Muttergefühle& Babytritte: Wann habt ihr das 100% Mother-Feeling entwickelt?

Halli Hallo,

ich bin gerade in der 17 ssw und bin ungeplant- jedoch nicht ungewollt schwanger geworden. Mein Mann und ich , wir sind in einer langen und soliden Beziehung.Wir haben ein schönes Leben und sind sehr glücklich und harmonisch miteinander. Schwanger wurde ich in einer Zeit, in der ich schwer Krank war (Diagnose: Autoimmunerkrankung CED--> lag mehrfach im Krankenhaus und hab mich sehr elend gefühlt) Seit der Schwangerschaft geht es mir blendend. Das Baby hat all meine Symptome vertrieben und meine Krankheit ist in Remission--> Als hätte das Wunder der Himmel geschickt. Ich bin gut drauf, lache viel und mein Bauch wächst.

Jetzt zu meiner Frage. Ich überlege immer hin und her, ob ich mich ausreichend freue? Ich fühle mich ein wenig neutral, gechillt, noch nicht mal aufgeregt, dass wir ab August zu 3. sein werden. Ich habe etwas Angst, dass ich zu entpsannt bin, mir zu wenig Gedanken mache und noch keinen richtigen Kontakt zu dem Baby spüre. Oder dass die Verbindung fehlt und auch nicht kommt....Ich frage mich, wie das bei euch so war- oder ist.

Meine Hebamme meinte beim ersten Treffen und Kennenlernen, sie müsse das Baby kennenlernen, legte ihre Hand für mehrere Minuten auf meinen Bauch und meinte es sei aber ein neugieriges Kind und sie habe schon etwas gespürt, da war ich in der 13 Woche....seit dem bin ich ganz irritiert. Eine fremde Frau legt ihre Hand auf meinen Bauch und spürt mein KInd...während ich bis heute (4 Wochen später) noch nichts spüre und irgendwie noch keine Verbindung empfinde....das macht mir große Sorgen-#zitter

Ich bade häufig, lege die Hand auf den Bauch, sehe dass er wächst, schaue Dokus über Babys - aber so richtige "MUTTERFEELINGS" kommen nicht in mir auf....und ich hab das Gefühl dass müsste doch da sein...bis jetzt hab ich glaube noch nicht so einen Bezug zum Baby... ich hoffe ständig dass ich einen tritt oder dieses "flattern" spüre wenn ich die Hand auflege....aber ich spüre nichts....

wir wissen auch noch nicht was es wird, das erfahren wir erst Ende des Monats...

Wie war das denn bei euch? Bin ich da irgendwie schräg? #schwitz
Mir geht die Sorge nicht aus dem Kopf, dass ich mich zu wenig freue....oder irgendwie keine Muttergefühle entwicklen kann....

Über Antworten freue ich mich#baby

Liebe Grüße an euch.

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Erstmal herzlichen Glückwunsch und ich drücke fest die Daumen, dass es dir gesundheitlich weiterhin gut geht und alles gut bleibt.

Tja und was soll ich dir sagen, schon alleine dieser Post hier sollte dir doch selber zeigen, dass du voll in der Mutterrolle drin bist. Du sorgst dich um die ausreichende Zuneigung deines Babys .
Wenn du mich fragst, beantwortet das deine Frage ganz alleine.
Eine Schwangerschaft dauert 10 Monate Plus Minus. Genau diese Zeit Bedarf es, um alles realisieren zu können, die kommenden Dinge zu akzeptieren und sich darauf zu freuen.
Mit jeder Woche, die vergeht wirst du mehr Verbindung spüren. Spätestens wenn die Bewegungen kräftig und deutlich werden .
Und dann, wenn das Baby auf deinem Bauch platscht , wirst du erschöpft aber voller Liebe sein. Spätestens nach ein paar Tagen wird es sich einstellen. Also egal wie, du liebst es jetzt schon genug, um diesen Post zu verfassen:)

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Danke dir, für deine schnelle und liebe Antwort. Das hat mich gerade sehr beruhigt.

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Hey du! Nein, du bist nicht schräg. Es gibt zwei Unterschiede zwischen uns: meine Hebamme wollte mich noch nicht kennen lernen und wir wissen schon was es wird. Aber trotzdem bin ich noch gar nicht angekommen in den Vorbereitungen oder ähnlichen. Meine Mutter und Schwester reden die ganze Zeit, ich würde das Gefühl noch nicht zulassen und mir wäre alles egal, ich richte mich nicht genug usw. Muss dazu sagen, dass wir 7 Jahre auf diese Schwangerschaft gewartet haben und 4 Jahre davon in der Kinderwunsch Klinik. Also, wenn das kein Wunschkind ist weiß ich auch nicht. Aber ich mach mir deswegen keinen Stress, bin eh nicht der emotional ausbrechende Typ. Alles kommt zu seiner Zeit. Heute hab ich mit Kollegen schon über die Eingliederung im Kindergarten gesprochen, die haben mich auch für verrückt erklärt 😅😅😅

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Die Hebamme hätte mir Angst gemacht 😂

Nun aber zum wesentlichen, eventuell lag es bei mir auch daran dass es vorher zweimal schief ging, aber mich so richtig drauf einlassen konnte ich erst als unsere Dame angefangen hat zu treten und zu Boxen 😅 das war aber schon recht spät aufgrund einer VWP.

Ab der 30ten Woche kam der berühmte Nestbautrieb in mir auf 😁 ich denke das ist schon so ne Art typisches Muttergefuhl.

Leider wurde ich eingeleitet, die Geburt ging wahnsinnig schnell, zu schnell, und ich war total überfordert als ich unsere Kleine dann auf den Arm hatte. Ich habs da noch gar nicht realisiert glaube ich. Das kam dann wirklich erst abends als wir zur Ruhe kam und zusammen im Bett gekuschelt haben 😊 da fing es dann auch erst an mit wirklichen! Muttergefühlen. In den ersten zwei Wochen hat sich das im Wochenbett dann immer mehr entwickelt.
Bei mir war es nicht einfach so plötzlich da würde ich sagen, das kam erst bisschen mit der Zeit.

Mittlerweile ist unsere Kleine 5,5 Monate und ich verstehe wirklich was alle mit dieser unglaublichen Liebe meinen die man mit keiner anderen Liebe vergleichen kann 😊🥰

Geb dir da ruhig Zeit, setz dich nicht so unter Druck. Manchmal dauert das alles auch bis man überhaupt realisiert dass da wirklich ein kleiner Mensch in einem ist. Nach der Geburt kommt es dann spätestens von ganz alleine 😊👌🍀

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Danke für deine liebe und ehrliche Antwort. <3

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Ach Quatsch du bist überhaupt nicht schräg 😊 schräg ist eher das du dir da so sorgen und Gedanken machst.

Also so 100% war es bei mir erst nach der Geburt da als mein erster Schatz endlich in meinem Arm lag 💕

Na und beim zweiten ist es jetzt tatsächlich so: bin schon in der 33.ssw kann mir immer noch nicht vorstellen das Kind in meinem Bauch so lieben zu können wie mein erstes Kind. 🤷🏼‍♀️ es ist mir eben noch viel „fremder“
Und irgendwie einfach noch unreal obwohl ich es tagtäglich schon lange und sher intensiv fühle.

Du wirst deinen Schatz auch in wenigen Tagen oder Wochen spüren da bin ich mir sicher 😊 ab dann wird es immer realer aber so richtig (zumindest bei mir) war es wirklich erst nach der Geburt. Und auch jetzt wächst die Liebe zu meinem Kind das bereits da ist von Tag zu Tag immer mehr auch wenn ich mich frage wie denn noch mehr nur gehen soll.

Lass dir Zeit dein Kind immer mehr kennen zu lernen. Besonders beim
Ersten ist es einfach noch sooooo unreal und beim zweiten 😂 na da hast du dann gar keine Zeit mehr um dir so ernste Gedanken zu machen und vergisst die Schwangerschaft ständig .... langsam aber sicher erinnert mich mein dicker Bauch aber nur sek. Später wieder dran das da im Bauch ja noch einer wohnt.

LG und alles Gute dir und deinem Wunder 💕

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Oh mann, eure Antworten zu lesen hilft mir sehr,

mir kullern gerade Tränen die backe herunter. Ich danke euch für eure erfahrungen. Das hat mich wirklich schwer belastet- Alle reden immer nur davon wie sich schwangere frauen vor freude üerschlagen, die ganze zeit glücklich sind und nur freudestrahlend nester bauen...keiner redet davon, dass es auch ok ist, wenn man keine purzelbäume schlägt, sondern einfach nur entspannt, gespannt und interessiert ist-was da denn so kommt.#blume

Ich hab wirklich gedacht ich bin emotionslos- oder mir fehlt da was an muttergenen.... ich glaube besonders, dass die hebamme da was gespürt hat, was ich bis heute, 4 wochen später, nicht spüre...hat mich vollkommen aus der fasung gebracht.

Ich danke euch allen 1000fach für eure meinungen und die emotionale schwarmintelligenz #danke

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Hallöchen 😊😘
Also wie die 'beste Antwort' das gesagt hat, ist eigentlich schon alles gesagt und kann ich nur zustimmen.
Es wird immer mehr und mehr. Ich hab mein erstes erst in der 23ssw gespürt, da wird es dann schon wieder ein Stück greifbarer. Dann erfährt man was es wird, dann ist es noch etwas bildlicher.
Ich habe mich von Anfang an sehr auf den kleinen gefreut, hab ebenfalls Videos geschaut usw usw.
Ich war damals auch fest davon überzeugt, das ich dieses kleine Wesen total liebe.
Aber *KAWUMM!!!!* hat es dann gemacht, als er endlich da war und er mir auf die Brust gelegt wurde. Das ist das unglaublichste, was ich je erlebt habe. Da war ich MAMA, von der ersten Sekunde an und DAS war das kawumm der wahren richtigen starken Liebe❤️❤️
Mittlerweile ist mein Sohn 3.5 und ich bin mit meiner Tochter in der 32ssw. Ich freue mich wieder genauso auf sie wie damals auf meinen Jungen. Aber die Liebe kann man zur Zeit noch nicht vergleichen. Das ist eine ganz andere Liebe. Und ich bin voller vorfreude darauf das es Anfang Mai dann bei der kleinen ebenfalls Kawumm machen wird😍❤️

In dem Sinne, mach dir keine Sorgen, man merkt schon beim Lesen das du dein Würmchen sehr liebst❤️ ich wünsche dir alles gute für die Schwangerschaft und ein unvergessliches KAAAAWUUMMM😂😂😂💕💕💕💕💕💕💕

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Ich hatte die ganze Schwangerschaft über totale Muttergefühle usw. Hab mir alles ganz toll ausgemalt, wie es dann werden wird wenn das Kleine da ist usw usf. Tja und dann kam die Geburt und hat mich komplett überrumpelt, nicht weil es so schnell ging (von der 1. Wehe bis sie da war waren es 18 Std.) sondern weil ich einfach absolut nicht damit gerechnet habe und eigentlich noch nicht bereit war für die Geburt (sofern man das überhaupt jemals ist 😅). Mir ging es die ganze SS über blendend, auch zum Schluss und das obwohl ich im Sommer hochschwanger war und mir jeder prophezeit hat, dass es die Hölle wird. Und je näher der Termin rückte, desto öfter hörte ich "ach dir geht's noch viel zu gut, das dauert sicher noch, du gehst sicher drüber usw.". Ich war außerdem super gern schwanger und fühlte mich so schön wie nie zuvor. 🤰 Und darum war ich einfach sooo überrumpelt, dass ich es überhaupt nicht fassen konnte, als wir an dem Tag ins KH gefahren sind, weil ich regelmäßige Schmerzen hatte, und die Hebamme dann meinte, super, MuMu bei 3 cm, Sie bekommen heute noch ein Kind. 😲😲😲. Ich war wirklich fassungslos. Dachte ich höre nicht richtig 😅🙈 Ist auch heute, fast 6 Monate später noch schwer zu erklären...nicht, weil ich mich nicht auf mein Kind gefreut habe, oder es nicht wollte, ich war einfach noch nicht bereit dazu, hatte noch so viel vor 😅 tja und dann lag die kleine Maus auf mir und das war wieder soo unwirklich, obwohl ich mir diesen Moment so oft ausgemalt und herbeigesehnt habe. Und ich wartete darauf, diese "unfassbare Liebe" zu spüren, von der immer alle redeten. Tja, tat ich nicht... Und auch die ganzen nächsten Wochen nicht... Klar, sie war so unfassbar süß und ich konnte mich gar nicht satt sehen an ihr.❤️ Geschweige denn mir vorstellen, sie abzugeben oder so. Aber Muttergefühle, wie ich dachte, dass man hat, hatte ich trotzdem keine 🤷‍♀️ das war alles so unwirklich. Im Gegenteil, ich fühlte mich oft wie ein Zombie. Und ich fragte mich die ganze Zeit, was bloß nicht stimmt mit mir. Traute mich aber nicht, es jemandem zu erzählen, was die Sache noch viel schwerer machte. Ich funktionierte einfach nur.
Nachdem ich bald nicht mehr weiter wusste, hab ich einen Termin bei einer Therapeutin ausgemacht. Das nahm mir dann eine große Last, als sie mir sagte, dass es völlig normal ist, wenn man nicht gleich diesen Zugang zum Kind hat bzw. Diese großen Gefühle. Das muss sich vielfach erst entwickeln und es würde sehr vielen Frauen und auch Männern so gehen, nur redet niemand darüber... 'Wenn man Mama/Papa wird hat man sich zu freuen und glücklich zu sein." drum traut sich kaum einer zu sagen dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Und es ist definitiv nicht immer alles so toll. Die Therapeutin meinte nirgends sonst wird so viel gelogen wie beim Thema Kinder... Und ich glaube sie hat recht...
Außerdem weiß ich jz, dass ich definitiv ein Trauma erlitten habe, aber nicht wegen der Geburt, sondern danach. Wir hatten leider keinen guten Start, da sie am 2. Tag wegen Gelbsucht für 24 Std. Unter die UV Lampe musste, und somit von mir getrennt war. und das hat mir dann den Rest gegeben, da sie mir quasi entrissen wurde (es fühlte sich für mich so an, obwohl es so natürlich nicht war, also nicht körperlich entrissen, sondern seelisch, konnte mich gar nicht drauf vorbereiten und sie da so liegen zu sehen brach mir mein Herz) und so waren die ersten Tage, die ich mir so voller Glück ausgemalt habe, ganz ganz schlimm und voller Sorge um dieses kleine süße Wesen. Dazu der Baby Blues und ich war fertig mit den Nerven. Nur langsam ging es bergauf. Aber es wurde wirklich besser, Woche für Woche und nach ca. 3 Monaten konnte auch ich diese unendliche und besondere Liebe endlich spüren ❤️ die kleine Maus hat sich in mein Herz geschlichen und ich lieb sie von Tag zu Tag mehr ❤️ wenn sie mich morgens anstrahlt, geht die Sonne auf ❤️ und ich spüre mich selbst auch endlich wieder und bin ganz in meiner neuen Rolle als Mama angekommen.
Also wie du siehst, es kann ganz anders kommen als man glaubt. Denke, das beste ist es eh wie du es machst "gechillt/neutral" zu sein und mit wachsendem Bauch werden die Gefühle sicher mehr... Und die Verbindung wird definitiv kommen! Ob gleich nach der Geburt oder wie bei mir erst etwas später...aber diese Liebe kommt ❤️
Alles Gute für deine Gesundheit und eine tolle restliche Kugelzeit!
LG Blumentopf mit Magdalena an der Hand (5,5 Monate)

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Guten Morgen!

Ich denke du hast schon viele gute Antworten zu dem Thema bekommen!

Beim ersten Kind war diese "Bindung" etwas früher da, einfach weil ich ZEIT hatte dafür. Aber eigentlich fing das ganze erst an, als ich ihn spürt und vor allem, als wir den Namen ausgesucht hatten.
Richtig real, dass du jetzt wirklich wirklich Mama bist...das hat bei mir eeewig gedauert. Manchmal kommt es mir noch immer sehr surreal vor. Und der Lütte wird heute 3 Jahre alt 😱

Jetzt beim zweiten Kind habe ich gar nicht so viel Zeit, mich um die Bindung schon zu kümmern. Klar so ein bisschen...und ich han sie auch lieb und so. Aber der Rest wird sich entwickeln, wenn ich sie im KH in Ruhe kennenlernen darf.

LG Aki

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Beim ersten Kind kam das tatsächlich eigentlich erst als mein Baby da war 😭🙏🏻💕 ich war in der ersten SS so unerfahren, ängstlich, hatte eigentlich gar keine Ahnung was auf mich zukommen würde und konnte mir auch gar nicht vorstellen wie das wohl ist Mama zu sein, dem Thema Geburt stand ich total naiv gegenüber „wird schon irgendwie, hoffentlich“ und hab mich gar nicht darauf vorbereitet.
Jetzt in der zweiten Schwangerschaft (4 Jahre später) bin ich seit Anfang an Feuer und Flamme - ich habe jetzt schon eine unheimliche Verbindung zu meinem Baby (28. woche) nicht zuletzt weil ich weiß wie wunder wunderschön diese Zeit sein wird, aber wie kurz auch rückblickend eine SS ist und ich habe zB auch überhaupt keine Angst mein Baby im Bauch nicht so sehr lieben zu können wie meinen „Großen“, denn das tu ich tatsächlich jetzt schon 🥰😍💕

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