Taufpate? Muss ich drüber nachdenken

Hallo,

wenn ihr jemanden fragen würdet, ob er Taufpate werden möchte und der jenige sagt, er müsse darüber nachdenken, was würdet ihr denken?

Ehrlich gesagt denke ich, dass wenn der jenige "Bedenken" hat, es vielleicht besser wäre, wenn man jemand anderes fände...

Oder ist das übertrieben und normal, dass man darüber nachdenkt??

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das ist völlig ok und zeigt nur, dass die person sich der verantwortung bewusst ist! hab das gefühl viele denken nicht dran, was es wirklich bedeutet pate zu sein. wer denkt schon an den schlimmsten fall.

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Der Taufpate hat lediglich die Aufgabe, die Eltern bei der christlichen und moralischen Erziehung zu unterstützen. Mehr nicht.

Wenn der "schlimmste Fall" eintritt, kommt das Vormundschaftsgericht ins Spiel.

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Dann würde ich jemand anderen wählen. Ich würde sowieso jemanden fragen wo ich mir sicher bin dass es kein Nachdenken braucht . Ich hab z.b. meine Schwägerin gefragt und sie platzte sofort ein JAAA heraus.

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Ja, so hatte ich mir das auch vorgestellt...
War auch etwas überrascht...

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Ist doch gut, wenn derjenige sich das gut überlegt.

Kommt aber auch drauf an, welche Ansprüche du an den Paten hast. Sind für ihn Aufgaben damit verbunden, ist das schließlich eine Lebenslange Verantwortung. Da sollte man schon drüber nachdenken dürfen.

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Klingt hart aber: nimm wen anderen! Unsere Taufpatinnen von Zwerg 1 und 2 sind beim Fragen ausgeflippt und haben Freudentraenchen verdrueckt - genauso soll es sein! ;-)

Lg, hoffe ihr findet jemanden der es zu schaetzen weiss! ;-)

Melli

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Ich denke Taufpate zu sein ist eine Ehre, aber auch eine Aufgabe, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte....

Es kommt auch darauf an was du von deinem Paten erwartest...
Ein reiner schenkpate, einer der auch Verantwortung in der Erziehung übernimmt, oder gar im schlimmsten Fall das Kind großzieht wenn den Eltern was passiert?

Mir Persönlich ist es wichtig, nicht nur einen Paten auf dem Papier zu haben, sondern einen der mich auch in der Erziehung unterstützt und auf "meiner Wellenlänge ist"
Außerdem ist mir sehr wichtig, dass sollte uns als Eltern was passieren der Pate mein Kind in meinem Sinn erzieht....

Und deshalb finde ich er völlig legitim wenn man diese Aufgabe nicht leichtfertig übernimmt, sondern sich seiner Aufgabe auch durchaus bewusst ist....

Aber das ist nur MEINE Meinung....

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dann würde ich lieber jemanden nehmen, der sich das gut überlegt hat, anstatt sofort auszuflippen vor freude. taufpate zu sein bedeutet nicht jedes jahr dem kind was besonderes zum geburtstag zu schenken!!

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Ich finde du übertreibst!

ich finde es sehr gut, wenn diese Person darüber nachdenkt, denn dann ist sie sich der ganzen Tragweite der Entscheidung bewusst.

Mir ist so etwas viel lieber als jemand der mit einem Freudensprung ein "JAA" herausplatzt.

lg, verena

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Ich erwarte weder Geschenke, noch Ausflüge, noch dass er im Notfall das Kind nimmt...

Das mit dem "nehmen" ist ja nicht so, dass der Taufpate dazu juristisch das Recht hätte. Das entscheidet ja nun mal das Jugendamt und das Gericht.

Ist mein 3. Kind und der Pate von den ersten beiden möchte nicht nochmal, da er sagt, dass er schon für die zwei keine Zeit hat (sehen uns nur nachträglich zu den Geburtstagen).

Klingt hart, aber mir ist wichtig, dass die Kinder getauft sind und dafür brauche ich einen Paten.
Und es sollte jemand sein, der mir wichtig ist und dem die Kinder wichtig sind. Und das wäre SIE gewesen. Wir sehen uns jede Woche, zu jeden Festen und wir sind immer füreinander da!!

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Ich habe bei meinen drei Kindern komplett unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Bei unserem ersten Sohn habe ich meinen Bruder und meine Schwägerin gefragt und sie waren beide sofort Feuer und Flamme. Wir sehen uns zwar nicht sehr häufig, aber sie sind da, wenn unser Sohn sie bräuchte.
Bei unserem zweiten Sohn haben wir dann unsere damals besten Freunde (kein Paar) gefragt. Sie sagte sofort zu, er wollte Bedenkzeit.
Sie ist etwa zwei Jahre nach der Taufe in die USA gereist und hat sich seitdem nicht mehr gemeldet. Er ist ständig in der Welt unterwegs und kommt trotzdem mindestens zweimal im Jahr zu uns und unser Sohn hat ein ganz tolles Verhältnis zu seinem Patenonkel (meistens einmal im Monat skypen sie).
Für unsere Tochter haben wir lange über einen Paten nachgedacht und uns auch mit unserem Pfarrer beraten. Im Endeffekt kamen wir darüber ein, dass unsere Tochter ohne Paten getauft wird. Allerdings wird unser zweiter Sohn demnächst nachträglich zu ihrem Paten berufen, da er am Samstag konfirmiert wurde (unser ältester Sohn wollte nicht).

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Ach, ganz ohne geht auch???
Das wusste ich nicht...
Dann würde ich es auch so machen

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Ich finde es gut, dass derjenige nicht gleich "Jaaa" geschrien hat. Als Taufpate hat man sehr viel Verantwortung, besonders wenn der schlimmste Fall eintritt....
Manchmal habe ich das Gefühl, es ist "In" Taufpate zu sein und dass sich viele der Verantwortung nicht ganz bewusst sind.
Ich habe eine Kollegin, sie ist Taufpatin von der Tochter ihrer Cousine. Eigentlich kann sie mit Kindern nicht viel anfangen und will selbst nie eigene haben. Sie gibt sich Mühe und überhäuft die Kleine mit Geschenken. Aber trotzdem ist sie meistens genervt von ihr und im Notfall wäre sie gar nicht geeignet. Sie hätte auch mal lieber drüber nachgedacht.

Du solltest Verständnis zeigen und vielleicht sezt ihr euch mal zusammen und besprecht die Bedenken, die der Taufpate hat. Und wenn sie begründet sind, dann fragst du jemanden anderes und dankst ihm für die Ehrlichkeit!

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