Wieviel Std arbeitet ihr pro Woche als Alleinerziehende?

Weiter unten wurde schon diese Frage gestellt, allerdings wüsste ich gerne, wieviel Stunden ihr pro Woche arbeitet ohne Partner. Was schafft man alleine, wenn man auch für alles weitere Versntwortlich ist?
Wie organisiert ihr euch? Putzfrau, Unterstützung von der Familie, Zusätzlicher Babysitter? Oder ganz alleine?
Bin gespannt 😊

"Was schafft man alleine, wenn man auch für alles weitere Versntwortlich ist? "

Das kommt auf mehrere Faktoren an.

- Fahrtweg
- Betreuungszeiten
- Gehalt
- Gegenrechnung der anfallenden Kosten
- Gesundheit
- eigene Belastbarkeit
- soziales Netzwerk

Bei Vollzeit hätte ich zwar ein höheres Bruttoeinkommen,
müsste dafür aber deutlich weiter fahren, um überhaupt eine Stelle zu bekommen.

Betreuungskosten, Fahrtkosten etc. wären da deutlich höher gewesen.

Jetzt brauche ich zwar keine Betreuung mehr, dafür Zeit für meine Arzttermine. Für diese fahre ich teilweise 2 Stunden einfache Strecke, weil es in der Umgebung keine geeigneten Fachärzte gibt.

Teilzeit macht daher mehr Sinn, als bei VZ ständig Urlaub nehmen zu müssen.

Finanziell ist es machbar, weil ich spare und mir Ausgaben gut überlege.
Als Single ohne Kind hatte ich mehr Geld zur Verfügung, aber auch mehr ausgegeben und am Monatsende weniger übrig.

Ich bin zwar alleinerziehend, aber alleine mache ich es nicht.
Ich habe ein gutes soziales Netzwerk und weiß, wen ich im Notfall fragen kann.
Um das zu finden hat mir u.a. das Jugendamt geholfen und pro Familia. Tipps für Alleinerziehende, Gruppen mit Alleinerziehenden. So haben sich z.T. Zweckgemeinschaften entwickelt.

Berufliche Umorientierung wegen Krankheit war auch schon dabei.


Die Frage ist, was du individuell leisten kannst.
Übernimmst du dich gesundheitlich, wirkt sich das langfristig finanziell aus.
Nagst du zu lange an der finanziellen Grenze, wirkt sich das auf die Gesundheit aus.

Ich habe zwei Kinder (4 Jahre und 9 Jahre). Bin nach dem 1. Kind auf Teilzeit gegangen allerdings mit 24 Stunden Diensten und wochenendediensten (damals noch nicht alleinerziehend). Seit der Große zwei Jahre alt ist, war ich während der Woche immer allein. Mit Unterstützung der Großeltern habe ich auch 80% Teilzeit aufgestockt und Facharzt gemacht. Kind 2 kam dann als der große 5 Jahre war. 1 Jahr Elternzeit, dann Selbständigkeit. Ab dem Zeitpunkt dann auch tatsächlich alleinerziehend. Seit die Kinder 6 und 1 sind arbeite ich 3 Tage die Woche. Von 6:30-18 Uhr. Habe eine Putzfrau und meine Eltern die die Kinder dann mit Betreuen (Kiga und Schule nur bis mittags). Solange keiner ernsthaft krank wird funktioniert es ganz gut!

Hallo,

ich geh Vollzeit arbeiten.
Da ich Lehrerin bin und weltbeste Schulleitung ist das machbar, auch wenn es Phasen gibt (Prüfungen), wo ich an meine Grenzen komme.
Großeltern wohnen 500m weit weg, Tagesmutter ist flexibel.
Reduzierung stand kurzzeitig im Raum, aber effektiv weniger arbeiten würde ich nur bei ner halben Stelle. Bei 75 Prozent hätte ich nur eine Klasse weniger, aber aufgrund von Fahrtzeiten nahezu identische Betreuungskosten. Und Konferenzfreistellung wäre auch nicht machbar.
Putzfrau ist geplant, aber erst mal jemanden finden.
Wenn das Töchterchen krank ist, kann ich in 50% der Fälle auf die Großeltern zugreifen (außer Magen-Darm, das will ich nicht breittreten).
Bin wirklich in einer komfortablen Situation, angesichts des Witwenstatus‘. Aber habe eben auch wirklich eine rücksichtsvolle Schulleitung.

nudelsuppn

Ich habe 1 Kind und bin komplett alleine.
Der Vater kümmert sich gar nicht, Familie ist nicht vor Ort.

Ich arbeite 30 Std / Woche an 4 Tagen, je nachdem auch nochmal abends oder am WE. Mein Chef sieht das zum Glück sehr locker.
Der eine freie Tag lässt mich flexibel sein.
Haushalt, Wocheneinkauf, Zeit für mich oder als Joker-Tag bei Schließtagen der Kita.

Abgesehen davon, dass ich mein Kind auch nicht 9.5 Std in der Kita lassen möchte, finde ich es alleinerziehend (ohne Hilfe) auch quasi unmöglich vollzeit zu arbeiten.
Mit Weg zur Arbeit und auch wieder zurück, inklusive Puffer, würde man das Kind ja tatsäch bei Öffnung abgeben und bei Schließung holen.
Schief dürfte dabei allerdings nichts gehen....

Hallo, danke für deine Antwort :-) ist das eine 24 st. Kita wo dein Kind hingeht? Oder wie sind die Öffnungszeiten? Bei uns leider nur von 7:30-16 Uhr...könnte selbst auch nie bis 16 Uhr arbeiten, da es danach ja noch die Fahrtzeit gäbe.

7.30 Uhr bis 17:00 Uhr wäre möglich...

Ich arbeite 32,5 Stunden. Also inkl. Pause ca 7 - 7,5 Stunden am Tag. Fahrtweg hab ich auch je Strecke 40 Minuten. Meine Eltern unterstützen mich indem sie den Kleinen meistens abholen. Kita ist geöffnet von 7:30-17:00 Uhr. Also würde ich es gerade so auch alleine schaffen, wenn meine Eltern im Urlaub oder krank sind. Durch ihre Unterstützung habe ich aber auch den Luxus ihn mal ausschlafen zu lassen und erst um 8:30 zu bringen und dass er nachmittags nicht das letzte Kind ist, sondern von Ihnen oft um 15:30 abgeholt wird.

Hi, ich arbeite 35 Stunden die Woche (Home Office) ohne Unterstützung. Kinder sind 6, 10 und 12.

Hallo,

Ich habe meine Arbeitszeit gerade von 35h auf 30h die Woche reduzieren müssen, da meine Tochter (sie hat ADS) es nicht schafft in der vorgegebenen Zeit in der Schulbetreuung die Hausaufgaben zu machen. Die Kinder haben dort nur 20 Minuten, das ist schon sehr wenig.

Ich krieche trotzdem noch aufm Zahnfleisch, macht für mich keinen Unterschied 🤷‍♀️

LG
Sunny

Hi...
..und ich dachte, mit Schuleintritt wird es leichter 🙃 wahrscheinlich kommen da andere Herausforderungen auf einen zu.. danke dir für dein Feedback und viel Kraft für dich 🍀

Ein Irrglaube! Die Betreuung in der Schule ist unflexibler und oft kürzer als in der Kita.

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Also ich hab von 20 Stunden bis 42 Std Plus Fahrzeit durch. Damals mit einem Kind.

Geklappt hat es immer irgendwie, da ich eine Tagesmutter für die Zeit nach der Kita/Schule hatte.

Ich persönlich finde 30 - 35 Stunden absolut realistisch, wenn man einen 08/15 Job hat. Im Schichtdienst ist das ja immer wieder anders.

Jetzt, mit 2 Kids, gehe ich ab August 25 Stunden arbeiten. Allerdings nur, weil diese Stelle geschaffen wird. Es besteht die Möglichkeit aufzustocken.

Außer der Tagesmutter habe ich keine Unterstützung bezahlt. Geputzt und gekocht habe ich selbst. Ich habe damals noch exzessiv Bodybuilding betrieben. Keine Ahnung wo ich immer die Zeit hergenommen habe.

Es kommt ja immer darauf an was man mit weniger Stunden netto bekommt. Und das ist eben auch von der Arbeit an sich abhängig. Eine Erzieherin verdient alleinerziehend mit einer halben Stelle gut 1000,-. Eine Verkäuferin nur 700,-. Jemand mit abgeschlossenem Studium +/- 1500,-

Familiäre Unterstützung habe ich nicht.
Freunde haben selbst Arbeit, kein Interesse oder leben zu weit weg.

Ich persönlich finde, dass es Luxus ist sich Zeit mit den Kids zu gönnen und auf diesen Luxus möchte ich nicht mehr verzichten. Deshalb habe ich z.b. das EG auf 2 Jahre gesplittet und krebse jetzt knapp über hartz4 Niveau. Aber wir kommen damit gut aus. Erstaunlich gut. Obwohl wir ein Pferd haben z.b.

Hi, ich arbeite Vollzeit in Führungsposition, Kind ist 7 und in der 2ten Klasse,nachmittags bis 16 Uhr im Hort...Wir verlassen das Haus gleichzeitig und ich hol sie dann Nachmittags ab.Hab zum Glück nur 15min Fahrzeit zur Arbeit.Und meine Mama als Puffer in gleichen Ort wenn Abendtermine etc anstehen.Hab ein haus und meider keine Putzfee mehr...das Geld spar ich für unseren Urlaub😅 Einmal die Woche mach ich abends mein Hobby...da kommt ihr Vater und passt auf. Wie schon jmd anders geschrieben...so lang keiner krank ist klappt das ganz gut.
Mir fehlen nur manchmal die Zeiten zum Luftholen...aber Kind wird größer und selbstständiger...wird schon!
Man schafft das wenn man sich gut strukturiert.

Ich arbeite 33,5 Std die Woche und habe keinerlei Familie hier.
Kita und Kindergarten ging immer bis 16 Uhr. Grundschule auch und jetzt auf dem Gym kommt sie Mittags wunderbar alleine klar. 2 Nachmittage ist sie alleine, 1 Nachmittag sind wir fast zeitgleich zu Hause und Freitags hole ich Sie von der Schule ab.

Haushalt, Freizeit, Hobbies etc.. laufen nebenbei. Als sie klein war hatte ich ein Kindermädchen welche ich mir ab und an gegönnt habe.

War bis vor 2 Jahren alleinerziehend. Hab Vollzeit+mehr gearbeitet, inkl Dienstreisen, teils Homeoffice (Büro einfach 100km entfernt), DHH und 1tägiger Unterstützung der Großeltern.
Junior war im Kindergarten von 7:30-13:00, wurde von der Tagesmutter abgeholt und betreut/bespaßt bis 17/18 Uhr an meinen Bürotagen. Ansonsten habe ich ihn gegen 15 Uhr geholt und „Nachtschicht“ vorm Rechner eingelegt damit wir den Nachmittag hatten. Meine Dienstreisen habe ich meist eintägig organisiert. Heist Kind in die Kita, ab zum Flughafen, Großeltern statt Tagesmutter und ich bin mit dem letzten Flieger zurückgeflogen und ab zu meine Eltern, hab mich zum Junior gelegt und am nächsten Morgen sind wir zusammen aufgestanden und es ging wieder von Vorne los.
Geputzt hab ich meist am Wochenende oder während Telefonkonferenzen von zu Hause aus.
War immer ein Fan von Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Jetzt bin ich mit Kind2 schwanger und im Beschäftigungsverbot, nun auch verheiratet und was soll ich sagen, weniger stressig ist es nicht voll daheim zu sein 😅 Freu mich schon wieder auf die Arbeit! Wahrscheinlich keine 50-60Std Woche mehr aber so 20-25 stelle ich mir angenehm vor😊

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