Elterngeldantrag und Vertriebenenausweiss

Huhu Mädels.

Ich bin grad dabei mich mit dem Elterngeldantrag auseinander zusetzten und musste jetzt fest stellen das ich einen Vertriebenausweiss benötige. Meine Eltern sind mit mir 1989 aus Polen nach Deutschland gekommen.

Ich weiss garnicht ob ich so einen Ausweiss besitze #kratz Meine Eltern sind zu Zeit in Amerika und kommen erst in 2 Monaten zurück... da ist mit "Suchen" nicht viel...
Weiss Eine von euch wo ich so einen Ausweiss beantragen kann?

Dankeschön #winke

1

Hi,

wirklich weiterhelfen werde ich dir nicht können. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass die wirklich einen Vertriebenenausweis von dir brauchen. Du hast doch bestimmt inzwischen einen deutschen Personalausweis oder? Ich arbeite bei einer anderen Behörde und wir brauchen nur Vertriebenenausweise (und Registrierscheine etc.) wenn jemand gerade eben eingereist ist. Frag doch noch mal bei der Elterngeldstelle nach, ob der wirklich notwendig ist.
Falls doch, dann frag mal bei dir bei der Stadt nach. Es gibt meistens jemand, der sich um Aussiedler kümmert. Vielleicht kann der dir dann weiter helfen.

Ich drück dir die Daumen, dass du den Ausweis gar nicht brauchst.

Viele Grüße!

2

Danke

Das hoffe ich auch inständig... Kann mir das eigentlich nicht wirklich vorstellen, da ich ja schon so lange in Deutschland lebe.

Was mich allerdings stutzig macht ist das es halt auf dem Antrag steht. Ausserdem steht auf meiner Geburtsurkund noch die polnische Version meines Vornamens.
Man man man... dieser Papierkrieg...

3

In welchem Bundesland wohnst du denn? Ich habe mir gerade mal den Elterngeldantrag auf NRW im Netz angeschaut und nichts gefunden, was auf Spätaussiedler hindeutet. Bei uns gilt immer - mehr als nen deutschen Perso kann man doch nicht haben. Dann ist es völlig egal, ob man mal als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen ist oder nicht. Bei uns ist es wirklich nur für die frisch eingereisten relevant, da diese dann ja mit dem Registrierschein als Deutsche gelten.

Welche Frage ist es denn auf dem Elterngeldantrag?

weitere Kommentare laden
8

Hallo..

auch ich bin 1989 aus Polen hinzugezogen.
Ich habe gerade meinen Elterngeldantrag (NRW) mehrfach durchgeschaut, aber bei mir steht definitiv nichts vom Vertriebenen- oder Spätaussiedlerausweis #kratz.

Ich kann dir nur so viel sagen:
Als ich und mein Ehemann heiraten wollten, mussten wir auch unzählige Dokumente besorgen und einreichen.
Da unsere Vornamen in unseren Geburtsurkunden von unseren jetzigen abweichen, mussten wir unsere Namensänderungsurkunden vorlegen. Da ich bei der Einreise aber gerade 5 Jahre alt war, hatte ich diese nicht und meine Mutter behauptete, dass es nie eine gegeben habe. Also sollte ich unseren Spätaussiedlerausweis vorlgen. Aber auch der war spurlos verschwunden. Die Standesbeamtin hat mir von einer Behörde erzählt, die früher für die Ausweise zuständig war! ABER: diese Behörde gibt es schon laaange nicht mehr!
Also habe ich mich an das Ordnungsamt unserer Stadt gewandt und die hatten zumindest noch eine Kopie meiner Namensänderungsurkunde.#huepf!

Und um unser Kind nach der Geburt anzumelden benötigen wir unsere Original-Geburtsurkunden samt Übersetzung. Da die Namen ja abweichen, benötigen wir noch die Namensänderungsurkunden. Du siehst: das nimmt kein Ende ;-).

Ich würde vorschlagen:
- Ruf bei der Elterngeldkasse an und frag, ob du wirklich einen Vertriebenenausweis benötigst.
- Frag im Krankenhaus/Standesamt nach, welche Unterlagen du benötigst um dein Kind anzumelden.
(Solltest du deine Namensänderungsurkunde benötigen, dann bekommst du eine Zweitschrift beim Ordnungsamt.)

Den Ausweis haben damals übrigens unsere Eltern bekommen und wir als Kinder wurden lediglich mit aufgeführt.

Viel Erfolg bei deinen Recherchen! Und gib mir bitte noch eine Rückmeldung, ob man den Ausweis nun wirklich mit einreichen muss! Denn dann habe auch ich ein Problem.

#winke

9

Oh, habe es gerade im Elterngeldantrag Hessen gelesen. So ein Quatsch! Na dann bin ich mal gespannt, was sich ergibt!

#winke

10

Huhu, erstmal danke für die ausführliche Antwort. Diese Namensänderungsurkunde müsste der Regiestrierschein sein. Das finde ich auch für das Beantragen der Geburtsurkunde sinnig, da ich ja meine Geburtsurkunde auch vorlegen muss und der Name dementsprechend nicht mit dem Perso identisch ist.

für den Elterngeldantrag.... Klingt einfach unlogisch. Hab jetzt auch ein Formular für Hessen gefunden (Stand Mai 2013) da wirds nicht mehr verlangt.

Naja ich werd da Montag einfach mal anrufen. Hast du den Regiestrierschein vom Ordnungsamt der Stadt in die ihr zuerst gezogen seit? Hattest du ne lange Wartezeit? :)

11

Hallo..

habe gerade noch mal meine ganzen Unterlagen gewälzt!

Also der Vertriebenen/Spätaussiederlausweis wurde von unserer Stadt (dort, wo wir gewohnt haben) ausgestellt (habe eine Fotokopie in einer Behördenakte gefunden).

Der Registrierschein wurde von der "Landesstelle für Aussieder, Übersiedler und Ausländische Flüchtlinge in NRW" ausgestellt und an unseren Wohnort weitergeleitet. Ich glaube, dass anhand des Registrierscheines dann der Vertriebenenausweis ausgestellt wurde.

Die Namensänderungsurkunde ist jedoch etwas anderers!! Diese Namensänderung wurde damals durch das Ordnungsamt des Wohnortes durchgeführt/bearbeitet.

Ich habe damals bei unserem Ordnungsamt angerufen und sowohl den Namen meiner Mutter als auch meinen genannt und ein ganz netter Mitarbeiter hat dann im Archiv nachgeschaut und mich mit einem positiven Ergebnis zurückgerufen. Anschließend hat er mir eine Fotokopie der Fotokopie (das Original müssten deine Eltern haben) zugesandt.

Wirklich nicht leicht. Ich überlege mir gerade, ob ich mich nicht auch noch mal um die Ausstellung eines Vertriebenenausweises kümmere. Da diese aber damals unseren Eltern ausgestellt wurden und wir als Kinder lediglich als Kinder mit aufgeführt werden, weiß ich gar nicht, ob dies nicht unsere Eltern beantragen müssten.

Naja, wird sich zeigen. Halt mich mal auf dem Laufenden!

#winke

weitere Kommentare laden
Top Diskussionen anzeigen