Eileiterschwangerschaft mit Hormonspirale

Hallo zusammen,

ich bräuchte euren Rat, vielleicht hat ja eine von euch ähnliches erlebt.

Ich habe zwei Kinder und momentan will vor allem mein Mann keine weiteren Kinder, ich hätte irgendwann zumindest gerne ein drittes Kind. Um also nicht schwanger zu werden habe ich mir vor einem Jahr die Hormonspirale Kyleena setzen lassen. Wie angekündigt ging die Monatsblutung immer mehr zurück, zu Beginn des Jahres oder vielleicht auch schon einige Zeit vorher, hatte ich eigentlich nur noch gelegentlich eine Schmierblutung.

Anfang März hatte ich während einer solchen Schmierblutung starke Unterleibsschmerzen und Schmerzen beim Stuhlgang und bin daraufhin zum Frauenarzt, da ich befürchtete, dass die Spirale gewandert ist oder ähnliches. Bis zum Termin waren die Unterleibsschmerzen eigentlich kaum mehr vorhanden, allerdings die Schmerzen beim Stuhlgang unverändert. Die Frauenärztin hat dann eine Eierstockszyste diagnostiziert. Diese würde auf den Darm drücken, da ich eine nach hinten gerichtete Gebärmutter habe. Sie wäre noch relativ klein und daher nicht schlimm. Falls sie wächst müsste man was machen, aber so noch nicht und geht normal von allein wieder weg.
Dann hatte ich über eine Woche weiterhin Schmerzen beim Stuhl und merkte es auch so mal beim Gehen, beim Sitzen usw. Es war aber auszuhalten, war beim Arbeiten und hatte ja ne Begründung für die Schmerzen. Am 13. März, eine Woche nach dem Frauenarztbesuch haben die Schmerzen abends stark zugenommen, so dass ich kaum mehr sitzen konnte. Ich bin dann mit meiner Mutter ins Krankenhaus, da mein Mann bei den Kindern bleiben musste.
Nach längerem Prozedere im Krankenhaus hieß es dann, dass das Schwangerschaftshormon im Blut erhöht ist. Ich dachte dann erst, ich bin schwanger und habe mir aber sofort Sorgen wegen der Spirale gemacht. Dann kam direkt der Oberarzt und wollte, dass ich von der Behandlungsliege auf den Behandlungstuhl wechsel. Beim Versuch wurde ich bewusstlos und als ich wieder zu mir kam, waren alle ganz hektisch und mir wurde gesagt, dass ich eine Eileiterschwangerschaft habe und der Eileiter geplatzt ist, da ich schon sehr viel Blut im Bauch hatte. Man müsse sofort eine Not-OP machen, da Lebensgefahr besteht. Da bin ich völlig panisch geworden, da ich natürlich sofort an meine Kinder dachte und Angst hatte zu sterben.

Nach der OP wurde mir dann erklärt, dass der Eileiter nicht gerissen ist sondern nur schon längere Zeit geblutet hat aufgrund der Schwangerschaft. Man hat diesen dann aufgeschnitten, die Schwangerschaft entfernt und dann verödet. Man musste ihn also nicht entfernen. Für weitere Schwangeschaften besteht nun allerdings ein erhöhtes Risiko für eine erneute Eileiterschwangerschaft.

Körperlich ist alles soweit verheilt, allerdings geht es mir psychisch noch nicht so gut. Wenn ich daran denke muss ich immer noch heulen. Es beschäftigt mich, dass das ich sterben können hätte, wenn ich nicht rechtzeitig im Krankenhaus gewesen wäre und das im Voraus natürlich überhaupt nicht in Erwägung gezogen habe. Man macht sich Gedanken, wie knapp das alles war. Und ich war mir an dem Abend nicht mal ganz sicher, ob ich jetzt ins Krankenhaus soll oder noch abwarten soll
Und auch die Tatsache, dass ich eigentlich schwanger gewesen wäre, beschäftigt mich, auch wenn ich eine Schwangerschaft ja eigentlich vermeiden wollte. Ich hatte zwischen den beiden Kindern bereits eine Fehlgeburt, die ich allerdings durch die erneute Schwangerschaft mit meinem zweiten Kind ganz gut überwundet hatte.

Hat jemand ähnliches durchgemacht? Oder schonmal eine lebensbedrohliche Situation?

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen!

Viele Grüße
Selina

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