33. SSW und immernoch Angst

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe mal wieder hier, in der Hoffnung, Gleichgesinnte und ein paar beruhigende Worte zu finden.
Ich bin mittlerweile in der 33 SSW schwanger und laut FA ist alles okay mit meinem Kleinen. Er wiegt mittlerweile rund 2200 g. Ich habe leichte Wehen und der Muttermund hat sich leicht geöffnet, aber sonst ist alles okay.
Mein großes Problem ist, dass ich die Angst nicht loswerde, die Angst, dass noch irgendwas passiert und ich den Kleinen verliere.

Ich hatte eine frühe FG und neige sowieso zu Verlustängsten, ich denke, darin liegt das Problem begründet, aber es ist wirklich anstrengend, ständig damit zu leben. Zumal ich gleichzeitig immer Angst davor habe, dass die negativen Gedanken und Ängste vielleicht eine schlechte Vorahnung sind.
Bei jedem Kauf, den ich tätige, bei jeder Vorbereitung die ich treffe, mache ich mir Gedanken darüber, was ich mache, wenn doch noch etwas passiert. Wenn ich nachts oder morgends aufwache ist meine erster Gedanke "hoffentlich bewegt er sich noch". Als ich eben einen Termin in der Klinik zur Vorstellung vor der Geburt gemacht habe war meine erster Gedanke "hoffentlich finden die bei der Untersuchung keine Auffälligkeiten". Diese Gedanken habe ich ständig und dazu ein stetiges Angstgefühl...Das macht mich langsam wirklich wahnsinnig :-(.

Es tut mir leid um den langen Text, ein großes Danke schonmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben, diesen komplett zu lesen ;-).

Liebe Grüße

Melike

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Liebe Melike,

lass dich erstmal drücken!! Diese Angst kenne ich auch, zwar nicht ständig aber ich mache mir auch immer Gedanken. Ich mache mir vor jeder Untersuchung Gedanken... ist er genug gewachsen, kommen doch noch Auffälligkeiten... tausend Sachen. Ich hatte vor dieser Schwangerschaft auch eine Fehlgeburt in der 13. SSW und ich bin deswegen so ängstlich.

Aber ich habe mir jetzt gesagt das mein kleiner Krümel mir bis jetzt immer gezeigt hat, das mit ihm alles in Ordnung ist. Er tritt und boxt mal mehr mal weniger und ich will mich jetzt einfach nur noch freuen. Wir haben jetzt fast auch alles fertig und wenn er mag kann er kommen.

Man muss vlt. versuchen dem Krümel einfach zu vertrauen. Denn ich glaube wenn sie erstmal da sind, wird es nicht besser. Ganz im Gegenteil. Und ich möchte keine panische Mama sein und meine Ängste auf ihn übertragen auf Dauer.

Versuche einfach - ist leicht gesagt - ein bisschen Vertrauen zu deinem Krümel aufzubauen.

Das jetzt noch was passiert oder schief läuft ist doch sehr unwahrscheinlich.

Hab Vertrauen!!

LG Krümel (35. SSW) #herzlich

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Hallo Krümel,

ich versuche immer wieder in mich zu gehen und dem Kleinen zu Vertrauen. In diesen bewussten Momenten klappt es auch ab und an und ich bekomme ein postitiveres Gefühl, aber die Angst überwiegt leider.

Ich hoffe, dass ich die Ängste nach der Geburt besser kanalisieren kann, denn das letzte was ich will, ist, mein Kind durch meine Angst zu verunsichern.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute #winke#klee

Melike

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Das wünsche ich dir auch!! Und wir schaffen das schon!!

Unsere Krümel haben haben uns bis jetzt gezeigt das alles gut ist!!

Wünsche dir auch noch eine schöne Kugelzeit!! Bald sind die Mäuse da!!#schrei

LG Krümel #herzlich#klee

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versuch Dich zu entspannen.
Ich weiß, es ist nciht einfach, und je mehr INfos man bekommt, desto mehr Grund zur Unsicherheit gibt es.
Aber wir können einfach nicht alles ständig kontrollieren, auch wenn das Baby dann auf der Welt ist!

Versuche ein wenig Vertrauen zu haben.

mein Lieblingsspruch von einer Hebamme ist: "früher waren die Frauen guter Hoffnung, heute sind sie banger Erwartung." Das stimmt aber man kann es schon selbst auch ein wenig beeinflussen, finde ich. Indem man nicht immer gleich das schlimmste annimmt, sondern sich ablenkt, versucht, sich zu freuen.

Das ist übrigens auch für die Geburt wichtig und für die Mutter-Kind-Beziehung: dass man versucht, eine positive Haltung zu gewinnen und vertrauensvoll an die Sache heranzugehen.

LG

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Da gebe ich dir recht. Die Vielzahl an Informationen und der medizinische Fortschritt in Form von Ultraschall etc sind Fluch und Segen zugleich. Das macht es einfach auch ein stückweit schwerer, sich selbst und dem Bauchgefühl zu vertrauen...

Liebe Grüße

Melike

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Hallo Melike

Ich kann dir leider nicht viel beruhigendes sagen außer dass du mit diesen Ängsten nicht allein bist. Ich bin nun in der 32 Ssw und auch meiner Kleinen geht es im Grunde gut aber ich habe ständig ein ungutes Gefühl. Heute morgen bin ich zum Beispiel wach geworden und in meinem Bauch war alles ganz ruhig und auch nachts wurde ich nicht wie sonst wach und habe sie gespürt. In meinem Kopf habe ich schon angefangen mich mit dem Schlimmsten zu beschäftigen. Ich habe ein Angelsounds aber hatte wirklich Angst es zu benutzen und so die Gewissheit zu haben, dass ich kein schlagendes Herz finde. Wegen jedem Zimperlein würde ich am liebsten ins Krankenhaus fahren und nachsehen lassen oder ich wälze das Internet um meine schlimme These bestätigt zu bekommen.
Jede schreckliche Geschichte hier geht mir an meine Nerven und ich beobachte wie ich an mir selbst Anzeichen für Schreckliches suche.
In meiner ersten Schwangerschaft war ich das ganze Gegenteil. War total entspannt und gelassen und alles war wie im Bilderbuch. In dieser Schwangerschaft hatte ich in der 14. Woche eine sehr starke Sturzblutung durch die ich mit Rettungswagen ins Krankenhaus kam. Das war ein riesen Schock. Ich war sicher das Kleine verloren zu haben und hatte Angst um mein eigenes Leben. Dann ist immer irgendwas bei den Vorsorgeuntersuchungen, wenn auch nie etwas dramatisches. Da sind die Herztöne beim CTG, die immer etwas zu hoch sind, das Kind, das im Vergleich zum letzten mal nicht ganz so gut gewachsen ist wie sonst oder der Gleichen aber laut meiner Gyn immer alles im Rahmen. Irgendwie habe ich aber Null Vertrauen darauf was sie sagt, wobei sie eine gute Ärztin ist laut vielen.

Grad ist jeder Tag damit ein Kampf und ich bin so froh, wenn es endlich vorbei ist.
Wirklich aufatmen werde ich erst können, wenn ich meine zweite Prinzessin in den Armen halte und weiß, dass sie ganz gesund ist.

Irgendwie bekommen wir die Zeit noch rum.

ganz liebe Grüße

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Hallo Svanhild,

da hast du aber auch in der 14 SSW ein heftiges Ereignis miterleben müssen. Dass es einem da schwer fällt, die Schwangerschaft entspannt anzugehen, kann ich gut verstehen.
Ich habe auch das Gefühl, dass die Schwangerschaft ein Kampf ist, das hast du passend ausgedrückt. Natürlich gibt es auch entspannte Momente in denen ich mich freue, aber die Angst überwiegt und das ist wirklich nicht schön.

Ich wünsche dir trotz allem noch eine einigermaßen gute Zeit bis zur Geburt #klee.

Melike

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Danke wünsch ich dir auch. #herzlich

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Hallo

Mir geht es ganz genauso und ehrlich gesagt bin ich grad etwas erleichtert das ich nicht die einzige ,,verrückte" bin
Ich bin auch in der 33.Woche und denke den ganzen Tg an nichts anderes als das der kleine in sieben Wochen hoffentlich gesund in meinem Arm liegt!
Ich komme gerade vom FA und es ist wie immer alles wunderbar,der kleine ist perfekt entwickelt und trotzdem immer diese Angst das noch etwas passiert!
In meiner ersten SS war es genau das gleiche bis sie da war!
Ich beneide wirklich die Frauen die ihre SS einfach genießen und sich nicht ständig nen Kopf machen.
Also du bist nicht allein

Lg

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Mich erleichtert es auch zu hören, dass ich nicht alleine bin mit den Ängsten und "verrückten" Gedanken. Es beruhigt auch zu hören, dass bei dir, trotz der Ängste schonmal alles gut gegangen ist, denn ich denke ja auch immer, dass das vielleicht schlechte Vorahnungen sind.

Oh ja, die Frauen, die ihre SS in vollen Zügen genießen können, beneide ich auch. Und wie! Aber ich bin leider sowieso eher der Typ, der sich über alles nen Kopf macht, von daher wundert es mich nicht wirklich, dass ich jetzt so unentspannt bin.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute #liebdrueck

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Ja ich bin auch ein ängstlicher Typ!
Wann hast du ET?
Wünsche dir auch weiterhin alles Gute

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Ich kann dich gut verstehen ... Bekomme zwar unser 4 tes Kind aber die Sorge es könnte was sein ist nach wie vor da. In den ersten 12 Wochen ist es die Angst einer frühen Fehlgeburt , zwischen der 20 und 25 ist es so eine Grauzone wo die kleinen zum Leben zu klein und zum Sterben zu groß sind und nun auf den letzten Metern kommt immer wieder dir Angst es könnte sich die Nabelschnur um den Hals wickeln oder oder oder!
Unsere kleine ist schon so präsent in unsere Familie es wäre Hölle sie zu verlieren !!!

Aber ich schiebe diese Gedanken oft dann zur Seite ! Genieße meine Maus im Bauch , alles wird gut :-)

Lg chimara 34 ssw mit Svea Elisabeth Insider <3

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Und ich habe gehofft, dass ich, wenn diesmal alles gut geht, die nächste SS vielleicht eher genießen könnte ;-). Das Schlimme ist denke ich, dass man so wenig tun kann, so lange sie noch im Bauch sind. Es bleibt einem nichts anderes, als guter Hoffnung zu sein...

Ich wünsche dir alles Gute für den Rest der Schwangerschaft!

Melike

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Hi,

habe exakt dieselben Ängste...es sind Verlustängste, geliebtes zu verlieren, weil man womöglich die Erfahrung im Leben schon gemacht hat.

Ich bin auch so froh, wenn ich , so Gott will, meinen Kleinen in sechs Wochen gesund im Arm halten kann.

Es gibt keine Garantie darauf, und wir haben kaum Kontrolle darüber. Bei meinem Sohn hatte ich auch diese Ängste, und dachte auch immer an Vorahnungen.....aber dem war nicht so, die Geburt war verhältnismäßig unkompliziert und er gesund und ich auch.

Also...es sind wirklich "nur" Ängste :-)

LG

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Hallo,

es beruhigt mich, das zu hören! Es tut total gut zu hören, dass deine erste Schwangerschaft gut ausgegangen ist, trotz der Ängste.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass auch diesmal wieder alles gut ausgeht! #klee

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Hallo,

Ich hatte vor dieser Schwangerschaft eine Fehlgeburt Ende der 9. Schwangerschaftswoche.
Morgen bin ich in der 32. Schwangerschaftswoche und mir geht es genau wie dir. Ich sehe Blut wo keines ist und trotz Kindsbewegungen bilde ich mir die schlimmsten Dinge ein. Alle 10-14 Tage muss mein Mann mich auch ins Krankenhaus fahren, da bilde ich mir so schlimme Dinge ein dass och mich nicht mehr beruhigen kann.

Erst dachte ich, das wird nach den ersten zwölf Wochen besser, aber nix da. Zum Ende hin wird es nur noch schlimmer.
Ich bin deswegen such in psychischer Behandlung und das hilft mir auch sehr. Ich bekomme deswegen auch einen Kaiserschnitt, eine normale Geburt würde ich so überhaupt nicht durchstehen.
Ich bin aber ansonsten überhaupt nicht so eine Übermutti, unser ältester ist vier und dort hatte und habe ich sowas nicht.

Durch die Fehlgeburt hat sich das alles leider so entwickelt.

Fühl dich gedrückt, du bist nicht alleine !

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Ach Mensch, das hört sich ja bei dir auch heftig an #liebdrueck.
So eine Fehlgeburt kann wirklich viele Ängste auslösen.

Ich dachte anfangs auch, es wird nach den ersten 12 Wochen besser, oder nach den ersten Kindsbewegungen. Aber wesentlich hat sich die Angst nicht verändert, leider.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles gut geht und wir uns in einigen Wochen im Babyforum wiedertreffen...

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