Verhindert Utrogest eine Fehlgeburt?

Hallo Ihr Lieben,

ich bin in der 6. SSW und nehme Utrogest, da ich etwas bräunlichen Ausfluss hatte.
Jetzt habe ich hier irgendwo gelesen, Utrogest würde die Schwangerschaft "festkleben".
Heißt das, eine Fehlgeburt ist während der Einnahme von Utrogest nicht möglich?
Dann würde der Schutzmechanismus des Körpers, dass er einen nicht lebensfähigen Fötus abstößt, ja unterbunden.
Das fände ich natürlich nicht so toll.

Was meint Ihr dazu?

Liebe Grüße
Algarve

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Hallo Algarve,

die Fehlgeburt wird dann verhindert, wenn sie aufgrund eines Gelbkörpermangels passieren würde - sprich das Baby eigentlich lebensfähig wäre, aber durch das fehlende Hormon nicht vom Körper gehalten werden kann.

Stimmt etwas mit dem Baby selbst nicht oder es gibt andere Gründe für die Fehlgeburt (z.B. Blutgerinnungsstörung der Mutter), kommt es trotzdem zur Fehlgeburt. Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass das Baby wegen des Utrogests nicht durch Blutungen abgestoßen wird, aber eine Missed Abortion gibt es auch ohne Utrogest (spreche da leider aus Erfahrung...). Es könnte also sein, dass erst beim FA festgestellt wird, dass das Herzchen nicht mehr schlägt, es aber keine Blutungen gibt.

Viele Grüße, Alex

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Hallo Alex,

und genau das finde ich ja so furchtbar.
Da denke ich, alles ist in Ordnung, weil ich keinerlei Blutungen habe und dann heißt es beim nächsten Kontrolltermin, das Herz schlägt nicht.

Ist die Blutung bei Dir dann erst gekommen, als Du Utrogest abgesetzt hast?

Schön, dass Du wieder schwanger bist!

Liebe Grüße
Algarve

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Hallo noch mal,

nein, ich habe gar kein Utrogest genommen - deshalb habe ich geschrieben, dass es eine Missed Abortion halt auch ohne Utrogest geben kann...;-) Auch, wenn man kein Utrogest nimmt, heißt das nicht unbedingt, dass man sofort Blutungen bekommt, wenn das Baby gestorben ist. Das kann auch mal zwei Wochen oder länger dauern...:-(

Bei mir war es vier Mal so, dass in der 8. Woche kein Herzschlag mehr zu sehen war - nur beim ersten Mal hatte ich überhaupt Blutungen, die anderen Male kam die Diagnose erst beim Ultraschall...:-( Da aber jedes Mal eine Ausschabung gemacht wurde, weiß ich nicht, wie lange ich noch auf die Blutungen hätte warten müssen. Einmal war es aber so, dass meine Gyn die Diagnose donnerstags gestellt hat, freitags war ich zur Bestätigung im KH, montags musste ich zur OP wieder hin. Von Blutungen bis dahin keine Spur...

Viele Grüße, Alex

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Liebe Algarve!

Meines wisens kann ich das mit nein beantworten.
Utrogestan beinhaltet ein Hormon(Progesteron) dass zur Aufrechterhaltung einer SS notwendig ist. Es kann eine drohende Fehlgeburt nur positiv beeinflussen wenn die Problematik eines drohenden Abortes hormonell begründet ist.
Ist im Gegensatz der embryo selbst nicht lebensfähig(und das ist mit Abstand der häufigste grund für einen Abort) ändert Utrogestan daran nichts.

Ich wünsche dir alles Gute!

Liebe Grüße Melanie

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Hallo Melanie,

vielen Dank für Deine Antwort.
Schön, dass es hier so tolle Fachfrauen gibt :-D.

Liebe Grüße
Algarve

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