Plötzlich Angst vor der Geburt aufgrund aktueller Zustände! Hilfe

Hallo ihr Lieben,

Ich befinde mich zwar aktuell erst in der 23. Ssw aber aktuell packt mich echt die Angst. Ich weiß die Corona Sache kann sich ganz schnell wieder ändern. Aber aktuell ist es ja so, dass der Kindsvater erst zu den Presswehen dazukommen kann. Auch hört man sehr viele negative Nachrichten aus den Berliner Krankenhäusern, von Bekannten. Zb. Sind die Hebammen aufgrund Überforderung sowie Unterbesetzung zwischen 2 Zimmern hin und her gehopst, weil parallel Babys geboren wurden. Teilweise hat man sich während der Geburt komplett alleine gefühlt. Eine weitere berichtete, sie sei während der Geburt gerissen, auch hier wurde kaum geholfen. Die Betäubung hat nicht gewirkt und es wurde einfach genäht, trotz, dass sie den ganzen Saal zusammengeschrien hat und mehrfach darauf hingewiesen hat, dass die Betäubung nicht wirkt.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich alleine da mein Kind auf die Welt bringen soll, weil die Krankenhäuser so unterbesetzt sind und mein Partner erst zu den Presswehen dazu kommen kann, frage ich mich echt wie ich das alles packen soll?
Und auch wenn ich das eigentlich nicht möchte, weil ich natürlich gebären möchte... Schleicht sich echt aktuell bei dem was ich alles gehört habe, still und leise der Gedanke auf einen Kaiserschnitt ein.

Habt ihr ähnliche Ängste?
Kennt ihr vielleicht ein Berliner Krankenhaus, was ihr wirklich empfehlen könnt?


Viele Grüße

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Wäre ein Geburtshaus für dich eine Alternative? Nur eine Hebamme die dich die ganze zeit betreut und der mann darf auch durchgehend dabei sein... Aber da müsstest du dich jetzt am besten drum kümmern, falls es nicht schon zu spät ist...

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Das war mein 1. Gedanke. Allerdings sind die Geburtshäuser voll. Man bekommt leider keine Plätze. Ich habe mich schon nach den kritischen 12 Wochen gemeldet. Dort waren bereits alle Plätze voll.

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Also ich muss sagen, dass das was du hier beschreibst, weit vor corona schon Zustand war, als ich meine Tochter an Ostern entbunden habe. Zwei Hebammen, 6 Geburten - die Kinder kamen teilweise nur wenige Minuten nacheinander. Und ich kann es verstehen, dass man sich alleine fühlt. Hab ich mich auch. Allerdings kann dir das auch einfach so passieren - wenn die Umstände halt grad nicht passen, eben auch ohne Corona. Es gibt einfach tage/Nächte da ist wahnsinnig viel los und dann Tage und Nächte, da ist es traumhaft leer. Ist es wirklich noch so, dass Väter erst ab den presswehen dazukommen dürfen?
Bei uns wurde es schon sehr lang gelockert, spätestens ab 4cm Muttermund, aktuell aber auch schon von Beginn an.
Versuch positiv zu bleiben und auf dich und dein Baby zu vertrauen. Die Gegebenheiten vor Ort kannst du leider nicht ändern - außer du findest noch ein Geburtshaus oder eine Hebamme für eine hausgeburt

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So war es bei meinem Sohn auch, schon vor Corona-Zeiten. Da wurde ich auch genäht was ich schmerzhafter empfand als die Geburt 🥴😅
Ich habe aber tatsächlich auch schon über einen Kaiserschnitt nachgedacht, den Gedanken aber ebenso schnell wieder verworfen 🙈
LG

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Bis auf die Tatsache dass der Mann nicht komplett dabei sein darf, klingt das nach normalem Klinikalltag.

Dort gibt es keine 1 zu 1 Betreuung.

Sicher dass jedes Krankenhaus die Männer ausgrenzt?

Ich würde sämtliche Anliegen und Wünsche schriftlich festhalten und ein Exemplar dem Krankenhaus überreichen und eins behalten.

Zb keine Naht ohne ausreichende Betäubung, kein Dammschnitt ohne deine Absprache.

Du könntest versuchen bei Geburtshäusern nach einem Platz zu fragen oder eine Hebamme für eine Hausgeburt suchen. Es ist nicht sonderlich wahrscheinlich aber du könntest es versuchen.

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Geburtshäuser sind leider in Berlin komplett ausgebucht. War auch mein 1. Gedanke.

Das mit dem " schriftlich festhalten" ist ein super Tipp. Ich danke dir

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Ich möchte dir einfach nur Mut zusprechen! Versuche dich mental auf deine Wünsche vorzubereiten, lies vielleicht dazu auch noch das ein oder andere Buch... Konzentriere dich bei der Geburt auf dich und dein Baby. Versuche klar zu äußern, was du dir wünschst!!!
Ich habe schon zweimal unheimliches Glück im Kreißsaal gehabt und es war leer. Leider passte bei der ersten Geburt die Chemie mit der Hebamme nicht. Beim zweiten Mal habe ich dann wirklich versucht ganz bei mir und dem Geburtsprozess zu bleiben. Ich hoffe, es gelingt mir dieses Mal auch...
Du wirst eine tolle Geburt haben! Und zum Schluss dein wundervolles Kind in den Händen halten. Ich bin wirklich eigentlich ein verkopfter Plan-Mensch... Aber wenn es um die Geburt geht, glaube ich, dass es so wahnsinnig wichtig ist, die Stärke und Zuversicht in uns drinnen zu nutzen...
Alles Gute dir!

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Ich danke dir für deine Worte 🌷

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Hi du, ich bin auch aus Berlin, empfehlen kann ich noch keins, da es auch mein erstes Kind ist, überlege aber in das etwas kleinere Waldfriede zu gehen.
Ich denke aber das was du beschreibst kann zu jeder Zeit in jedem Krankenhaus passieren, unabhängig von Corona – da gibt es keine Garantie.
Ich versuche die nächsten Monate (bin erst ssw 19) positiv auf die Geburt zu schauen und gucken was genau ich will und was nicht. Das einmal aufzuschreiben kann auf jeden Fall nicht schaden. Alles Liebe für dich :)

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Hallo! Ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen! Ich bi selber Ärztin und arbeite in einer Klinik (aber als Internistin) und leider gehört gute personelle Besetzung im deutschen System nicht zum Alltag. Aber soweit ich weiß, werden die Coronaregeln überall lang am gelockert. Bei uns sind schon Besuche erlaubt, da darf der Papa ja wohl mitkommen. Aber wenn es los geht, würde ich auch versuchen noch was länger das zu Hause auszusitzen und mit meiner Hebamme rückzusprechen. Es ist auch mein erstes Kind, aber ich habe schon einige Geburten und Kaiserschnitte begleitet. Das wichtigste ist, für alles offen zu sein, es kommt eh wie es kommt. Man muss sich nur drauf einlassen. Wenn man einen ganz starren Plan hat, wie es laufen soll, bringt es einen vielleicht aus dem Konzept, wenn es anders kommt. Wer schon mal das OP Feld bei einem Kaisersch Ort gesehen hat, der möchte lieber keinen 😉 Außer es muss sein. Das mit der guten Kommunikation würde ich einfach ansprechen, dann wird das schon. Aber bei Komplikationen wird es im Krankenhaus manchmal hektisch und alle wusel rum und es gibt wenig Zeit zum erklären. Aber dafür bist du ja im Krankenhaus, wo sofort reagiert werden kann 👍🏻
Das mit dem Geburtshaus ist bestimmt entspannter, aber das wäre nichts für mich. Dafür hab ich bei absolut normalen Schwangerschaften schon viel Komplikationen während der Geburt oder danach beim Kind gesehen. Manchmal muss es da in Sekunden voran gehen.
Meine Einstellung ist eh, dass die Geburt eine anstrengende Grenzerfahrung mit Wunder-Ergebnis ist, ich mache mir da jetzt nicht die Vorstellung, dass es sich die ganze Zeit so toll anfühlt. Wenn es so wird - toll, wenn nicht - bin ich nicht enttäuscht 🤣
Alles Gute 🍀

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Ich kann dich vollkommen verstehen, aber hey du hast noch einige Wochen vor dir, wenn du Glück hast, wird ja doch noch einiges gelockert. Ändern kann man es leider eh nicht.

Ich bin heute bei ET+6 angekommen, gestern wurde ich vom gyn ins Krankenhaus überwiesen, wegen auffälligem ctg. Mein Mann musste im Auto warten, ich wäre fast durchgedreht, in so einer Situation alleine zu sein, ist so ein blödes Gefühl.
Bei uns ist es im Moment so, das die männer such erst bei 4 cm MM öffnung mit rein dürfen, nicht mal bei einem Kaiserschnitt dürfen sie mit in den OP.
Ich finde es alles so schrecklich.

Heute wird entschieden, ab wann eingeleitet wird, auch da müsste ich natürlich alleine durch.

Zur zeit darf bei uns der Mann pro Tag 1 Stunde zu besuch kommen...

Ich hoffe einfach, dass sich unsere kleine doch noch von alleine auf den weg macht, und ich bleibe so lange wie möglich zu Hause.

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Drücke dir fest die Daumen, dass alles so klappt wie du es dir wünscht Liebes

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Ich habe auch zu Corona Zeiten in Berlin entbunden (vor Anfang der Lockerungen) und muss sagen, es war fast wie die anderen Geburten. Musste am Anfang nur beantworten ob ich Kontakt zu iwem hatte etc. Und Fieber wurde gemessen. Mein Mann durfte mit rein. Das einzige ist, dass ich ambulant entbunden habe, da Besuch danach nicht erlaubt gewesen wäre. Es waren alle sehr lieb und es gab keine Probleme.
Personalmangel und sowas ist ein anderes Thema. Wurde aber bei allen 3 Kindern super betreut.

Liebe Grüße

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Achso ich hab alle 3 im Avk bekommen. :)
Würde auch für ein viertes wieder dorthin, es sei denn es geht das nächste Mal zu schnell xD

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Deine Ängste sind absolut nachvollziehbar. Leider neigen viele Mütter dazu ihre Geburt als Horrorgeschichte zu erzählen. Wenn man sagt, Geburt war ok, dann hört halt keiner zu. Sicherlich ist vieles auch davon auch wahr, vieles wird aber auch überdramatisiert.

Die wenigsten Krankenhäuser können eine eins zu eins Betreuung im Kreißsaal realisieren. Aber in den allermeisten Fällen muss die Hebamme unter der Geburt nicht rausrennen. Meine Hebamme war trotz anderer Frauen im Kreißsaal 1 1/2 Stunden nur bei mir und hat mich unterstützt.

Ein großes Problem sehe ich auch, wenn der Partner nicht mit darf. Das wäre für mich ein Ausschlusskriterium. Die meisten Kliniken erlauben den Vater aber im Kreißsaal. Mir war die Unterstützung durch meinen Mann tausendmal wichtiger, als dass die Hebamme ständig anwesend ist.

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Ja am wichtigsten ist für mich auch, dass mein Mann da ist.

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