Zusammenhang Stress in der Schwangerschaft / Schreikinder

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Habe einen sehr interessanten Bericht darüber gefunden, wie der eigene Stresspegel in der Schwangerschaft die Entwicklung des Kindes beeinflussen kann.

Im Bild kurzer Ausschnitt zum Thema Stress, ganzer Artikel im Link.

http://m.baby-und-familie.de/Schwangerschaft/Was-bekommt-das-Ungeborene-alles-mit-59765.html

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Ich bin hier eher ruhig geworden, aber dazu möchte ich etwas schreiben.

Ich finde, solche Artikel rufen unnötigen Druck hervor.

Hinzu kommt, dass er auch nicht wirklich qualitativ ist.

Fett ist zum Beispiel etwas sehr gesundes, wenn man das richtige/gute Fett konsumiert. Aber hier wird es einfach verallgemeinert.

Frauen machen sich in der Schwangerschaft eh schon viel zu viel Druck und Sorgen. Und solch schlecht geschriebenen Artikel tragen sehr viel dazu bei.

Und zum Thema Stress und Schreikinder, gibt es genügend Studien die viel mehr Fundament haben und es deutlicher erklären, welche Art von Stress sich tatsächlich negativ auswirken KANN!
Nach diesem Artikel müsste jede zweite Frau ein Schreibaby aufgrund von Stress bekommen. Dabei gibt es so viele Schreibabys von Müttern die eine zauberhafte Schwangerschaft hatten.

Streiten, weinen, stressiger Alltag, private und berufliche Probleme etc. lassen sich nicht plötzlich vermeiden und gehören genauso wie alle positiven Dinge zum Leben dazu und sind genauso wichtig und gut für die fetale Entwicklung.

Der Artikel war wahrscheinlich lieb von dir gemeint, wird allerdings viele Frauen verunsichern.

In Zukunft würde ich auf Artikel von solchen Seiten nicht soviel Wert legen. Denn es steht sehr viel Mist auf diesen ganzen Internet Foren.

Eine schöne Schwangerschaft mit allen Hoch und Tiefs die zum Leben gehören, wünsche ich euch allen.

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Ich fand den Artikel sehr interessant im positiven Sinne. Aber stimmt schon, kann auf einige eher verunsichernd wirken. Das war natürlich nicht meine Intention.

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Besser kann man es nicht formulieren :-)

Danke und Daumen hoch <3

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Sehr interessant. Vielen Dank.

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Ich kann mir schon sehr gut vorstellen das es einen Zusammenhang gibt, aber nicht nur.

Ich hatte in der Schwangerschaft mit meinem Sohn quasi kein Stress und er war trotzdem ein schreikind.

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Das sehe ich auch so. Bei meinem Sohn hatte ich großen Stress und finanzielle Ungewissheit (Gerichtsprozess mit AG). Mein Sohn ist genau richtig :-) War kein schreikind und sehr zufrieden und wissbegierig bis heute. Einzig das einschlafen ist schon immer schwierig. Man kann nicht pauschal sagen wie sich Stress aufs Kind auswirkt.

Lg bloomfield

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Da habe ich total Angst davor. Bin in der 11. ssw und haben gerade relativ viel streß, weil wir ein Haus bauen. Leben noch mindestens bis Oktober übergangsweise bei den schwiegereltern, die sehr nett sind, aber arbeiten, Haus bauen und 2 jährige Tochter machen mich manchmal schon echt müde. Fühle mich nachdem ich unsere kleine ins bett gebracht habe schon recht kaputt und dann geht es noch bis um neun/halb zehn ins Haus und halb sechs klingelt wieder der Wecker. Ich hoffe, dass der wurm davon nichts ab bekommt. Kann mich jemand trotz dieses Artikels beruhigen?

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Im Artikel steht ja auch dass sich Stress nie 100% vermeiden lässt. Man soll einfach für einen Ausgleich sorgen mit Entspannungsübungen, Yoga etc :)

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"Sie speichern ab, wenn es ihrer Mutter nicht gut geht, diese zum Beispiel etwas Belastendes erlebt, unter zu viel Stress leidet oder psychisch krank ist. "Wie es der Mutter geht, spielt eine wichtige ­Rolle für die spätere Stressregulation des Kindes", sagt Dr. Margarete Bolten von der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik der Universität Basel. Will heißen: Ist die Mutter gestresst, führt das dazu, dass das Kind später eher unruhig und weinerlich reagiert, häufiger schreit und schlechter schläft als an­dere Kinder. Messbar schütten diese Kinder mehr Stresshormone aus als andere – ein Effekt, der lebenslang anhalten und später zu psychischen Problemen, etwa Depressionen, führen kann."

Der Hirnforscher Dr. Gerhard Roth hat darüber berichtet, wie das Ungeborene dass Stressregulationsystem der Mutter kopiert, und welche Folgen das hat. Demnach ist nicht Stress an sich die negative Prägung, sondern wenn die Mutter mit dem Stress nicht klarkommt. Dann hat das Kind ebenfalls fehlerhafte Stressbewältigungssysteme abgespeichert. Das äußert sich dann u.U. in lebenslangen psychischen Problemen.

Der Artikel hat das sehr vereinfacht dargestellt. Man kann nicht sagen: Mutter hat Stress, Kind wird Schreikind. Oder umkehrt: Mein Kind ist kein Schreikind, obwohl ich Stress hatte. Es kommt auf die Stressbewältigung an, das ist das Entscheidende. Traumata, psychische Probleme, das sind die wirklich gravierenden Sachen. Nicht wenn ich als schwangere Kassiererin bei Aldi an der Kasse täglich eine lange Kundenschlange habe.

Außerdem können sich psychische Probleme beim Kind auch später und anders äußern als nur durch Schreien im Babyalter.

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Natürlich hat der Hormonspiegel der Mutter (und damit eben auch Stresshormone) eine Auswirkung auf das Kind. Dass man damit allerdings die Persönlichkeit des Kindes "in der Hand" hat, ist noch längst nicht bewiesen. Dann wären wohl alle unsere (Ur)Großeltern oder Menschen, die nicht das Privileg haben, in Mitteleuropa zu leben, für eine schreilastige Kindheit prädestiniert. Stress ist auch relativ.
Zudem, wurde die Studie darauf bereinigt, dass Menschen, die zu Stress neigen 1. genetisch auch entsprechend "gepolt sind" und diese Gene dem Kind weitergeben oder 2. der Stress ja nicht plötzlich nach der Geburt aufhört und somit die Mutter entsprechend auf die Zeichen des Kindes reagiert - ein Teufelskreis? Ich denke nicht.

Das nur mal zur Beruhigung :)

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Hatte eine super entspannte erste SS. Studium beendet, Teilzeitjob bis zum Mutterschutz, die Geburt war nicht toll, aber dann kam unser Wunschkind und hat 4 Monate nur geschrien, wenn man nicht permanent irgendwas gemacht hat, rumtragen, Tragetuch, usw.

Also ehrlich gesagt halte ich es für totalen Quatsch. Früher hatten Frauen sicherlich nehr Stress, speziell mit den weiteren Kindern. Und trotzdem hatten manche brave Schlummerbabies und manche Brüllbären.

Da gibt es sooo viele Begründungen: KS, Koliken, zu wenig Milch, zu wenig Kuscheln, zu viel Aufmerksamkeit, Stress, Mütter die zu schnell wieder an Karriere denken, Mütter, die nicht schnell genug dran denken, blablabla.

Eine Bekannte von mir hat 2 Kinder. Kind 1, entspannte SS, dann nur Gebrüll. 2. Kind, anstrengendere SS, weil Kind 1 ja erst 1 1/2 war und dann das süßeste, pflegeleichteste Baby, das echt so gut wie nie geplärrt hat, nur mal gequakt und sich selbst hingelegt hat, wenn es müde wurde...

Klar ist es gut, Stress zu vermeiden, es ist gut sich zu entspannen, aber man kann Stress einfach nicht immer verhindern. Arbeit, Beziehung, Freunde, Familie, weitere Kinder, die Gesundheit des Babys, die eigene, usw. Wir können das Leben mit seinen Hochs und Tiefs nicht beeinflussen.

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Ja ich bin schwanger und ja ich habe Stress. Den kann ich mit 2 kleinen Kindern, Vollzeitjob und privaten Problemen aber leider nicht abstellen. Wie gerne würde ich mich bauchstreichelnd auf die Couch setzen und teeschlürfend in Magazinen blättern; es geht aber leider nicht.

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