Umgangsrecht / Besuchswochenende *sehr lang!

Zur Vorgeschichte...
Ich bin mit dem Vater meiner Tochter ( wird im Nov. 5 ) nicht zusammen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten nimmt er seine Besuchswochenenden war.
Generell vertrete ich die Meinung das Kind hat ein Recht auf den Vater. Bin also dafür, dass sie ihn regelmäßig sieht.
Ich bin nun seit 2,5 Jahren in einer neuen Beziehung. Bin vor 1,5 Jahren in eine andere Stadt gezogen, die Stadt in der der Kindsvater wohnt, damit es für meine Große einfacher ist ihren Papa zu sehen, da er ortsgebunden ist ( Landwirt ).
Wir hatten immer mal wieder schwierigkeiten, dass sie nicht zu ihm wollte. Habe sie trotzdem immer zu ihm geschickt. Sie geht alle 14 Tage von Fr. 15 Uhr - So. 15 Uhr zu ihm.
Kurz nach unserem Umzug war es ganz schlimm. Sie hat schon im Vorfeld bitterlich angefangen zu weinen, sie wollte überhaupt nicht hin. Meist habe ich sie dann mit irgendwas bestochen, z.B. ein besonderer Kuchen wenn sie wiederkommt oder sie überredet.
Als ich schwanger wurde, war es auf einmal wieder gut. Sie wusste zu dem Zeitpunkt noch nichts von der Schwangerschaft. Aber auch nur für 3, 4 Monate. Dann fing es wieder an.
Sie weint, sie schreit, sie bockt und klammert sich an mich, wenn er sie abholt.
Wenn sie von ihm wiederkommt weint sie oft danach, "Papa hat keine Zeit." "Das Wochenende war ganz doof." "Ich will da nicht hin."
Ich bin ratlos. :-(
Nun sei noch gesagt, dass ihr Papa seit ca 4,5 Jahren eine "neue" Frau hat. Eine ganz liebe! Sie ist nun auch endlich schwanger geworden, die beiden mussten lange warten. Im November wird das Kind geboren werden. Meine Große fühlt sich ausgeschlossen. Sie darf den Bauch nicht anfassen, nicht mal das Baby "hören", also ihr Ohr auf den Bauch legen, so wie sie es von mir kannte.
Generell haben wir 4 Erwachsenen ein freundschaftliches Verhältnis.
Ich komm besser mit ihr klar, mein Mann mit ihm :-D
Trotzdem habe ich das alleinige Sorgerecht.
In letzter Zeit geraten wir öfter wegen Erziehungsfragen aneinander. Sie ist trotz ihrer fast 5 Jahren nachts noch nicht trocken. Ich dränge sie nicht und lasse ihr Zeit. Grade mit dem Hintergrund, dass seit ca 1 Jahr tagsüber in unregelmäßigen Abständen mal Unfälle passieren. Mal ist sie 1 Monat trocken und dann passiert es ihr eine Woche lang wieder mehrmals täglich. Laut Kinderarzt normal. Sollen wir uns nichts bei denken, nicht schimpfen, keinen Druck. Neuen Schlübbi und gut.
Ihr Papa sieht das anders. Er stellt ihr z.B. eine Eieruhr. Alle 30 min. klingelt diese und sie muss auf Toilette, egal ob sie muss oder nicht. Laut Kinderarzt kontraproduktiv, da sie so nur ihre Blase auf die Zeit trainieren würde, das aber nichts an dem Problem an sich lösen würde.
Nachts soll sie, laut ihm, nun auch trocken werden. Er weckt sie stündlich und lässt sie auf Toilette gehen.
Auf der anderen Seite darf sie sich ihr Brot nicht alleine schmieren, es werden "Häppchen" geschnitten, sie muss aus einer Flasche trinken ect.
Sie ist mit allem nicht einverstanden. Hat es auch in der Vergangenheit den beiden gesagt. Macht es nun aber nicht mehr mit der Aussage " Papa und ***** schimpfen dann." Ich habe es versucht anzusprechen, da kam von ihm dann nur " Ich mache es so, wie ich es für richtig halte, ein Kinderarzt weiß auch nicht alles und bei meiner Nachbarin hat es so funktioniert."
Vor ca 2 Monaten war wieder so eine Diskussion. Da habe ich dann zu ihm gesagt, ich weiß, war nicht gut, aber ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen :-( " ***** ich habe das alleinige Sorgerecht und entweder du richtest dich danach, was ich sage, oder wir müssen einen Termin beim Jugendamt zur Konfliktbeseitigung vereinbaren." Da war dann auch ruhe und er hat eingelenkt.
Das zu den Rahmenbedingungen.
Im Moment tendiere ich rein gefühlsmäßig dazu dem Willen meiner Tochter nachzukommen.
Auch aus dem Grund, dass sie nicht anrufen darf, wenn sie bei den beiden ist.
Wir vereinbaren, dass sie abends anruft, sie ruft nicht an und wenn ich anrufe wird gesagt sie ist im bett, in der wanne, draußen, sonstwas.
Ich möchte sie nicht mehr gegen Ihren Willen zu ihrem Papa schicken.
Denn generell bin ich in erster Linie der Meinung, dass das Kind ein Recht auf den Vater hat und nicht umgekehrt.
Ich müsste es ja auch akzeptieren, wenn sie sagen würde, sie möchte bei Papa wohnen...

Um alles zusammen zu fassen....

Wie würdet ihr handeln? Sie gegen ihren Willen zum Papa schicken? Sie zu Hause lassen und immer wieder nachfragen, ob sie zu Papa will? Bin ratlos :-(
Grad die Meinung der Papa´s würd mich auch mal interessieren, was die für das beste halten würden, wenn sie in der Situation von ihrem Papa wären.

Danke für´s lesen und antworten. Ist ein bissl sehr lang geworden. Hoffe es ist nicht zu wirr.

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Wie denkst Du über die Angelegenheit, wenn Eure Tochter total gerne bei ihm wäre und sagen würde, siw wolle dableiben und nicht zurück?

Dürfte der Vater dann sagen, das Kind hat ein Recht auf die Mutter aber nicht umgekehrt?

Warum hat der Vater denn kein Sorgerecht?

Weckt der Vater tatsächlich die ganze Nacht durch jede Stunde Euer Kind? Das ist doch für alle Beteiligten ein Drama.

Warum reicht nicht einmal (wenn überhaupt)?

Welche Gründe werden denn für das Nichthinwollen genannt? "Er hat keine Zeit" ist der Einzige?

Wie sieht das denn konkret aus, dass "keine Zeit haben"?

Hier muss doch ganz konkret die genannten Gründe geprüft werden, insbesondere ob diese ein Ausschluss des Umgangs rechtfertigen.

Hast Du dass denn gemacht?

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Wie ich schon schrieb. Wenn sie sagen würde, sie möchte lieber bei Papa wohnen müsste und würde ich auch das akzeptieren. Sie hat die Möglichkeit, meinerseits, frei zu entscheiden. Denn sie hat nunmal zwei "Zuhause". Ich müsste dann halt warten bis sie wieder möchte. Ich würde es allerdings äußerst genau bei dem Papa hinterfragen, warum, wieso, weshalb. Und ich hätte ganz, ganz arg daran zu schlucken.

Ja, dürfte er. Auch in diesem Fall hat in erster Linie das Kind ein Recht auf die Mutter oder um es allgemeiner zu sagen, das Kind hat ein Recht auf die Eltern.

Weil er sich bis sie 6 Monate alt war nicht mal sicher war, ob er überhaupt Kontakt möchte. Ich ihm wochenlang hinterher telefoniert habe, damit er die Lütte mal besuchen kommt, Kontakt zu ihr aufbaut. Grad die erste Zeit prägt ja doch ungemein. Außerdem hat er auch erst lange nach ihrer Geburt zugestimmt, in die Geburtsurkunde eingetragen zu werden. Auch dies war ein kampf. Die damalige Unzuverlässigkeit hat mich dazu gebracht im kein Sorgerecht abzugeben. Er war und ist trotzdem an den grundlegenden Entscheidungen beteiligt. Kann zu Elternabenden im Kindergarten, wenn er es denn wollen würde...

Laut seiner Aussage macht er dies tatsächlich. Dies bestätigt mir auch das Verhalten meiner Tochter. Wenn sie Sonntags von ihm nach Hause kommt kuschelt sie noch ein bisschen mit mir auf dem Sofa und ist spätestens um 15:30 Uhr eingeschlafen. Sie schläft dann auch bis zum nächsten Morgen durch!

Weil er der Meinung ist, sie MUSS jetzt nachts trocken werden und es, wie geschrieben, bei dem Kind seiner Nachbarin so schließlich auch geklappt hat...

Keine Zeit bezieht sich darauf, dass er grad in den letzten Wochen arg eingebunden war mit Silo, Heu, ect. dazu kommt noch melken.... Also war sie die meiste Zeit mit seiner Freundin alleine. Sie möchte nicht hin, weil sie jedesmal wenn sie in die Hose macht "ganz doll schimpfe" bekommt. Die Eieruhr gestellt wird. Sie immer müde ist, weil er sie weckt, sie nicht aus einem Glas trinken darf, ihr Brot nicht schmieren darf, alles kleingeschnitten wird, ect. Das sind die, für sie, schlimmsten Gründe. Sind noch einige andere, aber die fallen mir jetzt grad nicht ein.

Wie gesagt, er hat mir all das, was sie mir gesagt hat bestätigt und fühlt sich da auch im Recht. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich rede mir den Mund fusselig, hab aber das Gefühl, ich rede mit einer Wand. Sein standard Spruch. "Ich mach das eben so." Keinerlei interesse nur in erwägung zu ziehen, irgendwas zu ändern, ihr einen schritt entgegen zu kommen.
Und in Bezug auf das tagsüber einnässen ist mir aufgefallen, dass es verstärkt auftritt, kurz bevor "Papa-Wochenende" ist. Das klingt alles so doof. :-(
Und ich hab das Gefühl, ich würde ihm seine Tochter wegnehmen. :-(
Ich will ihm nichts böses, aber an erster Stelle steht für mich mein Kind! Was bringt es ihr, wenn sie sich so dagegen sträubt? Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich fühl mich einfach hilflos.

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Hallo, nur zum Verständnis: er weckt sie alle halbe Stunde nachts auf wegen Toilette?? Das finde ich grenzwertig. Da würde doch jedes Kind brüllend davon laufen.

Gibt er sich denn Mühe wenn er die Kleine bei sich hat, dass er schöne Zeit mit ihr verbringt?
LG Katja mit Julia (7) und Sebastian (4) #sonne

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Hallo,

dass im Haushalt des Papas andere Regeln gelten und andere Ansichten herrschen ist nunmal so, da kann man auch schlecht etwas gegen machen. jedoch sollte man in grundsätzlichen Dingen schon einig sein, gerade bei wo etwas würde ich mit dem Papa zusammen (!) evtl einen Termin zum Gespräch beim KiA vereinbaren, damit der Arzt die Regeln aufstellt, an die ihr euch beide haltet.

Zur grundsäzlichen Situation, dass sie nicht zu ihm möchte:

Wenn er an dem WE sowieso wenig Zeit hat, wie wäre es mit wenigen wertvollen Stunden, so dass sie etwas unternehmen können, aber die Übernachtung nicht unbedingt sein muss?
Da ihr im gleichen Ort wohnt dürfte das ja nicht zu umständlich sein?!
LG

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Das ist das, was sie gerne möchte. Von morgens bis abends hin. Aber halt nur unter der Bedingung, dass sie ihr eigenes Glas bekommt, sie ihr Brot selber schmieren darf, keine Häppchen und das bei einem "Unfall" nicht geschimpft wird.

Das bei ihm andere Regeln gelten wie bei uns ist klar. Aber das Grundgerüst sollte zumindest ähnlich aufgebaut sein....!

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Nachtrag zum Arzt....

Ich habe ihm wegen des Einnässens schon vorgeschlagen, dass wir mal zusammen zum Arzt gehen, hat er abgelehnt mit der Begründung "Wenn man lange genug sucht findet man einen Arzt, der einem das sagt, was man hören will." Wir haben 2 Kinderärzte und einen Hausarzt. Zwei Kinderärzte, weil der eine super mit ihrer Darmerkrankung umgeht (120 km entfernt ) und der andere in den allgemeineren Fällen einfach Bombe ist ( 60 km entfernt ). Hausarzt, weil der um die Ecke ist und ich den schon kenne, seit ich klein bin und der auch spitze ist ( 15 km entfernt ) Alle drei haben unabhängig voneinander gesagt, dass es ein bestimmtes Hormon gibt, das erst vollkommen ausgreift sein muss, bevor das einwandfrei funktioniert und das bei ihr scheinbar noch nicht der Fall ist. Vor dem vollendeten 6. Lebensjahr wird da aber nichts unternommen, da es bis zu diesem Alter alles normal ist. Ich habe bei allen nachgefragt, woran es liegen könnte, dass sie immernoch in die Hose macht. Habe denen nichts in Mund gelegt und nichts. Ihm ist das egal. Er hat sich diesbezüglich im Internet mal ein wenig reingelesen. Hat das mit dem Hormon auch gefunden und hält es für blödsinn. Sagt aber von sich, dass er selber auch erst mit 6 trocken war.... :-/

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Ich bin ja eigentlich auch dafür.......Kind zu Hause- eure Regeln ,Kind beim Papa- Papas Regeln ,aber was dein Ex da teilweise abzieht,geht gar nicht.
Einerseits wird sie wie ein Baby behandelt (Häppchen schneiden,aus der Flasche trinken), andererseits wird sie zum Trockensein gedrillt,weil sie ja schon groß ist.
Nachts alle Stunde wecken? Tags jede halbe Stunde aufs Klo ?

Das ist doch krank.
Da hätte ich als Kind auch keine Lust mehr,meine Zeit dort zu verbringen. Zeit zum Spielen und für Beschäftigung mit Papa bleibt dabei ja kaum noch.
Was soll sie also da?
Ich an deiner Stelle würde gemeinsam mit dem Ex zu einer Familienberatung gehen.
Eventuell könnt ihr das ja auch gemeinsam mit den neuen Partnern machen.
So geht es jedenfalls nicht weiter.

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Ich versuch es erstmal mit ihm selber zu klären. Treff mich morgen mal mit ihm und hoffe, dass es so klappt....

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Hallo,
erst mal möchte ich dir sagen das nicht nur ein Kind das Recht auf beide Elternteile hat,sondern auch beide Elternteile auf das Kind.
Was der Vater aber da betreibt um das Kind trocken zu bekommen grenzt ja schon an Kindeswohlgefährdung und ich würde als Kind auch weg laufen.
Da würde ich ihm ganz klar die Pistole auf doe Brust setzen weil er schädigt die kleine ja mehr damit als das es hilft.Mein Sohn war mit5 Jahren auch nicht trocken jetzt mit 11 Jahren ist das kein Thema mehr und heute stört sich keiner mehr daran das er mit 5Jahren noch nicht trocken war.

Carow

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Das sehe ich als Scheidungskind irgendwie anders! Ich wurde hin und her geschubst. War ein Spielball meiner Mutter, Druckmittel...

Deswegen sehe ich es so, dass das Kind das Recht hat zu entscheiden, ob oder ob nicht. Selbst wenn ich mit ihrem Vater im ärgsten Streit wäre, würde das nichts daran ändern, dass es ihr Papa ist und ich ihr das niemals verbieten würde.

Und mir geht der Wille des Kindes über den Willen des jeweiligen Elternteils. Auch wenn sie noch nicht sooo groß ist.

Wie ich weiter oben schon schrieb, selbst ihr Papa war mit 6 noch nicht trocken. Erwartet das nun aber von ihr. Es bringt auch nichts, ihm da mit Fakten zu kommen, er ignoriert sie, winkt ab.

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Hast du ihn mal gefragt, warum es ihn so wichtig ist mit dem sauber werden, dass er es auf teufel komm raus durch ziehen will?

Ich kenne die Situation, wenn beide Eltern zwei komplett verscheidene Ansichten von Erziehung haben....ist bei meinem Mann und seiner Ex auch so.

Die Kleine ist ein Daumenlutscher und nach ihrem 4 Geburtstag, hatten wir hier dann mal angefangen mit einem Daumenlutschverbot für den Tag.
Natürlich fand die Mutter das ganz schrecklich und die Kleine wollte nicht mehr kommen.

Wir haben das aber nicht gemacht, weil wir es böse mit ihr meinen. Sie hat jetzt schon deutliche Folgen an den Zähnen und am Kiefer und den Schnuller nimmt man den Kindern ja auch iregend wann mal weg.

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hallöchen,

also ich finde das verhalten unmöglich von deinem ex das geht mal gar nicht wenn schon seine tochter kommt dann kann man sich doch auch zeit für sie nehmen.....
genausov versteh ich nicht was daran so schlimm ist wenn sie den babay bauch anfassen tut oder das baby hören will statt das kind einzubeziehen. Grenzt die frau von deinem ex das kind voll kommen aus. Kein wunder das sie nicht mehr hin will würde ich au nicht wollen. Desweiteren wie kann man ein Kind alle 30 min wecken um es aufs klo zu schicken. Das sie noch nicht sauber ist kann auch daran vielleicht liegen das ihr hormone fehlen die ihr das sagen wann sie aufs klo muss. Bevor du jetzt denkst ich spinn sag ich dir das ich das auch hatte als kind hab ich au immer ins bett gemacht und das ging bis ich 13 war...... also mach dir kein kopf das wird mit dem nachts sauber werden. aber was dein ex da macht ist alles andere als positiv.......

liebe grüße