Baby kommt, Onkel stirbt

Manchmal ist das Leben (und der Tod) komisch. Mir ist schon ganz oft aufgefallen (bei Freunden und Bekannten), dass sobald ein Baby kommt oder schon da ist, irgendwer aus der Verwandtschaft stirbt. Tja und gestern hat es auch mich getroffen - mein (Halb-)onkel ist tot. Ich kann nicht sagen, dass ich jetzt ungemein traurig bin, denn es war auch absehbar. Er war 85 Jahre alt und es ging ihm zuletzt sehr schlecht. Seine Frau ist einige Jahre zuvor gestorben und er hat sie sehr vermisst, sie sind nun - wo auch immer - zusammen und das ist gut so. Trotzdem ist es merkwürdig.

Er war ein toller Mensch. Er war sozial engagiert, hat jahrelang im Gefängnis gearbeitet und sich dort ehrenamtlich für die Resozialisierung von Strafgefangenen eingesetzt. Er war einer der Vorreiter in diesem Bereich, hat eine Gefängnis-Druckerei aufgebaut und Gefangene zum Drucker oder Schriftsetzer ausgebildet, das war in der 60er Jahren ziemlich einmalig. Außerdem war er Träger des Bundesverdienstkreuzes und hat noch etliche andere Sachen gemacht, solche Menschen gibt es heute leider sehr wenig.

Zur Beerdigung gehe ich wohl nicht. Ich würde gerne, aber ich denke aufgrund seiner sozialen Tätigkeiten wird das eine Mega-Beerdigung mit vielen Reden und Ansprachen und vielen vielen Leuten. Außerdem ist es nicht gerade um die Ecke und wer weiß, ob ich da sitzen kann (im Stehen halte ich das nicht durch). Aber ich denke, man muss nicht zur Beerdigung, um einem Menschen Respekt zu zollen. Und dieser Mensch hat meinen größten Respekt. Das wollte ich mal loswerden.

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Hey...

das tut mir echt superleid für dich#schmoll...ich kanns nich so nachvollziehen,da noch niemand gestorben is aus meinerfamilie den ich halt kannte oder so..

Deine ersten Sätze verwundern mich..meine Mum sagte, als ich ihr von meiner ss berichtet 'Ouh,dann wird jemand aus der familie sterben...' #augenMan sagt es halt so, aber is schon hart gell!
Hm...ich vermute meine Oma is bald dran...#heul

Aber hey!! Das is nur Gerede!! Es is nix dran, nur zufälle,oki?! :-)
Geniess dennoch deine schwangerschaft, auch wenns schwer fällt :-(
Und dein Onkel hatte ein stolzes alter ;-)

Lass dich drücken #liebdrueck

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Na ja, ich denke da schon realistisch. Er war 85 und er ist in den letzten Wochen sehr abgemagert, lag nur noch rum, konnte kaum mehr eine Kaffeetasse halten. Es war einfach klar, dass er bald stirbt und letztendlich ist es gut so. Er war auf jeden Fall nicht krank und hat nicht sehr gelitten, er war einfach alt und die Zeit war um.

Ich bin nicht sehr traurig, das ist der Lauf der Dinge und eine neue Generation wird in ein paar Wochen auf der Welt sein und seinen Platz einnehmen. Aber komisch ist es schon, dass es so häufig passiert und der Tod sich dann jemanden aus der Familie holt.

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Hallo,
kann das leider nur bestätigen. Am 07.06.06 ist mein Papa gestorebn, mit 56. Jahren an Krebs. Alles ist so ungerecht. Er wäre so ein toller Opa geworden und er hatte sich auch schon sehr gefreut. Am Montag ist die Beerdigung, da habe ich super Angst vor, das ich zusammenbreche. Wir waren sehr nah miteinander verbunden. Tochter und Vater. Es tut so weh und es zerreist einen Innerlich. Meine kleine Maus im Bauch ist echt sehr stark und hat bis jetzt alles gut überstanden. Ich könnt den ganzen tag nur #heul .
LG Anni 20+6

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Das ist natürlich noch eine Nummer härter. Ich wünsche dir viel Kraft für die Beerdigung und die Zeit der Trauer. Behalte deinen Papa im Herzen und erzähle deinem Baby von seinem Opa. Nur so können unsere Toten weiterleben!

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Hi,
MEIN BEILEID!!!!
komm, laß Dich mal Drücken!
Ich bin das 3te mal SS und habe jedesmal einen total lieben Menschen verloren!
Viel Kraft für die Beerdigung!

Lg

Sandra Et-1

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Hallo Bine,

die Sache mit deinem Onkel tut mir sehr Leid! #liebdrueck

Bei uns ist etwas ähnliches passiert. Die Schwiegermutter in Spe meines Bruders ist am 15.5. verstorben, nach langer schwerer Krankheit mit gerade mal 55 Jahren. Es war seit Juni 2005 abzusehen, dass es zu Ende gehen wird, aber da gab es noch ein klitzekleines bisschen Hoffnung.
Kurz vor Weihnachten dann die Diagnose, dass man ihr nicht mehr helfen kann - und am 22.12. habe ich positiv getestet.

Ich muss dazu sagen, dass ich ein gutes Verhältnis zu ihr hatte, auch wenn sie die SchwieMu meines Bruders ist/war.
Sie hat sich sehr auf unseren Krümel gefreut und es war ihr "Ziel" bis September durchzuhalten, um ihn/sie wenigstens einmal zu sehen.
Aber das hat sie nicht mehr geschafft - und ich glaube, es war/ist besser für sie und auch für die Familie.

Zur Beerdigung bin ich auch nicht hin. Ich habe mit vorzeitigen Wehen zu kämpfen und der Abschied hätte wohl alles noch verschlimmert, wobei bei mir noch dazu kommt, dass ich meine Eltern vor mehr als 10 Jahren bereits verloren habe und bei Beerdigungen immer so viele Erinnerungen hochkommen.
Ich bin ein paar Tage nach der Beerdigung zum Friedhof und habe auf meine Weise "Tschüss" gesagt.

Letzten Montag gab es noch so ein Erlebnis, das mich berührt hat.
Ich war ich beim 3D-US. Bis zu diesem Termin hieß es von allen Ärzten, dass wir einen kleinen Jungen bekommen sollen.
Aber nach dem 3D besteht so gut wie kein Zweifel mehr - es wird eine kleine Prinzessin.
Und irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, als hätte uns gute Dame ein Zeichen geschickt - Verstärkung für die zurückgebliebenen Frauen! ;-) Wir wären nämlich ansonsten mächtig in der Unterzahl.

Ich wünsche dir alles, alles Gute! #klee

#stern i + #baby

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Ich werde von hier aus "tschüß" sagen, ich brauche keinen Friedhof dafür. Ich habe vor ein paar Wochen die Standuhr von meinem Onkel geerbt. Er war die letzten Wochen in einem Pflegeheim und die Wohnung wurde aufgelöst. An dieser Uhr hing sein Herz, sie gehörte seinem Opa, meinem Uropa. Und die Kacke seines geliebten Nymphensittichs Hansi hängt auch noch dran ;-) Das süße Vieh hätte ich auch noch genommen, aber er hat einen anderen schönen Platz bekommen. Na ja, jedenfalls gehe ich mehrfach täglich an dieser Uhr vorbei und denke an ihn.

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Und das ist in meinen Augen die Hauptsache - der alte Herr ist in deinem Herzen!

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Hallo,
das tut mir sehr leid.Bei mir war es zweimal genauso gewesen.Als ich mit meiner Tochter schwanger war ist meine Lieblingstante gestorben.Worüber ich sehr traurig war.
Nachdem dann mein Sohngeboren wurde,ist 14 Tage später mein Opa gestorben.
Ich wünsche dir alles Gute.

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Hallo du,

zuerst mal tut mir das mit deinem Onkel sehr leid.

Bei uns sagt man:" Wenn einer kommt,dann geht ein anderer.."

Bei meiner Tochter starb damals meine Tante,es war sehr schlimm für mich,da ich ihr nicht mehr sagen konnte,dass ich schwanger bin.
Aber ich denke,sie wird es schon wissen........

Alles,alles Liebe,Barbara#herzlich

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hallo
kenne das habe im Dezember meinen opa verloren war schlimm aber absehbar da er Krebs hatte und ein blutgerinsel im Kopf er war 63 Jahre.
ein sehr guter Bekannter ist am 29 März gestorben ebenfalls Krebs aber er hatte sich gerade so toll erholt!!!! und plötzlich war er nicht mehr 50 Jahre war wie ein zweiter papa für mich da ich ihn seit klein auf kannte und wir sehr guten kontakt hatten.

so und jetzt das schlimmste für mich war allerdings das meine mama im alter von 43 Jahren am 23.05. gestorben ist und ich mich jetzt irgendwie alleine fühle obwohl ich meine Kinder meinen mann und meinen Dad und meine 2 schwestern noch habe aber es fehlt was. das mir leider keiner mehr zurückgeben kann.

bei mir ist bei meiner dritten tochter in der schwangerschaft mein mann seine oma gestorben und jetzt in meiner vierten schwangerschaft gleich 3 Menschen die mir nähe standen das ist gemein und bin auch am verzweifeln das meine Mama nicht mehr Ihren Enkel sehn kann und in den arm nehmen das ist glaube ich das schwerste!!

Lg

Pia mir 3 mädels und #babySven 33+6t

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Hallo Bine,


bei meiner ersten Schwangerschaft ist meine Omi gestorben. Ich war furchtbar traurig und auch wütend, bei 93 Jahren hätte sie ja wohl noch zwei Monaten auf ihre Urenkelin warten können!

Meine Mutter hat das aber sehr getröstet, sie sagte, das ist halt der Lauf des Lebens...

Aber traurig war es schon.

Ich hoffe nur, das passiert in dieser Schwangerschaft nicht... #gruebel



Liebe Grüße

Anne + Reni (23Mon.) + #ei 17ssw

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Hallo Bine!

Ich kann verstehen, wie du dich fühlst.

Ab morgen bin ich in der 15. SSW mit ET 15.12.2006.
Meine alleinstehende Schwiegermutter (mein Mann ist das einzigste Kind) ist gerade mal 61 (sie war bis Jan. 06 als Fotografin noch voll berufstätig) ist seit Mitte Januar mit nem' inoperablen Gehirntumor krank #heul #heul

Zwischenzeitlich wird für uns immer deutlicher, dass sie unseren Nachwuchs im Dezember 2006 nicht mehr erleben wird. Es geht ihr immer schlechter. Der Tumor liegt am Sprach- und Bewegungszentrum und infiltriert so langsam aber sicher das Gehirn und man kann einfach nichts dagegen tun.

Sie ist leider seit Mitte März in einem Pflegeheim, wo sie sehr gut versorgt wird. Zwischenzeitlich kann sie kaum noch sprechen (alle Wörter kommen verdreht oder falsch raus, so dass man absolut nicht versteht, was sie will und sie braucht bei allen alltäglichen Sachen Rundumhilfe).

Wir alle hätten das nie gedacht. Vor allem hat sie letztes Jahr an unserer kirchlichen Trauung selbst die Portraitbilder gemacht.

Aber das Leben geht für uns weiter und wir müssen das Beste draus machen. Schade nur, dass sie wahrscheinlich nie ihren Enkel kennenlernen wird und das Kleine nie' seine Großmutter.

Liebe Grüße, Christiane #blume

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Hallo

Das mit Deinem Onkel tut mir leid. #liebdrueck
Aber es ist schon irgendwie komisch, im Dezember 2005 starb die Oma von meinem Mann. Und im Dezember 2005 bin ich schwanger geworden, nach 5 Jahre langem "üben". Meine Schwiemu sagte dann auch, ein Mensch geht um einem neuen Leben platz zu machen. #kratz


Liebe Grüsse

Kevina + Mika inside ET: 05.09.2006

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