Braucht man eine Hebamme?

Hallo zusammen,

ich wollte mal nachfragen, ob es Frauen hier gibt, die bewusst keine Hebamme zur Schwangerschafts- und Wochenbettbegleitung beauftragt haben?

Ich bin in ssw6 in der ersten Schwangerschaft und bekomme häufig gesagt ich sollte so schnell wie möglich eine Hebamme suchen. Ich habe mich ehrlich gesagt erst heute mit dem Thema Hebammen beschäftigt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich eine brauche. Sobald meine Familie Bescheid weiß (was noch ein paar Wochen dauern wird) kann ich die ja fragen? Soweit ich weiß hatte keiner eine Hebamme, weder meine Mutter noch Tanten etc. Sie alle haben viele gesunde Kinder ohne Komplikationen zur Welt gebracht.

Aber natürlich hat es auch seine Vorzüge, einen Profi an der Seite zu haben, das ganze wird ja auch noch von der Krankenkasse bezahlt.

Ihr seht ich bin unentschlossen, brauche dringend rat🙈

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Ich bin auch zum ersten Mal schwanger in der 10.SSW. Anfang der Woche habe ich mich auf die Suche gemacht nach einer Hebamme, ich dachte immer ich bin zu früh dran, habe aber von allen gesagt bekommen, dass es genau richtig wäre, in einem Monat wären sie schon ausgebucht. Es hat auch ein paar Anrufe gebraucht bis ich eine Hebamme gefunden habe bei der ich auf Anhieb ein gutes Gefühl hatte. Prinzipiell kann man auch ohne Hebamme ein gesundes Kind bekommen, ich glaube aber gerade als Erstgebärende unterschätzt man die Herausforderungen die die ersten Tage und Wochen mit Baby mit sich bringen. Am Anfang besucht einen die Hebamme täglich bzw. alle paar Tage und hilft einem bei sämtlichen Fragen zur Babypflege, Stillen und Wochenbettbetreuung für dich. Ich denke es kann nicht schaden sich bei einer Hebamme anzumelden. Wenn du dann merkst, dass du sie doch nicht brauchst musst du sie ja nicht kommen lassen.

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Vielen Dank für die Antwort, ja bei der ersten Schwangerschaft macht es durchaus Sinn, ich denke ich werde einfach meinen frauenarzt fragen, wenn ich nächste Woche den 1.termin habe

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Manche Frauenärzte sind aber keine Befürworter von Hebammen. Ruf doch mal die ein oder andere in deiner Umgebung an und bekomme ein Gefühl dafür was du möchtest.

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Ich denke das kommt drauf an was du möchtest.
Ich persönlich habe eine Hebamme fürs Wochenbett. Einfach um ggf Fragen beantwortet zu bekommen ohne jedesmal den Kinderarzt damit zu behelligen.
Für in der Schwangerschaft empfand ich es als unnötig da ich oft genug zum Arzt muss. Und ich auch keine Kleinkinder hier habe wodurch es eher sinnvoll wäre nicht alle 4 Wochen zum Arzt zu fahren. Aber ich kann meine Hebamme dennoch über WhatsApp alles fragen wenn was is.
Von daher kannst nur du entscheiden was du möchtest ^^ was du auf häkelnden Fall machen solltest weder in der Schwangerschaft noch wenn das Baby da ist, alles zu googlen. Weil dann kommt eh immer das schlimmste bei raus und es macht einen nur noch unsicherer im Kopf.
Alles gute dir

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Vielen Dank für die Antwort

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Also grundsätzlich braucht man nicht zwingend eine. Es ist auch die Frage, ob du Erfahrungen mit Babys und kleinen Kindern hast durch Familie oder Freunde. Und ob du dir das zutraust.

Ich hatte bei meinem Sohn eine und war nachher froh, sie zu haben, da mein Sohn 4 Wochen zu früh zur Welt kam und die gewichtszunahme und auch das stillen bei mir ein großes Thema waren. Dabei hat sie mich super gut unterstützt. Auch wenn man mal spezielle Fragen hat, kann sie dir sehr gut helfen.

Habe mich in dieser Schwangerschaft aich gefragt, ob ich wieder eine brauche und habe mich dann dazu entschlossen eine zu nehmen, falls vielleicht doch irgendetwas nicht so läuft, wie geplant.

Wenn du merkst, dass du sie nicht brauchst, dann kannst du ihr auch sagen, dass sie nicht mehr kommen braucht und wenn du dann wirklich mal was hast, kannst du sie ja trotzdem immer noch anrufen.

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Das ist ein guter Ansatz, ich bin ein viel beschäftigter Mensch, möchte auch lange arbeiten, ich denke nicht dass da wöchentliche Kurse und kontrolltermine drin sind. Aber wenn man sich das ja selbst zusammenstellen kann ist das ja sehr gut

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Ich hab es in beiden Schwangerschaften so gemacht, dass ich eine für die Wochenbett Betreuung habe, die ich aber während der Schwangerschaft bei Bedarf auch mit Fragen kontaktieren kann. Da ist also nichts mit lauter zusätzlichen Terminen aber es ist schnell mal nenExpertenmeinung per WhatsApp eingeholt. Außerdem mache ich einen Geburtsvorbereitungskurs, der wegen Corona aber diesmal an 4 online Terminen läuft.. Ist dann natürlich auch wenig Zeitaufwand. Bei der letzten Schwangerschaft übernahm meine Hebamme dann auch Kontrollen ab ET weil meine Ärztin dann Urlaub hatte.
Für nach der Geburt finde ich es durchaus sinnvoll, da man einfach nie weiß, wie die Geburt läuft und ob es irgendwelche Probleme mit dem Kind oder mit eigenen Verletzungen gibt

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Ich habe eine sehr nette Nachsorgehebamme, da ich anfangs überlegt habe ambulant zu entbinden und daher hab ich mich auch sehr früh gekümmert.
Ich finde es ganz angenehm noch jemanden um Rat fragen zu können und zwar einen Profi. Ich finde das ist schon ein Unterschied zum Erfahrungsautausch mit Mutter und Schwester. Und dann ist es für uns auch beruhigend, dass uns jemand am Anfang mit Kind hilft. Aber das kannst du ja alles selbst entscheiden.

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Ich habe am Anfang meiner ersten Schwangerschaft auch so gedacht und mir dann doch eine Hebamme gesucht. Beim Kennen lernen habe ich sie auch ganz direkt gefragt, wofür ich sie eigentlich brauche, weil mir das so unklar war. Sie meinte nur, wenn ich das Gefühl auch nach der Entbindung hätte, könnte ich ihr das noch immer sagen und dann käme sie einfach nicht mehr, weil ich sie nicht bräuchte.

Letzendlich hatte ich Schwierigkeiten mit der Rückbildung und der Stillstart war auch etwas holprig. Ich war sehr froh, sie an meiner Seite zu haben, und habe sie jetzt in der 2. Schwangerschaft auch gleich wieder "engagiert".

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Vielen Dank für den Erfahrungsbericht, ja man weiß wirklich nie was auf einen zukommen könnte

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Ich habe grade in der 27. Ssw mit meinem ersten Kind schwanger und habe mich bewusst für eine Hebamme entschieden, da ich keinen Nachteil sehe. Die Hebamme bleibt nur solange man sie braucht und kann einem natürlich auch alle Fragen beantworten die in den ersten Tagen mit Baby so aufkommen. Und ich meine, kostet ja nichts. Ich habe z.b. niemanden in meinem Umfeld, der in den letzten 10 Jahren ein Kind bekommen hat, und meine Mutter und meine Schwiegermutter werden da nicht viel Hilfe sein, da sie noch sehr altmodisch sind, was den Umgang mit Babys angeht so zum Thema "schreien lassen" und dem verwenden von pflegeprodukten z.b..

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Ich bin eben ein Mensch der er nicht mag, wenn man zu viele Regeln und Richtlinien vorgesetzt bekommt. Ich denke ich weiß selbst was gut für mich ist und was nicht. Aber natürlich bin ich ja erst ganz am Anfang und weiß nicht in welchen Situationen ich noch stecken werde, in denen ich Hilfe benötige.

Ich werde nächste Woche bei meinem ersten Frauenarzt Termin mit meiner Frauenärztin darüber sprechen, da bin ich in ssw7, und denke ehrlich gesagt nicht, dass es da schon zu spät ist jemanden zu beauftragen

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Also es kommt natürlich drauf an, wie die Hebamme von der Art her ist. Da gibt es bestimmt solche und solche. Aber meine Hebamme hat z.B. keine Regeln und Richtlinien an die ich mich zu halten habe. 😅 Sie berät bei Bedarf und überlässt es mir, was ich annehmen möchte und was nicht. Und ich bin sehr froh, sie gefunden zu haben. Mir gibt es ein Gefühl von Sicherheit. Gerade für die Nachsorge beruhigt es mich doch sehr. Es läuft nicht immer alles nach Plan und dann ist man sicher froh, einen Profi an der Hand zu haben. Und manchmal darf man sich vielleicht auch einfach mal etwas sagen lassen, wenn jemand anderes einfach mehr Erfahrung hat..davon profitiert man ja 😊
Du kannst ja eine suchen und ein Erstgespräch vereinbaren. Wenn du dann der Meinung bist, dass du sie nicht brauchst, dann kannst du immer noch nein sagen. Ich persönlich sehe aber keinen Nachteil in der Betreuung. Wenn dann nur Vorteile, eben bei Bedarf 🤷‍♀️
Und je nach Wohnort solltest du tatsächlich schnellstmöglich anfangen. Das wird oft unterschätzt. Es ist leider wirklich so. Bei uns heißt es "sobald der Test trocken ist" und selbst dann muss man Glück haben 🙈

Alles Gute 😊

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Ich bin zum zweiten mal schwanger und habe bewusst keine. In der ersten Schwangerschaft wurde mir wenigstens fürs Wochenbett eine aufgeschwatzt. Die hat mich jedoch genervt durch häufige Anwesenheit, bei Fragen ab und an selbst gegooglet und bei Problemen die mir eine befreundete Kinderkrankenschwester telefonisch sofort beantworten konnte, an den Kinderarzt verwiesen. So einen Nerv will ich mir nicht wieder antun.

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7. SSW kann aber schon zu spät sein, sodass du nicht mehr deine Wunschhebamme bekommst. Das ist wirklich der Hammer wie begehrt sie sind.

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Huhu,

Also ich hatte keine Hebamme und habe sie auch nicht vermisst.
Im Krankenhaus gibt es ja welche und während der Geburt wurde ich von 2 tollen Hebammen betreut. In den 3 Tagen auf Station hätte ich klingeln können, wenn ich was brauche, aber brauchte ich nicht.

Nach der Entlassung sagten sie noch, wenn was ist kann ich jederzeit anrufen.
Auch bei meiner FÄ konnte ich anrufen, wenn was ist. Musste ich dann tatsächlich auch, da ich Probleme mit der Kaiserschnitt narbe hatte.

Mir hat das definitiv gereicht. Ich denke es hätte mich gestresst, wenn hier jemand täglich auf der Matte stehen würde, um nach uns zu sehen. Wir sind aber auch gut alleine zurecht gekommen. Stillen hat ab dem ersten Moment problemlos geklappt, ohne Schmerzen oder wunde Brustwarzen. Würde ich vielleicht anders sehen, wenn der Start holpriger gewesen wäre.

Sollte ich wieder schwanger werden dürfen, würde ich es wieder so machen.

LG Rozalin

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Ich hatte bei dem zweiten Kind auch überlegt, ob ich eine Hebamme brauche oder nicht. Letztendlich war ich froh, da der Kleine eine leichte Gelbsucht hatte und nicht mehr an der Brust getrunken hat. Wenn es nach dem Kinderarzt gegangen wäre, dann hätte ich abstillen sollen. Mit der Hebamme an der Seite habe ich den Kleinen aber trotzdem an der Brust aufpäppeln können. 😊
Wegen so unvorhersehbaren Problemchen hab ich mir nun bei Nr. 3 auch wieder eine Hebamme gesucht.

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