Welche Gründe habt ihr? WKS?

HI,

gestern wurde wieder ein Posting eröffnet zum Thema WKS.
Ich hab irgendwie eine total festgefahrene Meinung und möchte hiermit versuchen nicht mehr ganz so verbohrt diese Sache zu sehen. Welche Gründe habt ihr für einen WKS? Wie habt ihr euch informiert? Wie habt ihr die Vor- und Nachteile abgewogen? Ich möchte einfach meinen Horizont etwas erweitern und versuchen diese Entscheidungen besser zu verstehen. Ich wünsche mir auch, dass dieses Posting nun nicht als Hetzkampanie gegen WKS-lerinnen genutzt wird, denn genau diese Vorurteile, die zum Teil hier herrschen, möchte ich versuchen damit zu vertreiben! Ich habe lange gestern Abend über dieses Thema nachgedacht und denke, dass ich wahrscheinlich (sicher sogar) einfach nicht hinterfrage, sondern an meiner Meinung zu stur festhalte.
Helft mir, es zu verstehen, denn ich möchte nicht zu den intoleranten Frauen gehören!

LG
Jenny

1

huhu

ich freu mch auhc auf die antworten weil ich habe auch eine sehr eigene meinung zu diesem thema und würde es auch gerne verstehen wollen.
ich hoffe nur das nich nur frauen antworten die aus medizienischen gründen einen bekommen weil dann is das posting doch wieder schief gegangen.
mich interessieren die frauen die nix haben.

bin gespannt*freu*

glg bina mit jeremy und kjara inside 26+4

2

Und ich hoffe nur, das versteht jetzt niemand falsch. Denn ich möchte tatsächlich meine verbohrte Meinungn aus dem Kopf bekommen!

5

das hoffe ich auch aber m mom scheint keiner hier zu sein der einen wks macht ohne medizienischen grund naja die meisten machen nun mittag oder so

3

Hallo Jenny,

erstmal finde ich es ganz toll, dass du offenbar doch nicht so arrogant & intolerant bist, wie ein Post gestern von dir mich hat vermuten lassen (habe heute morgen daraufhin auch geantwortet, vielleicht hast du es gelesen?). Dafür ein dickes Daumenhoch #pro! Schön, dass du doch offen bist und zuhören magst.

Ich glaube auch, dass wir beide schon über die Gründe meines WKS gesprochen haben, aber notiere es hier gern noch einmal:

Meine erste Geburt war der reinste Horror #augen. Stunde um Stunde lag ich in künstlich erzeugten Wehen, bei grünem Fruchtwasser und Dauerbeobachtung via CTG. Es war einfach nur schrecklich - trotz PDA, denn hier ließ die Wirkung nach zig Stunden auch irgendwann mal nach. Mein MuMu wollte sich absolut nicht öffnen. Selbst nach 14 Stunden Hammer-Dauerwehen via Wehentropf war er noch nichtmal auf 2 cm Schlussendlich musste ein Not-KS gemacht werden. Im Nachhinein stellte sich bei mir heraus, dass mein MuMu innere Vernarbungen wg. früherer OP's aufweist und sich daher nur mit viiiieeel Glück, Geduld und tagelangen Wehen EVENTUELL öffnen würde.

Nach mehreren Gesprächen mit einer Hebamme, meiner FÄ, div. Informationen aus dem WWW sowie Büchern und auch Betroffenen habe ich mich dann für einen WKS für die Geburt meines zweiten Kindes entschieden. Denn mir war und ist ein "Vielleicht, eventuell, möglicherweise klappt es dieses Mal spontan" einfach zu wenig. Die erste Geburt war für mich so sehr traumatisch, dass ich mich lieber ein zweites Mal aufschneiden lasse, als noch einmal durch das "schöne Erlebnis der spontanen Geburt" zu gehen.

Das sind also meine Gründe und ich kann wirklich jede Frau verstehen, die sich heutzutage das Recht nimmt, ebenso zu entscheiden. Es gibt für mich nur ganz wenige Gründe, die gegen einen WKS sprechen und dass sind beispielsweise solche Gründe wie z.B. Angst vor Schmerzen (gilt nicht! Schmerzen hat man auch beim KS nicht zu knapp!) oder solche komischen Gründe wie Wunschtermine oder der Wunsch nach einem bestimmten Sternzeichen o.ä.

Nochmal: Du hast wirklich meine Hochachtung und meinen Respekt, dass du den Mut hast, über den eigenen Tellerrand zu schauen und verstehen möchtest!

VLG von Simone + Emely #baby + Steffen #ei (36. SSW)



8

Hallo Simone,

kann dich voll und ganz verstehen an deiner Stelle würde ich auch einen WKS machen lassen..
Frauen die mit Kaiserschnitt entbinden kann ich, wenn Gründe dafür vorhanden sind gut verstehen.. solang es nicht wie bei den Promis ausartet.. da ist es ja Mode mit kaiserschnitt ein Kind zur Welt zu bringen..das ist glaube ich auch nicht das wahre..

Lieben Gruß,

Fridde

9

*lach*

hab deine Antworten auf das gestrige Posting gelesen und fühlte mich daraufhin so unglaublich missverstanden. Leider auch zu recht, da ich nicht wirklich über meine Formulierung nachgedacht habe. Aber im Grunde haben wir ein und dieselbe Meinung zu dem Thema. Genau deine Worte und Beschreibungen treffen auf meine Meinung hin. Und eben deshalb sollte man immer die Gründe eines WKS hinterfragen, bevor man urteilt! Ich respektiere jede Entscheidung, aber eben wie du schreibst, sind Angst und Wunschtermin kein Argument. Alles andere auf jeden Fall! Und glaub mir: ich kann durchaus über meinen Tellerrand blicken und nun erklimme ich die Tischkante ;-)

weitere Kommentare laden
4

Ich habe mich zwar noch nicht entschieden, wäre auch noch etwas früh;-) aber für mich spricht schon was für einen WKS!
Ich möchte einfach das mein Freund dabei ist. Was bei ihm nich immer so einfach ist. Er hat sehr oft dienstliche Einsätze die teilweise 400-500 km oder noch mehr weit weg sind.
Da kann er dann auch nicht mal eben sagen "ich werde Vater ich fahre". Er käm da so einfach auch garnicht weg! Und wie wir wissen kommen unsere kleinen schließlich wann sie wollen und nicht wann Papa grad da ist.
Das ist für mich so ein Punkt wo ich mir schon überlege ob ich es machen soll.
Obwohl mir spontan schon lieber wäre!

LG Anni 10.ssw

6

Hallo,
ich über lege auch wegen einem WKS.
Muß aber sagen, daß ich im op arbeite, u.a werden da auch KS gemacht. Logischer Weise haben wir auch einen Kreissaal bei uns im haus. Und von daher hab ich schon viel Sch...e gesehen und kann auf solche Sachen verzichten.

Ich würde gerne bei mir im KH entbinden und der absolute Vorteil für mich ist ich kenne alle, aber leider auch die die keine Ahnung haben... bei einem WKS kann ich mir das komplette Team selbst aussuchen und weiß somit wer dabei ist...

Bei einer spontanen Geburt wüßte ich nicht, ob ich mich so darauf einlassen kann, wie es vielleicht sein sollte , weil ich vielleicht an dies und jenes Schlechte denke. Und ich glaube das wär dann nicht so schön.

Generell muß ich aber sagen bin ich mittlerweile einer Spontan Geburt nicht ganz abgeneigt, weil es glaube ich, mich und meinen Mann noch mehr zusammenschweißt.

Werde es mir also noch mal überlegen und man weiß ja nie, vielleicht macht man sich diese Gedanken voll umsonst... von wegen Beckenendlage, dann ist ein KS meiner Meinung nach sowieso angebracht...

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, sorry das das so lang geworden ist#hicks

Sabs+#ei16SSW

7

Ich hatte zwar keinen WKS, aber ich kann es verstehen wenn jemand sich dazu entschließt! Selbst habe ich viel zu große Angst vor einer OP! Ich habe hin und her überlegt, vor allem kurz vor der Entbindung ist die Angst vor dem Unbekanntem und vor den Schmerzen ja recht groß, so war es jedenfalls bei mir.
Aber die Angst vor der OP war größer;-), ich falle ja schon um wenn ich eine Spritze sehe die für mich bestimmt ist, bin übrigens Krankenschwester, nur mal so am Rande#hicks!
Persönlich hatte ich echt eine Traumerstgeburt#schein. Es gibt aber sicherlich viele Frauen denen es nicht so toll ergangen ist und die furchtbare Ängste vor der nächsten haben. Ich finde es toll wenn man die Freiheit hat entscheiden zu können!!!
Schließlich soll die Angst ja nicht die Freude auf's Kind verderben, meine Meinung. Ich weiß auch nicht ob das unbedingt was mit Toleranz zutun hat. Jedem das was er für sich als bestes empfindet...

LG Jasmin

12

lieb, dass du fragst.


also, eine freundin von mir hat sich einfach vollkommen unwohl mit der vorstellung der normalen geburt gefühlt. sie konnte es einfach für sich nicht einordnen und fühlen. hatte wochenlang schlimme träume, bis sie sich - vollkommen gesund - zu einem echten wahlkaiserschnitt entschieden hat. es war keinesfalls ein spaziergang, aber sie hat es niemals bereut.

ich hatte vor einigen jahren unterleibskrebs und habe einen durch operationen vernarbten muttermund. man kann es zwar damit auch vaginal probieren, aber die risiken sind deutlich höher. irgendwie habe ich das gefühl, mir da nichts mehr beweisen zu wollen / zu müssen, und mag auch kein risko für das muckelchen eingehen oder 66 stunden mit einem rigide verschlossenen mumu in den wehen liegen. irgendwie hab ich da unten genug "mitgemacht".


ich schaue mir heute abend eine klinik an und werde dort den wks mal ansprechen.


liebe grüße

lilly

13

Hi,

wir hatten ja auch gestern das "Vergnügen". Wie sich die Schilderung deiner Freundin anhört, war es ja richtige Angst. Ich weiß aus einem anderen Forum, dass das auch eine med. Indikation sein kann. Also auch nicht ein vollkommener WKS.
Deine Entscheidung liegt klar auf der Hand. Ich kann sie vollkommen verstehen und unterstützen. Auch ich würde mich an deiner Stelle für einen KS entscheiden.
Es ist einfach nur eine Definitionssache. Ich definiere eine WKS so: KS um einen bestimmten Wunschtermin (sei es ein Datum oder Sternzeichen) einzuhalten oder um die Angst vor den Schmerzen zu umgehen. Und damit meine ich nicht eine panische Angst, die rechtfertigt in meinen Augen einen KS sondern die ganz normale Unsicherheit und Angst vor einer Geburt. Die hat nämlich jede Frau und gehört auch dazu.
Ich hoffe mich jetzt richtig ausgedrückt zu haben und nicht wieder missverstanden zu werden.

LG
Jenny

14

Hallo,

mich betrifft das Thema zwar nicht (habe mein 1. Kind spontan entbunden und will das auch beim 2.), aber ich habe auch was zu sagen ;-)

Ich finde schon, dass es einen Grund gibt für einen WKS wegen Angst und zwar, wenn eine Frau eine Angststörung hat, wegen der sie in psychologischer Behandlung ist.
Eine ganz enge Freundin von mir ist da nämlich betroffen. Sie ist noch nicht schwanger, aber ich weiß, dass wenn sie diese Möglichkeit nicht hätte, dann würde sie die ganze lange Schwangerschaft, die ja auch ruhig genossen werden soll, NUR Angst haben.
Ich habe zwar schon oft mir ihr darüber gesprochen und ich bin mir gar nicht mehr so sicher, ob sie sich dafür entscheidet, aber wenn, dann kann ich sie nicht verurteilen.

Ob eine Frau mit Angsstörungen ein Kind haben sollte sei mal dahingestellt. Ich glaube sie wäre eine phantastische Mama, aber ich mag hier nicht ihre Schwierigkeiten so ausbreiten und darlegen, warum ich so denke, ich hoff ihr versteht das.

Lg, cora

16

Hast ja Recht. Es gibt die panische Angst (die ein Krankheitsbild darstellen kann) die in meinen Augen einen KS begründet oder eben die Angst, die jede Frau vor der Geburt hat. Die natürliche Angst, die auch wichtig und normal ist. Diese Angst sollte nicht missverstanden werden, denn diese Angst wird auch vor dem KS kommen.

15

Hallo Jenny,

bisher habe ich mich zu diesem Thema immer zurück gehalten - vor allem, weil es bei mir nicht akut ist. Meine erste Geburt war ein "fast geplanter" KS (wozu man sich aber erst am Tag davor entschieden hat, weil meine Werte immer schlechter wurden und die Einleitung einfach nicht klappen wollte (ET längst vorbei).

Ich hatte eine Nacht Zeit, mich mit dem Gedanken vertraut zu machen (natürlich habe ich mich vorher wie wohl jede Schwangere mit dem Thema schon mal beschäftigt). Wie auch immer, ich war kein bißchen aufgeregt und habe der Geburt voller Vorfreude entgegen gesehen. Vielleicht war das der Grund oder ich hatte einfach Glück, jedenfalls lief es super. Die Freude war groß, das Gefühl unbeschreiblich und die Schmerzen kaum vorhanden. Mir ging es prächtig danach, auch wenn das Aufstehen und Laufen beschwerlich war.

Während meines 1wöchigen Aufenthaltes im KH konnte ich so einige Geburten "mithören" (Fenster offen und mein Zimmer schräg neben den Kreißsälen). Ich habe nicht nur Mitleid mit den Gebärenden gehabt, ich hatte manchmal sogar richtig Angst, allein vom Zuhören!

Dummerweise habe ich 2 Monate nach meiner Geburt eine Freundin zur Geburt begleitet, weil ihr Mann es nicht mehr rechtzeitig geschafft hat. Ich dachte, das halte ich problemlos aus. Aber ich mußte mehrmals rausgehen, denn mein Kreislauf verabschiedete sich, der meiner Freundin auch fast (ich bekam Tropfen, sie dann Infusionen). Das Kind mußte am Ende per Saugglocke geholt werden - alles in allem dauerte das Ganze 15 Stunden und war wirklich schlimm für alle.

Dieses Erlebnis und mein wirklich problemloser KS hat mich dazu bewogen, beim nächsten Kind (noch nicht in Planung) einen WKS anzustreben - vorausgesetzt es gibt ein nächstes Mal. Das sind meine Gründe! Auch ich denke oft darüber nach und lese hier immer fleißig mit.

LG,

Manuela

17

hallo Jenny,

unter dem motto leben und leben lassen ;-)

ich habe 3 Kinder und 3 mal normal geboren und mein erster gedanke beim positiven Test war "mist die geburt.....! Panik machte sich sofort breit)
In der 10 ten oder 12 ten SSW habe ich schon meinen FA angesprochen auf einen WKS. und er meinte sofort "überhaupt kein Problem" (hatte mir das schwerer vorgestellt #kratz) Mittlerweile bin ich in der 32 ten Woche und meine Panik hat sich gelegt...... somit steht meine entscheidung noch nicht 100% fest.

Jetzt versuche ich es kurz zu fassen (bei 3 geburten nicht so leicht)

1ste Geburt dauerte 26 stunden hatte latente wehen die zwar da sind und weh tun aber leider den mumu nicht öffnen.
Das KH personal war mega unfreundlich und ich hatte (obwohl ich ein nüchterner gut informierter mensch bin) tierische angst.
Nach etwa 22 stunden viel der Hebi auf das der kleine mit der stirn auf den mumu drückt und der mumu total geschwollen war..... ich hatte solche schmerzen am mumu das ich die wehen nicht mehr gespürt habe...!! Nun gut bekam dan eine betäubungsspritze in den mumu sodas ich mich besser entspanne nach einiger zeit wurde dan die fruchtblase gesprengt und der "rest" verlief problemlos bis auf die "gezwungene" rückenlage und einem großen Dammschnitt.
2 te geburt: 14 stunden wobei ab der ersten wehe die wehen im 3 min takt. nach 13 stunden "latente wehen mal wieder" 3 bis 4 cm öffnung. fruchtblase gesprengt daraufhin wehensturm und 1 stunde später war der kleine da (also 1 stunde von 3 cm auf 10 cm + pressen...) nun ja als er dan da war mega schmerzen .... der FA meinte erst die nachgeburt dan schau ich mal .... als die nachgeburt dan kam spritzte das blut bis an die wand hinter dem arzt (ehrlich wahr und nicht überzogen....) der gute mann ein schock, meine ehemann kippte fast um ..... ich panik .... daraufhin vollnarkose um mich untenrum wieder zusammen zu flicken .... kleine schamlippen und klitoris ! gerissen .....
3te Geburt: 20 stunden wehen ....wieder die alt bekannten latente wehen, dachte ich bin nicht blöd also PDA die man nach 4 maligem stechen halbwegs drin hatte ich habe unter den wehen bis die pda dan mal kam unheimlich gelitten (Pda nach 16 stunden) Großer dammschnitt kind wollte nicht raus ... meine kräfte haben (durch die PDA??) nicht gereicht ..... FA mit ganzem gewicht auf meinem bauch .... hebi sichtlich gestresst herztöne vom kind im eimer .... und als es dann mit dammschnitt (eine wehe vor der saugglocke ....) endlich draussen war kam die nachgeburt nicht ..... also wieder Vollnarkose ausschabung 24 stunden lang noch wehentropf (nach der Geburt) weil sich die gebärmutter nicht zusammenziehen wollte und 3 !! mal den Blasenkatheter rein und raus geschoben weil ich so geschwollen war untenrum das ich kein wasser lassen konnte.

Sorry das es echt lang wird .... ahum ... Fazit :

Nachdem meine jüngste 1,5 Stunden im geburtskanal steckte habe ich fast ein jahr probleme gehabt urin zu halten und hatte noch länger gar kein empfinden beim GV. auch habe ich vermutlich jetzt dadurch ein leicht instabiles becken.

Ich frage mich jetzt ob es so gut ist wenn noch ein wurm "diesen Weg" geht ..... (abgesehen vom "respekt" denn ich der normalen Geburt gegenüber habe....
Was NICHT heissn soll das ich nicht auch ziemlich viel schiß habe vor einem KS und eventuellen komplikationen.

Liebe Grüße,
Patrix

Top Diskussionen anzeigen