Ambivalent- einfach eine Achterbahn, nicht nur der Gef├╝hle

Huhu ihr lieben Mamis,

melde mich hier nicht oft zu Wort, dich heute nutze ich nochmal diese Plattform.
Bin in der 31SSW und erwarte Ende Juli unser siebtes Kind­čĺĽ! Ich bin mehr, als dankbar und auch wirklich gl├╝cklich, weil ich wei├č, dass es ein echte Privileg- ein Riesen Geschenk ist, Mutter sein zu d├╝rfen. Doch vor zehn Monaten habe ich drei Tage nach ET unseren Sohn nach bei einer Sturzgeburt tot im Auto geboren. Bin zwei Monate danach ├╝berraschend wieder schwanger geworden. D.h. der jetzige ET ist nur elf Tage vor dem letzten. Es war ein hartes Jahr, wir haben es als Familie aber wirklich liebevoll und zusammenhaltend gemeistert. Ich war auch bis auf die letzten vier Wochen ziemlich motiviert und entschlossen. Doch jetzt merke ich, dass ich echt ersch├Âpft bin. Es ist auch alles in Ordnung , bis auf die ├╝blichen Beschwerden, wie Wassereinlagerungen, Sidbrennen und Schlaflosigkeit. Und doch kommt jetzt dieses Wechselbad der Gef├╝hle dazu , und eine echt k├Ârperliche Anstrengung ( bin, mit einer Unterbrechung von 2monaten , 18 Monate schwanger ­čÖł)!
Alle sind so lieb zu mir, und trotzdem f├╝hle ich mich so alleine...
Danke f├╝r die M├Âglichkeit, das hier mit euch teilen zu d├╝rfen!

Liebe Gr├╝├če, Mammi von
­čĺľ­čĺÖ­čĺľ­čĺľ­čĺľÔşÉ´ŞĆ und­čąÜ

1

Hallo,

wenn ich deinen Text lese, wird mir ganz anders. Ich bekomme einen Klo├č im Hals und die Tr├Ąnen schiessen mir in die Augen. Mag auch etwas an den Hormonen liegen, aber deine Geschichte geht mir sehr nah.

Schade dass dir bisher niemand geantwortet hat, aber ich denke es traut sich vielleicht auch einfach keiner.

Ich wei├č auch nicht so recht, was ich ├╝berhaupt schreiben soll, aber ich wollte dich auch nicht ganz alleine da stehen lassen... So ganz ohne Reaktion.

Ich glaube, was du durchmachen musstest und wohl immer noch durchmachst, kann man gar nicht so recht nachempfinden.

Das tut mir unendlich leid f├╝r dich, aber du scheinst eine starke Frau zu sein.

Sei stolz auf dich und deine Familie, wie ihr das zusammen geschafft habt.

Aber lass auch einfach mal zu, das es dir schlecht geht, das ist normal, das geh├Ârt zum Leben dazu, gerade bei dem was ihr hinter euch habt.

Ich w├╝nsche dir f├╝r die restliche Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt das aller, aller beste und das ihr euer Gl├╝ck bald genie├čen k├Ânnt.

Ich hoffe, ich habe nicht irgendwas falsches gesagt bzw. geschrieben. In so einer Situation ist es gerade f├╝r einen fremden vielleicht sehr schwer die richtigen Worte zu finden.

Alles Gute.

2

Ich kann dir gar nicht sagen, wie dankbar ich f├╝r deine Worte bin. Danke f├╝r deinen Mut und auch die W├Ąrme, die mir durch deine Worte entgegen kommt.
Genau das ist das Problem. Du hast das schon richtig erkannt. Kaum einer traut sich ( was ich verstehen kann, ich war vorher auch so) mir zu begegnen. Daher auch diese ÔÇ×EinsamkeitÔÇť. Freunde und auch Familie f├Ąllt es so schwer, das vergangene aus- und das gegenw├Ąrtige mit mir durchzuhalten.
Und dann das Problem, wohin geh├Âre ich?! Hier bei urbia auch nicht einfach. Fr├╝hes Ende? Nein! Schwangerschaft? Ja, aber nur mit einem echt ekeligen Paket dabei, was wahrscheinlich bl├Âderweise (ich bete , dass es nicht so ist) vielen Angst macht.
Daher, danke nochmal f├╝r deine erfrischende und liebe Art ­čîŞ

3

Es freut mich, das ich dich etwas erreichen konnte.

Das ist durch die Anonymit├Ąt des Internets zugegeben auch etwas einfacher.

W├╝rde ich dir direkt gegen├╝ber stehen, w├╝rde ich vielleicht auch kein Wort raus bringen und wenn wohlm├Âglich nicht die richtigen.

Daher wahrscheinlich das Gef├╝hl der Einsamkeit, vielleicht versuchen viele dir zu helfen und f├╝r dich da zu sein.

Aber wie? Was will man sagen, was will man machen? Das Geschehene, entschuldige, aber es ist einfach schrecklich, wie du sagst ein ekliges Paket.

Aber, es geh├Ârt zu dir und deinem Leben. Nichts und niemand kann es wieder gut machen, ihr k├Ânnt nur lernen damit zu leben und ihr scheint es als Familie zu meistern, was echt gross und nicht selbstverst├Ąndlich ist.

Aber auch klar, das jeder seinen Weg hat damit umzugehen und so sicher jeder in deiner Familie auch mal das Gef├╝hl hat, mit allem alleine dazustehen und ├╝berfordert zu sein.

Das ist mehr als verst├Ąndlich, aber wichtig ist, das ihres einfach weiter miteinander sprecht, damit ihr euch gegenseitig versteht und nicht an der Sache zerbrecht.

Das du dir sogar Sorgen machst, anderen mit deiner Geschichte Angst zu machen, zeigt wie feinf├╝hlig, sensibel und gro├čherzig du bist. Sicher macht das Angst, aber gut f├╝r dich, das du trotzdem den Mut gefunden hast, auch hier dar├╝ber zu sprechen.

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