Plazenta Praevia accreta, increta, percreta

Hallo.

In der 18 Woche bekam ich die Diagnose PP Partiales. Schock. In der 22 Woche war es dann nur noch eine Marginales. Hatte immer Panik vor Blutungen, zum Glück wurden wir verschont.

Letzte Woche schaute meine Gyn nochmal nach der Plazenta, leider lag sie immer noch recht nah am Mumu, so dass sie mich in die Klinik zur Geburtsplanung überwies.

Dort war ich am Montag. Der OA machte nochmal einen Schall und war garnicht begeistert. Man konnte genau sehen das die Plazenta an einigen Stellen löchrig aussah und mit sem Doppler dann den Blutfluss an diesen Stellen. Der Leiter der Klinik schaute sich das ganze auch nochmal an und kam zum Ergebnis das die Plazenta zu tief eimgewachsen ist.

Er klärte mich sofort über die Gefahren auf und wie man das behandelt. Ich war schockiert. Er erzählte mit was von Gebärmutterentfernung usw irgendwann hörte ich garnicht mehr richtig hin.

Am 22.6. Habe ich nochmal eine Kontrolle und dann wird entschieden wann der Kaiserschnitt gemacht wird und wie man dann mit der Plazenta verfährt.

Im Internet findet man reichlich wenig zu dem Thema. Ich hoffe hier Erfahrungen zu finden.

Lg

Hallo!

Ich kann dir leider nur teilweise weiterhelfen.

Ich hatte selber eine Plazenta, die sich nach der Geburt meiner Tochter nur schwer und teilweise löste, so dass ich mit Vollnarkose akut in den OP musste um die Reste zu entfernen. So ein Mist, vor allem wenn man sich ohne Schmerzmittel durch die Geburt gekämpft hat und dann statt der Kuschel- und Kennenlernzeit nach der Geburt erst einmal mehrere Stunden alleine im Aufwachraum liegt. Ich erwarte nun das zweite Kind und die Gefahr ist leider hoch, dass es wieder Probleme geben wird. Dementsprechend sehen wir der Geburt nicht so ganz entspannt entgegen, aber immerhin sind wir vorbereitet. :(
Bei dir ist die Situation natürlich auch nicht ganz einfach! Letztendlich ist es so, dass die Ärzte über alle möglichen Komplikationen aufklären müssen, da ist sehr viel beängstigendes dabei. Vieles davon wird sicher nicht eintreffen!

Leider sind Plazentalösungsstörungennicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da man dabei sehr schnell sehr viel Blut verlieren kann. Dass die Problematik bei dir im Vorfeld erkannt wurde und dementsprechende Vorbereitungen für alle Fälle getroffen werden können, ist Gold wert!

Ich glaube, was du machen kannst, ist zu überlegen, was DIR wichtig ist und es mit den Ärzten im Vorfeld zu besprechen.

- Kann der Kaiserschnitt (wenigstens der Anfang ) mit einer Spinalanästhesie gemacht werden? Dann könntest du darum bitten ein paar ruhige "Kennenlernminuten" mit Kind und Mann zu bekommen bevor die Plazenta geholt wird und ggf eine Volnarkose gemacht werden muss?

- Möchtest du weitere Kinder? Dann solltest Du darum bitten, dass die Gebärmutter wirklich nur im äußerstens Notfall entfernt wird. - Frag beim nächsten Gespräch noch einmal nach allem, was Dir diesmal zu schnell ging. Welche Komplikationen sind eher wahrscheinlich - und wie wahrscheinlich?

Wenn du hier die Forumsuche nutzt, findest du auch noch ein paar wenige ältere Einträge, wo es um das Thema geht.

Viele liebe Grüße und alles Gute!
Charlotte

Hallo #winke,
ich schließe mich meiner Vorschreiberin an: es ist super, daß die Problematik im Voraus erkannt wurde! #pro

Ich hatte eine plazenta praevia totalis (MuMu komplett verdeckt) und ab 20+0 ständig Blutungen. An 28+0 kam es zur unstillbaren Blutung und während des Not-KS stellte sich raus, daß die Plazenta zudem increta war, so daß die GM sich nicht zusammenzog und ich immer weiter blutete. Der Chefarzt wollte die GM zuerst entfernen, hat sie dann aber mittels sogenannter "B-Lynch-Nähte" (auch Rucksacknaht genannt) erhalten können. Dabei wird die GM "rollbratenartig" #gruebel zusammengelegt und vernäht.
Das hat gut geklappt, bei der Kontrolle einige Wochen später sah die Gebärmutter wieder normal aus. Eine weitere SS riskiere ich aber auf keinen Fall.....

Ich wünsche Dir alles alles Gute!!

tatzel mit minitatzel #klee

Top Diskussionen anzeigen