Beidseitiger Nierenstau in der 31.SSW

Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier und hab gleich mal ein Anliegen.
Ich hatte gestern einen Vorsorgetermin beim Frauenarzt.
Und es fiel ihr sofort auf das mein Kleiner einen Nierenstau hat, beidseitig. Eine Seite 3ten Grades und eine Seite 2ten Grades.
Nun habe ich eine Überweisung in eine andere Klinik bekommen.
Vorher war nie was auffällig.
Wer hat damit Erfahrung? Ob Positiv oder negativ?

Danke schon mal❤️

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Hallo :-)

Bin 32 Woche und bei meiner kleinen ist auch ein beidseitiger leichter nierenstau vorhanden. Mein Frauenarzt sieht das aber ganz locker und sagt, so etwas kommt garnicht selten vor und verschwindet in den allermeisten Fällen nach der Geburt von ganz alleine wenn die Babys richtig abpinkeln können. Ich soll es nur bei der u2 dem Kinderarzt mal sagen.

In der Schwangerschaft könnte man da sowieso nichts weiter machen.
Wo bist du denn jetzt hin überwiesen worden und weist du wie viel mm/cm der Stau bei dir beträgt?

Alles Gute :-)

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Vielleicht kommt es auf die Größe an? Es steht im Mutterpass nur Grad 3 und Grad 2 drinnen.
In eine Spezial Klinik die genauer schauen und Feindiagnostik machen.

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Hallo,
ich berichte mal von uns (sorry, wird was länger...):
Meine Tochter hat im ersten Lebensjahr immer mal sehr hoch gefiebert. Laut Kinderarzt immer unspezifische Infekte. Irgendwann kurz vor dem ersten Geburtstag wieder hohes Fieber am Wochenende, kaum noch getrunken. Um eine Dehydrierung zu verhindern ab in die Kinderklinik. Diagnose: Nierenbeckenentzündung. Sie bekam Antibiotikum. Dann wurde uns zu einer Untersuchung geraten. Dabei wurde Kontrastmittel gespritzt und beim Röntgen beobachtet, ob Urin von der Blase durch die Harnleiter bis zur Niere hochsteigt (ggf. Nierenstau als Folge). Dies sollte im Normalfall nicht passieren. Die Klappen in den Harnleitern verhindern, dass Bakterien im Urin zur Niere aufsteigen.
Tja, meine Tochter hatte leider ausgeprägte Refluxe, d. h. der Urin steigt ungehindert zur Niere auf und verursacht immer wieder Infektionen (mit u. U. langfristigen Folgen, z. B. nicht trocken werden, Vernarbungen an der Niere, eingeschränkte Nierenfunktion...). Dazu kam noch, dass sie Anomalien hat (4 statt 2 Harnleitern, 3 statt 2 Nierenbecken), die ebenfalls Infektionen begünstigen.
Da sie noch sehr jung (gerade 1 geworden) war und die Hoffnung auf Verwachsen im Raum stand, erstmal täglich Antibiotikum in kleiner Dosis über Monate um neue Infekte und daraus resultierende Nierenschäden vorzubeugen. Dann mit 1,5 Jahren kam die OP in der Uniklinik (kurzer Aufenthalt von 3 Tagen). Die Harnleiter wurden aufgespritzt und so gepolstert, dass der Urin nicht mehr hochlaufen kann. Wäre dies nicht möglich gewesen, hätten die Harnleiter verpflanzt werden müssen (das hätte dann eine OP an der geöffneten Blase bedeutet).
Sie hat die OP gut verpackt und seitdem keinerlei Probleme mehr. Sie ist mittlerweile 4, seit kurzem trocken und kann uneingeschränkt leben. Muss nur bis zur Pubertät 1x jährlich zum Kontrollultraschall. Also alles gut :-)
Wir wissen mittlerweile, dass in unserer Familie Anomalien bei den Nieren genetisch sind. Daher haben wir jetzt in der Schwangerschaft auch den erweiterten Ultraschall machen lassen. Es ist aber alles ok, der Kleine hat (ganz normal) 2 Nieren. Selbst wenn es Auffälligkeiten geben würde, könnten wir jetzt erstmal nichts tun. In der U2 wird aber auch nochmal geschallt und die Harnleiter gecheckt, die konnte man noch nicht erkennen. Dann werden wir wohl erfahren, ob unser Kleiner auch wegen Reflux behandelt oder operiert werden muss. Wir warten jetzt ab was kommt.

Ich an deiner Stelle würde abwarten, was die Kinderurologen in der anderen Klinik sagen, vielleicht auch noch eine 2. Meinung einholen. Vielleicht habt ihr Glück und es verwächst sich noch oder löst sich irgendwie von allein. Falls nicht, ist das zwar schlimm aber kein Weltuntergang. Viel schlimmer wäre es, das Ganze nicht zu behandeln und Langzeitschäden zu riskieren. Es ist gut, dass deine Ärztin so aufmerksam war und dich gleich weiterverwiesen hat. Man schafft auch diese Zeiten und das Kind steckt es meist besser weg als die Erwachsenen. ;-)
Alles Gute für euch!

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Beidseitig kann ich nichts zu sagen.
Mein Sohn hatte es nur einseitig, da hieß es immer in den meisten Fällen verwächst es sich....war leider bei uns nicht so und er musste dann operiert werden.

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