleinerziehend gilt.
Z.B. wenn ein Kind als Begleitperson mit zu einer Reha muss. Da gibt es jemandem im Haushalt. Aber kann dieser das Kind versorgen. Patchwork oder "nur" Partner der Mutter.

Bei wichtigen Entscheidungen gilt alleinerziehend, wenn alleiniges Sorgerecht.

Dann gibt es noch getrennt lebend mit gemeinsamen Sorgerecht.
Das kann bedeuten, dass es entlastend ist und sich beide darüber austauschen über Erziehung und bei Entscheidungen nicht die Last auf einem liegt.
Das kann aber auch bedeuten, dass gerade dadurch belastend wird, wenn eine/r nicht im Sinne des Kindes entscheiden will, sondern nur gegen die/den Ex.

Alleinerziehend im Alltag und ohne Unterhalt,
mit gemeinsamen Sorgerecht.
Zu was zählt das?


Es gibt viele Facetten, bei denen ich mal mehr (siehe Beispiel oben) und mal weniger darüber aufrege.

Sauer stößt es mir auf, wenn sich jemand als quasi alleinerziehend bezeichnet, wenn der/die Partnerin finanziell für alles sorgt, im Alltag präsent ist (abends, Wochenende) und/oder telefonisch bei Entscheidungen dabei ist.

Ebenso Aussagen wie: ich mache alles alleine. Und dann stellt sich raus, dass der Partner abends kocht, putzt, die Kinder ins Bett bringt....
Aber da denke ich mir dann: die größere Lüge daran geht nicht an außen, sondern ist ein sich selbst belügen.


Bei jenen, die trotz "Partner" (zusätzliches Pubertier) alles alleine wuppen, Partner/in die finanzielle Leine kurz hält, nun ja. Da ist man quasi schon allein erziehend, bevor man dann auszieht und das gleiche wieder hat, nur ohne zusätzliches Pubertier entspannter.
Der Schritt vor dem entspannteren wirklich alleinerziehend sein.
Die Erkenntnis, dass es sooo nicht weitergehen kann, um dann den Schritt zu wagen.

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