Symphyse oder doch nicht?

Hello ihr Lieben,

ich hab seit ca. 1,5 Wochen immer wieder das Problem, dass ich, wenn ich nach längerem Sitzen (Büro oder Autofahrt) aufstehe, nach ein paar Schritten Schmerzen hinterm Venushügel bekomme. Natürlich hab ich das schon gegooglet und bin auf "Symphysenlockerung" gestoßen. Viele in den Forum beschreiben es als Muskelkater, ich würde eher sagen, es fühlt sich nach einer Entzündung an (leichtes brennen) und manchmal sticht es stark, so dass ich stehenbleiben muss (vergeht dann nach ca. 10-15 Sekunden wieder).

Komischerweise spür ich diese Schmerzen aber beim tanzen (ich gehe linedancen) oder Stiegen steigen überhaupt nicht und auch nachts kann ich normal (mit Stillkissen zwischen den Beinen) schlafen. Es ist auch nicht dauernd, aber wenn es irgendwann tagsüber mal anfängt, spür ich es dann doch den ganzen Tag.

Hab erst in 2 Wochen wieder FA-Termin und überlege, ob ich jetzt vorher noch hingehen soll oder zu einem Orthopäden oder ob ich einfach abwarte!

Da es nicht akut ist, mag ich eher nicht zu einem Arzt, aber will natürlich auch nix "verschleppen"...

LG
Carina (27+3)

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Hallo,
Bei mir fühlt es sich auch genauso an. Es ist aber nicht jeden Tag gleich,manchmal hab das auch in der Nacht. Aber meist nach längerem Sitzen, beim Treppe steigen gar nicht. Aber wenn ich mein Bein anhebe und nur auf einem Bein stehe, ziept es auch.

LG Lilie 38 SSW

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Hello,

warst du damit mal beim Arzt/Orthopäden oder tust du was dagegen?
Hat es sich irgendwie verschlimmert?

Möchte halt gern normal entbinden und hab Angst, dass ich dann zu spät dran bin, um noch was zu retten (im Sinne von: es wird immer schlimmer und dann hör ich vom Arzt: "Wären sich gleich gekommen, hätten wir noch mit Methode xy was retten können")

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Also ich hab das meiner FA gesagt und meiner Hebamme, aber ich muss dazu sagen die Schmerzen sind jetzt nicht extrem , nachdem ich ein paar Schritte gegangen bin, mich praktisch "eingelaufen" haben, geht es wieder. Hab das seit ungefähr der 30. wirklich schlimmer geworden ist es nicht.
Aber warum man da jetzt nicht normal gebären kann/ sollte wüsste ich nicht, hat auch keiner zu mir gesagt, dass das unnormal ist, das Gewebe lockert sich eben und schafft mehr Platz im Geburtskanal. Genauso wie sich die Fontallen vom Kopf des Babys bei der Geburt etwas zusammenschieben. Meine FA meinte das macht nochmal gut 4 cm mehr Platz.

LG Lilie 38 SSW

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Ich hab auch ne Symphysenlockerung und bin mittlerweile morgen in der 40. ssw. :)

Wirklich was dagegen machen kann man nicht. Ich habe mir so einen Gurt verschreiben lassen, aber der brachte nicht immer was.

Es kommt immer drauf an, wie das Kind liegt und wie sehr es dann aufs Schambein drückt.

Meine Hebamme hatte das selbst auch bei der Schwangerschaft mit ihren Zwillingen und einer normalen Entbindung steht erstmal nix im Wege :)

Mein Arzt hat da gar nix dran gemacht, weil man auch nix machen kann.

Muss man leider durch. Alles gute!

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Alles klar! Danke für deine Infos :-)

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Ich hatte in meiner 2. Schwangerschaft sehr arge Symphysenprobleme. So starke, dass ich tatsächlich keine Treppen mehr steigen konnte und jeder Schritt weh tat.

Die letzten 2 Wochen gingen dann wieder, da der Kopf dann ins Becken gerutscht war und das Becken irgendwie stabilisiert hat.

Ich habe meine Tochter schließlich spontan und irgendwelche Eingriffe oder nennenswerte Verletzungen auf die Welt gebracht.

Im Moment bin ich mit dem 3. Kind schwanger und hatte quasi vom ersten Tag an Angst, dass ich wieder solche Schmerzen bekomme.

Ich bin im Moment in der 32.SSW und habe etwa die gleichen Symptome wie du.

Leider ist man mit diesem Problem so ziemlich allein, denn die wenigsten Ärzte oder Hebammen haben von dem Thema wirklich Ahnung, obwohl es kein so seltenes Problem ist.
Ich habe mich letztlich selbst belesen und bin immer mit konkreten Wünschen zum Arzt.

Das A und O um das nicht schlimmer zu machen ist Schonung. Schwere Sachen tragen, Einkaufswagen schieben, im Stehen anziehen z.B. sind Dinge die es bei mir schlimmer machen. Die vermeide ich einfach so konsequent ich kann.

Kann ich es nicht vermeiden, dann versuche ich den Beckengurt zu tragen. Den habe ich mir beim Orthopäden verschreiben lassen und konnte ihn mir 2 Tage später (Zuzahlungsfrei in der Schwangerschaft) im Sanitätshaus abholen.

Ich trage ihn aber wirklich nur bei körperlicher Belastung.
Außerdem habe ich mir Krankengymnastik aufschreiben lassen. Dabei darauf achten, dass sich der Physiotherapeut mit Frauen, Schwangerschaft oder dem weiblichen Becken möglichst gut auskennt. Wir haben viel für die Beweglichkeit des Beckens gemacht und allgemein ein bisschen Muskelaufbau im Rücken und im Beckenboden um die Symphyse zu entlasten.

Ansonsten ist es wichtig den Watschelgang zu vermeiden. Also aufrecht und ordentlich laufen. Viel hinlegen und sitzen vermeiden. Überall wo es zumutbar ist liege ich und entlaste somit das Becken.

Osteopathie steht noch auf meiner Liste, falls es schlimmer werden sollte.

Und nicht jegliche Bewegung vermeiden, sondern nur die einseitigen Belastungen. Ansonsten ist Bewegung und Sport gut, aber das hast du ja selbst auch schon gemerkt.

Hier steht dazu nochmal mehr und du siehst auch die beiden Beckengurtvarianten.

http://www.ergoloc.de/files/spektramed-ergoloc-behandlungsempfehlung-01-2016.pdf

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Danke für die vielen Infos & Tipps!!!!

Gut zu wissen, was ich tun kann, falls es schlimmer wird!!#schock

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