OP nötig?

Ich weiß nicht, ob dass das richtige Forum ist, aber hier kriegt man wirklich schnell Antworten. Vielleicht habt ihr ja welche für mich.
Manche haben das Drama um meine Schwangerschaft mitbekommen.
Schwanger Ja, nein.
ELSS Ja, nein.
Auf einmal Fruchthöhle zu sehen.
Nun ist klar, sie wächst nicht mehr weiter und die hCg Werte sind sich deutlich nicht mehr am verdoppeln.
Mein FA hätte die Ausschabung glaube ich am liebsten persönlich vorgenommen, ob er genervt war von meiner Ja/Nein intakten Schwangerschaft? Ich weiß es nicht.
Ich bin ein nervliches Wrack!
Jetzt habe ich heulend im Krankenhaus angerufen und gefragt ob man nicht warten kann, bis die Natur ihren Lauf nimmt. Die Werte steigen ja nun deutlich nicht mehr so an, wie sie es letzte Woche taten und die Fruchthöhle ist auch nicht mehr gewachsen.
Muss dann ein Eingriff sein? Laut Klinik ja, aber ich sträube mich irgendwie.
Ich habe schon so viele Eingriffe im Gebärmutter-Bereich gehabt. Biopsien, Konisation, Kaiserschnitt etc. Bei den letzten beiden FG hat man mir doch auch die Wahl gelassen? Ich habe verstanden, das die Schwangerschaft nicht intakt ist..Aber kann man mich jetzt nicht in Ruhe lassen? Ich bin so traurig...

1

Oh das tut mir sehr leid zu hören. Also bei meiner FG im Januar hatte ich die Ärztin darum gebeten mich nicht ins Krankenhaus zur As zu schicken sondern um Medikamente gebeten die den natürlichen Abgang beschleunigt und voran bringt. Habe auch welche bekommen und einige Stunden später fing es dann auch schon an und zum Glück war alles raus. Ich hatte nach einer vorherigen AS auch so Probleme mit meiner Gebärmutter und der Schleimhaut und im Oktober auch eine BS . Das war mir da auch Zuviel. Ich würde immer wieder auf die Medikamente zurück greifen. Krankenhäuser ist es egal ob es gut ist oder nicht die empfehlen immer eine As da es leicht und unkompliziert ist. Aber das viele Frauen danach Probleme entwickeln bekommen da da schon nicht mehr mit. Hör einfach auf das was du für richtig hältst und lass dich zu nichts drängen.

2

Nach den Medikamenten habe ich auch gefragt, sowohl beim Arzt als auch im Krankenhaus. Beide meinten, dafür wäre ich zu „weit“.
Die Fruchthöhle entspricht aber erst 5+5 (allerdings schon seit letzter Woche Donnerstag)
Mir wäre es lieber, ich dürfte warten bzw Medikamente nehmen.

9

Mir hat man bei 6+x (berechnet nach Entwicklungsstadium des Embryos) noch die Wahl gelassen Medikamente zu nehmen oder zu warten.

Ich hab mich damals für die Ausschabung entschieden weil ich eigentlich schon 11+x gewesen wäre und einfach damit abschließen kann. Mein Körper hatte zu dem Zeitpunkt ja schon 4 Wochen nicht gemerkt dass sich nichts mehr entwickelt, daher wollte ich nicht mehr warten und ich hatte ehrlich gesagt Angst davor plötzlich von der Blutung überrascht zu werden.

Nur zum Hintergrund: Ich war erst bei 10+x das erste Mal beim Arzt, daher hatte man die Fehlgeburt nicht vorher festgestellt.

Ich kenne deine spezifischen Risikofaktoren nicht, aber die Begründung "zu weit" finde ich nicht überzeugend. Da würde ich mir eine weitere Meinung einholen.

Alles Gute für dich #klee

weiteren Kommentar laden
3

Hallo,

ich habe bei meiner zweiten Fehlgeburt auch keine Ausschaung machen lassen und auch keine Medikamente genommen.

Allerdings hat mich meine Frauenärztin dabei begleitet und regelmäßig den HCG Wert bestimmt. Ich habe auch mit einer Hebamme Kontakt aufgenommen, die mich ebenfalls begleitet hat und mir meine Sorgen genommen hat. Außerdem haben Hebammen immer gute Tipps, die die Ärzte nicht geben können.

Nachdem alles abgegangen war, hat die Ärztin die Werte weiter kontrolliert und einen Ultraschall gemacht. Das ist wichtig, um einzuschätzen, ob noch Gewebe in der Gebärmutter zurück geblieben ist. Ist das der Fall, müsste man dann eine Ausschaung machen, weil dieses Gewebe eine erneute Schwangerschaft verhindern kann. Bei mir ging alles gut, es ist nichts zurück geblieben.

Ein natürlicher Abgang kann allerdings mit etwas mehr Blut einhergehen, weshalb du das nicht allein, sondern in Absprache mit einem Arzt oder einer Hebamme machen solltest. Bei mir kam allerdings nicht so viel Blut, obwohl ich schon ziemlich weit war.

Lass dich auf jeden Fall beraten bei einer Hebamme oder deinem Arzt, darauf hast du einen Anspruch!

Liebe Grüße und viel Kraft 🍀

4

Hallo meine Liebe,

das tut mir unglaublich leid für dich, dass du sowas durchmachen musst. Im Normalfall gibt es 3 Möglichkeiten (die sich aber nicht ausschließen).
1. Abwarten auf einen natürlichen Abgang
2. einen Abgang mit Medikamenten einleiten
3. eine Ausschabung
Bei 1. und 2. kann es natürlich dazu kommen, dass nicht alles abgeht und man dann trotzdem zu einer Ausschabung muss (eventuell bei 2. etwas höher als bei 1.).

Aber finde es sehr befremdlich, dass dir anscheinend keine Wahl gelassen wird.
Kommuniziere klar und bestimmt, was du möchtest und frag nach den medizinischen Ursachen, warum zu einer Ausschabung geraten wird. Falls es dir gut geht, kannst du gut und gern abwarten und falls sich nichts tut, kannst du immer noch eine Ausschabung vornehmen lassen. Normalerweise, falls keine Komplikationen vorliegen, hat man immer Zeit zum Abwarten! Es gibt ein paar Fälle, in denen der Körper nicht erkennt, dass er etwas Abstoßen muss. Aber auch in dem Fall, schadet es nicht unbedingt, erstmal zu warten, wenn es dir dadurch psychisch besser geht. So etwas muss man doch auch erstmal verarbeiten!
Ein Infektionsrisiko hat man übrigens in allen 3 Fällen...

Falls du bereits eine Hebamme hast, kannst du dich auch an sie wenden oder dir eine spezielle suchen (auch wenn das vermutlich schwierig ist). Im Nachhinein hätte ich gerne eine Hebamme an meiner Seite gehabt, die mich bei meinem frühen Abgang begleitet. Ende letzten Jahres hatte ich eine nicht-intakte Schwangerschaft mit nur Fruchthöhle und Dottersack und keinem richtigen Embryo. Hab mich fürs Abwarten entschieden und bin froh, dass im Endeffekt alles raus gegangen ist. Auch wenn dieser Prozess sehr schmerzhaft war, bin ich doch auch sehr froh um eine OP herumgekommen zu sein und kann dich gut verstehen.

Alles alles Liebe! Drücke dir alle Daumen, dass du es bald geschafft hast und glaub an bessere Zeiten, die kommen garantiert! #herzlich#klee

5

Das tut mir sehr leid für dich! Laut meiner Frauenärztin ist in so einem frühen Stadium fast nie eine OP notwendig. Man kann abwarten bzw. ggf. auch mit Medikamenten nachhelfen. Ich hatte letztes Jahr bei 7+0 den ersten Ultraschall und die Fruchthöhle entsprach 6+4, noch kein Herzschlag. Eine Woche später sollte ich wieder zur Kontrolle und da war ich in Quarantäne wegen Corona. Musste also gezwungenermaßen abwarten und hab deswegen dazu auch 2x mit der Gyn telefoniert. Da meinte sie eben dass der Körper dass in den frühen Wochen in der Regel selbst schafft. Bei 8+6 hab ich dann Blutungen bekommen, es kann also schon etwas dauern. Die Fehlgeburt an sich war dann aber unproblematisch, wie eine starke Regelblutung.

6

Erstmal fühl dich fest gedrückt. Es tut mir sehr leid was du durchmachen musst.
Und dann : Ganz klares nein,
Solange deine Werte (entzündungswerte, Temperatur etc) passen, kannst du abwarten. Schau mal auf YouTube das Video von „richtig schwanger“ zur verhaltenen Fehlgeburt. Dort erklärt er aus Sicht eines Gynäkologen wie man vorgehen kann.
Ich wünsch dir alles gute.
Lg Vreni

7

Hey, ich hatte auch schon zwei Fehlgeburten und nie war euch nur die Rede von einer Ausschabung seitens meiner Gyn.
Die eine war in der 6. ssw und die andere in der 9.
Ich habe immer gewartet.
Meine Hebamme sagte als wir drüber gesprochen haben „gut so“. Eine Ausschabung ist wohl für Folgeschwangerschaften nicht die beste Vorraussetzung wie ich es verstanden habe.
So lange es dir körperlich gut geht, würde ich immer warten.

LG und alles Gute 🍀

8

Ich war in 9.ssw als ich erfahren habe, dass wir ein 2. Sternchen bekommen. Ich wollte sie AS nicht ins bin zur Hebamme, sie hat Akupunktur gemacht und ich habe homöopathische Mittel genommen und 2 Tage später ging es von allein. Ich kann es nur empfehlen. Hast du eine Hebamme? Man muss mixt gleich zur AS und man kann seinen Körper die Zeit geben. Klappt leider nicht bei jedem aber die chance würde ich geben. Alles Gute

10

Ich hatte damals eine Fehlgeburt in der 9.SSW und sollte zur AS ins Krankenhaus. Ich war ziemlich fertig und wollte die AS auch so schnell wie möglich hinter mir haben. Hatte dann bereits am nächsten Tag einen Termin bekommen. Bei einer AS ist es so, dass man vorher Medikamente bekommt die, wie soll ich es beschreiben, alles schon mal in die Wege leiten....
Dies hatte bei mir zur Folge, dass sich quasi auf der Toilette kurz vor der OP schon fast alles erledigt hatte. Damit kam ich psychisch überhaupt nicht zurecht und habe noch heute mit dieser Erfahrung zu kämpfen. Und damit auch wiklich nichts zurück bleibt musste die AS trotzdem durchgeführt werden.
Ich würde wieder eine AS wählen und hoffen, dass sie schnell genug sind, einfach weil ich einen bewussten physischen Abgang wirklich nicht nocheinmal miterleben möchte.

Liebe Grüße und alles Gute für dich!

12

Ja Menschen sind verschieden ich zum Beispiel konnte die AS kaum verkraften. Hatte noch Wochen danach damit zu kämpfen. Bei mir ging es so wie bei dir auch 10 Minuten vor der AS auf dem Klo an. Ich war damals noch nicht erfahren und dachte das muss sein. Hätte mich andere für die andere Variante entschieden

15

Ja, ich glaube so eine Erfahrung lässt einen niemals ganz los....

13

Danke für eure Antworten!
Ich bin gerade von der Arbeit gekommen. Und diese 8 Stunden „Kopf aus“ waren ganz hilfreich.
Ich fühle mich so leer und ausgelaugt. Die letzten 14 Tage waren eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffen, Bangen und dem Versuch sich auf das Worst Case Szenario einzustellen.
Meine größte Angst ist im Moment, das ich morgen im KH bin (hab dort einen Termin ausgemacht um überhaupt erstmal aufgeklärt zu werden und meine Meinung kund zu tun. Ich hab auch medizinischen Hintergrund..) und man mir wieder Hoffnung macht oder sagt - ach wir warten noch ein bisschen. Versteht mich bitte bitte nicht falsch, ich hab mir diese Situation nicht gewünscht, aber ich will endlich eine Gewissheit haben. Und die Angst vor möglicher falscher Hoffnung ist groß.
Die ganze Schwangerschaft über stand schon unter keinem guten Stern.
Diese Ungereimtheiten, mein errechneter ET war der 03.12.21, dann auf einmal auf den 11.12 zurück gestuft, laut Messung der FH heute dann noch weiter zurück. Die ständigen Blutentnahmen, das ständige errechnen von Verdopplung ja oder nein.. Ich bin leer, erschöpft und tieftraurig. Aber mein Leben muss weiter gehen, ich hab zwei Kinder, eins davon pflegebedürftig, ich arbeite in der Pflege, ich brauch endlich diesen Schlussstrich. Dazu kommt ein frischer Trauerfall in der Familie.. Und weitere falsche Hoffnung kann ich nicht überstehen.
Danke, das ich mich hier immer ans Forum wenden konnte! Vielleicht sieht man sich ja bald unter schöneren Umständen wieder.

14

Das tut mir sehr leid! Ich wünsche dir viel Kraft, wie auch immer dein Weg aussehen mag!

Top Diskussionen anzeigen