Umgang für Dreijährigen mit Schwerbehinderung und Pflegegrad ?

Hallo ihr Lieben,

ich lese sonst immer still mit, heute möchte ich euch mal nach euren Erfahrungen fragen.

Mein Sohn ist 3,5 Jahre. Er spricht kein Wort, das Sprachverständnis ist eher schlecht, er muss gefüttert werden (isst nur Brei), gewickelt werden und braucht ständige Beaufsichtigung da er Gefahren nicht einschätzen kann und auch einfach wegläuft.

Wir sind im SPZ angebunden und ich würde ihn im nächsten Jahr gern auf Autismus testen lassen.

So, das sind die groben Informationen.

Mein Sohn hatte 2 Jahre überhaupt keinen Kontakt zu seinem Vater. Vor kurzem habe ich versucht, den Umgang wieder herzustellen- das endete leider mit massiven Beleidigungen und Drohungen seitens des Vaters an mich.

Termin beim Jugendamt ergab, dass der Vater „sein Sorgerecht abgeben möchte und keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn will.“

Er könne es nicht ertragen mich zu sehen und „diese ganze Situation mache ihn krank“. Er sei schon zweimal wegen psychischer Probleme in der Klinik gewesen und das könne er nicht nochmal ertragen.

Hat er nach solchen Aussagen eine realistische Chance auf einen geregelten Umgang mit seinem Sohn ? Er sagt zwar, er will das nicht - glauben kann man ihm allerdings noch nicht mal die Hälfte von dem was er sagt.

Hat jemand Erfahrung mit Umgangsregelung für ein behindertes Kind ?

Danke schon mal und sonnige Grüße

👋🏻

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Er will keinen Umgang mit dem Kind aber Du willst es oder habe ich das falsch verstanden? Ich finde, es ist in dem Moment egal, ob behindert oder nicht, wenn der Vater keinen Umgang will, würde ich mir das alleinige Sorgerecht zusprechen lassen und den Mann vergessen. Musst ihn dann auch wegen nichts mehr fragen.
Beleidigungen, Drohungen - muss man sich das geben? Eher nicht.
Ich finde es ohnehin oft sehr grenzwertig, was man Kindern antut mit dem geteilten Sorgerecht, wenn es einer der Partner nur als Kriegsmittel benutzt - oder im Grunde garnicht will.
LG Moni

2

Hallo Moni, vielen Dank für deine Antwort.

Nein, ich möchte nicht dass er Umgang mit seinem Kind hat.

Das würde dem Kleinen überhaupt nicht gut tun, er braucht seine gewohnte Umgebung und einen geregelten Tagesablauf. Zumal ist der Vater sehr sprunghaft und unzuverlässig.

Das alleinige Sorgerecht habe ich von meiner Anwältin beantragen lassen. Das ist aber noch ganz am Anfang und dauert wohl noch bis zur Anhörung. Und da kann ich nur hoffen dass er mir nicht plötzlich wieder einen reinwürgen will und sich quer stellt.

Liebe Grüße

👋🏻

3

Okay, das habe ich nicht eindeutig verstanden. Dann halte ich Dir Daumen, dass es klappt mit dem alleinigen Sorgerecht. Man kann solche Väter schon gesunden Kindern oft nicht zumuten - und einem kranken gleich garnicht. Bin heute noch froh, dass es so einen Zirkus 1977 noch nicht gab. Dass mein Ex (Er wurde Alkoholiker, sehr gewalttätig und auch noch arbeitsscheu) die Kinder nicht mehr kontaktieren durfte, war eindeutig - und fertig.
LG

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