Bekommt ihr den Hebammenmangel zu spüren?

Hallo ihr Lieben,

mich beschäftigt mal wieder der Hebammenmangel.

Ich persönlich habe zu dem Thema einiges durch und musste meine Pläne an das Angebot anpassen.

Ursprünglich wollte ich eine Hausgeburt, leider war ich da in der 7. Woche schon zu spät bzw. gibt es leider in meinem Umkreis zu wenig Hebammen, die das anbieten. Hatte sogar im Umkreis von einer Stunde gesucht, teilweise hatten die Hebammen meine Stadt sogar auf der Webseite genannt, auf Nachfrage hieß es dann aber die Info ist alt und die Entfernung wird aus Altersgründen nicht mehr gemacht.
Glücklicherweise habe ich in der 8./9. Woche immerhin meine Vor- und Nachsorgehebamme gehabt.

Geburtshaus habe ich jetzt in einer Stunde Entfernung , nachdem ich erstmal ein paar Wochen auf der Warteliste stand.

Also meine Pläne haben sich doch ziemlich geändert, von Hausgeburt zu eine Stunde fahren. Ich bin gespannt, ob ich am Geburtstag überhaupt Lust habe dahin zu fahren oder ob es dann doch gleich die nähere Klinik wird.
Ganz schön stressig, worüber man sich als Schwangere so Gedanken machen und was man alles noch organisieren muss - und da denkt man das geht alles automatisch, Arzt und Krankenkasse organisieren das schon.

Wie waren eure Erfahrungen? Habt ihr recht problemlos eure Hebamme gefunden? Oder musstet ihr auch eure Wünsche über den Haufen werfen und euch anpassen, zum Beispiel nicht der gewünschte Geburtsort oder Vor- und Nachsorge doch beim Arzt?

Habt ihr den Hebammenmangel zu spüren bekommen?

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Meine Hebamme wird wieder die gleiche wie bei meinem ersten Kind sein. Darüber bin ich unheimlich froh. Aus meinem Freundeskreis hatten aber alle 3 anderen Mütter große Probleme, überhaupt eine Hebamme zu finden.

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Ich habe mich schon in der fünften Woche um eine Hebamme bemüht (was mir ziemlich lächerlich vorkam). Von ungefähr 10 kontaktieren Hebammen habe ich nur von einer eine positive Rückmeldung bekommen. Zum Glück war das nun auch genau meine Wunschhebamme. Allerdings hatte ich keinerlei „Sonderwünsche“, also habe nicht gezielt nach Hausgeburt, Akupunktur oder Vorsorge gesucht, sonst wäre es sicher noch schwieriger bis unmöglich geworden.

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Echt krass, dass es so schwer war trotz den frühen Suche. Überspitzt gesagt muss man erst die Hebamme anrufen und danach erst den Partner.

Dass man sich da so früh noch total blöd vorkommt kenne ich. Ich hatte ein Erstgespräch mit einer Hebamme von einem anderen Geburtshaus, die mir leider total unsympathisch war, von ihr kamen auch Sprüche dazu, wie früh sich die Frauen melden (und das ging nicht Richtung die armen, weil das heute nötig ist, sondern wie unsicher da eine Schwangerschaft ja noch ist). Und sie meinte noch, dass es sogar Frauen gibt, die noch nicht mal schwanger einen Termin zur Besichtigung vom Geburtshaus haben wollen (hatte ich :-D).
Soviel dazu.
Man muss eben die finden, die zu einem passt und der man vertrauen kann.

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Mir ging es da wie dir. Habe leider auch keine Hebamme mehr für eine Hausgeburt gefunden, obwohl ich auch schon sehr früh nachgefragt habe. Auch für die Nachsorge hab ich gut 7 Absagen kassiert bis ich dann doch noch eine tolle Hebamme gefunden habe! Geburtstechnisch sind wir auch in einem Geburtshaus angemeldet, welches 45-50 Minuten entfernt liegt. Da freue ich mich schon total drauf, ich möchte nämlich nur sehr ungern ins Krankenhaus. Die Entbindungsstationen in unserer Stadt sind *räusper* nicht so toll. Eine Bekannte hat auch nur noch durch Glück eine Hebamme zur Nachsorge gefunden und bei ihr hieß es sogar, entweder sie nimmt sie ohne Kennenlernen usw weil die Hebamme schon so ausgebucht ist, oder sie lässt es. Da sie Angst hatte dann ohne Hebamme dazustehen, hat sie dann einfach zugesagt. Schlimm ist das! Ich hoffe, in der ganzen Hebammenangelegenheit tut sich endlich was. Die Armen haben eh schon genug Probleme wegen Versicherungen usw, das wird ja nicht besser.

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Ohja. Habe vorhin erst wieder eine Doku angeschaut. Da steigen einem echt Tränen in die Augen, wenn einem bewusst wird, wie viel Verantwortung die Hebammenarbeit mit sich bringt und wie viel Privatleben sie aufgeben - für uns.
Ich glaube die selbstständige Hausgeburts-Hebamme wird es bald nicht mehr geben. Unsere Hoffnung sind wohl nur noch Geburtshäuser, wäre toll, wenn es in jeder großen Stadt eines gäbe.
Ich hoffe bis meine Tochter mal Mutter wird gibt es immer noch Wahlmöglichkeiten.

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Ich hab 6 angeschrieben und 3 hätten Zeit gehabt.
Hab aber auch nur zur Nachsorge gesucht.
Ich glaub hausgeburt machen nur ganz wenige.

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Ich hatte wahnsinniges Glück und habe in der 9. Woche noch eine gefunden. Direkt die erste, die ich angeschrieben habe 🙃 sie hat bei mir die Vor- und Nachsorge gemacht. Leider ist sie mittlerweile umgezogen, sodass ich beim zweiten Kind eine andere suchen muss.

Aber es ist wirklich eine Schande, dass es kaum mehr Hebammen gibt. Sie sollten, wie das ganze medizinische Personal, viel besser bezahlt werden.

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Ich habe Glück und jetzt zum dritten Mal die selbe Hebamme (2012/2015/2020). 🥰

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Huhu,

ich habe in der 8. oder 9. Woche bei der Hebamme von meiner ersten Geburt angerufen. Sie hat sofort zugesagt, obwohl sie die einzige Beleghebamme des Krankenhauses ist. Habe sie als Beleghebamme und zur Nachsorge.
Ich fand sie schon bei meinem Sohn richtig super und freue mich daher umso mehr das sie uns wieder betreut.
Ich wohne übrigens in einer Großstadt in NRW. Ich denke es gibt da regional ziemliche Unterschiede.

Lg

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Super, beim zweiten Kind nehmen die Hebammen einen ja fast immer wieder, weil man sich kennt, auch wenn es mal später wird.

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Das kann natürlich sein das sie mir deshalb direkt zugesagt hat 😉
Die Geburt hat zwar eeewig gedauert und endete schlussendlich im sekundären Kaiserschnitt, aber in der Nachsorge waren wir sehr unkompliziert.

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Ich werde jetzt das dritte Mal mit meiner Hausgeburtshebamme zusammenarbeiten.

Ich habe sie jeweils in der 4. SSW kontaktiert. Klingt verrückt, aber es hätte keine Alternative gegeben.

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Ich hatte keine Wünsche, wie eine Hausgeburt oder ein Geburtshaus und wohne eher ländlich bzw in einer Kreisstadt.

Vorsorge habe ich nur beim Arzt machen lassen, da habe ich mich gut aufgehoben gefühlt.

Nachsorgehebamme habe ich ohne Probleme gefunden. Konnte sogar noch auswählen.

Ich hätte sehr gerne eine Beleghebamme gehabt, aber das bietet das hiesige Krankenhaus/die Hebammen leider nicht an, obwohl die meisten selbstständigen Hebammen sogar hier vor Ort gelernt haben. Einige arbeiten auch Teilzeit zusätzlich im Kreissaal, also man kann auch Glück haben...
Ich kannte die Hebamme, die dann meinen Kaiserschnitt betreut hat auch schon vorher von einem Schwangerschaftskurs. Also immerhin fast eine Beleghebamme...

Liebe Grüße
Merveilleux

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