Genervt von ungebetenen Ratschlägen!

Bin echt sauer, da erzähle ich einer Bekannten ("Freundin" ist langsam zu viel gesagt), dass ich mir demnächst mehrere Geburtskliniken ansehen möchte und sie tratscht es direkt ihrer Mutter weiter, die mich sofort anruft und mir Schauergeschichten von der Geburt des Kindes einer Tochter einer Bekannten im einem der fraglichen Krankenhäuser erzählt. Außerdem fühlt diese Mutter sich auch berufen, mir lang und breit zu erzählen, wie das bei ihr früher alles war. Meine Auffassung interessiert sie nicht. Ich war müde von der vollen Arbeitswoche und froh, mal einen Moment Ruhe zu haben, ... und dann das. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Bekannte und ihre Mutter helfen wollen, sondern es geht denen meinem Empfinden nach um Getratsche und Macht in einer Situation, wo ich selbst unsicher bin. Das habe ich während meiner Entscheidungsphase vor der FWU auch schon gemerkt. Auf mich wird keine Rücksicht genommen, mir wird kein Raum gelassen, um meine eigene Entscheidung zu treffen, diese herrischen Frauen wollen bestimmen. Wie es mir geht, ist denen egal.

Mir fällt es schwer, mich klar abzugrenzen, weil diese Bekannte dann schwer beleidigt ist anstatt zu versuchen, sich in mich hineinzuversetzen. Ich glaube, es hilft nur, mich von ihr fern zu halten und ihr nichts mehr zu erzählen, denn sie tut mir nicht gut.

Fazit: Ich glaube, während der Schwangerschaft wird frau geradezu "gezwungen", darauf zu achten, was ihr gut tut
und es ist sehr wichtig, sich fürs eigene Wohlbefinden und damit das des Kindes zu entscheiden, auch wenns ungewohnt ist.

Kann sein, dass das ein spezielles Problem von mir ist, aber trotzdem danke fürs Lesen ;-)

LG sand8 (19+6)



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Hey!

Ich kann Dich gut verstehen. Mir geht meine Umwelt momentan ziemlich auf den Wecker, der letzte der es abbekommen hat war diese Woche mein Schwiegervater... Ich habe auch sehr oft das Gefühl, dass man mich bevormunden möchte oder es garnicht interessiert was ich möchte/ wünsche/ fühle... Wenn ich mich dann aber beruhigt habe fällt mir auf, dass ich in der Schwangerschaft sehr aggressiv geworden bin und mich manchmal sehr ungerecht verhalte. Ich kann aber im Moment auch nicht anders, der kleinste Anlass kann mich zum Kochen bringen. Es sind wohl die Hormone.

Aber wie Du es schon schreibst: es ist wohl so, dass man in der Schwangerschaft fürs eigene Wohl Prioritäten setzen muss. Vielleicht ist es dann ganz gut solche Situationen und Personen zu meiden, wenn es nur aufregt! Unsere nichtschwangere Umgebung peilt die Lage manchmal nicht so richtig... ;-) Deine Bekannte hat´s bestimmt nur gut gemeint, aber unter uns: mir wär´s auch "zu gut" gewesen...

#liebdrueck und liebe Grüße von Steffi und Krümel 17+6 ( hier noch eine #tasse Tee zur Beruhigung. Prost! )

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Hi,

es ist wichtig, daß Du Dir Deine eigenen Eindrücke von den jeweiligen Dingen des Leben verschaffst u. das tust Du ja auch, entnehme ich Deinem Beitrag. Bleib Dir und Deinem Gefühl treu und vertrau darauf, das ist wichtig.

Jeder versucht dann plötzlich tolle Tipps o. Ratschläge zu geben, die echt nerven können, vor allem, wenn man darum nicht gebeten hat, aber so sind manche Menschen nunmal..

Distanz tut gut, wenn Du wirklich dieses magst, aber anderenfalls erzählst Du eben nicht mehr als nötig, Du lernst daraus. Ich denke nicht, daß sie es böse meinte, als sie ihrer Mutter davon erzählte, Frauen und Männer sind nunmal sehr mitteilungsbedürftig u. werden es auch immer bleiben, es liegt an Dir, wieviel Du zulässt.

Reg Dich nicht auf, du machst einfach was du denkst u. das ist gut so. Es ist kein spezielles Problem von Dir, sondern einfach nur ein komunikatives Problem der Menschheit;-)

LG
Susi

3

Hallo Ihr Mädels,

glaubt nur nicht, dass das besser wird. Je fortgeschrittener eure SS ist, um so schlimmer die Geschichten.

Ich kenne inzwischen die gesamten Geburtsberichte aller Frauen aus meiner Nachbarschaft (sogar die von den 80jährigen).

Ich kanns nimmer hören. Und dann die ganzen Ratschläge zur Erziehung .... #augen#augen

Grüßle
xandora, ET-3

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Jaaaa, das kenne ich. Das Beste sind die, die dann nachher sagen "Siehste, hättest Du mal auf mich gehört...", wenn irgendwas nicht nach Plan gelaufen ist.

Mein Motto: Relaxen, Krankenhäuser selbst ansehen und einfach abwehren wenn einem jemand mit der Geschichte von der schlecht verheilten Dammnaht/ dem brutalen Kaiserschnitt/ dem fast im Aufzug geborenen Kind/ dem unfähigen und unauffindbaren Arzt auflauert. #schock

Aber ich finde, nicht nur die Horror-Stories haben es in sich:

Mir hat eine Frau vor der Geburt erzählt, das sie alles ganz positiv veratmet hat und das angeblich gar nix wehgetan hat, wenn man nur relaxed und sich voll und ganz als Frau fühlt... Oh Gott, die hab ich während der Wehen so verflucht! #freu

Viel Spaß noch! Ulli

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Hallo!

Ich (15. SW) entdecke an mir einen vorher nicht gekannten, gesunden Egoismus, den ich wahrscheinlich auch einfach zum Schutz des Kindes entwickle: mir unliebsame Termine/Treffen sage ich ab oder gar nicht erst zu, Gespräche lenke ich viel stärker mit und blocke bestimmte Themen einfach ab und (dies vielleicht auch als ganz simpler Tipp) wenn ich müde von der Arbeit komme, lasse ich den Ab rangehen oder schaue auf die Anzeige und spreche nur mit Menschen, die mir auch Kraft geben.

Man muss nicht von allen gemocht werden, gerade nicht von Leuten mit so wenig Verständnis für deine Bedürfnisse und Gefühle.

Du findest bestimmt einen Weg! Grüße von Elanor

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