Nehmt ihr euren Partner mit ?

Hallo ihr Lieben!

Ich hab noch 88 Tage bis zum ET und weiß noch nicht ob ich meinen Partner mit in den Kreißsaal nehme. Bei der Geburt meiner Tochter hat mich die Anwesenheit meines damaligen Partners massiv gehemmt und wirklich sogar gestört.

Jetzt ist mein "neuer" Partner aber ein ganz anderer Typ Mensch. Dennoch sitzt das Trauma der ersten Geburt noch sehr tief. Ich kann mir einfach nicht vorstellen mit einer Person außer der Hebamme im Kreißsaal zu sein.

Was mich aber zweifeln lässt: sein Verständnis. Er lässt mir da völlig freie Hand. Er freut sich, wenn er bei der Geburt seiner ersten Tochter ( er hat einen Sohn von 13) dabei sein darf, kann aber auch damit umgehen und es nachvollziehen, wenn ich sage ich möchte alleine sein. Er drängt mich zu keiner Entscheidung.

Allein das bringt mich doch eher dazu ihn vielleicht mitzunehmen und im schlimmsten Fall rauszuschicken, wenn ich es nicht ertrage. Ich muss dazu sagen, dass mein Ex sich aufgedrängt hat bei der ersten Geburt. Er duldete meine Mutter nicht als Begleiterin. Er schlief die meiste Zeit bzw hat einfach nichts getan außer zu fragen wie lange ich noch brauche, ob es nicht schneller ginge.

Am schlimmsten war, dass die Absprache bestand, er ginge nicht zwischen meine Beine schauen und das hat er dann eben doch gemacht. Als ich ihn später fragte warum sagte er: du konntest dich ja eh nicht wehren.

Die Hebamme hat mich gelobt, weil ich wirklich gekämpft habe. Sie fragte ihn ob er nicht stolz auf mich sei. Nein... Er war der Meinung das sei etwas völlig normales. Zu Dank oder Stolz sei er mir nicht verpflichtet. Dabei hatte er meine Tochter auf dem Arm und wollte sie mir nicht geben. Ich durfte sie lange nicht halten, bis die Hebamme sie ihm abnahm und sagte, ich dürfe jetzt kuscheln. Schließlich hätte ich die Arbeit geleistet.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Das hat erstens die Beziehung zerstört und zweitens mein Vertrauen in den Vorgang der Geburt im Beisein eines Mannes zu tiefst erschüttert.

Ich weiß, dass der Mann damals nicht der Mann von heute ist. Aber auch damals wäre ich lieber mit meiner Mum oder aber ganz alleine zur Geburt gegangen. In solchen Situationen bin ich einfach gern für mich, bei mir, ohne dass jemand fragt, fummelt, raschelt, hampelt .
Ich wohne 2km vom Krankenhaus entfernt. Er wäre also wirklich sofort da, würde aber sogar vor der Tür warten. Er ist wirklich süß und verständnisvoll. Seine Aussage: deine Schmerzen - deine Entscheidung.
Ich will ihn einfach nicht enttäuschen.

Wer von euch bringt ihr Baby alleine zur Welt?
Wer nimmt den Partner mit ? Oder jemand anderes ?

Ganz liebe Grüße

1

Wenn ihr da so offen drüber reden könnt & er da Verständnis hat, ist doch Super,
Erkläre es ihm einfach genau so 😊

Wenn du das Bedürfnis hast, dass er da ist, kann er ja jederzeit dazu kommen :)
Oder auch jederzeit doch wieder raus gehen.
Finde in so einer Situation solltest du darauf schauen, was für dich das Beste ist, wie du dich am wohlsten fühlst 😊

Ich Persönlich könnte mir das nicht vorstellen soo unter der Geburt, jemanden dabei zu haben. Aber bekomme sowieso ein Kaiserschnitt 🙈

2

Ja. Für mich war das auch immer eine seltsame Vorstellung. Ich habe 3 Monate Praktikum im Kreißsaal gemacht, was mich schon ein Stück weit geheilt hat. Bei den knapp 100 Geburten waren durchweg super Männer dabei die ihre Frauen toll unterstützt haben. Für mich ist das dennoch irgendwie
.. Ja. Befremdlich.

3

Jede Frau ist anders :) auch wenn der Mann Super ist :) Verständnis hat, gut unterstützt & all das :)
Gibt es Frauen, für die diese Situation unangenehm ist.
Das ist auch nichts schlimmes 😊
Würde ich meinem Partner so sagen :)
& falls du doch das Bedürfnis bekommen solltest, kann er ja dazu kommen :)
Hauptsache du fühlst dich Wohl 😊

4

Ich nehme meinen Freund mit! Er freut sich sehr drauf und will es auf keinen Fall verpassen. Ich will ihm dieses Erlebnis auch nicht nehmen. Brauch ihn jetzt weniger als Unterstützung aber ich weiß wie viel ihm daran liegt und ich weiss auch das er für mich da sein wird . Die Geburt unseres Sohnes, unseres ersten Kindes wird uns keiner nehmen können. Ich denke es schweißt noch mehr zusammen

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Das würde ich jetzt noch nicht fest machen "ich brauche ihn weniger als Unterstützung" da es deine erste Geburt ist weißt du ja gar nicht wie dir unter der Geburt so drauf bist (weiß man wahrscheinlich beim 2ten auch nicht da jede Geburt anders sein kann).
Ich hätte beim ersten auch nicht gedacht das mein Mann mir da großartige Hilfe leistet aber er war sooo toll und mir eine große Stütze 😍

5

Das tut mir leid das du so eine schlimme Erfahrung machen musstest😰verstehe wieso du natürlich lieber ohne Partner es durchleben möchtest aber er scheint ja ein ganz anderer Typ Mann zu sein und ist verständnisvoll. Erkläre ihm doch wovor du Angst hast. Wie schlimm es damals war! Und wenn du möchtest das er rausgeht muss er das auch!!! Ihr könnt es ja so vereinbaren wenn es dir recht ist. Wenn’s zuviel wird muss er raus. Ich bekomme zwar einen Kaiserschnitt aber will unbedingt meinen Mann dabei haben!! Mein Mann ist aber auch ein ganz anderer Typ da bräuchte ich keine Sorgen haben, trotzdem muss er raus wenn es verlangt wird! Aber das will ich garnicht 🤭ich hoffe es läuft alles wie gewünscht und das er unsere Tochter als erstes in die Arme schließen kann!! Ich kann ihn aber blind vertrauen, er gibt mir halt. Und ich bin froh das er mich überall bei jedem einzelnen Termin begleitet hat und noch nie gefehlt hat. Er sagt es ist sein Kind und wenn er sonst nicht viel tun kann will er nix verpassen und mich unterstützen. Ich würde es genauso wie du es uns erklärt hast, es deinem Schatz erklären!! Wenn es dir recht ist sag ihm das wenn du willst das er geht, das er gehn muss! Schließlich bist du nicht allein Hebamme, Ärzte, deine Mutter, genug die Dir zur Seite stehn und was ich nicht denke, das er rausgeschickt werden muss. Du hast ein ganz anderen Menschen an deiner Seite und die Geburt wird ganz anders verlaufen! Er wird Verständnis für haben wenn du es ihm so erklärst wir uns!!!

6

Er kennt Eingänge Story schon. Sogar viel ausführlicher. Deshalb kann er das auch absolut verstehen. Dass er mich nicjt versucht zu überreden oder drängen zeigt niemand jeden Fall schon, dass er es mehr verdient hat dabei zu sein als der Vater meiner Großen.

Dass er rausgeht ist bisher auch meine Option. Fraglich ist aber auch, ob er es pünktlich schafft. Er lebt 2 Stunden Fahrt mit dem Auto entfernt. Es könnte also sowieso knapp werden. Und was mich noch sehr verunsichert: ich bin so ne Hypnobirthing Tante... ich lese viel, mache die Übungen und bin eigentlich total entspannt. Als er in dem Buch geblättert hat, hat er sich total drüber lustig gemacht.

Bei der Geburt seines ersten Kindes gab es für beide keinen Geburtsvorbereitungskurs, keine Nachsorgehebamme, keine Krabbelgruppe o.ä. das fanden sie immer unnötig. Ich aber finde sowas schön, wichtig, hilfreich... Wie auch immer. Ich steh auf das volle Programm natürlicher Geburtshilfe.
Es wird keinen Arzt geben, keinen Zugang und kein Schmerzmittel.

Oh man. .. anstatt es auf mich zukommen zu lassen zermater ich mir den Kopf.

7

Achso. Beim Kaiserschnitt dürfte er dabei sein.

Ich glaube meine Panik liegt im Kontrollverlust. Weil der so schamlos ausgenutzt und belächelt wurde bei der ersten Geburt.

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Ich könnte mir nicht vorstellen meinen Mann nicht dabei zu haben er war bei der Geburt unserer Tochter eine Riesen Unterstützung. An deiner Stelle würde ich ihn mitnehmen aber nur mit der Abmachung das er geht wenn du es von ihm verlangst.

9

Ich werde voraussichtlich den Endspurt allein durchstehen müssen. Meine Tante wird vielleicht dabei sein. Mein Verlobter kommt aus einem anderen Kulturkreis und da ist es undenkbar für einen Mann dabei zu sein. Er sagt, Geburt ist Frauensache und er würde sich dabei total unwohl fühlen. Wir haben gesagt er bleibt eben so lange wie er kann. Manchmal denke ich, es ist auch ganz gut so. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich eventuell gehemmt bin. Davor hab ich generell Angst, weil ich in einer fremden Umgebung nicht mal auf Toilette gehen kann und dann soll ich da ein Kind bekommen. Ich bin geschockt, wie dein erster Mann sich verhalten hat, das ist ja grauenhaft.

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Für mich ist die Geburt ohne meinen Mann unvorstellbar. Ich denke mir, es gehören zwei dazu, dass ein neues Leben entstanden ist und somit finde ich es nicht in Ordnung sich davor zu drücken und die Frau alleine zu lassen, es sei denn sie besteht drauf. Mein Mann und ich haben uns sehr intensiv darüber ausgetauscht, was seine Aufgaben unter der Geburt sein werden und dass er in erster Linie da ist um mich zu unterstützen und sich für mich und unseren Sohn einzusetzen.

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Ja, aber was soll ich da tun? Ihn zwingen geht ja schlecht. Er ist ansonsten wirklich immer für mich da und kümmert sich rührend. Aber das ist ihm halt total fremd. Für meinen Vater wäre es auch unvorstellbar gewesen bei meiner Geburt dabei zu sein, da andere Generation. Ich finde es eigentlich nicht so schlimm. Die Schmerzen abnehmen kann er mir eh nicht. Mir ist viel wichtiger, dass das Klinikpersonal und die Hebamme geduldig und ruhig ist.

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Hallo,

ich werde mein Baby alleine zur Welt bringen.
Bei uns ging die Entscheidung von meinem Mann aus. Er hat es einfach nicht mit Blut und Krankenhäuser. Er wurde schon immer sehr blass beim Erzählen im Genurtsvorbereitungskurs. Da soll er lieber draußen bleiben 😂. Bei Freunde und Familie trifft es leider auf Unverständnis. Ich finde es aber stark das er so ehrlich ist. Ich denke aber er weiß hinterher was ich geleistet habe.
Du kannst dir die Option ja immer noch offen halten ob dein jetziger Partner dabei sein soll oder nicht.

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Ich finde den Kompromiss super, dass ihr das nach Situation entscheidet👍🏻 Das mit deiner ersten Geburt tut mir sehr leid und kann deine Bedenken jetzt natürlich nachvollziehen.
Ich bekomme mein 1. Kind und habe noch keine Vorstellung wie es wird, es ist ja ne Ausnahmesituation in der man sich in dem Moment befindet😅 Wir haben uns auch so geeinigt, dass wenn es einem von uns beiden nicht gut geht dabei, dass er dann geht und man sich das auch nicht krumm nimmt.
Heute ist das schon als relativ selbstverständlich angesehen, dass die Männer da mit dabei sind, ich sehe das trotzdem noch etwas zwiegespalten.

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Ja. Als Frau wird man auch öfter angefeindet im Sinne von: wie kannst du nur ? Es ist sein Kind, er hat ein Recht darauf dabei zu sein! Du bist sehr egoistisch. Den Moment bringt ihm keiner zurück. Er hat das Kind gezeugt, also auch einen Anspruch auf die Geburt.

Ich hab letztens noch einer Frau beim Yoga geantwortet, dass er ja gern zur Geburt gehen kann. Ich bleibe dann zu Hause bis er anruft und sagt, das Kind sei da 😉
Als Frau hat man eben nicht die Wahl ob man mitgeht oder nicht. Letztlich ist es die verletzlichste Zeit im Leben DER FRAU. Und die sollte man sich, wie oben schon eine Mama schrieb, so gestalten wie man es am sichersten empfindet.

Dennoch hab ich ein schlechtes Gewissen...

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Genauso sehe ich das auch...oder es ist andersherum: ER geht mit weil er denkt, es wird heutzutage erwartet und ist eben selbstverständlich.
Das ist ja nicht nur ein unangenehmer Arztbesuch.
Wenn ich mir vorstelle, meine Freundin würde mich bsw bitten, ihr bei der Geburt beizustehen und ich selbst habe noch kein Kind bekommen, wüsste ich nicht ob ich das sofort mit Freudenjubel begrüßen könnte. Ich denke, da können einige Sachen auf einen einprasseln, mit denen man nicht rechnet bzw dass man sich hilflos fühlt etc., pp.
Kann, muss aber nicht.
Dennoch berichteten die Männer aus meinem Freundes-und Bekanntenkreis alle überwiegend positiv über deren „Geburtserlebnis“.

Die Diskussion ob man den Männern, die draußen bleiben müssen ihrer Erfahrung und Erlebnis beraubt kann man noch bis ins unendliche ausweiten.
Vor 30 Jahren als ich geboren wurde, stand die Frage gar nicht zur Debatte, schön, wenn man trotzdem die Wahl hat 🙂

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Hallo.

Bei meiner ersten war er mit dabei, aber als es los ging wollte er raus. Meine mama war dann bei mir. Er kann das nicht ab.
Bei der 2. und 3. gings so schnell, da hat er es nicht ins kh geschafft. War da alleine.
Bei der 4. war meine mama wieder mit dabei und er ist bei den kindern geblieben.
Jetzt beim 5. wird es ein KS. Er möchte nicht mit rein. Er sagt, er kann sowas nicht. Finds zwar schade, aber muss es wohl akzeptieren. Denke diesmal kommt meine schwägerin mit, die gleichzeitig meine cousine ist.
Hoffe er ändert seine meinung noch.
Man kann niemanden zwingen, aber auch er kann dich nicht zwingen.

Lg

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Für mich war die Vorstellung jemanden in so einer verletzlichen Situation dabei zu haben zuerst merkwürdig. Allerdings hätte ich da auch nicht alleine durch gewollt .. klar, die Hebamme is da, aber die kenn ich nich... Meine Mutter kam für mich überhaupt nicht in Frage, sie hätte mich nur nervös und verrückt gemacht. Sie hätte alles nur lieb gemeint, aber ich hab da in dem Moment andere Sorgen.

Natürlich wollte mein (jetzt) Verlobter mit in den Kreissaal. Ich hab es zugelassen. Es war die beste Entscheidung ♥️ er hat mich weitestgehend in Ruhe gelassen, hat mich Mal abgetippt, mein Bein anders hingelegt (danke PDA geht das ja alleine nicht), mir trinken gereicht und so weiter. Selbst in der Pressphase hielt er sich zurück und hielt meine hand und "presste" mit 😂

Als die kleine dann endlich da war, war es ein mega Gefühl. Wir drei haben sofort kuscheln können und er hat ein paar Tranchen verdrückt ♥️ es war die beste Entscheidung ♥️ er war so voller Stolz, als er die Nabelschnur durchschneiden durfte.

Ich wollte auch nicht, dass er mir zwischen die Beine schaut, aber die Hebamme sagte zu ihm, Guck Mal, da ist schon der Kopf. Und natürlich schaut man hin 🙈 er hat mir bis jetzt (3 1/2 Monate nach der Geburt) immernoch nicht erzählt, was er alles gesehen hat. Wird auch wahrscheinlich besser sein 😂😂

Liebe Grüße Sandra und Marie

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