An die Workaholic-Mamis (lang und ratlos)

hallo meine mit-kugelinnen!

ich hab heute mal eine ganz psychologische frage an euch:

wie habt ihr euren job loslassen können?

ich erklär euch mal (etwas länger #schein) warum ich euch um hilfe bitte:

ich habe seit 2 jahren meinen absoluten traumjob - ich bin in einem großen projekt verantwortlich für eine stabstelle (kommunikation und change-management) und seit sommer habe ich auch 2 mitarbeiterinnen.
lange habe ich um den status unserer stelle gekämpft und nun endlich habe ich das erreicht, was ich wollte - das job-baby beginnt nun endlich zu "fliegen" ... und nun "muss" ich gehen...

ich habe mich für meinen job sogar so sehr eingesetzt, dass ich im mai haarscharf am burnout vorbei gerast bin.

so jetzt schaut es im moment so aus, dass ich nicht mehr wirklich voll arbeiten kann - bin in der 20. SSW und bin nun schon 3+1+2 wochen im krankenstand. immer mit arbeiten dazwischen -> grad mal die ersten 3 wochen hatten jedoch mit der SS zu tun, das andere war darmgrippe und jetzt gürtelrose.

natürlich fehle ich in der arbeit und da sich meine mädls noch immer voll auf mich verlassen, läuft nicht mehr alles so rund... das macht natürlich ein schlechtes bild.

ich muss meine verantwortung somit abgeben - an jemanden, dem ich nicht vertraue, dass sie den job auch wirklich so macht wie es sein soll - in dem job steckt viel pädagogik und soziale kompetenz...

ja, ich weiß ich bin nicht super-woman, und auch ohne mich wird es irgendwie laufen und es kann mir ja eigentlich auch egal sein was nach mir kommt.... aber:
ich kann nicht loslassen!!! :-[:-[:-[

Wie habt ihr das geschafft???

(Bitte jetzt keine antworten wie: dein baby ist wichtiger, #bla - hat bis jetzt auch nicht geholfen #schmoll)

mein chef ist voller lobeshymnen für mich und hat mich schon gefragt ob ich nach dem mutterschutz vielleicht beratend ein paar stunden pro woche arbeiten kann... soll ich? soll ich nicht? ich weiß es nicht... #kratz

#danke erstmal fürs zuhören und hoffentlich könnt ihr mir eure erfahrungen mitteilen...

alles liebe für euch
lg
brigitte + little #hasi (19+2)

1

ich kann verstehen wie du dich fühlst. war zwar selber nicht in der situation, aber mir geht es bei vielen anderen dingen ähnlich. besonders mit meiner tochter jetzt...

kann dir leider keine tipps geben, was du machen kannst. da du der "einen" person nicht vertraust wirst du einfach da durch müssen, ne wahl hast du ja nicht wirklich.

was die beratende tätigkeit angeht: das würde ich auf jeden fall machen!!!!! es gibt heutzutage nicht viele gute jobs und da sollte man sich das wohlwollen des chef erhalten. besonders wenn es wirklich dein traumjob ist!

und ein paar stunden nach dem mutterschutz tun dir sicher auch nur gut! so schwer es ist, aber auch als mutter ist man nicht unentbehrlich ;-)

2

Hallo Golfmummy,

ich hatte noch nie eine Stelle in Deiner Position, kann mir aber Deine Situation sehr gut vorstellen.
Es ist toll, dass Du in Deinem Job so aufgehst, wobei Du ja schon selbst sagst, dass Du vielleicht doch zuviel Energie reinsteckst: "ich habe mich für meinen job sogar so sehr eingesetzt, dass ich im mai haarscharf am burnout vorbei gerast bin". Aber um das Loslassen - zumindest teilweise - wirst Du wohl nicht herumkommen. Dabei kann Dir möglicherweise auch ein Gespräch mit einer unbeteiligten Person (evtl. Beratungsstelle, auch kostenlos) helfen. Auch ein klärendes Gespräch über die zeitweise Abgabe der Verantwortung (natürlich mit vorherigem Plan Deinerseits) muss sein. Aber es gibt kein Patentrezept!!!

Was spricht denn dagegen, nach dem Mutterschutz wieder (stundenweise) zu arbeiten, wenn es Dir so viel Spaß macht und Du Dir das auch zutraust? Außerdem verhält sich der Chef doch toll!

Also nur Mut: alles durchdenken, besprechen und planen. Und nicht den Kopf hängen lassen!!!

Ich habe mich mal in einer Aushilfsstelle total unersetzlich gefühlt, bin noch mit akuter Nasennebenhöhlenentzündung und starkem Husten arbeiten gegangen - ich weiß, der Vergleich hinkt etwas - aber es hat keinem was genützt, mir am allerwenigsten. Ich glaube das ist etwas, was man im Leben lernen muss.
Wenn Du jetzt Deine Prioritäten anders setzt oder setzen musst, heißt das nicht, dass es für alle Ewigkeiten so bleiben wird. Du kannst doch immer wieder neu entscheiden, wie es weitergeht.

Und auch wenn Dir das nur wenig hilft: Das Baby ist sehr wichtig. Würdest Du das Baby gegen den Job eintauschen?

Lange Rede, kurzer Sinn: nachdenken, ggf. Hilfe in Anspruch nehmen und neue Prioritäten setzen.
Viel Erfolg und eine schöne #schanger
LG, Ichbindie


3

Hallo Golfmummy,

ich hatte noch nie eine Stelle in Deiner Position, kann mir aber Deine Situation sehr gut vorstellen.
Es ist toll, dass Du in Deinem Job so aufgehst, wobei Du ja schon selbst sagst, dass Du vielleicht doch zuviel Energie reinsteckst: "ich habe mich für meinen job sogar so sehr eingesetzt, dass ich im mai haarscharf am burnout vorbei gerast bin". Aber um das Loslassen - zumindest teilweise - wirst Du wohl nicht herumkommen. Dabei kann Dir möglicherweise auch ein Gespräch mit einer unbeteiligten Person (evtl. Beratungsstelle, auch kostenlos) helfen. Auch ein klärendes Gespräch über die zeitweise Abgabe der Verantwortung (natürlich mit vorherigem Plan Deinerseits) muss sein. Aber es gibt kein Patentrezept!!!

Was spricht denn dagegen, nach dem Mutterschutz wieder (stundenweise) zu arbeiten, wenn es Dir so viel Spaß macht und Du Dir das auch zutraust? Außerdem verhält sich der Chef doch toll!

Also nur Mut: alles durchdenken, besprechen und planen. Und nicht den Kopf hängen lassen!!!

Ich habe mich mal in einer Aushilfsstelle total unersetzlich gefühlt, bin noch mit akuter Nasennebenhöhlenentzündung und starkem Husten arbeiten gegangen - ich weiß, der Vergleich hinkt etwas - aber es hat keinem was genützt, mir am allerwenigsten. Ich glaube das ist etwas, was man im Leben lernen muss.
Wenn Du jetzt Deine Prioritäten anders setzt oder setzen musst, heißt das nicht, dass es für alle Ewigkeiten so bleiben wird. Du kannst doch immer wieder neu entscheiden, wie es weitergeht.

Und auch wenn Dir das nur wenig hilft: Das Baby ist sehr wichtig. Würdest Du das Baby gegen den Job eintauschen?

Lange Rede, kurzer Sinn: nachdenken, ggf. Hilfe in Anspruch nehmen und neue Prioritäten setzen.
Viel Erfolg und eine schöne #schwanger
LG, Ichbindie


4

Sorry, doppelt!!!!
Ichbindie

5

Hallo

hatte auch mal so eine Super-Stelle
danach sogar mit Kind eingesetzt,mit 4 Mon.Krippe,Eltern... ich war immerin der arbeit .

Kann Dir aber nur schlechtes berichten,alle haben gelitten

und der Dank war dann nach dem Erziehungsurlaub::-[
Friß oder Stirb= rausgemobbt ,man brauche keine Mütter in Führungspositionen:-[

Kleiner Tip, sei vorsichtig
Und setzt Deine Prioritäten so wie Du es richtig hälst.

Liebe Grüße
Martina+Toni 28SSW

6

hallo ihr lieben,

danke für eure lieben und ehrlichen worte!!!

ich denke mal, ich werde in der nächsten zeit noch viel viel nachdenken... #gruebel

alles liebe euch allen!

liebe grüße
brigitte + little #hasi (19+2)

7

Hi Brigitte,

ich kann dich ganz gut verstehen, ich bin in einer ähnlichen Situation. Mein jetztiger Job ist zwar nicht unbedingt "Traumjob", aber verbunden mit Verantwortung für die Mitarbeiter in der Produktion. Die liegt zwar nicht ausschließlich bei mir, aber ich bin meist der Moderator/Streitschlichter/Seelentröster wenn was dumm läuft. Das macht mir am meisten Probleme vom Job loszulassen. Ich habe irgendwie das Gefühl ich würde die Kollegen im Stich lassen.
Den Routineteil meiner Arbeit kann ich getrost unserem Lehrling (die dann ausgelernt hat) überlassen, die ist super zuverlässig und fleißig und wird das bestimmt gut machen (hat sie auch schon als Urlaubsvertretung für mich gemacht). Aber gerade wenn es jetzt auf Weihnachten hin wieder richtig hektisch wird überkommt mich das schlechte Gewissen und ich werde wohl einige Male im Mutterschutz (der nächste Woche beginnt) in der Arbeit vorbeischauen und nach dem Rechten sehen. Das ist auch durchaus gewünscht so, wir sind schließlich ein Familienbetrieb und der Lehrling kann erst im Februar voll übernehmen, das sie noch die Abschlußprüfung machen muss. Solange ich so fit bin wie in den letzten Wochen mache ich das auch gerne.

Nach dem Mutterschutz werde ich sicher eine andere Aufgabe bekommen, die mir zwar viele Vorteile bietet, aber das was ich mir in 3,5 Jahren in dem alten Job aufgebaut habe ist erst mal futsch. Na ja, genug gejammert, dafür kann ich dann wenigstens ein gutes halbes Jahr für meinen Schatz zuhause bleiben und muss nicht gleich wieder nach 8 Wochen in die Arbeit rennen und aufarbeiten, was während meinem Mutterschutz liegen geblieben ist #huepf.

Wenn dir jetzt schon angeboten wurde stundenweise wieder einzusteigen ist das doch ein gutes Zeichen und wenn es sich dann mit deinem Würmchen organisieren lässt, würde ich die Gelegenheit auch wahrnehmen. Wenn du jetzt so an deinem Job hängst, wirst du sicher froh sein nicht nur Hausfrau und Mutter zu sein, sondern auch noch einen Beratungsjob gut hinbekommen! Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg!

Du hast ja auch noch ein paar Wochen Zeit alles zu organisieren. Du wirst sehen, irgendwie findet sich immer eine Lösung. Alles Gute für dich und dein Kleines! Lass dich in den nächsten Wochen nicht zu sehr stressen ;-)

Sunny mit Krümelchen 34. SSW

8

warum nicht beratend wieder einsteigen? ich mach auch direkt nach dem mutterschutz mit 2 oder 3 stunden weiter, es wird uns gut tun...

nur solltest du dir klar sein, dass es dann auch nicht einfach ist, zuzusehen, wie andere deinen job vielleicht ganz anders machen, als du dir das vorgestellt hast.
lass die zeit für dich arbeiten, ich bin zwar auch nciht viel weiter als du (26.ssw) aber mit jedem weiteren schwangerschaftstag kann ich ein stück mehr "loslassen" und akzeptieren, dass jetzt ein neuer part in meinem leben anfängt ;-)

alles liebe

9

Ich kann Dich sehr gut verstehen, denn ich befinde mich in der gleichen Situation. Ich habe eine kleine Firma und helfe meinem Mann beim Aufbau seiner Firma.

Seit der SS bin ich immer wieder im Zwiespalt. Da ich im April eine FG hatte, haben sich bei dieser SS die Prioritäten geändert, aber ich kann noch immer nicht richtig loslassen.

Um es mir einfacher zu machen, habe ich mich auf Teilzeit gesetzt, habe meinen Kunden Bescheid gegeben. Ich habe so mehr Zeit meine Aufträge zu erfüllen. Ich arbeite statt 14 oder 16 Stunden nun nur noch 4-6 Stunden am Tag. (Muss dazu sagen, dass ich auch noch unsere Hochzeit in 2 Wochen vorbereite, was auch viel Zeit in Anspruch nimmt.)

Ich werde auch nach der Geburt stundenweise für meinen Mann und natürlich meine Firma arbeiten. Ich könnte die Leitung niemandem anvertrauen und Kontrolle ist besser wie Vertrauen, aber meine Familie steht über der Arbeit. Das habe ich geschworen, als ich die Beziehung mit meinem Mann begann und das werde ich halten.

Vielleicht gibt es auch bei Dir in der Firma die Möglichkeit Dein Projekt aus der Ferne zu steuern. Durch die moderne Kommunikation kann man sehr gute Homearbeitsplätze erstellen und Du hast noch genügend Zeit Dir eine "gut funktionierende" Assistentin zu "erziehen".

Ich finde es gut, wenn Frauen auch in der Elternzeit ein paar Stunden in der Woche arbeiten, denn so kommen sie aus ihrem Beruf nicht raus und entwickeln sich mit ihren Unternehmen weiter. Dies tut auch der Familie gut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Mann es gut findet, wenn ich mich mit ihm nur noch über Kindererziehung und Haushalt unterhalte.

Wir werden uns ein wenig aufteilen. Die Buchhaltung seiner Firma werde ich weiterhin machen. Ich werde ins Büro fahren, wenn er daheim sein kann, also entweder am Abend oder am Wochenende. Ich glaube mit guter Organisation lässt sich jede Situation lösen, so dass keiner zu kurz kommt.

Drücke Dir die Daumen für eine gute und zufriedenstellende Lösung für jeden: für dich, für deinen Mann und für dein Baby.

Lieben Gruß nach Wien.

Maria + Angelique (19. SSW)

Top Diskussionen anzeigen