Verdacht auf Trisomie 18 nach Präna-Test

Guten Abend,

ich hatte mir kurz überlegt, direkt schon ins "frühe Ende"-Forum zu wechseln, doch mich dagegen entschieden, solange es noch einen Hauch von Hoffnung gibt.

Zur Situation: Ich bin aktuell in SSW 12+5. Mein letzter Ultraschall war bei SSW 9+6. Das Baby hatte sich während der Untersuchung zwar nicht bewegt und war mit 24 mm relativ klein, aber noch gerade so im Normbereich. Das Herz schlug kräftig und laut meinem FA war alles in Ordnung.
Ich hab an dem Tag auch das erste Mal Blut für den Präna-Test abgegeben, doch nach 1.5 Wochen Wartezeit kam dann die Aussage: Nicht auswertbar.

Anfang dieser Woche musste ich nochmals Blut abgeben und diesmal kam das Ergebnis recht schnell: Verdacht auf Trisomie 18! Mir zog es den Boden unter den Füßen weg und ich bin einfach nur erschüttert! Übermorgen soll ich zum Ultraschall kommen, da wird nochmal geschaut und dann weiter entschieden, inwiefern noch weitere Untersuchungen notwendig sind oder ob mein BAby vielleicht schon garnicht mehr lebt....

Um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht so richtig, was ich mit diesem Beitrag bezwecken will, ich glaube, ich suche nur einen letzten Stroh-Halm, an den ich mich klammern kann. Hatte hier jemand schon ein Falsch-Postitives-Ergebnis beim Präna-Test (oder Harmony-Tests o.ä.) und kann mir Hoffnung machen?

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Ich hab das Testergebnis letzte Woche besprochen. Mein Test war unauffällig. Die Ärztin sagte aber, die falsch positiv Rate ist gar nicht so klein beim Praena-Test. Falls sich im US der Befund bestätigt, wird Dir zu einer Fruchtwasseruntersuchung geraten. Erst die gibt Dir eine noch größere Sicherheit.

Das tut mir Leid für Dich. So ein Verdacht ist grausam. Die meisten T13/T18 Kinder sterben im Mutterleib. Ich hoffe, Dein Kleines ist gewachsen und Du kannst die FWU machen und es bestätigt sich nicht.

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Huhu
Ich drücke dir die Daumen das es sich nicht bestätigt .
Ich hatte bei meiner Tochter die Nackenfalt Messung gemacht . Da kam bei den blutergebnisse große Wahrscheinlichkeit auf trisomie 13/18
Der US war aber unauffällig .
Wurde in der selben Woche noch zur feindiagnostik geschickt .
Ende vom Lied meine Tochter kam gesund und munter zur Welt .

Liebe Grüße und fühl dich gedrückt .

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Es gibt bei medizinischen Tests eigentlich immer eine Falsch-Positiv-Rate.
Solche Tests haben zwei Gütekriterien:
1. Zu wie viel Prozent erkennen sie eine vorliegende Erkrankung als Erkrankung.
2. Zu wie viel Prozent erkennen sie fälschlicherweise einen gesunden Fall als krank
Wie wahrscheinlich dann ein Positiv-Ergebnis tatsächlich das Vorliegen der Erkrankung bedeutet, liegt auch von der Anzahl der Fälle ab, die überhaupt auftreten. Das ist ein klassisches Stochastik-Problem, das man am besten in einer Vierfeldertafel veranschaulichen kann.

Wie die Werte hier sind, weiß ich nicht. Ich würde sagen: beraten lassen! Das sind alles Fragen, die du am Besten mit Fachleuten besprichst. Und dann nimmst du dir genug Zeit um die Infos sacken zu lassen, am Besten zusammen mit deinem Partner, und ihr überlegt, was euch Gewissheit bringt, was ihr tun wollt etc.
Ich wünsche dir Kraft! Und alles Gute!

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Ach Du Arme. Lass Dich mal #liebdrueck
Ich kann mir gut vorstellen wie Du Dich jetzt fühlst. Ende November habe ich ebenso eine infauste Prognose verdauen müssen und kann Dir nur raten: Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst. Ärzte raten schnell zum Abbruch. Es gibt aber genügend Zeit und erstmal solltest Du die Diagnose überprüfen. Mach eine Fruchtwasseruntersuchung oder überleg Dir in Ruhe andere Alternativen.
Viel Glück
LG Strahleface

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Kann auch nur von der Arbeitskollegin berichten, bei der der Test 2 mal dermaßen angeschlagen ist, dass man vom schlimmsten ausging.( man hatte den Test wiederholt, weil man an einen Fehler dachte) Sie wurde dann in eine spezilklinik in ein anderes Bundesland verwiesen. Dort wurde sie auf den Kopf gestellt. Man konnte nichts feststellen. Sie ist mittlerweile in der 34 ssw( wenn ich mich nicht irre) & auch alle weiteren Folgeuntersuchungen waren unauffällig.

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Hallo, puh, da habt ihr erstmal zu knabbern.
Ja, der Test kann falsch positiv sein, Stichwort ist hier Mosaiktrisomie, leider ist die Quote dafür sehr gering.

Eine 100 % Sicherheit bietet euch nur die Fruchtwasseruntersuchung (nicht die Chorionzottenbiopsie, die liefert die gleichen Ergebnisse , da gleiche Quelle, wie der Pränatest). Die FWU solltet ihr also auf jeden Fall zur Absicherung des Ergebnisses machen.


Alles Gute und viel Kraft!

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Wie andere schon schrieben kann er falsch positiv sein. Meine Pränataldiagnostikern sagte daher, ich solle nur den T21 machen, da die Testergebnisse der anderen so oft Verwirrung stiften. Sie meinte, dass sie es noch nicht erlebt hätte, dass T13 oder 18 vorlägen, ohne dass man es im US gesehen hätte.
Warte also erstmal ab, ob der US auffällig ist und entscheide dann über eine Fruchtwasseruntersuchung.
Ich wünsche dir, dass dein Bauchzwerg gesund ist!

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Ich erinnere mich an eine Userin letztes Jahr im April, bei der Praenatest und Chorionzottenbiopsie Trisomie13 angezeigt hatten, und deren Baby nach FWU doch gesund war.

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Vielen Dank für all eure Antworten und die aufbauenden Worte...

Der Abend gestern und auch der Tag heute in der Arbeit waren furchtbar. Und ich weiß schon jetzt, dass die nächsten Wochen die Hölle werden: Geprägt von Unsicherheit und Ängsten oder Trauer. Ich hab diese Woche einen Sonoline Fetal-Doppler bekommen. Hatte mich anfänglich eigentlich gegen ein solches Teil gewehrt, wurde dann aber doch schwach und bin jetzt doch froh darüber, denn so kann ich wenigstens mal kurz die Herztöne hören und sehen, ob das Herz noch schlägt. Das war gerade ganz deutlich.

Morgen ist der Termin zum Ultraschall und dann sehen wir weiter. Zum Glück hat mir der Arzt einen Termin für Samstag gegeben, das ist ja auch nicht ganz selbstverständlich. Ich berichte dann.

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