11. SSW Atemnot, Panikattacken?

Hallo zusammen

Ich habe eine Frage an ebenfalls betroffene. Bevor es eskaliert, einen Termin habe ich beim Psychotherapeuten bereits vereinbart (Ende Monat).

Seit zwei Jahren leide ich an einer Angst- und Panikstörung. Seit ich schwanger bin, hatte ich kaum Anfälle o.Ä. Nun habe ich seit 2 Nächten/Tagen immer wieder ein Problem mit dem Atmen. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht genug Luft bekomme und jeden Moment umfalle (was aber nicht passiert, nehme an es liegt am Hyperventilieren). Die Lippenbremse mache ich zwischendurch immer wieder, aber auch die kann ich nicht den ganzen Tag machen. Beim Arzt kommt immer wieder dasselbe raus --> "psychosomatisch", was mir definitiv nicht hilft. Ich kenne nur Baldriankapseln von Zeller (Redormin) doch auch die bringen mir nicht viel. Da ich ASS einnehme und Fragmin spitze gehe ich davon aus, dass ich definitiv keine Lungenembolie habe. Es fühlt sich halt nur an, als würde sich mein Brustkorb zuschnüren (bekannt bei Panikattacken).

Kennt das eine von euch und kann mir evtl. Tipps geben?

Danke schon mal im Voraus und alles liebe
Lali

1

Ach mensch, du liebe, das tut mir leid für Dich! Für mich klingt das auch absolut nach Panikattacke, leider kenne ich das auch zu gut Punkt bei meiner jetzigen Schwangerschaft habe ich noch den zwei Fehlgeburten davor häufiger damit zu kämpfen gehabt, war da sogar zwischendurch bei der Frauenärztin, weil ich Angst hatte, dass der Embryo Sauerstoff unterversorgt wäre, sie konnte mich aber jedesmal beruhigen, dass der sich den Sauerstoff aus dem Blut holt und dass das schon geht.

Sie hatte mir auch zunächst Lippenbremse und wirklich in die Hände atmen gegen Hyperventilieren vorgeschlagen, hat mir aber auch erlaubt Neurexan zu nehmen. Vorher habe ich mit Dystologes gearbeitet, weil ich auch immer Herzrasen dazu hatte vor der Schwangerschaft. vielleicht hilft dir ja Neurexan? Es scheint auf jeden Fall erlaubt zu sein in der Schwangerschaft.

Viel Glück dir und alles Gute! Ich hoffe, bei der Therapie wirst du gute Techniken erlernen.

2

Ach so, was mir ergänzend noch einfiel: ich hatte das auch vorwiegend zwischen der achten/neunten und zwölften SSW, das ist auch die Zeit, in der sich das Blutvolumen so stark vergrößert, wenn ich das richtig im Kopf habe. Auch dadurch kann es tatsächlich und nicht nur psychosomatisch zu Atembeschwerden kommen. In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich richtige Schwindelattacken.

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Danke dir für deine Antwort liebes! #herzlich
Es ist echt mühsam, vor allem, weil es durchgehend ist mittlerweile (also so fühlt es sich an). Ich habe die ganze Zeit einen Kloss im Hals und das Gefühl, dass ich ersticke. Ja, klar mache ich mir auch Sorgen um meine Raupe und hoffe, es liegt wirklich "nur" an den von dir erwähnten Gründen und nicht an etwas Körperlichem.
Neurexan gibt es in der Schweiz nicht, da müsste ich mich zuerst schlau machen. Hat dir das gut geholfen?

3

Huhu liebes ❤️

Das tut mir leid dass du das durchmachst.

Habe damit auch lange zu tun gehabt (durch meine alte Arbeitsstelle (burn out + Panik Attacken + Angstzustände)

Habe dagegen damals Tabletten (sertralin) bekomme und eine Therapie + 8 Monate Krankenschein.
Die Tabletten sollen leichte antidepressiva sein. Habe sie etwas über ein Jahr genommen und dann bald eine Besserung gemerkt. Die Dosierung wurde immer wieder angepasst. Ob das bei dir nötig ist mit stimmungssufhellern zu arbeiten weiß ich als leihe natürlich nicht 🙈 in der Schwangerschaft ist das eh alles etwas anders, aber dein Termin sollte das ja aufklären.

Kann nur sagen, heute geht es mir gut. Aber muss dazu sagen, dass ich in der Schwangerschaft anfangs auch dachte, würde rückfällig werden. Allerdings war das schnell vorbei. (Gottseidank 😂)
Die Hebamme meinte, daran waren wohl die Hormone schuld.

Ich wünsche dir, dass du es in den Griff bekommst. Es hört sich stark nach Panikanfällen an, ja.

Hast du auch Symptome wie kalt Schweiß, zittern, Schwindelgefühle, Kloß im Hals?

Hatte das besonders morgens vor der Arbeit (der belastenden Situation bei mir).
Ist es bei dir irgendwie ähnlich, dass du das oft vor irgendetwas hast, oder nach irgendwelchen Gedanken die du dir machst?

6

Hallo liebes

Ja, bei mir fing es im Job an vor 2/3 Jahren etwa. Wir hatten einen richtigen Drachen als Chefin, welche uns echt mies behandelt hat. Ich hatte in dieser Zeit 2 Nervenzusammenbrüche, war komplett überarbeitet und landete im Krankenhaus, weil wir alle dachten, ich hätte einen Herzinfarkt erlitten. Dem war gottseidank nicht so, aber diese Angststörung entwickelte sich aufgrund dessen. Ob das nur der letzte Tropfen im Fass war oder der ausschlaggebende Punkt der Erkrankung, weiss ich leider (noch) nicht. Das werde ich dann in der Psychotherapie konkret anschauen.

Ich kenne die Symptome mit kaltem Schweiss usw., aber nachts habe ich das nicht. Es ist mehr so wie du sagst, dass ich einen Kloss im Hals habe nach dem Aufwachen und das Gefühl habe, nächstens zu ersticken oder einen Infarkt zu bekommen, weil mein Herz so rast und ich Beklemmungsgefühle im Brustkorb bemerke. Leider ist es so, dass ich mich sehr schäme für diesen Zustand und unterdrücke es (bei der Arbeit, in der Öffentlichkeit) so gut es geht. Ich möchte nicht als Hypochonder dastehen, aber ich war schon gefühlt 1000x beim Arzt, weil ich es lange nicht realisiert hatte, dass es die Anzeichen einer PA sind und immer körperliche Ursachen vermutet habe.

In zwei Wochen habe ich den Termin beim FA und dann schaue ich nochmals mit ihm, ob ich etwas einnehmen darf oder nicht (in der CH haben wir nicht so viele Optionen leider, schon gar nicht so viele Medis wie ihr).

Eventuell melde ich mich nochmals bei dir, du scheinst (leider) viel Erfahrung damit zu haben.

Alles liebe
Lali

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Gut das du dir Hilfe geholt hast!
Mach dir bewusst, auch wenn es sich so anfühlt.... Dir passiert nichts!!!!

7

Danke für das Bild. Ich habe davon auch schon gehört, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass all diese Methoden bei mir nichts bringen :-(
Ja, ich weiss, dass nichts passieren kann/sollte. Das Problem ist einfach, dass einem im Kopf so viel Negatives verankert ist, dass man bei jeder neuen Attacke denkt "was wenn JETZT wirklich etwas Körperliches der Grund ist?" und so fällt man ständig in eine neue Spirale rein.

Ja, ich hoffe auch, dass mir die Therapie etwas bringen wird und ich endlich wieder normal leben kann #huepf

Alles liebe für dich #herzlich
Lali

8

Ach Mensch, ich weiß... Der Verstand schaltet sich da einfach aus. Was mir noch geholfen hat war vieeeel Schwimmen zu gehen. Das der Körper richtig schön müde ist. Und wenn ich eine Attacke hatte, hab ich so ausmalbilder gemacht. So ganz feine, wo man sich sehr konzentrieren muss. Oder hab im Bad die Fliesen geschrubbt und dabei gezählt. Hast du Dinge die du machen kannst wenn es soweit ist? Schreib mir gern eine pn.
Liebe Grüße

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