An die Mädels im medizinischen Bereich

Hallo ihr Lieben! Kurz zu mir: Ich arbeite als Assistenzärztin im krankenhaus. Ich bin jetzt Anfang der 5. Woche schwanger. Auf Arbeit wollte ich erst Anfang Februar sagen. Da wäre meine Probezeit rum und ich hab wahrscheinlich auch die Bestätigung vom FÄ. Nun steht nächste Woche aber ein reanimationskurs an, der für alle verpflichtend ist und eigentlich will ich den ja auch machen. Aber bissl unsicher bin ich schon.
Was würdet ihr tun?

LG Kassimira mit Magdalena an der Hand und #ei im bauch (4+2)

Hey aber was ist denn an dem Rea-Kurs "gefährlich" etc? Also warum hast du da bedenken? Bin zwar "nur" Krankenschwester auf der Intensivstation, aber den Kurs auch schwanger mitgemacht und es war alles gut.

Hallo,

ich arbeite als Kinderkrankenschwester auf einer Früh- und Neugeborenenintensivstation und habe mich direkt am ersten Arbeitstag nach dem positiven Test bei meiner Leitung geoutet. Wir hatten allerdings auch zu der Zeit jede Menge Isolationspatienten mit zum Teil multiresistenten Keimen.

Der Rea-Kurs an sich ist ja nur eine Übung, den kannst du sicherlich ohne Probleme mitmachen. Je nachdem in welchem Bereich du arbeitest und mit welcher Keimbelastung du zu tun hast, würde ich aber ggf. schon früher etwas sagen. Du hast dann trotzdem Kündigungsschutz, auch wenn du noch in der Probezeit bist. Eine schöne Schwangerschaft wünsche ich dir.

Liebe Grüße
Anne mit Benjamin (26+0)

Hi ich arbeite selbst im Krankenhaus und würde es denke ich nicht machen . Ist ja schon ziemlich anstrengend . Je nachdem wie viele Zyklen du dann drücken musst usw.
Eine schöne Schwangerschaft ! :)
Bin übrigens auch 4+2 😍

Warum sollst du den nicht machen können? Ich hab die ersten paar Wochen noch aktiv im Rettungsdienst gearbeitet, da war die Schwangerschaft aber noch nicht sicher.
Vielleicht kommst du ein bisschen schneller aus der Puste beim Drücken ... Und ihr übt ja sicher nur an Puppen....

Und damit ich meine Zertifizierung nicht verliere mache ich in der 24ssw sogar noch bei der Pflichtschulung und Rezertifizierung mit.

Hi. Ich bin Fachärztin (Innere) und arbeite Vollzeit und bin aktuell in der 31.ssw. Bin auch in der NA und Intensiv und arbeite ganz normal weiter. Halt viel Hygiene/Desinfektion etc...Wo ist das Problem beim Rea-Kurs?

Eine Kollegin hat damals durch eine reale Reanimation eine FG erlitten. Definitiv auch zu Übungszwecken NEIN!!! Zu gefährlich für dich!!!

LG Jana

Sorry, dass ich das so sagen muss, aber keine intakte Schwangerschaft geht nur durch eine Reanimation verloren, das ist Blödsinn. Keine Frau ins Kriegsgebieten würde sonst ein gesundes Kind gebären...

Das stimmt schon. Aber ich habe auch nicht gesagt, dass eine Reanimation ausschließ dazu führt. Aber es KANN eben auch doof aus gehen. Ob man das Risiko in Kauf nehmen will, muss jede selbst entscheiden.

Mir wurde damals als ich Schwanger war auch vom Kursleiter dazu abgeraten bzw. hat er es "verboten". Da war ich schon im BV, habe aber meine WB weiter machen wollen, in dem die 1 Hilfe Maßnahmen aufgefrischt wurden.

Alles Gute!

Hi,
ich denke auch nicht, dass da viel passieren kann. Hast Du denn irgendwelche Risiken oder schlechte Erfahrungen in der Vorgeschichte? Du brauchst auch keine Sorgen haben mit der Probezeit haben, sie können Dich schwanger nicht kündigen, allerdings können sie Deinen Vertrag auslaufen lassen bei Befristung. Ich würde es so früh wie möglich mitteilen, da für mich Keimzimmer, Blutabnehmen und Rettungsstelle nicht mehr in Frage kämen. Ich habe aber auch eine entsprechende Vorgeschichte...LG

Hey. Vielen Dank für eure Antworten ! Nein wegen der Arbeit an sich hab ich keine Sorge. Hab in der letzten SS auch durchgehend gearbeitet (Noch als Schwester damals)
War halt nur nicht so sicher wegen dem Kurs! Aber ich werd den einfach ganz normal machen. Dienste mach ich ja auch noch.
Tja! So ist das halt. Erst hibbelig man auf den positiven Test und wenn man den hat, komen die verrücktesten gedanken#klatsch

Die einzige Frage die ich mir stelle ist folgende: was, wenn du als Ärztin in die Lage kommst einen echten Patienten zu reanimieren? Sollte soch eigentlich solange du arbeitsfähig bist gehen, oder?

Wenn nicht, würde ich generell überdenken, in wieweit ich noch auf diese Weise diese Arbeit antreten möchte ;-)

Ansonsten würde ich vielleicht schon mit einer "Magen Verstimmung" in den Kurs gehen und falls es dir nicht gut geht oder du dich unwohl fühlst schiebst du es darauf...

LG

Hallo,

Ich bin Notfallsanitäterin und Praxisanleiterin.
Ich wurde durch ICSI schwanger.
Bei meiner Ergänzungsprüfung war ich in der 7. und 8. SSW und musste ein praktisches Traumafallbeispiel (eingeklemmte Person, Hochrasanztrauma), ein internistisches Fallbeispiel und Reanimation machen.
Ich habe in der ersten Schwangerschaft auch noch in der 32. SSW praktischen Unterricht gegeben, inkl. Vormachen. Nur beim Heben und Umlagern mit Schaufeltrage oder Spineboard wurde der Patient durch eine Wolldecke ersetzt.
Nach den Transferen habe ich immer bis zum ersten US normal gearbeitet. Meist bis 5+5 oder so.
Jetzt werde ich wieder hoffentlich lange unterrichten können und nächste Woche meinen ACLS Kurs machen können.

LG
Bella.

Hallo Kassimira,

ich arbeite als Krankenschwester auf einer Gastroenterologie/Endokrinologie und habe an einem Reanimationskurs wie gewöhnlich teilgenommen. Eigentlich passiert doch meist nichts gefährliches oder sind eure Kurse anders aufgebaut?

Ganz liebe Grüße

Hallo,

ich denke du musst dir auch bewusst machen, dass du in deinen Diensten und auch im normalen Stationsalltag jederzeit in die Situation kommen kannst, jemanden reanimieren zu müssen. Was würdest du dann tun? Wenn niemand anderes (ich weiß nicht wie groß deine Klinik ist) greifbar ist, musst du ja auch handeln.

Bei den Kursen kommt man ja auch irgendwie durch ohne sich unbedingt zu 100% zu beteiligen... würde mich irgendwie durchwurschteln und mich um die Atemwege kümmern...

Viele Grüße

Ich arbeite als Ärztin im Krankenhaus und habe es erst in der 13. Woche gesagt. Habe bis dahin alles mitgemacht. Hatte noch einen Belastungstest für den Notarztdienst (muss man bei uns ein mal im Jahr machen) und ihn mit Bravour bestanden. Das war so 10. Woche. Ich finde, dass man selbst gut einschätzen kann, was geht und was nicht. Ich habe meine Schwangerschaft nie als große Einschränkung empfunden. Mir ist bei der Ergometrie aufgefallen, dass meine HF deutlich höher war als normal und ich hatte fast schon eine Ruhedyspnoe. Aber das ist sonst auch keinem aufgefallen.
Hab auch meine Ambulanzdienste bis zum Schluss gerne gemacht.

Ich würde den Kurs ganz normal mitmachen und wenn du dich unwohl fühlst, dann drückst du eben nur etwas halbherzig und sagst, dass du Muskelkater ohne Ende vom Sport gestern hast. Oder Rückenschmerzen, weil beim Umzug von Freunden verhoben. Oder so was. Aber eine intakte Schwangerschaft wird durch eine kurze körperliche Belastung meines Erachtens nicht gefährdet.

Bin aktuell übrigens auch wieder in der 5. Woche und werde es nicht vor der 13. sagen. :) Tu das, was sich für dich richtig anfühlt, dann geht es dir damit gut - und somit auch dem Baby.

LG Isi

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