Unendlich traurig

Hallo,

ich muss mir Mal was von der Seele schreiben... Ich bin nun mit unserem dritten Wunder schwanger, dass etwas früher als geplant zu uns kommen möchte und das in einem verdammt stressigen und anstrengenden Abschnitt in unserem Leben, in dem wir uns eigentlich keinen Nachwuchs bewusst gewünscht hätten. Natürlich sind wir dankbar und wollen dieses Kind, darum geht es gar nicht. Aber eine mir sehr nahestehende Person hat ein Kind, die beste Freundin meiner Großen und ich weiß, dass sie gerne weitere Kinder hätten und auch weiß ich von ihrem ersten Abgang. Da waren wir gleichzeitig frisch schwanger... Meines blieb... Dann habe ich ihr von unserer dritten Schwangerschaft (die Große ist frisch 3 geworden) erzählt und wusste, dass sie sich freut und gleichzeitig tat es mir leid, weil ich es ihr so sehr wünsche und ich nur vom angucken schwanger werde... Da erfuhr ich, dass sie noch weitere Abgänge hatte, aber nicht wie viele... Nun hegte ich vor wenigen Tagen die Vermutung, dass sie wieder Schwanger ist und dann ein paar Tage später teilt sie mir mit, dass sie einen vorzeitigen Blasensprung ohne Überlebenschancen des Kleinen hat. Es wäre das Gleiche wie bei uns geworden und das Große Kind, hat es gerade frisch erfahren, dass es ein Geschwisterchen bekommt... Musste erstmal heulen wie sonst was... Das zerbricht einem echt das Herz... Danke für's Zuhören.. lg

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Ja schon übel was manche für einen Leidensweg bis zu ihren Wunschkinder haben...😔❤️ Bin froh das ich das bisher nicht erleben musste 😇🍀
Besonders ärgern mich dann die Fälle bei denen sich manche nur so wie die Hasen vermehren um dann die Kids verwahrlosen zu lassen.
Ungerechte Welt...
Das es so was dann im Bekanntenkreis gibt während einer Glück und der andere Pech hat ist hart...
Wie eng seid ihr denn befreundet?? Könnte Sie vielleicht Patentante werden oder so??

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Ja, manchmal ist das Schicksal sehr unfair.

Ich war in einer ähnlichen - wenn auch vom Schmerz her nicht vergleichbaren - Situation. Ich hatte seit Monaten einen extremen Kinderwunsch, mein Mann hatte sich in den vereinbarten Jahren bis zum zweiten Kind aber eigentlich entschieden, dass er kein Kind mehr wollte... aber vielleicht doch... Dann erzählte mir meine Freundin (die nie Kinder wollte, deren erstes Kind erst ein Jahr alt war), dass sie wieder schwanger sei. In der Woche, in der ich gewesen wäre, wenn mein Mann sein Versprechen eingehalten hätte. Freude und Schmerz lagen für mich noch nie so nah beieinander, es war wirklich körperlich.

Als ihr Bauch wuchs, habe ich mich zunächst gescheut, sie zu treffen. Aber die Freude für sie und unsere Freundschaft gewannen dann doch die Oberhand. Jetzt ist sie frisch entbunden und ich bin in der 15.SSW und ich finde es weiterhin sehr schade, dass unsere Kinder nicht annähernd gleichzeitig geboren wurden, denn grade am Anfang sind 6 Monate noch ein großer Unterschied.

Ich denke, wenn eure Freundschaft stark genug ist und ihr auf Missverständnisse achtet, dann werden Neid und Trauer kaum Auswirkungen haben.

Seid gut zueinander, aber baut keinen Abstand "aus Rücksicht" auf.

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